Selbstentzündene Lipos

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  • Bruchpilot64
    Bruchpilot64

    #1

    Selbstentzündene Lipos

    Hallo

    Immer wieder hört man von Selbstentzündende Lipos im lagernden Zustand und meist sind es
    Kokam´s

    Kommt das daher das Kokam´s die größten Marktanteile besitzen ?


    Ansonsten habe ich mir mal ein paar Gedanken gemacht
    Kann es sein das Kokam´s die geringsten Innenwiederstände besitzen ?

    Was mir aufgefallen ist, dass es meist große Zellen sind 4000 mha oder so die ihr Eigenleben
    entwickeln.

    Eine 4000er Zelle mit 30 C kann einen Strom von 120 A liefern
    eine 1000er Zelle mit 30 C 30 A
    das heißt die 4000er Zelle muss einen vierfach geringerden Innenwiederstand besitzen als die
    1000er Zelle.
    Währen 4000er Akus als 2 oder 3P besser ?
    Je geringer der Innenwiederstand, so fataler eine intern kurzgeschlossene Zelle ( auftretene
    Wärme ) so denke ich.

    Kann es sein das ich die Lipos schon im normalen ( absturzfrei nicht tiefentladet ) Flug überfordert und geschädigt werden ?
    Denn mir ist aufgefallen alle Leuten bei den das pasiert ist ( Lipobrand), sind keine Anfänger
    soll heißen ein bischen Heckschweben mit moderater Kopfdrehzahl werden die Lipos nicht erschütern.
    Aber hohe Kopfdrehzahlen mit Pitchstößen von 13 Grad ohne das die Drehzahl einbricht
    braucht schon viel viel Power.

    tschüss
    - Peter -
  • Crizz
    Gast
    • 10.03.2009
    • 1514
    • Chris

    #2
    AW: Selbstentzündene Lipos

    Der Innenwiderstand von Zellen mit grßerer Kapazität ist in der Tat geringer als der von kleinen Zellen, allerdings glaube ich weniger an ßberbelastung im Einsatz, das wäre bereits beim Akkuwechsel anhand der Temperatur des Akkus zu bemerken. Die Kokams gehören eigentlich zu den Zellen, die sich lange Zeit durch hohe mögliche Zyklenzahlen durchgesetzt hatten, wobei die Spannungslage von Akkus anderer Hersteller oftmal höher war, aber wie gesagt - dafür waren sie eigentlich auch sehr robust.

    Gerd Giese hat zu dem Thema auch schonmal was geschrieben, wobei die Problematik in der Konfektionierung liegen könnte. Durch die verwendeten Platinen und den sehr hohen Auftrag an Lot können Metallspritzer des Lots als kleine Kügelchen auf den Platinen verteilt liegenbleiben, die sich irgendwann selbständig machen. Dazu kommt fehlende zusätzliche Isolierung der leider etwas störrischen Balancerkabel, die im Lauf der Nutzung Scheuerstellen abbekommen können, die letztlich zu einem Kurzschluß führen könnten.

    Das alles ist aber eher spekulativ, es sind eben Dinge, die auffallen und über die man nachdenkt. Ob letztlich dort die Ursache liegt muß der Hersteller ermitteln.

    Ergänzend zum Thema "ßberlastung" : bei der Akkuwahl tut man gut daran, die Maximalwerte des verwendeten Antriebs zu kennen. Die lassen sich in der Regel auf der Website des Motorenherstellers finden, ansonsten im Web googlen oder über den Fachhandel anfragen. Der Akku sollte in jedem Fall nicht grenzwertig ausgelegt sein, sondern immer noch Reserven haben, dann muß man sich nicht über mögliche ßberlast Sorgen machen.

    Zu deiner Rechnung : die Zellen können ja nicht einfach nur 30C = 120 A liefern - das ist der vom Hersteller angegebene zulässige Dauerstrom. Die Peak-(Spitzen-) Belastbarkeit liegt höher und ist hinter der Ziffer der ersten C-Rate angegeben, also z.b. 30 / 50c bedeutet 30C Dauerlast, 50C Impulslast. Für dein Zahlenbeispiel wären das 200 A Stromspitzen. Wenn du die ausschöpfst, dann kann man schon in den Bereich der ßberlastung kommen, Aber 120 A Dauerstrom wirst du im Heli vermutlich kaum antreffen.

    Kommentar

    • JMalberg
      RC-Heli TEAM
      • 05.06.2002
      • 22636
      • J
      • D: um Saarbrücken drum rum

      #3
      AW: Selbstentzündene Lipos

      Vielleicht teilen wir die Ursachen mal auf:

      1) mech. Fehler außerhalb des Lipos:
      Also Lötfahnen, Balancerkabel, Stromkabel

      2) mech. Fehler am Lipo
      Lipohülle, Biegung,...

      3) Fehler im Lipo selbst
      Chemie, Folien,...
      Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten oder nachfragen!
      Der Dunning-Krueger-Effekt ist immer und überall!

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