Resorohr im Tornado

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    #1

    Resorohr im Tornado

    Hallo Stefan,
    ich habe nun den Tornado vom Robin bei mir zu Hause stehen. Sieht gut aus das Teil. Nur was empfiehlst Du mir als Röhrle und Sprit? Habe noch ne Menge WC 30% mit 18% ßlanteil. Also im Revo war der Sprit wie Du weißt ja wohl nix hihihi.
    Nun flieg ich mal den Tornado und warte solange bis Rainer seine CF ler ausliefert. Dann wird so ein Teil auch unseren Flugplatz verschönern. Aber dann mit nem Yamada und WC 30 mit 23% ßl. Aber wie gesagt, nun muß sich erst mal der Tornado bewähren. Wäre toll wenn Du mir nen Tipp geben könntest Zwecks Röhrle und Sprit und Abstimmlänge und und und. Ich bin gar nicht nervig :-)
    Danke Dir schon mal im Voraus.
    Grüßle von mir an Dir.
    Adrian
  • Stefan Segerer
    Stefan Segerer

    #2
    Re: Resorohr im Tornado

    Hi,

    Glückwunsch zu deinem neuen Gerät !!!!! Sagte ich doch das der von Robin erste Sahne ist. Als Resorohr wäre evtl. eine Zimmermann Rocketpipe angesagt. Die ist bei mir bestens gelaufen. Zum Sprit mhhh ich flog damals den vom Conrad " POWERGLOW" da kosten 10L mit 5% Nitro so um die 33 Eus. Der Hersteller des Sprits ist in Nürnberg kannst gerne eine Telefonnummer von mir haben.

    Und zwegs Einstellungen kopier ich hier mal einen Auszug rein von meinen Tipps und Tricks die ich mal geschrieben habe................

    denke da bist du beschäftigt



    Achtung bohohoho








    Hallo Liebe Helifreunde


    Aufgrund meiner Erfahrungen aus über 350 verflogenen Litern Sprit mit Tornado und Revolution und die daraus entstandenen Erkenntnisse, habe ich mir erlaubt einige Eckpunkte was Tipps und Einstellarbeiten am Heli betrifft auf Papier zu bringen. Ich hoffe diese paar Zeilen helfen euch auch in Zukunft wenn ihr wieder mal am Heli schrauben müsst.

    So jetzt ins Eingemachte:

    Tipps zum Einstellen, Rotorkopf und Paddel

     Einstellen der Pitchwerte:

    Beim Einstellen der Pitchwerte kann man auf hauptsächlich zwei Arten zurückgreifen. Möglichkeit eins ist für denn Einsteiger oder für Piloten die keinen Kunstflug machen. Die Pitchwerte sollten ein Wert aufweisen von -4 bis +10. Die zweite Möglichkeit ist die allgemeine 3D Einstellung, dass heißt Pitchknüppelmitte 0 Grad min. und max. Pitch jeweils auf -10,5 bis +10,5.

     Einstellung der Kopfdämpfung je nach Flugstil:

    Die Kopfdämpfung ist ein wichtiger Punkt und muss je nach Flugstil eingestellt werden, denn ansonsten kann es passieren das bei einen harten 3D Flugstil und weicher Kopfdämpfung die Hauptrotorblätter in denn Heckausleger einschlagen.
    Je weicher die Dämpfung am Heli ist um so -gutmütiger- kann man ihn fliegen außerdem verhindert eine weiche Dämpfung ein aufschaukeln des Helis. Je härter die Dämpfung desto direkter übernimmt der Heli die eingegebenen Steuerbefehle. Meine Kopfdämpfung ist z.B. sehr hart von 6 möglichen Dämpfungsgummis die man in denn Kopf einbauen kann habe ich 5 installiert.

     Einstellung und Ausrichtung der Paddel:

    Dies ist ein zentraler und sehr wichtiger Punkt durch sehr sehr viele Tests mit allen möglichen Werkzeugen und Einstellhilfen hat sich folgende Methode heraus kristallisiert. Des weiteren gibt es neue Erkenntnisse was die Paddel Ausrichtung für beide Paddel anbetrifft. Aber dazu mehr im folgenden Text.

    Es fängt erstmal damit an das man sich ßberlegen muss welche Paddel man fliegt. Grundsätzlich gilt, je schwerer die Paddel desto träger und stabiler fliegt der Hubi. Je leichter die Paddel desto agiler aber auch instabiler fliegt der Hubi. Für einen F3C Flugstiel nimmt man im Schnitt ca. 40-50g. schwere Paddel. Für einen normalflugstill das heißt für stabiles fliegen und Kunstflug empfehlen sich Paddel von ca. 25-30g. Für einen Hardcore 3D Flugstill kann man dann die Paddel so leicht auswählen bis die Maschine fast keine Eigenstabilität mehr hat. Aufgrund der Genialen Konstruktion des Rotorkopfes wird einen hier erlaubt extrem leichte Paddel zu fliegen, ich fliege z.B. mit 12g. Paddeln am Tornado und mit 25g. am Revolution.





