Wren 44 Heli Turbine - Ã?l Erfahrungen

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  • sunnyville
    sunnyville

    #1

    Wren 44 Heli Turbine - Ã?l Erfahrungen

    Es gibt ja schon diverse Beiträge zu verschiedenen Turbinenölen, doch wollte ich jetzt einen neuen aufmachen der sich mit der ßlverträglichkeit der Wren 44 Turboprop & Heli Turbine beschäftigt.

    Ich bin seit knapp einem halben Jahr mit der Wren Turbine unterwegs. Wren schreibt ja vor Jet A1 + 5% ßl zu verwenden.

    Die ersten 60 Liter Sprit bestanden aus Jet A1 + 5% CASTROL POWER 1 RACING 2T ßl, der Nachfolger von Castrol TTS (welches von Wren zugelassen ist). Hier bemerkte ich:
    - der Abgastrahl war immer etwas "rauchig", egal ob in idle oder im Flug.
    - Die beiden Abgasrohre waren verrußt und dieser Ruß lässt sich nicht entfernen.
    - Das Lager des Winkelgetriebes (auf dem di eKupplung sitzt) hat nach Abkühlen der Turbine "geklebt", lies sich aber durch kurzes ruckartiges Bewegen der Kupplung bzw. des Lüfterrads lockern.
    - Der weiße Tank sowie die Chassis hinter den Abgasrohren war nach jedem Flugtag mit braunen klebrigen Spritzern übersät.
    - das ßl färbt den Sprit stark rot, was den Füllstand im Vorbeiflug gut erkennen lässt

    Nun habe ich etwas über 20L mit 5% Jakadofsky PJ-W Turbinenöl geflogen:
    - Die dicke schwarze Ablagerung vom vorherigen ßl verschwindet langsam
    - Die Temperaturen der Turbine sind gleichgeblieben
    - Die Chassis und die Aussenseite des Haupttanks ist nun nicht mehr klebrig nach dem Fliegen
    - Beim Abkühlen machen die Lager manchmal leicht grummelige Geräusche, kann mir aber nicht vorstellen, dass die Lager bereits kaputt sind da ich noch keine 40 Std oben hab. Ein Telefonanruf bei WREN: der Techniker schlug vor die Turbine vor dem Abschalten etwas über Leerlauf laufen zu lassen und dann direkt abzuschalten um für mehr Schmierung zu sorgen, sowie 7% ßl zu verwenden. Das mache ich nun seit 5 Flügen. Der Abgastrahl ist wieder etwas rauchiger beim hochfahren, bleibt dann aber sauber während dem Betrieb.

    Interessant wären noch Erfahrungen mit anderen ßlen wie z.B. dem von Rescue Turbinenservice oder dem ßl von Jetcat welches ja mit Antistatik Mitteln ausgestattet ist. Glaube das ist bei Jet A1 sowieso dabei.


    EDIT: "richtige" Turbinenöle wie die von z.B. Shell habe ich absichtlich, nach vielen Recherchen über die Giftigkeit der verbrannten ßle, noch nicht verwendet.
  • Anfänger
    Senior Member
    • 01.07.2004
    • 3879
    • Daniel
    • Kelkheim im Taunus

    #2
    AW: Wren 44 Heli Turbine - ßl Erfahrungen

    Jedes Oil erzeugt giftige Dämpfe, manche mehr und manche weniger, würde mir da so nicht die Gedanken machen, da gibt es genug andere Belastungen in der Umwelt!

    Zweitakt Oil würde ich nicht nehmen, den Grund siehst du selber!
    Lese euch später!
    MFG Daniel
    Jede Landung ist ein kontrollierter Absturz.

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    • BugBear
      BugBear

      #3
      AW: Wren 44 Heli Turbine - ßl Erfahrungen

      Hallo Yoshi,

      ich Frage mich was ein 2T-Motoröl in einer Turbine zu suchen hat?
      Was hat sich Wren dabei gedacht?
      Die Datenblätter von diesen Turbinenölen sind fast gleich: Aeroshell 500, Exxon 2380, Mobil Jet Oil und Mobil DTE Light. Aber das Castrol TTS ist deutlich anders. Besonders der Flammpunkt und die Viskosität bei 40 zzw. 100°C.
      Die Piloten die ich kenne verwenden Jet A1 und das Shell ßl.
      Ich habe den Herrn Uwe Kannapin ( Rescue Turbinenservice ) persönlich kennengelernt. Diese Person ist ein besonders gewissenhafter Mensch im Beruf sowie Privat. Ich würde einfach mal Kontakt mit ihm aufnehmen und dies hier durchsprechen.
      Warum sollten Lager min. 40 h halten wenn die Schmierung nicht i.O. war?

