Doppelstromversorgung bei 3GX und AR 9110 nicht möglich?
Hallo! Ich wollte bei meinem TRex 700E den Empfänger (Spektrum AR 9110) mit zwei Lipos versorgen, da dieser Empfänger mit einer Akkuweiche mit zwei Stromeingangskabeln ausgestattet ist. Jetzt heißt es aber beim 3 GX, dass das Kabel vom Empfängerakku direkt beim 3GX eingesteckt werden muss, das dann zum Empfänger zur Stromversorgung durchgeschleift wird.
Weiß jemand, ob es möglich ist, den Empfänger trotzdem mit beiden Akkus direkt zu versorgen und die Stromversorgung des 3 GX und der Servos über den Empfänger sicherzustellen??
Angeblich soll hier die Gefahr bestehen, dass die Servos nicht mit genügend Strom versorgt werden.
Bin für jeden Tipp dankbar, sonst müsste ich den Empfänger entsorgen
Gruß, Robert
AW: Doppelstromversorgung bei 3GX und AR 9110 nicht möglich?
Moin,
das man die Stromversorgung (wie bei jedem FBL-System) direkt am 3GX anschließen soll liegt daran, dass dort auch die Servos angeschlossen sind. Weil sich speziell die Align-Servos viel Strom genehmigen, sollen die Zuleitungen zwischen Stromquelle und Servos so kurz wie möglich sein, um den Spannungsabfall über den Leitungen zu minimieren. Wenn du aber dafür sorgst, dass der Spannungsabfall über den Leitungen vernachlässigbar klein ist, kannst du von dieser Norm auch abweichen. Wenn ich mich recht entsinne, kann man am 3GX ohne V-Kabel zwei Stecker für die Stromversorgung anschließen. Du könntest dir also zwei Kabel mit min. 0,5 mm² Leitungsquerschnitt und Servosteckern auf beiden Seiten besorgen und damit das 3GX mit dem Empfänger verbinden. Dazu kannst du entweder die S-Bus Kabel für Futaba Empfänger nehmen (und die Signalleitung entferen) oder du lötest dir entsprechende Kabel selber. Achte aber darauf, dass es wirklich die dicken Kabel sind. Servokabel kenne ich in 0,08 mm², 0,14 mm², 0,25 mm², 0,33 mm² und 0,5 mm² Querschnitt. Wenn du zwei von den 0,5 mm² Kabeln nimmst, hast du insgesamt 1 mm² Kupferquerschnitt zwischen Empfänger und 3GX. Wenn du die Zuleitungen nicht unnötig lang machst, fällt bei diesem Querschnitt nicht zu viel Spannung ab, auch bei Maximalstrom (bis zu 15 A in Spitzen).
Ideal ist das aber nicht, denn wenn du den Strom quasi über den Empfänger "umleitest", hast du die Kontaktverluste über die Stecker zwei mal, statt nur einmal. Besser wäre es in jedem Fall, die Spannungsversorgung direkt am FBL-System anzuschließen
Grüße, Hagen
Der Modellflug ist der Amboss, auf dem die Speerspitze der Evolution geschmiedet wird
AW: Doppelstromversorgung bei 3GX und AR 9110 nicht möglich?
Hallo Hagen,
vielen Dank für die verständliche Erklärung! In diesem Fall werde ich einen anderen Empfänger verwenden und die Empfänger-Akkus direkt am 3GX anschließen. Ich möchte gerne an der Doppelstromversorgung festhalten. Glaubst Du, dass diese einfache Weiche den Zweck erfüllen würde? Ich habe am 3GX ja nur einen Eingang für die Stromversorgung. Modelcraft Akkuweiche 4.8 - 20 V/DC, 2 A im Conrad Online Shop | 235032
Die mögliche Amperebelastung scheint nicht besonders hoch zu sein. Spricht denn was dagegen, beide Lipos parallel zu betreiben? Mir ist natürlich klar, dass ich damit nicht die Sicherheit einer echten Doppelstromversorgung mit Weiche habe, aber immerhin hätte ich damit die doppelte Kapazität und zwei BEC`s.