    Jetzt haben wir erstmal das grundsätzliche. Nun zum Anbringen und Ausrichten der Paddel. Man gebe jeweils ein paar Tropfen mittelfestes Locktide auf das Gewinde der Paddelstange nun schraubt man die Paddel drauf und achtet darauf, dass sie denn selben Abstand haben nicht das ein Paddel näher am Rotorkopf ist wie das andere. Die folgende Methode hat sich als bis jetzt beste rausgestellt da bei der Messung der Gradzahl sich definitiv keine Fehler einschleichen sowie es bei einigen Pitchlehren sein kann. Deshalb braucht man zum messen eine Pitcheinstelllehre mit einem Pendel und ein kleines Wasserwaagenauge dieses Wasserwaagenauge legt man auf die Paddelstangenwippe und zentriert diese. Nun ist sicher gestellt, dass schon mal die Wippe genau 0 oder eben ist. Nun bringt man die Einstelllehre am Paddel an und verdreht dieses dann so, dass auf der Skala genau 0 Grad angezeigt wird. Hat man dieses erreicht fixiert man das Paddel mit der Madenschraube. Beim anderen Paddel wird genauso verfahren.
    Jetzt müssen wir noch die Paddelstangenwippe einstellen und da haben sich letztes Jahr neue Erkenntnisse rausgestellt. Auch diese Einstellarbeit ist enorm wichtig für ein neutrales Flugverhalten. Zur Theorie, die Paddelstangenwippe ist angelenkt mit zwei Gestängen die zum Pitchkompensator runterführen und logisch wäre, dass diese zwei Gestänge absolut gleich sein müssten, denn ist aber nicht unbedingt so. Die Praxis hat gezeigt das die Einstellung der zwei Gestänge meistens von einer halben Undrehung bis ca. zwei Umdrehungen unterschiedlich sind. Da korrekte Einstellen schaut wie folgt aus: Man macht auf das erste Paddel die Pitcheinstelllehre und stellt irgendeine Gradzahl ein, z.B. +5Grad, wenn man jetzt denn Rotorkopf um 180 Grad dreht hat man das andere Paddel macht dann da die Einstelllehre drauf und liest denn Wert ab wenn die Anzeige auch +5Grad anzeigt ist die Einstellung korrekt, wenn nicht müssen die Gestänge so korrigiert werden bis beide Paddel denn selben Wert zeigen.







     Einstellen der Mischverhältnisse:

    Die Mischverhältnisse des Tornados/Revos sind so konzipiert das sich um die Knüppelmitte ein sogenantes Expo platziert. Dies hat zu folge das der gesamte Heli ruhig und sauber in der Luft liegt und ein angenehmes Schweben zu folge hat. Bei der Einstellung der Mischverhältnisse an der Taumelscheibe verweise ich an die Bauanleitung wo es ein F3C Setup und eine 3D Einstellung gibt, und dort ausführlich und genau beschrieben ist.












    Tipps: Resorohr, Abstimmlänge, Drehzahlen��.



     Motor, Resorohr, Glühkerzen, Sprit und Abstimmlänge:

    Anfang 2004 habe ich mich ca. 8 Wochen auf den Flugplatz gestellt und habe sehr viele Setups für den Tornado ausprobiert. Anfang 2005 begann dann das Austesten des Revolution. Die nachstehenden Tipps und Empfehlungen sind kein muss aber in den Tests haben sie sich als das beste herausgestellt, zumindest meiner Meinung nach.

