ich "leide" an dem Problem, dass die 10ccm-Zweitaktmotoren in meinen Modellen gerne mitten im Fluge unvermittelt abstellen (ich verwendet auch Zweizylinder-Viertaktmotoren, da passiert das nie...). Nun bin ich zwar ein einigermaßen fortgeschrittener Pilot, aber wahrlich kein Könner, weshalb die auf solche Absteller folgenden Autorotationen meist nicht so gut gelingen, dass die Modelle unbeschädigt bleiben. Und da ich mit Vorliebe klassische Rumpfmodelle aus den 70ern bis 90ern fliege, ist jeder so erlittene Bruch leider doppelt bitter, weil die Ersatzteile natürlich knapp und teuer sind. Daher möchte ich den Ursachen der unvermittelten und plötzlichen Absteller einmal nachgehen.
Ich mache also drei bis fünf Flüge, die alle einwandfrei ablaufen, bis dann der nächste Flug plötzlich jäh mit Stille endet. Der Tank ist dabei in der Regel halb bis dreiviertelvoll. Die Motoren sind alle älter und gut eingelaufen und sind in keinem Fall festgegangen, so das hinterher auch nie Motorschäden erkennbar waren. Ich mache nur Schwebe- und zahme Rundfüge ohne jede akrobatische Einlage, geschweige denn Rückenflüge o.ä..
Ich verwende in den betroffenen Modellen (Rumpfmodelle mit Heim-Mechanik und ein Schlüter Magic) 61er-Webra-Motoren, teils die alten Speed-, teils die modernen P5-Modelle, Vergaser serienmäßig. In den Rümpfen sind Resonanzrohre mit relativ langer Abstimmung eingebaut, der Magic fliegt mit dem serienmäßigen Expansionskammerdämpfer von Schlüter. Als Glühkerzen werden hauptsächlich die kalten Rossi-Typen R4 bis R6 verwendet. Der Kraftstoff stammt von Fleischmann und ist ein frisches (Viertakt-)Gemisch, bestehend aus 15% Aerosynth, 5 bzw. 10% Nitromethan und Rest Methanol.
Aus den Glühkerzen rausgeflogene Glühwendel waren bisher noch nicht die Ursache von Abstellern, allerdings neigen mache Motoren durchaus zum Kerzenfressen (Ursache?). Unter Voll- und Teillast laufende Motoren sollten aber auch mit defekten Glühkerzen nicht absterben, solange die Wendel überhaupt noch vorhanden ist. Oder? Die Dinger stellen aber auch mit intakten Kerzen ab.
Nach einigen Abstellern habe ich mir die Kraftstoffversorgung genau vorgenommen. Verwendet werden normale Tankpendel mit dichten Silikonschläuchen und die durchsichtigen schlanken Spritfilter aus Kunststoff, ferner natürlich normaler Silikon-Kraftstoffschlauch, der mit Kabelbinern oder Klemmschellen gesichert wird.
Die Vergaser sind sauber und ohne Befund. Verstopfungen kommen praktisch nicht vor. Sie sind festgeschraubt und die Vergaserhälse sind durch O-Ring abgedichtet und liegen dicht auf dem Kurbelgehäuse auf. Es werden keine Luftfilter verwendet.
Die Fragen lauten dementsprechend:
- Warum stellen Zweitaktmotoren unvermittelt im Fluge ab?
- Warum fressen manche Motoren Glühkerzen?
und ferner:
- Wie verkürzt man die Zeit zwischen Antriebsausfall und Einleiten der Autorotation so, daß man nicht zu viel Drehzahl verliert? (Klingt doof, ist aber oft ein Problem, z.B. bei getriebeschäden, die sich nicht so deutlich durch plötzliche Stille ausweisen)
Für Eure Tipps danke ich schon mal recht herzlich.
Grüße, Tom

Wenn man vorbereitet ist, geht´s doch um Einiges leichter.
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