Magnetbruch

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  • Markus
    Member
    • 29.11.2005
    • 99
    • Markus

    #1

    Magnetbruch

    Hallo,

    Vorwort: Ich suche eine wissenschaftliche Antwort, möchte kein Palaver.

    Problem: ein Permanentmagnet aus einem Bürstenmotor ist zerbrochen und wenn man ihn wieder an der Bruchstelle zusammenfügen will, stoßen sich die beiden Hälften ab? Wie ist das zu erklären?

    Was ich weiß:
    Es bilden sich zwei neue Einzelmagnete, die jeweils nach außen hin wieder Nord und Südpol haben.
    Es ziehen sich ungleichnamige Pole an und gleichnamige stoßen sich ab.
    Die ausgerichteten Elementarteilchen haben für sich jeweils Nord und Südpol eingenommen (Kernspin) somit müßte nun auch der jeweils neue Magnet in Reihe NS--NS haben und sich anziehen.

    Er stößt sich jedoch ab, warum ?

    Ich fragte bereits einen Professor für elektrische Antriebe an meiner Uni, dieser sagte mir dass ich die beiden Hälften trotz Abstossung wieder zusammenkleben könnte und wieder ein Magnet daraus entsteht. Das hab ich gemacht und der Motor dreht auch wieder, aber ob er die gleiche Kraft (durch gleiche Feldstärke) hat, weiß ich nicht.

    Ich würde mich über fachkundige Antworten freuen!



    Grü�e Markus
  • Hermann Schellenhuber
    Hermann Schellenhuber

    #2
    Re: Magnetbruch

    Zitat von Markus
    Vorwort: Ich suche eine wissenschaftliche Antwort, möchte kein Palaver.
    Servus Markus,

    sehr freundliche Einleitung von dir .

    Aber hast du mal ein Bild von den Bruchstücken deines Magneten? Ich würde sagen, daß die Magnetisierungsrichtung (radial) hier den Ausschlag für das von dir beobachtete Verhalten gibt. Denn dann entsteht natürlich kein Nord- und Südpol an der eigentlichen Bruchfläche.

    Schöne Grüße,
    Hermann

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    • Markus
      Member
      • 29.11.2005
      • 99
      • Markus

      #3
      Re: Magnetbruch

      Hallo Herrmann,

      das war nicht böse gemeint. Ich wollte nur ausschließen, dass hier wieder jeder seinen Senf ablässt.
      Der Magnet um den es geht ist mittlerweile wieder im Motor und ich kann davon kein Foto machen.
      Es geht auch grundsätzlich nicht um >diesen< Magneten sondern allgemein um das Phänomen, dass ein zerbrochener Magnet sich nicht wieder zusammensetzen lässt.

      Ich brauche dringend eine vernünftige Antwort um meine nölende Freundin zufriedenzustellen.
      Grü�e Markus

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      • Markus
        Member
        • 29.11.2005
        • 99
        • Markus

        #4
        Re: Magnetbruch

        Frage hat sich beantwortet.
        Es bleibt bei der Physik: ungleiche Pole ziehen sich an, gleiche stoßen sich ab.
        Ich hatte verkannt, dass ein Magnetbruch von Halbmonden in Achsrichtung bedeutet, dass sich N und N bzw. S und S gegenüberliegen und sich somit die beiden Bruchstücke voneinander abstossen.

        Man kann sie bedenkenlos wieder zusammenkleben ohne die Gesamt-Feldstärke zu schwächen. Zu beachten ist dass der Eisenrückschluß über das Gehäuse nicht von einer dicken Klebeschicht geschwächt wird.
        Wenn man aber dünnflüssigen Cyanacrylat nach dem Einsetzen zum fixieren zwischen bereits zusammengeklebten Magnethälften und Gehäuse gibt, wird der Spalt nicht größer als er bereits war.

        Grü�e Markus

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