    Als erstes möchte ich Anmerken das ich unbedingt als Motor den OS 91 C-Spec allerdings ohne Pumpe empfehle, er hat sich bis heute als DAS Triebwerk für den Tornado herauskristallisiert. Im Revolution verwende ich ausschließlich einen Yamada 91 ST, es kann aber auch die neue OS Serie geflogen werden. Diese bietet sich gerade zu an mit wenig Nitro zu Fliegen. Beim Yamada sollten es min. 15% Nitro sein
    Nun zum Resorohr auch hier habe ich 4-5 getestet als das mit Abstand beste hat sich das Zimmermann Rocketpipe herausgestellt. Die anderen Resorohre hatten denn Nachteil, dass sie die Abgase nicht schnell genug ins freie befördern konnten und schnürten somit teilweise denn Motor ab. Was Drehmomentverlust und ein zu heißer Motorlauf zu folge hatte. Das Rocketpipe hat genügend Durchfluss für die Abgase und es ist ein deutliches Leistungsplus erkennbar. Die Motortemperatur liegt mit einer Abstimmlänge 47,5cm immer zwischen 100 und 135 Grad auch im Sommer. Drehzahlen empfehle ich zwischen 1800 und 1900. Glühkerzen haben sich die OS8, Enya5 und Enya6 als die besten herausgestellt. Nun zum Sprit auch hier wurden ausgiebige Tests gemacht. Erstmal grundsätzlich wenn man einen normalen Schalldämpfer fliegt also kein Resorohr dann kann man nach der Faustregel gehen je mehr Nitro desto besser oder mehr Leistung. Bei einem Resorohr trifft dieses nicht zu. Begründung: Mit meinen Resorohr und denn dadurch entstehenden Rückstau der Abgase verändere ich die Motorsteuerzeiten zu einen gewissen Teil, wenn man dann noch sehr hochnitrierten Sprit fliegt werden die Steuerzeiten nochmals verändert allerdings zur schlechten Seite hin. Als gut hat sich ein Sprit mit 5% Nitro erwiesen alles andere kostet nur teueres Geld und bringt nicht denn erwünschten Effekt. Beim Revolution kann man hingegen alle gebräuchlichen Schalldämpfer Fliegen ich selbst fliege das Hatori 937 es ist im Moment das Beste was Leistung und angenehmes Geräusch miteinander verbindet. Als Motor Setup im Revo verwende ich, YS 91 ST, Schalldämpfer Hatori 937, Glühkerze OS 8 , Sprit Wildcat oder Cool Power 15 oder 30 % Nitro mit 23% ßl.

     Montage / Programmierung des mech. Mischers:

    Vorwort: In meiner kurzen Zeit wo ich Heli fliege habe ich schon einige Hubschrauber ausprobiert bin dann irgendwann drauf gekommen, dass man mechanisch Gemischt wesentlich genauer und ruhiger fliegen kann. Allerdings ist der mech. Mischer vom Tornado/Revo ein fenomenales Meisterstück denn das ist der erste Mischer der auch bis in alle Endpunkte zu 100% genau zumischt. An dieser Stelle möchte ich einmal meinen Hut vor Daniele Obino ziehen der Erfinder dieses Mischers ist.
    Der Einbau gestaltet sich recht einfach nachdem alle ccpm Einheiten von der Mechanik entfernt worden sind und die Servos laut Anleitung umgebaut worden sind wird der Mischer nur in die schon vorgefertigten Führungen im Chassis eingeschraubt und mit der Taumelscheibe verbunden. Bei einem Hubschrauber wo alles neutral eingestellt ist, dass heißt alles auf 0 ergeben sich die neuen Gestängelängen von selbst. Das war´s und schon ist der mech. Mischer installiert.
    Auch die Programmierung gestaltet sich sehr einfach da man im Sender ein einfaches Programm aufrufen kann ohne jeglichen Mischer, jedes Servo ist einzeln Programmierbar.





     Tipps/Setup zur Einstellung für 3D Flug


    Es ist immer schwer Tipps abzugeben weil jeder Pilot so seine Wünsche und Vorlieben hat, das unten aufgeführte Setup ist dies wie ich den Tornado/Revo fliege. Jeder kann sich sein Gerät natürlich so zusammenstellen wie es ihm am besten liegt.

    Tornado 3D Setup Stefan Segerer

    --Paddel 12g.
    --69er X- Blades Hauptrotorblätter
    --Kopfeinstellung auf 3D
    --Kopfhärte, fünf Dämpfungsgummis
    --ßbersetzung 8,25
    --Glühkerze Enya 5
    -- Sprit mit 5% Nitro
    --Pitchwerte -11 +11 Grad
    --Drehzahl 1850
    --0 Nitro Lüfterrad für bessere Kühlung

    Revolution 3D Setup Stefan Segerer

    --69er X-Blades Hauptrotorblätter
    --Kopfeinstellung auf 3D
    --Kopfhärte, fünf Dämpfungsgummis
    --ßbersetzung 8,30
    --Glühkerze OS 8
    --Sprit Wildcat 30% Nitro und 23% ßl
    --Pitchwerte -12 +12
    --Drehzahl 1850
    -- Heli so wie aus den Baukasten


    --Tuning Tipps

    Tornado:
    Als Tuning Tipp möchte ich die 8,25er ßbersetzung angeben. Den mit der 7,6er läuft das ganze System zwar sehr ruhig und wenn man F3C fliegt bei Drehzahlen von ca.2000 läuft der Motor auch in seinen optimalen Leistungsspektrum, aber nicht ganz wenn man 3D mit ca. 1800 Umdrehungen fliegt. Der Grund liegt darin das man bei der Drehzahl und der 7,6er ßbersetzung eine Motordrehzahl von ca. 13500 hat. Der Motor seine größte Power jedoch bei ca. 15500 entwickelt. Dies erreicht man mit der 8,25 ßbersetzung. Fliegerisch ist dies SEHR merklich.

