aus der Trickkiste... und möglicherweise macht dies absolut keinen Sinn für jene, die nie ein Musikinstrument gespielt haben - macht Euch nichts draus :-)
Beim Geräusch praktisch jeden Helis (egal ob Elektro oder Nitro) ist ja eine bestimmte Tonhöhe wahrnehmbar. Eine absolute Drehzahl können wir daraus nicht ableiten - dazu bräuchte man absolutes Gehör.
Aber die meisten, die in der Grundschule Blockflöte gespielt haben, haben trotzdem ein ausreichend gutes relatives Gehör, um Drehzahlunterschiede zu beurteilen. Mit etwas ßbung ist das sehr einfach.
Man nimmt den (höheren) Ton der "Normaldrehzahl", dann den (tieferen) Ton "unter Last" und zählt im Kopf die Anzahl der Halbtöne dazwischen (siehe Hörbeispiel-Abschnitt hier, "fallend"-Spalte). Dann muss man noch wissen, dass ein Halbton etwa 5 % Drehzahländerung entspricht.
Das funktioniert hervorragend, solange der Heli nicht schnell auf einen zu- oder wegfliegt (Doppler-Effekt).
Nehmen wir das Video als Beispiel:
- Bei 0:13 hört man die Höchst- (Nenn)Drehzahl.
- Von 0:13 bis z.B. 0:30 hört man typische Drehzahleinbrüche von zwei Halbtönen => etwa -10 %
- Bei 1:44 hört man Dopplereffekt wegen den schnellen Kreisen, obwohl die Drehzahl (nehme ich zumindest an) konstant ist.
- bei 4:14 geht die Drehzahl ganz kurz um etwa 4 Halbtöne runter (-20 %).
Das ganze ist recht praktisch weil man Drehzahleinbrüche in schnellen Lastwechseln (Tictocs) sonst nur schlecht messen kann, ausser mit einem Datenlogger.
Ich nehme an, die meisten ernsthaften Piloten werden sowieso ihrem Heli recht genau zuhören :-)
Auch ohne die "Prozentrechnung" gilt wohl die Faustformel: "zwei bis drei Halbtöne Drehzahleinbruch ist in Ordnung" (wie im Szabo-Video halt).



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