nachdem ich meinen Joker gestern so 10 Minuten ziemlich gequält habe,
wurden meine TP Pro Lite Lipos 6000 mah ziemlich warm. Ist das Ok? Schadet es den Lipos.
nachgeladen habe ich 4739 mah. Soll ich jetzt die Flugzeit runter setzen.
Leider ist ziemlich warm ein relativer Begriff. Wer Lipos in der Größenordnung fliegt, benötigt meiner Meinung nach ein Meßgerät wie Watts up und ein Themometer !
Meine persönliche Meinung ist: Wenn die äußeren Zellen die 50 Grad Marke deutlich übersteigen, dann sollte man einen Gang zurück schalten. Die inneren Zellen des Packs können dann schon deutlich wärmer sein. Bei 60 Grad und mehr wird es meiner Meinung nach etwas sehr kritisch, da dann die Lebensdauer der Packs deutlich leiden wird.
Somit frage am besten mal rund, wer aufm Platz ein Thermometer hat und messe dann mal - und wenn Du sowieso schon mal dabei bist, frage mal einen Deiner Kollegen, ob der ein Watts Up Messgerät oder was vergleichbares da hat, mit dem man im Flug die Durchschnitts- und Spitzenströme ermitteln kann.
Meiner Meinung nach muß bei 15C Belastung Schluß sein, egal ob da Kokam, TP oder "Paulchen Panther" drauf steht. Eine Dauerbelastung von 20C wie sie oft auf Packs angegeben wird halte ich im modellflugtypischen Betrieb für nicht erreichbar. Also lieber einen Gang runter schalten und dann hast Du auch Chancen auf eine annehmbare Zyklenzahl.
Ach ja - es lohnt sich durchaus mal, auch später im laufenden Betrieb hin und wieder noch mal nachzumessen.
Ein Beispiel aus dem richtigen, Leben, so geschehen am Samstag auf unserem Platz.
Ein Kollege hat bereits seit einiger Zeit einen kleinen Pylonflieger zum rumtoben mit einem Brushless Motor und einem der Belastung angemessenem Lipo Pack. Das Ding wurde vor dem Erstflug gemessen, hatte am Boden eine Stromaufnahme von ca. 22 Ampere und ging danach ab wie die Hölle.
In letzter Zeit bemängelte der Kollege, dass das Ding irgendwie nicht mehr so richtig zieht und der Lipo Pack wesentlich heisser als sonst wird. Am Samstag beschloß der Pack sein tristes Dasein zu beenden und fortan sein Leben als Kugelfisch zu verbringen.
Erste unqualifizierte Bemerkungen einiger "fachkundiger" Kollegen : "Scheiß Lipo, taugt nichts das Zeugs" ließen den Betreffenden relativ unbeeindruckt, er bat um ein Meßgerät um der Sache auf den Grund zu gehen. Und siehe da, aus den ursprünglichen 22 Ampere waren auf einmal 37 Ampere geworden.
Der Kollege vermutete dann eine defekte Wicklung und wird den Motor in dieser Woche einsenden.
Fazit: Messungen der groben Betriebsparameter in periodischen Abständen sind wichtig, der Teufel ist ein Eichhörnchen und überhaupt: Unterschätze niemals die dunke Seite der Macht
Fazit: Messungen der groben Betriebsparameter in periodischen Abständen sind wichtig, der Teufel ist ein Eichhörnchen und überhaupt: Unterschätze niemals die dunke Seite der Macht
Guter Spruch! Die Dunkle Seite habe ich bei den Lipos auch schon kennen gelernt.
Ich dachte, die "dunkle Seite" sei die Verbrennerfliegerei?
Nicht böse gemeint. Gruß vom Elektroflieger.
@Holger
10 Minuten wildes Fliegen mit dem Joker und noch dazu mit hoher Drehzahl ab 1700 U/min macht jeden mir bekannten Lipo auf Dauer platt, wenn man nur 10s an Board hat. Da hilft nur, entweder ab und zu zwischendurch mit geringerer Drehzahl ein paar nicht so kräftezehrende Figuren fliegen (Rollen gehen auch mit 1500 U/min, wenn man die Acrobat-Blätter draufhat) oder "Augen zu und durch" und schon mal einen Satz neue Akkus bereitlegen.
