Ich bin seit knapp einem halben Jahr mit der Wren Turbine unterwegs. Wren schreibt ja vor Jet A1 + 5% ßl zu verwenden.
Die ersten 60 Liter Sprit bestanden aus Jet A1 + 5% CASTROL POWER 1 RACING 2T ßl, der Nachfolger von Castrol TTS (welches von Wren zugelassen ist). Hier bemerkte ich:
- der Abgastrahl war immer etwas "rauchig", egal ob in idle oder im Flug.
- Die beiden Abgasrohre waren verrußt und dieser Ruß lässt sich nicht entfernen.
- Das Lager des Winkelgetriebes (auf dem di eKupplung sitzt) hat nach Abkühlen der Turbine "geklebt", lies sich aber durch kurzes ruckartiges Bewegen der Kupplung bzw. des Lüfterrads lockern.
- Der weiße Tank sowie die Chassis hinter den Abgasrohren war nach jedem Flugtag mit braunen klebrigen Spritzern übersät.
- das ßl färbt den Sprit stark rot, was den Füllstand im Vorbeiflug gut erkennen lässt
Nun habe ich etwas über 20L mit 5% Jakadofsky PJ-W Turbinenöl geflogen:
- Die dicke schwarze Ablagerung vom vorherigen ßl verschwindet langsam
- Die Temperaturen der Turbine sind gleichgeblieben
- Die Chassis und die Aussenseite des Haupttanks ist nun nicht mehr klebrig nach dem Fliegen
- Beim Abkühlen machen die Lager manchmal leicht grummelige Geräusche, kann mir aber nicht vorstellen, dass die Lager bereits kaputt sind da ich noch keine 40 Std oben hab. Ein Telefonanruf bei WREN: der Techniker schlug vor die Turbine vor dem Abschalten etwas über Leerlauf laufen zu lassen und dann direkt abzuschalten um für mehr Schmierung zu sorgen, sowie 7% ßl zu verwenden. Das mache ich nun seit 5 Flügen. Der Abgastrahl ist wieder etwas rauchiger beim hochfahren, bleibt dann aber sauber während dem Betrieb.
Interessant wären noch Erfahrungen mit anderen ßlen wie z.B. dem von Rescue Turbinenservice oder dem ßl von Jetcat welches ja mit Antistatik Mitteln ausgestattet ist. Glaube das ist bei Jet A1 sowieso dabei.
EDIT: "richtige" Turbinenöle wie die von z.B. Shell habe ich absichtlich, nach vielen Recherchen über die Giftigkeit der verbrannten ßle, noch nicht verwendet.

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