Kokam 3200 - würdevoll gestorben...

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  • Sebalexx
    Senior Member
    • 27.11.2003
    • 3045
    • Sebastian

    #1

    Kokam 3200 - würdevoll gestorben...

    Tach,

    meine uralten Kokam 3200er haben sich verabschiedet...

    Zumindest 2 Zellen...

    Die beiden Zellen sind schön länger eigentlich "platt", eine blähte sich nach der Entladung leicht, eine war hochohmig, bin den Pack daher nur noch selten und nicht so kraftzehrend geflogen.

    Nun gestern bin ich zu hart und lang geflogen, jedenfalls waren diese beiden Zellen SEHR dick, als ich den Pack aus dem Hubi nahm.
    Waren auch recht heiss - also, da die restlichen Zellen Teilweise noch recht gut bis sehr gut sind, schnell den Schrumpfschlauch aufgeschnitten, um die beiden Zellen zu entfernen, falls sie Feuer fangen sollten.
    In dem Moment, als ich den Schrumpfschlauch seitlich aufgeschnitten habe, tat es einen Knall und der ganz dicke Zelle riss die seitliche Naht auf einem Drittel der Länge auf - erschrocken, in einer beissend süsslichen Geruchswolke, passierte - nix.

    Nach einigen Minuten hatte ich mit Messer, Seitenschneider und Draht die beiden defekten Zellen hektisch entfernt und Zeit sie näher zu begutachten, sie waren immer noch heiss, die nicht aufgeplatzte zog sich langsam wieder zusammen. Wenn man auf der geplatzten leicht rumdrückte, kam etwas Rauch raus (minimal). Einige Zeit später, waren die Zellen kalt - also eigentlich alles völlig unspektakulär. Die eine Zelle hatte vor dem platzen noch ~1,5V, die andere noch etwas über 3V.

    Aus Neugierde haben wir dann die nicht geplatzte Zelle erst mit einem Messer beworfen - reaktionslos, dann also 3-4 mal mit dem Messer leicht aber lang in die Oberfläche geschnitten - gab beim schneiden ein paar Funken - das wars. Im Nachhinein hätte ich sie lieber nicht zerschneiden, sonder überladen sollen - das Ergebnis wäre interessanter gewesen (aber auch schwierig, da ich die Alufähnchen abgeschnitten hatte).

    Also im grossen und ganzen scheinen die Kokams auch in der älteren Generation recht eigensicher zu sein, man sollte auch erwähnen, dass die Hochohmige Zelle beim Laden schon mal an die 4,3V kam (nur noch unter Beobachtung geladen!), gegen Ladeende jedoch unter 4,2V lag. Dies verkraftete sie problemlos, da sie an sich die Spannung in der Zellchemie ja gar nicht hatte, sondern diese nur durch den Innenwiederstand erzeugt wurde.

    Ein Vereinskollege hat ein paar Handyfotos gemacht - wenn ich die von ihm bekommen kann, werde ich sie noch nachreichen.

    bis denn
    Sebastian

    PS: Wollte nur mal diese Erfahrung berichten, weil man ja sonst immer nur von abgebrannten Hubis, Autos, Häusern, ... liesst.
    Ach ja, die beiden defekten Zellen hatten >220 Zyklen hinter sich, fast immer mit 5-6A geladen, in 3-5 Minuten leergeflogen und nie einen Balancer gesehen (nur 2-3x einzeln geladen um sie im "Voll-Zustand" anzugleichen).
  • Chris Lange
    Senior Member
    • 13.05.2005
    • 5371
    • Christian

    #2
    Re: Kokam 3200 - würdevoll gestorben...

    Servus Sebastian

    Würdevoll mit nem Messer aufgeschlitzt und zum platzen und rauchen gebracht?  

    Ich wes ja net was du so unter würdevoll verstehst aber das haben die Zellen sich nach deiner ach so schonenden Belastung sicher net verdient. Die armen Dinger  

    Schon sehr beeindruckend was die Lipos so abkönnen. 220 Zyklen mit deinem Flugstil. Ich glaub mir wäre da viel früher der Kragen äh Alu-Mantel geplatzt.

    Was wirst du denn so in Zukunft quälen? Konis? Da hättest du wenigstens mal ne Chance auf spektakuläre Brände unso    
    Moin

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    • Sebalexx
      Senior Member
      • 27.11.2003
      • 3045
      • Sebastian

      #3
      Re: Kokam 3200 - würdevoll gestorben...

      Tach Chris,

      naja, würdevoll gestorben sind sie ja noch - man könnte mich höchstens als Leichenfledderer bezeichnen... :/

      Die Konis sind mir zu gefährlich...

      Habe noch einen SLS-Pack - mal sehen wie lange der so lebt, derzeit habe ich eigentlich vor, mir einen 10s Kokam 3200 30C (die neue Serie) zu holen, mal sehen wann es die gibt und was sie kosten. Anhand der schon veröffentlichten Händlerpreise für die 2400er und die 4000er sollte sie im selben Bereich wie die alten 3200er 20C liegen.

      Schade, dass wir uns am 28. nicht in Bremthal gesehen haben, war abends doch noch da...
      Naja, das Jahr ist noch lang, wir bekommen uns schon noch mal zu sehen.

      Was macht dein Rocket-Projekt eigentlich?

      bis denn
      Sebastian

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