meine uralten Kokam 3200er haben sich verabschiedet...
Zumindest 2 Zellen...
Die beiden Zellen sind schön länger eigentlich "platt", eine blähte sich nach der Entladung leicht, eine war hochohmig, bin den Pack daher nur noch selten und nicht so kraftzehrend geflogen.
Nun gestern bin ich zu hart und lang geflogen, jedenfalls waren diese beiden Zellen SEHR dick, als ich den Pack aus dem Hubi nahm.
Waren auch recht heiss - also, da die restlichen Zellen Teilweise noch recht gut bis sehr gut sind, schnell den Schrumpfschlauch aufgeschnitten, um die beiden Zellen zu entfernen, falls sie Feuer fangen sollten.
In dem Moment, als ich den Schrumpfschlauch seitlich aufgeschnitten habe, tat es einen Knall und der ganz dicke Zelle riss die seitliche Naht auf einem Drittel der Länge auf - erschrocken, in einer beissend süsslichen Geruchswolke, passierte - nix.
Nach einigen Minuten hatte ich mit Messer, Seitenschneider und Draht die beiden defekten Zellen hektisch entfernt und Zeit sie näher zu begutachten, sie waren immer noch heiss, die nicht aufgeplatzte zog sich langsam wieder zusammen. Wenn man auf der geplatzten leicht rumdrückte, kam etwas Rauch raus (minimal). Einige Zeit später, waren die Zellen kalt - also eigentlich alles völlig unspektakulär. Die eine Zelle hatte vor dem platzen noch ~1,5V, die andere noch etwas über 3V.
Aus Neugierde haben wir dann die nicht geplatzte Zelle erst mit einem Messer beworfen - reaktionslos, dann also 3-4 mal mit dem Messer leicht aber lang in die Oberfläche geschnitten - gab beim schneiden ein paar Funken - das wars. Im Nachhinein hätte ich sie lieber nicht zerschneiden, sonder überladen sollen - das Ergebnis wäre interessanter gewesen (aber auch schwierig, da ich die Alufähnchen abgeschnitten hatte).
Also im grossen und ganzen scheinen die Kokams auch in der älteren Generation recht eigensicher zu sein, man sollte auch erwähnen, dass die Hochohmige Zelle beim Laden schon mal an die 4,3V kam (nur noch unter Beobachtung geladen!), gegen Ladeende jedoch unter 4,2V lag. Dies verkraftete sie problemlos, da sie an sich die Spannung in der Zellchemie ja gar nicht hatte, sondern diese nur durch den Innenwiederstand erzeugt wurde.
Ein Vereinskollege hat ein paar Handyfotos gemacht - wenn ich die von ihm bekommen kann, werde ich sie noch nachreichen.
bis denn
Sebastian
PS: Wollte nur mal diese Erfahrung berichten, weil man ja sonst immer nur von abgebrannten Hubis, Autos, Häusern, ... liesst.

Ach ja, die beiden defekten Zellen hatten >220 Zyklen hinter sich, fast immer mit 5-6A geladen, in 3-5 Minuten leergeflogen und nie einen Balancer gesehen (nur 2-3x einzeln geladen um sie im "Voll-Zustand" anzugleichen).







Kommentar