Wärmequelle des Außenläufers - warum wird der Rotor warm?

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  • Homer
    Senior Member
    • 04.10.2012
    • 5030
    • Rico
    • Kreis Karlsruhe

    #16
    Die Motoren haben eine Idealdrehzahl worin sie besonders effizient arbeiten. Darunter ist der Wirkungsgrad nicht mehr besonders gut. Deshalb heisst es ja auch immer, dass man mit der richtigen KV UND Übersetzung seine Wunschdrehzahl fliegen soll.
    Wenn man annimmt dass der Motor ohne Last vielleicht 50-100 Watt braucht zum drehen werden die restlichen 200-250 Watt zwangsläufig in Wärme umgewandelt. Der Motor hat im Leerlauf wegen der Kupfer- und Ummagnetisierungsverluste mehr wie die Hälfte der Verlustleistung als bei Nennbelastung. Daher ist es "normal" dass die Motoren auch ohne Last schon gut warm werden.
    Ein sehr komplexes Thema das sicher auch nur jemand richtig beantworten kann der sich mit der Materie gut auskennt.
    zu viele Helis...

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    • NoRunway
      Member
      • 02.05.2011
      • 120
      • Michael
      • Freiburg / Wasenweiler

      #17
      Hier muss ich wiedersprechen:

      Kupferverluste entstehen durch den ohmschen Widerstand der Wicklung. Je mehr Strom durch die Wicklung fließt, desto höher der Spannungsabfall und desto größer die Verlustleistung (P = I^2 * R).
      Im Leerlauf hat man fast keine Kupferverluste weil nur wenig Strom fließt!

      Die Ummagnetisierungsverluste hängen in erster Linie von der Drehzahl ab.
      Im Leerlauf hat man die höchste Drehzahl, somit auch die höchstem Ummagnetisierungsverluste , auch Eisenverluste genannt.
      Diese Verluste sind aber im Verhältnis klein.

      Im Leerlauf werden keinesfalls 200 - 250 Watt in Wärme umgewandelt!
      Die Stromaufnahme ist proportional zum abgegebenen Drehmoment.
      Ein 500 Watt Motor kann maximal diese Leistung aufnehmen, bzw als mechanische Leistung abgeben.
      Das bedeutet aber nicht, dass er das immer tut!
      Die elektrische Leistung ist P = U * I, also Spannung multipliziert mit dem Strom.
      Die mechanische Leistung eines Motors ist P = N * M, also Drehzahl multipliziert mit dem Drehmoment.
      Im Leerlauf habe ich kaum Drehmonent, also auch kaum Leistungsaufnahme.

      Der Wirkungsgrad eines Elektromotors ist bei einer bestimmten Drehzahl optimal. Darüber und darunter nimmt er ab.

      ich hoffe ich konnte etwas Licht in diese Sache bringen.

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      • papads
        Senior Member
        • 07.01.2012
        • 5575
        • Werner
        • Koblenz

        #18
        Zitat von NoRunway Beitrag anzeigen
        Im Leerlauf hat man die höchste Drehzahl,
        wie kommst du darauf?
        Ein Regler regelt auch im Leerlauf die Drehzahl.

        Gruß Werner

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        • NoRunway
          Member
          • 02.05.2011
          • 120
          • Michael
          • Freiburg / Wasenweiler

          #19
          Zitat von papads Beitrag anzeigen

          wie kommst du darauf?
          Ein Regler regelt auch im Leerlauf die Drehzahl.

          Gruß Werner
          Stimmt!
          Meine Aussage bezüglich der Leerlaufdrehzahl gilt für einen Elektromotor ohne Drehzahlregler.

          Kommentar

          • Gast
            Gast

            #20
            Der Synchronmotor, der üblicherweise im Modellbau verwendet wird, dreht mit der Drehzahl des angelegten Drehfeldes und zwar solange, bis die Leistung aufgrund der anliegenden Last elektrisch nicht mehr bereitgestellt werden kann. Dann bricht die Drehzahl ein.

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            • Schraubehubbrauber
              Member
              • 28.02.2021
              • 591
              • Gregor

              #21
              Obwohl ich intensiv gegoogelt habe... bin ich leider erst jetzt auf diesen hochinteressanten Thread gestoßen.

              https://www.rc-network.de/threads/ve...1937450/page-4

              Sehr informativ, wenn man über den Tellerrand schauen möchte.

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              • NoRunway
                Member
                • 02.05.2011
                • 120
                • Michael
                • Freiburg / Wasenweiler

                #22
                Zitat von Catnova Beitrag anzeigen
                Der Synchronmotor, der üblicherweise im Modellbau verwendet wird, dreht mit der Drehzahl des angelegten Drehfeldes und zwar solange, bis die Leistung aufgrund der anliegenden Last elektrisch nicht mehr bereitgestellt werden kann. Dann bricht die Drehzahl ein.
                Unsere Motoren sind keine Synchronmotoren, sondern elektronisch kommutierte Dreiphasenmotoren (BLDC - Brushless DC).
                Das ist ein wesentlicher Unterschied!
                Der Regler erkennt anhand der Back-EMF die Rotorlage und schaltet die Wicklungen dann entsprechend um (Kommutierung).
                Der Regler gibt also kein Drehfeld vor, sondern reagiert auf die Rotorlage.
                Eine Ausnahme gibt es nur beim Anlauf. In diesem Zustand kann die Rotorlager aufgrund der geringen Back-EMF nicht gut ermittelt werden.
                Der Regler erzeugt zum Anlauf tatsächlich ein vorgegebenes Drehfeld, aber nur solange bis die Rotorlage messbar ist.
                Mit einen reinen Synchronmotor wären nur viel geringere Drehmomente möglich als mit einem BLDC.

                Die BACK-EMF ist die elektromorische Kraft, die der angelegten Spannung entgegenwirkt wenn sich der Motor dreht.
                Sie wird an der jeweils nicht bestromten Wicklung gemessen.

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