Turnigy Accucell 8150 - ein Erfahrungsbericht

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    #1

    Turnigy Accucell 8150 - ein Erfahrungsbericht

    Moin moin,

    hier möchte ich meinen Eindruck vom Turnigy Accucell 8150 wiedergeben, den ich mir als 2.-Lader zugelegt habe.



    Preislich schlägt er sich wie folgt:

    Hobbycity-Preis: 69,95 US$
    Versand (EMS-Express) 32 US$
    Zoll: 13,53 Euro

    Summe: ca. 89 Euro (bei einem angenommenen Dollarkurs von 1,35 Euro).

    Für einen Lader, der bis 8S kann ist das sehr günstig wie ich finde.

    Hardware
    Zusammen mit dem Lader fallen ein paar Adapterkabel aus dem Karton:



    Mit dabei sind (von links nach rechts):
    Temperatursensorkabel mit Magnethalter (unten links)
    2 Klemmen für Autobatterie (nicht zu sehen).
    USB-Kabel
    Adapterkabel mit Krokodil klemmen
    Adapterkabel für Glühkerzenstecker für einzellige Glühkerzenakkus
    BEC-Ladekabel
    Ladekabel mit Servobuchse (für Empfängerakkus mit Servoanschluß)
    keine Anleitung

    Die ganzen Adapterkabel werden über ein weiteres Kabel (ganz rechts) mit dem Lader verbunden. Die Kabel und die Steckverbindungen machen einen sehr guten Eindruck.

    Der Lader

    Der Lader selbst wirkt nicht sehr -zierlich- und steht auf kräftigen Gummifüßchen, die für reichlich Luft auch unterhalb des Laders sorgen. Hier ein Vergleich zum Junsi 1010B+:



    An der oberen und unteren Gehäuseseite befinden sich Kühlkörper. Auf der linken Seite sind der Anschluss für den Akku (vergoldet), den Temperatursensor und das USB-Kabel. Auf der rechten Seite sind das Netzkabel dran (Stromversorgung), sowie die Balanceranschlüsse (Stecker XH). Die Balanceranschlüsse sind von 2S bis 6S bereits vorhanden. Gut! Negativ fällt allerdings auf, dass die Balanceranschlüsse und der Akkuanschluss auf gegenüberliegenden Gehäuseseiten liegen. Besser wäre es, den Akkuanschluss und die Stromversorgung zu tauschen damit ein Akku nur von einer Seite (rechts) am Lader angeklemmt wird. So sind vermutlich das eine oder andere Verlängerungskabel entweder für den Akku oder das Balancerkabel notwendig, was wieder den Vorteil der eingebauten Anschlüsse aufhebt. Schade!

    Die Lüftersteuerung ist auch etwas sehr genau: Es kommt durchaus mal vor dass der Lüfter im 1-2 Sekundentakt an und aus geht, wenn sich das Gerät einer bestimmten internen Temperaturgrenze nähert.

    Das Display ist etwas für Kurzsichtige: Groß, klar ablesbar und hell. Die Helligkeitssteuerung geht aber nur -An- und -Aus-. -Dimmen- ist nicht wirklich möglich. Die Reaktionszeit des LCD entspricht der eines standard LCDs, also nicht besonders schnell.

    Die Tasten wirken stabil und haben einen kräftigen Druckpunkt.

    Funktionen

    Die Bedienung erinnert doch sehr stark an die des Junsi 1010B+, ist aber nicht so umfangreich. Alle grundlegenden Funktionen sind aber vorhanden und einstellbar. Nur ein Kritikpunkt stößt mir auf:

    [CENTER]Achtung: Es fehlt eine Möglichkeit zur Begrenzung der maximalen Ladeleistung um z.B. schwächere Netzteile vor versehentlicher ßberlastung zu schützen.[/CENTER]

    Auch ist die Menüführung an einer Stelle recht amüsant. Hier wird von -waste time- (Zeitverschwendung) geredet, anstatt von -wait time- (Wartezeit), was es wohl eigentlich heissen soll. Selbst in der Anleitung ist das Englisch teils etwas holprig.