Wie schon gesagt wurde, ab 50°C geht es auf die Lebenszeit. Wenn Du die Akkus etwas vorwärmst, erwärmen sie sich am Ende nicht so stark, da der Innenwiderstand von vorneherein niedriger ist. Auch steigt am Ende der Entladeperiode die Temperatur bei den Thunderpowers übermäßig an. Bei den Kokam-Akkus 3200 und 4800-Zelle habe ich den Effekt noch nicht bemerkt. Die kann man fast ganz leer fliegen, ohne dass sie heiß werden.
um die Belastung meiner Komponenten in den E-Helis, eben auch der Lipos, im Flug zu messen, habe ich mir bei Höllein den CurrentMonitor bestellt!
Der gibt mir dann die Ampere´s an, die bei den verschiedenen Flugmanövern gebraucht wurden und somit kann man den gesamten E-Antrieb vielleicht noch optimieren!
Ich denke, mit 99.-Euro ist das eine Investition, die man bei den heutigen Lipo-Preisen durchaus vertreten kann!
Hi Jens,
nimm von helitron oder Robbe diesen Temperatur-Monitor (den wir auch bei den Verbrennern verwenden) , den kannst du dann um den Akkupack machen und er speichert währed des Fluges min und max Temperatur.
Gruß Jürgen
Nur wo soll man bei zwei 5s-Stangen das Teil anbringen?
Ich handhabe es so, dass ich die Temperatur der Lipos nach jedem E-Flug mit dem IR-Messgerät der Länge nach kontolliere!
Das sind ein oder zwei Handgriffe und ein übermäßig warmer Zellenteil fällt einem sofort auf und das Kontrollieren wird ganz schnell zur Gewohnheit!
Beim Verbrenner wird ja auch der Tempertur-Monitor gecheckt, falls er eingebaut ist!
Nach dem ich vor längerer Zeit, in einem anderen Thread nach einem Datenlogger gesucht habe, der die gebräuchlichsten Parameter (wie. z.B. Spannung, Strom und Temperatur) messen und mitloggen kann,
habe ich heute den hier bei Emcotec gefunden:
Er scheint geradezu ideal für uns Elektro...
Die TP ProLite sind bekannt dafür, daß sie sich relativ stark erwärmen. Eine Durchschnittsbelastung von knapp 5C wie Du sie beschrieben hast, ist aber meiner Meinung nach gerade noch ok. Mehr als 6C würde ich diesen Zellen nur bei Teilentladung zumuten. Zulässig sind bei den ProLites angeblich bis zu 70 Grad, aber inwieweit das auf die Lebensdauer geht, wird nicht gesagt.
Dafür sind sie schön leicht - man kann halt nicht alles haben... Wenn Du im Vergleich die Flightpower 3700er New Formulation nimmst, hast Du eine viel bessere Spannungslage und 20 Grad weniger, aber die sind von der Flugzeit her im Joker etwas knapp..
Habe auch einen Eagle Tree Micro-Logger, kann ihn ebenfalls nur empfehlen, ist auch mit Sensoren für Drehzahl und Temperatur erweiterbar, ist aber in der Grundversion schon ausreichend. Optimal um seinen Antrieb zu optimieren.
Hab auch einen Lipoly Compact 5200 mAh 3S4P soll 12 C aushalten, nach einer Flugzeit von ca 7 Min. mit durchschnittlich ca.15 Amp. und ca. 25 Amp. Spitze ist der Akku bei 48 Grad, auch die durchschnittliche Spannung von 10,3 Volt liegt ca. 1 Volt unter der der Flight Power 3700 Evo, diese bleiben deutlich kühler (ca. 35 Grad).
Werde den Akku über kurz oder lang als Senderakku einsetzen, dafür sollte er reichen.
MC 24 Jeti Duplex * ECO 8 3Digi * T-Rex 450 SE * T-Rex 250 * Phase3 F 16
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