    Revolution:

    Ein Tuning dieser Maschine ist eigentlich nicht notwendig da der Hubi vom Baukasten raus keinerlei Wünsche offen lässt. Alle Tuning Artikel für den Revo ist ein kann und kein muss !









    Tipps und Tricks rund um den Revolution:

    Fangen wir hier mit dem Rotorkopf an, eigentlich brauch ich dies nicht zu erwähnen aber je genauer man seinen Heli beim Bauen Einstellt desto besser fliegt er.
    Beim Motoreinbau muss man UNBEDINGT darauf achten das man die mitgelieferten Unterlegblättchen und bei Bedarf auch die Scheiben unterlegt damit man ein korrektes Zahnflankenspiel hat. Stimmt dieses Spiel zwischen Kupplung und Hauptzahnrad nicht so kommen auf einen mit der Zeit erhebliche Probleme zu bis hin zur Zerstörung einzelner Baugruppen und/oder man hat einen Vibrierenten Hubschrauber.
    Beim Einbau vom Empfänger ist bei beiden Versionen unbedingt darauf zu achten das dieser in Schaumstoff gehüllt wird, auch wenn es sich geradezu anbietet ihn einfach so mit einem Schaumstoffpat einzusetzen.
    Nun zum Tank, bei den ersten Tanks die ich verbaut habe, habe ich immer zu viel -Gewalt- angewendet beim Verschluss zudrehen. Resultat daraus war ein undichter Tank. Machen Sie den Verschluss vom Tank ein klein wenig mehr wie Handfest zu, dies langt vollkommen und der Tank ist 100% dicht.
    Beachten Sie dies auf jeden Fall um einen Störungsfreien Betrieb des Hubschraubers zu erlangen.

    Ganz nebenbei sei nun noch Erwähnt das mein 120 Liter -alter- Revo bis zum heutigen Tag vollkommen Verschleißfrei läuft.

    Anmerken möchte ich nun noch, dass ich neben einer Flugschule auch einen Bau, reparatur und Einstellservice anbiete.




    So nun sind wir am Ende, ich hoffe ich konnte einen kleinen Einblick und ein paar Hilfestellungen bereitstellen.
    Für Anregungen Tipps oder Kritik bin ich jederzeit offen. Erreichen könnt ihr mich unter

    stefan.segerer@heli-pro.de


    In diesem Sinne wünsche ich allen viel Spaß bei unserem Hobby und immer eine Handbreit Luft unter den Rotorblättern.

    Besten Gruß Stefan Segerer



    PS. Es geht logischerweiße auch noch die von Marcel Gretener verwendete kürzere Resorohr Abstimmung, wie schon so oft beschrieben.

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    • Microballons
      Microballons

      #3
      Re: Resorohr im Tornado

      Hi Stefan,
      habe das Gerät geflogen, bin begeistert. Läuft ruhig und sanft. Nur die Heckwellen, die mir Reiner mitgab werde ich morgen mal lieber tauschen. Die Welle hat nen Minni-Schlag. Also zum Dampf muß ich sagen, bin überrascht wieviel da rauskam. Habe einen 12,5 % Nitro Sprit von Schweighofer (den lilafarbenen) genommen, und die Maschine schnurrte wie ein Kätzchen. Im Reglerbetrieb funzt es nicht so gut, denke der Regler ist zu langsam. Aber mit normalen Kurven kein Problem. Sind etwa 1850 Touren bei 3D Flug zur verfügung. Er meistert sogar Tic Tocs. Reiner hat gemeint, der Tornado würde dies nicht so gut beherschen, hat er sich getäuscht. Der OS zog alles durch. Nach ner knappen Minute wollte ich halt nicht mehr. Und die Temp. lag nach der Quälerei bei 98,7 Grad maximum. Bei Normalflug kitzelte sie gerade mal 60 Grad. So was kannte ich vom Revolein leider nicht. Naja der war ja auch absolut Kacke aufgebaut. Wenn ich in ein paar Wochen meinen CF bestelle weiß ich ja an was es hängt, damit er richtig funzt.
      Vom Tornado bin ich aber volle Lotte begeistert. Das war ein Glücksgriff. Also vielleicht sieht man sich mal. Spätesten wenn ich gegen Dich antrete so in 50 bis 60 Jahren
      Grüßle Adrian

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