    [
    Ladeprogramme

    Charge
    Den Charge Modus kann man auf -man- oder auto- setzen. Je nachdem wird konstant mit der eingestellten Ampere-Zahl geladen, oder der Ladestrom wird automatisch angepasst. Im letzten Fall gibt man mit dem Ampere-Wert den maximalen Ladestrom an.
    Während des Ladevorgangs wird der Ladestrom regelmäßig kurz unterbrochen. Ich vermute, dass hier der Lader dann Messungen durchführt.

    Discharge
    Beim Entladen kann die Entladeschlussspannung und der Entladestrom angegeben werden. Einen 6zelligen NiMH-Akku entlud der Lader mit 3.1A. Das entspricht einer Entladeleistung von ca 25Watt. Das ist relativ wenig. Beim Entladen fängt auch gleich der Lüfter an zu laufen, was aber nicht weiter schlimm / verwunderlich ist. Das Geräusch ist das eines normalen 40mm-Lüfters und ähnlich zum Junis 1010B+. Auffällig ist allerdings, das sich das Gerät -oben links- sehr schnell erwärmt. Ich habe daraufhin mir das Gerät einmal von innen angeschaut. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Leistungsbausteine nicht direkt mit dem Kühlkörper (der Gehäuseseite oben) verbunden waren. Es war ein kleiner Spalt zu erkennen und Wärmeleitpaste war auch nur sporadisch vorhanden. Eine Korrektur brachte aber keine Veränderung, weswegen ich davon ausgehen kann, dass der Urzustand auch ausreichend war. Anscheinend werden nur die 2 Leistungsbausteine links auf der Platine für das Entladen genutzt. Nach 6min war am Kühlkörper außen eine Temperatur von ca 58°C zu messen. Das werde ich mal im Auge behalten müssen. Aber gut, ich will ja nicht Entladen, sondern Laden. Ein negativer Kritikpunkt bleibt es aber trotzdem.

    Cycle
    Beim zyklischen Laden und Entladen von Akkus kann die Richtung ob zuerst geladen oder entladen werden soll gewählt werden. Hier sind maximal 5 Zyklen einstellbar.

    LIPO/LIIO/LIFE
    Da ich hauptsächlich Lixx Akkus mit dem Gerät laden möchte, ist das hier der für mich interessante Teil.
    Im LIPO Modus beherrscht das Gerät die Modi Charge, Fast Charge, Balance, Storage und Discharge. Der Funktionsumfang ist mit dem Junsi 1010B+ zu vergleichen und es lassen sich alle üblichen Parameter einstellen.

    Einziger Nachteil:
    [CENTER]Auch wenn das Gerät bis 8S laden kann, so kann laut Anleitung immer nur 1 Akku angeschlossen werden. 2X4S (o.ä.) ist nicht möglich.[/CENTER]

    Die genaue Untersuchung der einzelnen Modi kann ich leider nicht vornehmen. Was mich verwundert ist aber, dass man dort auch Werte einstellen kann, die die angegebene Leistungsfähigkeit des Gerätes (max 150Watt Ladeleistung) überschreiten. So lässt sich beispielsweise auch ein 8S-LiPo (29,6V) mit 7A Ladestrom einstellen, was unterm Strich einer Ladeleistung von ca. 210Watt entspricht. Da ich keinen Akku habe, der das kann, konnte ich das Verhalten des Gerätes in einem solchen Fall auch nicht testen.

    Mein Fazit

    Für ca. 90 Euro ist das ein durchaus attraktives Paket. Die wirkliche Leistungsfähigkeit muss der Lader natürlich erst noch zeigen. Die Möglichkeit bis 8S zu laden ist auch sehr angenehm, da man mit LiFe durchaus mal in die Versuchung kommt, dies auch auszunutzen. Wenn er die nächste Zeit übersteht, könnte durchaus noch ein Brüderchen dazukommen.

    Ich hoffe, ich konnte denjenigen von Euch, die sich für den Lader interessieren, ein wenig weiterhelfen.
    Fragen? Gerne, immer her damit.

    "Danke" bitte unten rechts abklicken
  • Heli-Ralle
    Member
    • 25.06.2008
    • 588
    • Ralf
    • Dierdorf

    #2
    AW: Turnigy Accucell 8150 - ein Erfahrungsbericht

    wie genau ist denn das Balancing ?
    [FONT="Arial"]GruÃ? Ralle[/FONT]
    Lutscher sind nicht nur die mit Stiel ...