Gruß, Robert
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Komplett ungeeignet. Mit 5 A Kurzzeitbelastung raucht dir das Ding schon im Schwebeflug ab. Was hast du denn für RC-Komponeten eingeplant? Sind die Servos für 2S Lipos direkt geeignet, oder muss da noch ein BEC zwischen, um die Spannung auf 6 V zu reduzieren?
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Ich halte ehrlich gesagt ganz allgemein nicht all zu viel von Akkuweichen. Wenn man einigermaßen pfleglich mit dem Akku umgeht, er die zuverlässigste Komponente der ganzen Stromversorgung. Ausgerechnet dieses Teil redundant auszuführen, halte ich für ziemlich sinnlos. Ich habe das Align BEC in meinem 600 EFL mit den gleichen Servos geflogen. Im Urzustand taugt das BEC nichts, weil die Leitungen viel zu dünn sind und ab ~ 5 A zu viel Spannung über ihnen abfällt. Ersetzt man die Kabel aber durch dickere (so ca. 0,75 mm²), und geht dann mit zwei Steckern in das FBL und mit einem in den Empfänger reicht das Ding gut aus (hält die Spannung dann bis 15 A deutlich über 5 V). An deiner Stelle würde ich einfach die Kabel am BEC tauschen, drei Servostecker an das Ding löten und damit fliegen. Das ist leicht, simpel und zur Versorgung der RC-Anlage absolut ausreichend.
ßber das Jeti-Teil weiß ich nichts, es hat aber keinen Spannungsregler. Du kannst also nicht mit den beiden Lipos direkt da ran gehen, sondern müsstest die BECs noch dazwischen schalten.
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Das macht alles Sinn, was Du schreibst. Eigentlich möchte ich nur die beiden Lipos parallel betreiben, um die Kapazität zu verdoppeln. Von dem Align BEC habe ich zwei Stück. Deshalb habe ich mir gedacht, je einen Lipo mit je einem BEC zu verwenden. Dann hätte ich ja 2 Stromanschlüsse. Ich weiß nur nicht, wo ich beim 3GX den zweiten Stecker anschließen soll, es sei denn, ich würde den "throttle"-Kanal benutzen, da ich den ja eh nicht brauche, da ich den Regler direkt vom Empfänger ansteuere und nicht damit über das 3 GX gehe. Keine Ahnung, ob das funktioniert.
Das macht alles Sinn, was Du schreibst. Eigentlich möchte ich nur die beiden Lipos parallel betreiben, um die Kapazität zu verdoppeln. Von dem Align BEC habe ich zwei Stück. Deshalb habe ich mir gedacht, je einen Lipo mit je einem BEC zu verwenden. Dann hätte ich ja 2 Stromanschlüsse. Ich weiß nur nicht, wo ich beim 3GX den zweiten Stecker anschließen soll, es sei denn, ich würde den "throttle"-Kanal benutzen, da ich den ja eh nicht brauche, da ich den Regler direkt vom Empfänger ansteuere und nicht damit über das 3 GX gehe. Keine Ahnung, ob das funktioniert.
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Wenn du beide BECs anschließen willst, musst du sie aber per Diode entkoppeln und über solche Dioden fallen 0,5...0,7 V ab. Da das BEC unter moderater Last nur 5,6 V oder sowas her gibt, ist das Polster dann nicht mehr all zu dick. Steigt die Last dann noch an, kann es schon passieren, dass nur noch 4...4,5 V übrig bleiben. Wäre mir persönlich zu wenig. Da fällt zwar noch keine Komponente aus, aber die Servos werden schlapp und langsam. Außerdem brauchst du keine 3,8 Ah Kapazität für den Rex. Ein Akku reicht vollkommen, wenn du nicht gerade den ganzen Tag pausenlos fliegen willst. Auf meinem Rex habe ich einen 2S 2,2 Ah, der reicht mit dicker Reserve für 5...6 Flüge á 8 min.
