Erfahrungsbericht: Tanic 2450 mAh Zellen - 200 Zyklen

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  • noch-ein-Günter
    noch-ein-Günter

    #1

    Erfahrungsbericht: Tanic 2450 mAh Zellen - 200 Zyklen

    Hallo Leute,

    suchte damals eine möglichst leichte Zelle in für mich günstigen Dimensionen und habe mich für die Tanic 2450 mAh Zelle entschieden. Meine beiden Packs sind nun 2 Jahre alt, haben jetzt jeweils 200 Zyklen und ich möchte berichten:

    Geflogen werden die Tanic-Packs in einem ECO 8 mit 1583 Gramm Fluggewicht in 3s2p Konfiguration = 4900 mAh. Die Zellen haben 10C/12C und ein Pack wiegt 330 Gramm. Geladen wurden beide Packs immer parallel mit max. 4 Ampere. Fliege mit dem Heli einfachen Rundflug, Rotordrehzahl ist 1200 U/min. Die Daten des Helis sind in der Signatur zu lesen. Mit einem Watt's Up wurden mal durchschnittlich ca. 12 Ampere gemessen, max. auch mal 18 Ampere. Also überlastet waren die Zellen mit Sicherheit nicht. 10C wären hier 49 Ampere, also entspechen 12 Ampere ca. 2.5C. Die Zellen hatten nach der Entladung meist so 45 Grad bei 20 Grad Lufttemperatur.

    Auf dem Heli fliegt ein Spannungskomperator mit (Eigenentwicklung), der sich bei Erreichen von ca. 3.4 Volt/Zelle mit Blitzen und Pfeifen meldet. So bin ich nicht auf die Benutzung einer Uhr angewiesen. Denn die Flugzeit hängt ja bekannt vom Flugstil und den geflogenen Manövern ab. Z.B. verringert hier dauerndes Schweben die Flugzeit um bestimmt 5 min.

    Als die Zellen neu waren, flog der Heli max. 24 Minuten. 1 Stunde später (vor dem Laden) hatten die Zellen im Mittel 3,62 Volt. Nach 200 Zyklen fliegt der Heli nur noch 19 Minuten. 1 Stunde später (vor dem Laden) haben die Zellen jetzt im Mittel 3,78 Volt.

    Das heisst, dass sich der Innenwiderstand der Zellen etwas erhöht hat, mein Spannungskomperator entsprechend früher anspricht. Und etwas Kapazität ist wohl auch verloren gegangen. ßber den veränderten "Druck" der Zellen kann ich keine Aussage machen, da er mich nicht interessiert. Wichtig ist für mich auschliesslich eine möglichst lange Flugdauer und eine lange Standzeit der Zellen. Drehzahleinbrüche gab es bisher nie.

    Zwei Dinge noch:
    • Ca. 80 Zyklen lang war überhaupt keine Veränderung der Zellen wahrnehmbar. Danach verkürzte sich die Flugdauer zwar wenig, aber stetig.
    • Die Zellen waren von Anfang an PERFEKT balanciert. Auch nach 200 Zyklen ist das völlig unverändert - egal ob voll oder leer. Balancer sind beim Laden zwar immer angeschlossen, aber völlig unnötig. Einfach unglaublich ...


    Denke mal, dass ich mit den beiden Packs noch die 300 Zyklen-Marke schaffen werde.
    Dann haben sich die Dinger richtig rentiert ...

    Gruss Günter
  • Stone
    Stone

    #2
    Re: Erfahrungsbericht: Tanic 2450 mAh Zellen - 200 Zyklen

    Tja, so unterschiedlich sind die Erfahrungen.
    Ich hatte Tanics 2200/2250er im 4s2p Betrieb im Acrobat Orbit15-14e bei 1900 am Kopf im 3D Betrieb. Da haben sie zwischen 35 und 60 Zyklen gehalten, wobei die 60 aber ein Ausreisser nach oben waren bei 5 Packs. Im Schnitt knapp über 40 Zyklen, dann waren sie platt bzw dick, trotz Balancers etc.
    Scale fliegen ist elektrisch deutlich günstiger.

    Gruss,
    Thomas

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    • noch-ein-Günter
      noch-ein-Günter

      #3
      Re: Erfahrungsbericht: Tanic 2450 mAh Zellen - 200 Zyklen

      Zitat von Stone
      Tja, so unterschiedlich sind die Erfahrungen.
      Scale fliegen ist elektrisch deutlich günstiger ...
      Hallo Thomas,

      wollte damit mal deutlich machen, dass man mit einer leichten 10C Zelle auch lange Spass haben kann, wenn man die Zellen bischen schont, eben nicht bis an die Limits geht. Nach den vielen Berichten, die ich hier im Forum gelesen hab, war ich doch sehr skeptisch, was die Lebensdauer der vor zwei Jahren noch rel. neuen Technologie angeht. Bin jetzt total überzeugt von dem LiPo-Sach. Und für meine Anwendung müssen es dann eben keine teuren Power-Zellen sein.

      Mal sehen, in welchen Zustand die Zellen nach 300 Zyklen sind. Wenn der Alterungsprozess weiter so langsam vor sich geht, müssten die Dinger auch dann noch vernünftig nutzbar sein. Man wird sehen und ich werde wieder berichten.

      Gruss Günter

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