    Kommentar

    • key2
      key2

      #3
      AW: Turnigy Accucell 8150 - ein Erfahrungsbericht

      Moin,

      im Vergleich zu meinem Junsi 1010B+ gab es nur bei einer Zelle einen Unterschied von 0,01V. Der Reste passte perfekt!

      Ein Akku, geladen mit dem Junsi, zeigte auf beiden Geräten 4,19 Volt, mit Ausnahme einer Zelle (4,18V).

      Alles tiptop wie ich finde..

      Grüße

      Andreas

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      • Taumel S.
        Senior Member
        • 31.12.2008
        • 26320
        • Helfried
        • Ã?sterreich

        #4
        AW: Turnigy Accucell 8150 - ein Erfahrungsbericht

        wie genau ist denn das Balancing?
        Kannst du dazu mal bitte einen Akku balanziert vollladen und dann mit einem externen Voltmeter die Einzelzellspannungen messen?
        Die Hongkong-Kopien der Bantam-Lader sind da manchmal recht "kreativ", andere Exemplare wiederum hochgenau. Auch ein Vergleich der angezeigten Gesamtspannung bei Ladeschluss mit der Realität wäre toll!

        Kommentar

        • fuji
          fuji

          #5
          AW: Turnigy Accucell 8150 - ein Erfahrungsbericht

          Hi,

          wie lange haste den auf den Lader gewartet?. Der würde mich nähmlich interessieren, aber 5 bis 6 Wochen wartet, das nervt.

          Gruß, Markus

          Kommentar

          • key2
            key2

            #6
            AW: Turnigy Accucell 8150 - ein Erfahrungsbericht

            Zitat von Taumel S. Beitrag anzeigen
            Kannst du dazu mal bitte einen Akku balanziert vollladen und dann mit einem externen Voltmeter die Einzelzellspannungen messen?
            Die Hongkong-Kopien der Bantam-Lader sind da manchmal recht "kreativ", andere Exemplare wiederum hochgenau. Auch ein Vergleich der angezeigten Gesamtspannung bei Ladeschluss mit der Realität wäre toll!
            Moin,

            ich weiss nicht, ob mein Voltmeter so genau ist, da es auch nur 9 Euro gekostet hat. Deswegen habe ich den Vergleich zum Junsi gemacht. Die Spannungen wurden bei beiden Ladern identisch angezeigt. Aber ich messe gerne nochmal die Einzelspannungen nach.

            Zitat von fuji Beitrag anzeigen
            Hi,

            wie lange haste den auf den Lader gewartet?. Der würde mich nähmlich interessieren, aber 5 bis 6 Wochen wartet, das nervt.

            Gruß, Markus
            Mit EMS-Express genau 6 Tage: 4.August Pickup, 10. August delivered. Wenn ich am Samstag im Büro gewesen wäre, dann wäre es auch schon am 8.August geliefert worden
            Wer es nicht glaubt: Hongkong-Post



            Grüße

            Andreas
            Zuletzt geändert von Gast; 12.08.2009, 10:05.

            Kommentar

            • Taumel S.
              Senior Member
              • 31.12.2008
              • 26320
              • Helfried
              • Ã?sterreich

              #7
              AW: Turnigy Accucell 8150 - ein Erfahrungsbericht

              Ich weiss nicht, ob mein Voltmeter so genau ist, da es auch nur 9 Euro gekostet hat.
              Alle mir bekannten Messgeräte dieser Klasse haben eine Wiederholgenauigkeit von 100,0%.
              Lediglich die absoluten Werte mögen geringfügig ungenau sein, aber interessieren tun ja die Unterschiede der Zellen.

              Kommentar

              • key2
                key2

                #8
                AW: Turnigy Accucell 8150 - ein Erfahrungsbericht

                Ok, auf ganz besonderen Wunsch von Taumel S. messe ich die einzelnen Spannungen nochmal nach

                Kommentar

                • key2
                  key2

                  #9
                  AW: Turnigy Accucell 8150 - ein Erfahrungsbericht

                  Gesagt getan. Spannungen passen, gelegentlich mal eine Abweichung von 0,01V. Das verbuche ich aber auf Messtoleranz.