      Gruß Volker

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      • sunnyville
        sunnyville

        #4
        AW: Wren 44 Heli Turbine - ßl Erfahrungen

        Zitat von BugBear Beitrag anzeigen
        Hallo Yoshi,

        ich Frage mich was ein 2T-Motoröl in einer Turbine zu suchen hat?
        Was hat sich Wren dabei gedacht?
        Die Datenblätter von diesen Turbinenölen sind fast gleich: Aeroshell 500, Exxon 2380, Mobil Jet Oil und Mobil DTE Light. Aber das Castrol TTS ist deutlich anders. Besonders der Flammpunkt und die Viskosität bei 40 zzw. 100°C.
        Die Piloten die ich kenne verwenden Jet A1 und das Shell ßl.
        Ich habe den Herrn Uwe Kannapin ( Rescue Turbinenservice ) persönlich kennengelernt. Diese Person ist ein besonders gewissenhafter Mensch im Beruf sowie Privat. Ich würde einfach mal Kontakt mit ihm aufnehmen und dies hier durchsprechen.
        Warum sollten Lager min. 40 h halten wenn die Schmierung nicht i.O. war?

        Gruß Volker
        Hi!
        Also das ist jetzt interessant, da ich mich mit Sachen Viskosität und Flammpunkt nicht wirklich auseinandergesetzt habe. Wie gesagt, es ist ja von Wren abgesegnet. Such tman im Internet gibt es wirklich dutzende Piloten die 2 Takt ßl fliegen, aber eben immer hochwertiges wie das ehemalige Castrol TTS. Die Dämpfe sollen etwas weniger giftig sein als bei Turbinenöle die ja zur Umlaufschmierung und nicht zum Verbrennen gedacht sind (Darüber brauchen wir jetzt aber keinen Thread, gibt es bereits genug). Wie dem auch sei, ich fliege jetzt das Jakadofsky ßl bin mittlerweile schon knapp 35 Liter damit geflogen und es geht super.

        zu den Lagern: die klangen immer gut beim Castrol ßl (bin damit wirklich lange geflogen), einziger Nachteil war eben die Rußbildung und die braunen Flecken am weißen Tank. Beim Umstieg auf Jakadofsky ßl klangen die Kugellager etwas rauer beim cool-down. Ein Telefonat mit Wren hat das Rätsel gelöst: durch die hohen Temperaturen (habe Turbine zeitweise etwas zu schnell abgeschaltet) "trocknen" die Lager aus beim cool-down. Daher etwas nach dem Flug in Leerlauf laufen lassen bis sie kühl ist, (56000 RPM) dann 8 Sekunden auf 80,000 RPM damit nochmal mehr von dem Gemisch in die Kugellager kommt und dann direkt abschalten. Das klappt jetzt bestens!

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        • sunnyville
          sunnyville

          #5
          AW: Wren 44 Heli Turbine - ßl Erfahrungen

          Nun es gibt neues zu berichten. Die Turbinen Lager klangen ja etwas anders mit dem jakadofsky ßl. Nach mehreren Flügen blieb das Getriebe stecken. Turbine eingeschickt und Antwort: kein ßl im Getriebe. Anscheinend ist das jakadofsky ßl für die Art und weise wie Wren Turbinen ihr Getriebe schmieren nicht geeignet. Klar funktionieren alle ähnlich: Zweigen einen Teil des Kero/ßl Gemischs ab und leiten es direkt auf das Getriebe, Kugellager usw. Jedoch muss es da Unterschiede geben. Ich flog die meiste zeit mit 7% jaka ßl. Werde nun wieder mit castrol fliegen. Das ist auch stärker gefärbt ;-)
          Von den "Turbinen" ßlen (aeroshell und mobil) werde ich aber die Finger lassen wegen der bei der Verbrennung entstehenden Gase. Aber darum geht es ja nicht.
          Fände es aber interessant zu wissen wieso das jaka ßl bei anderen Turbinen so gut funktioniert. Habe leider keine Vereinskollegen mit heli Turbinen um das mal näher zu untersuchen.

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