Servus,
da wird ja so einiges durcheinandergebracht und einige Aussagen sind auch falsch. Unsere Brushless-DC Motoren gleichen zwar im Aufbau einer permanentmagneterregten Synchronmaschine, werden aber wie ganz normale Gleichstrommotoren mittels Spannung in ihrer Drehzahl gestellt bzw. geregelt. Dies geschieht zweckmäßigerweise mittels PWM (Rechtecksignal, kein Sinus), genauso wie wir es von den alten Bürstenmotoren kennen. Dann gibt es da eben noch die elektronische Kommutierung. Das, was der Kommutator beim Bürstenmotor mechanisch macht, das wird nun elektronisch erledigt, in dem man die 3 Phasen nach einem gewissen Schaltschema bestromt, damit ein drehendes Feld erzeugt wird. Falsch ist nun die Annahme, man würde die Frequenz vorgeben und der Motor dreht dann eben so schnell wie das Drehfeld. Das Drehfeld wird nämlich immer an die aktuelle Drehzahl der Welle angepasst, egal welcher Lastzustand herrscht, ist also kein Vorgabewert. Bremst du den Motor an der Welle, so wird das Drehfeld auch automatisch langsamer, es hält durch die feldorientierte Steuerung immer die gleiche Position zum Rotor ein.
Genauer: der sensorlose Regler weiß durch die Back-EMF an der momentan unbestromten Phase jederzeit über die Position des Rotors bescheid. Er braucht diese Info, um den Stromvektor so nachzuführen, daß dieser in einer gewünschten Winkelbeziehung (90° für maximales Drehmoment) zum Rotorfluß (durch Permanentmagnet) steht. Das macht ein mechanischer Kommutator ganz automatisch, aber hier muß diese Winkelbeziehung von außen geregelt werden. Man gibt nicht eine gewisse Frequenz des Drehfeldes vor, damit sich eine gewünschte Drehzahl einstellt, sondern macht die Drehzahleinstellung nur über die PWM, also die angelegte Spannung. Und das Drehfeld richtet sich dann eben durch die feldorientierte Steuerung nach der aktuellen Rotordrehzahl und Position. Der Motor verhält sich also wie ein ganz normaler Bürstenmotor auch, nur daß eben die Kommutierung nun elektronisch erfolgt. Hoffe das ist irgendwie verständlich, sonst versuch ich das noch besser zu erklären. Daher hat die Angabe Umdrehungen/Volt ihre Daseinsberechtigung.
Schöne Grüße,
Hermann

das versteh ich als Elektrobanause jetzt nicht.
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