                  Kommentar

                  • marjot
                    Senior Member
                    • 07.07.2008
                    • 1118
                    • Marius
                    • zwischen Frankfurt/Main und Wiesbaden

                    #10
                    AW: Turnigy Accucell 8150 - ein Erfahrungsbericht

                    Hi,

                    bitte berichte weiter von deinen Erfahrungen mit dem Lader. Meiner ist gestern Abend abgeraucht und entweder lasse ich ihn jetzt reparieren oder ich nutze die Gelegenheit um mir einen neuen zuzulegen

                    Grüße,
                    Marius
                    GruÃ?,
                    Marius

                    Kommentar

                    • key2
                      key2

                      #11
                      AW: Turnigy Accucell 8150 - ein Erfahrungsbericht

                      Moin,

                      weitere Erfahrungen berichten? Hmmm, funktioniert einfach supergut. Ich habe auch ein Bild von der Platine. Da ist alles sauber aufgebaut und verlötet. Gibt eigentlich nichts zu beanstanden. Bis auf die Tatsache, dass der Akkuanschluß auf der anderen Seite als die Balanceranschlüsse sind. Das "stört" nach ca. 50 Akkuladungen ein wenig. VIelleicht baue ich das mal um, was sehr einfach sein wird.
                      Grüße

                      Andreas

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                      • NlCO66
                        NlCO66

                        #12
                        AW: Turnigy Accucell 8150 - ein Erfahrungsbericht

                        Hi, hab das Turnigy Accucel 8150 auch im Betrieb als Zweitlader und hab nur eines auszusetzen. Bei hohen Aussentemperaturen hatte ich schon ein paarmal das Problem, dass das Gerät wegen ßbertemperatur abschaltet. Das passiert bei 80 Grad, der Lader ist dann wirklich kochend heiss. Ansonsten läuft das Gerät einwandfrei, ich lade übrigens auch zwei Akkus gleichzeitig damit. JMalberg hier aus dem Forum hat mir eine kleine Platine gelötet und ich lade damit meine 8S 4400mah Akkus, welche aus zwei 4s Packs bestehen, ohne Probleme.

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                        • key2
                          key2

                          #13
                          AW: Turnigy Accucell 8150 - ein Erfahrungsbericht

                          Zitat von NlCO66 Beitrag anzeigen
                          Hi, hab das Turnigy Accucel 8150 auch im Betrieb als Zweitlader und hab nur eines auszusetzen. Bei hohen Aussentemperaturen hatte ich schon ein paarmal das Problem, dass das Gerät wegen ßbertemperatur abschaltet. Das passiert bei 80 Grad, der Lader ist dann wirklich kochend heiss. Ansonsten läuft das Gerät einwandfrei, ich lade übrigens auch zwei Akkus gleichzeitig damit. JMalberg hier aus dem Forum hat mir eine kleine Platine gelötet und ich lade damit meine 8S 4400mah Akkus, welche aus zwei 4s Packs bestehen, ohne Probleme.
                          Kuck Dir mal innen die Bauteile an. Die "Leistungsbausteine" waren bei mir nicht optimal mit dem Kühlkörper verbunden (hintere Gehäusekante)..Kann man schnell und einfach beheben.

                          Grüße

                          Andreas

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                          • Heli-Ralle
                            Member
                            • 25.06.2008
                            • 588
                            • Ralf
                            • Dierdorf

                            #14
                            AW: Turnigy Accucell 8150 - ein Erfahrungsbericht

                            Hat eigentlich schon jemand mal den Lader über USB am PC angeschlossen und irgendwelche Aufzeichnungen/Auswertungen durchgeführt ?

                            Welche Software kann man nutzen ?
                            [FONT="Arial"]GruÃ? Ralle[/FONT]
                            Lutscher sind nicht nur die mit Stiel ...

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                            • Docheli
                              Member
                              • 01.05.2009
                              • 344
                              • Markus
                              • R 22 Cockpit EDQW

                              #15
                              AW: Turnigy Accucell 8150 - ein Erfahrungsbericht

                              Hallo HelliRalle,

                              mußt mal googeln. Hab da mal was gefunden. LogView runterladen und dann glaube ich, Bantam BC8 einstellen, müsste baugleich sein und dann kannste loggen und viewen. Bekommst so auch die deutsche Bedienungsanleitung und das sind auch nen paar Seiten


                              Servus

                              Kommentar

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