um den "King of Speed" Thread nicht zu zerballern entrücke ich die Frage an Ralph "Powercroco" einmal hierher.
Bisweilen ist der Direktantrieb im RC-Heli eher ein Exot. Allenthalben in der 450er Klasse sind mir erfolgreiche Projekte sehr angagierter Modellbauer bekannt.
Multiplex hat ihn ( im zumindest vom Konzept genialen "Funcopter") zur Serienreife gebracht.
Richtig ausspielen könnte solch ein Antrieb seine Vorteile ( die Dinger sind u.a. super leise ) natürlich im Scalemodell. Ohne Getriebesound hätte man viel Spaß am reinen Blattgeräusch bei niedrigen Kopfdrehzahlen. Beim Scaler spielen Lastwechselreaktionen im Gegensatz zur Besenstielbolzerei kaum eine Rolle. Nur sehen Scaler in der 450er Klasse irgendwie immer etwas fipsig aus und fliegen auch so. Erst ab der 50er/600er Klasse läßt sich ein Heli auch wirklich nahezu vorbildgetreu bewegen.
@ Ralph; 50er/600er leitet sich ab von 50er Verbrennermotorgröße, 0,5 kubikinch Hubraum, etwa 1,5KW bzw. 600cm Rotorblattlänge mit der in dieser Klasse i.d.R. geflogen wird->ca. 1,3m Rotorkreisdurchmesser.
Drehzahl sollte so bei 1500 U/min liegen. Darüber wird's schon wieder unscale.
Daher im o.g. Fred gestellte Frage, ob sich solch ein Antrieb überhaupt konstruieren ließe und die derzeitige Reglertechnik imstande wäre ihn anzusteuern ?
Wie gesagt müßte KV bei etwa 70 U/min liegen, um mit 6s fliegen zu können. Der reine Schwebestrom liegt bei solch einem konventionellen Setup bei 25 A also übern Daumen 250 Watt. 1 KW sollte er allerdings mal abkönnen.
Falls jemand anders sich da auch schon mal Gedanken zu gemacht hat; ich möchte natürlich nicht nur Ralph ansprechen. Selber fehlt mir da komplett der Hintergrund, habe außer 'ner Chipsledde nach der Powercrocoseite noch keinen Motor hingefrickelt- wobei die mich noch heute im Schocky durch die Winterpausen bringt. :-)
Eine weitere Frage im Zusammenhang mit der speziellen Auslegung von ALs im RC-Heli ist die nach einem sinnvoll konstruierten Motorenprüfstand/Wirbelstrombremse. Ist jemandem soetwas schon einmal untergekommen? Mit solch einem Werkzeug wäre die Gemeinde gegen subjektive Aussagen von "Steifigkeit ;-)","Druck", "Getriebefressern" und "Supertoller deutscher € 300.- Motor" gefeit und man könnte Zahlen sprechen lassen.
Haben Firmen wie Kontronik, Plettenberg,Scorpion solche Motorbremsen und wenn ja, warum gibt es keine aussagekräftigen Drehmomentkurven zu "unseren" Helimotoren ?
Wie müßte soetwas ausgelegt sein?
Gruß Jörg



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