An das 3GX kannst du direkt mit zwei Zuführungen gehen. Ich hatte meine Stecker damals an den beiden unteren Anschlüssen (die "horizontalen" unterhalb der "vertikalen" Servoanschlüsse), ich hab jetzt aber nicht mehr im Kopf, wofür die offiziell gedacht sind. Im Prinzip ist das aber auch egal. Du kannst jeden Steckplatz nehmen, der an die Leiterbahnen für plus und minus angeschlossen ist, zur Not auch mit V-Kabel. Den Regler hängst du am besten direkt an den Empfänger, musst aber dessen BEC still legen, falls er eins hat. FBL und Empfänger müssen aus der selben Spannungsquelle versorgt werden, damit das Bezugspotential für die Servos das gleiche ist. Deswegen wie gesagt drei Anschlusskabel an das BEC. Zwei ins FBL-System, um die hohen Servoströme zu verteilen, eines an den Empfänger. Wenn du nur zwei Satelitenempfänger benutzt, reichen natürlich auch zwei Stecker.
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Oje, das überfordert mich irgendwie :-( . Ich mache EINEN "dickeren" Lipo rein, stecke EIN BEC dran und das geht in den dafür vorgesehen Stecker vom 3GX. Dann ist Schicht im Schacht ;-) . Die Frage ist nur noch, soll ich das original BEC von Align nehmen (6A) oder das von Hype mit 8A ?? 059-5008 - Hype U-BEC Alpha BEC 8A: Amazon.de: Spielzeug
Das hätte ich auch noch rum liegen.
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Ist doch nicht kompliziert. Dickes Kabel an das Align-BEC löten (0,75...1 mm² Querschnitt). Dann lötest du drei dünnere Kabel (jeweils min. 0,25 mm²) mit Servostecker an das dicke Kabel. Damit hast du drei "Abgriffe" am BEC. Davon steckst du zwei in das 3GX und einen in den Empfänger. DANN ist Schicht im Schacht. Das Align BEC im Urzustand ist wie gesagt Müll, weil die originalen Kabel zu dünn und der Akkustecker schrottig ist. Bei dem Teil kommst du ums Löten also nicht herum.
Das Hype-BEC habe ich in meiner Do 23, allerdings mit Originallabel (Hobbywing). Vor dem Einbau habe ich es getestet. Das BEC hat wesentlich bessere Kabel und hält die Spannung auch im Originalzustand bis 15 A auf guten Werten. Nehmen kannst du das also. Allerdings brauchst du auch bei dem Hype BEC drei Stecker. Zwei müssen ins 3GX, weil du die hohen Servoströme nicht einem einzelnen Servostecker zumuten solltest, einer muss in den Empfänger, weil 3GX und Empfänger nur mit Datenleitungen verbunden sind, über die kein Strom fließen kann. Der einzige Unterschied ist der, dass das Hype-BEC von Haus aus schon zwei Stecker hat, statt nur einen. Trotzdem musst du den Strom irgendwie zum Empfänger schieben.
Sorry, aber du wirst nicht darum herum kommen, den ein oder anderen Gedanken an die Stromversorgung der RC-Anlage zu verschwenden. Reglerkabel ins FBL stöpseln und läuft klappt nur bis zur 500er Größe. Darüber wird die Stromaufnahme höher und damit wird ein einzelner Servostecker nicht fertig.
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Okay, das hab ich jetzt verstanden. Ich werde das Hype BEC verwenden. Der Empfänger ist mit dem 3GX über einen "Batt out" Steckplatz am 3GX mit Kabel verbunden und wird so mit Strom versorgt. Dann könnte ich ja das 3GX mit einem Stromkabel beim offiziellen Stromanschluss und dem anderen an dem freien throttle-Steckplatz versorgen, ODER *?
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Also, erst mal ganz lieben Dank für deine Geduld und Deine Erklärungen! Ich hau mich jetzt erst mal aufs Ohr und träume von Stromversorgungen.... ;-) !
Gut`s Nächtle
Okay, das hab ich jetzt verstanden. Ich werde das Hype BEC verwenden. Der Empfänger ist mit dem 3GX über einen "Batt out" Steckplatz am 3GX mit Kabel verbunden und wird so mit Strom versorgt. Dann könnte ich ja das 3GX mit einem Stromkabel beim offiziellen Stromanschluss und dem anderen an dem freien throttle-Steckplatz versorgen, ODER *?
Das klingt zumindest richtig. So lange das 3GX über min. zwei Leitungen versorgt wird und der Empfänger auch seinen Teil abbekommt, ist die Versorgung sicher gestellt. Entferne bei dem Kabel zwischen 3GX und Empfänger aber sicherheitshalber die Signalleitung, damit sich da nichts gegenseitig in die Quere kommt.
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