Zusätzliche Elkos an einem Netzteil: Welche Kapazität?
Moin,
Mein Ladegerät (Pulsar 3) pulst recht heftig den Strom mit einer Frequenz von 1Hz.
Da ich meine Servernetzteile nicht überfordern will, ist meine Idee dieses Pulsen mit einigen Elkos abzufedern.
Ist das überhaupt nötig?
Wie kann ich die nötig Kapazität der Elkos bestimmen?
Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten oder nachfragen!
Der Dunning-Krueger-Effekt ist immer und überall!
AW: Zusätzliche Elkos an einem Netzteil: Welche Kapazität?
Möglich schon,
Nötig, nur wenn Probleme hast oder es technisch "schön" machen möchtest.
Die Wellligkeit der Spannung wirst aber nie ganz weg bekommen.
die Formel wäre: ( I * t ) / U = C in Farad
[SIZE="2"]I = Stromstärke in A
t = Zeit in sek.
U = Spannung in V
C = Kapazität in F[/SIZE]
Da kann dann schonmal so ein Kondensator in Netzteilgröße rauskommen...
Ob dann der erwünschte Effekt auch wirklich eintrifft, sieht man mit einem Oszi.
1. 12V-Netzteil mit bis zu 25A
25A * 1sek / 12V = 2,08F Hui!
Die Formel kann aber nicht stimmen, denn wenn man z.B. die Zeit verkleinert, würde ja ein kleinerer Kondensator auch reichen. Bei der Formel würde der Kondensator aber deutlich größer werden. Das ist irgendwie unlogisch.
Hier wird z.B. verschiedene Faustformel angegeben (... nimmt man pro Ampere 1000uF). Aber auch wieder keine Zeit für die Entladung.
Auch bei diesem Onlinerechner wird die nötige Kapazität größer wenn die Welligkeit kleiner wird. Oder wenn Spannungsdelta kleiner wird, wird die Kapazität größer??? Mit anderen Worten, man muss weniger Energie puffern, benötigt dafür aber einen größeren Tank. Hä??
Irgendwo haben wir (oder eher ich) einen Denkfehler drin.
AW: Zusätzliche Elkos an einem Netzteil: Welche Kapazität?
Hallo,
die Rechnungen haben 2 entscheidende Fehler.
Die zu berücksichtigende Stromstärke sind schonmal nicht die 25 Ampere. Der Stromimpuls den das Ladegerät zieht wird deutlich höher sein.
Zweiter Fehler ist die Zeit. Die Stromimpulse sind im Millisekundenbereich.
Genaueres hierzu werden nur Messungen liefern.
Die Faustformeln gelten in der Regel für Brückengleichrichter mit vorwiegend Ohmscher Last.
Die Formel stimmt schon, nur die Werte sind Praxisfremd.
Gruß
Stefan
"Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten."
AW: Zusätzliche Elkos an einem Netzteil: Welche Kapazität?
Ich glaube, du machst dir unnötig sorgen. CPUs haben eine weit schwankendere Last als das Pulsieren unserer Lader. So ein Server-NT muss das eigentlich abkönnen bzw. erfordern sogar Normen und Vorschriften, dass das NT diese Schwankungen intern puffern und nicht ans Netz weiterreichen darf.
AW: Zusätzliche Elkos an einem Netzteil: Welche Kapazität?
Restwelligkeit sind die SPannungsschwankungen bei konstanter Last. Die lassen sich mit zusätzlichen Elkos mindern.
Ganz anders schaut es mit den SPannungschwankungen beim Lastwechsel aus. Dafür bräuchte es deutlich höhere Kapzitäten(PufferAkku), um die extern beeinflußen zu können. Sinnvoller ist es, da ein SchaltNT mit höheren Schaltfrequenz zu verwenden, oder ein NT mit größerer Maximalleistung.
Ich glaub mich zu erinnern, das der Pulsar im Pulsbetrieb ~10A Lastwechselschwankungen erzeugt. Wie lang diese Lastwechselschwankungen sind, hab ich aber nicht mehr im Kopf. Damit liese sich die nötig PufferKapazität abschätzen.
Deutlich günstiger ist aber ein NT, was schneller auf den Lastwechsel reagiert(NT mit höherer Schaltfrequenz). Oder du schaltest den Pulsbetrieb im Pulsar einfach ab.
Bei ServerNT-Umbauten wird auch gern mal der Anschluß von den SensLeistungen vergessen, was manchmal auch zu heftigen Lastwechselverhalten führt.
AW: Zusätzliche Elkos an einem Netzteil: Welche Kapazität?
Es sind verschiedene Netzteile: HP mit 3KW/50V und ein weiteres 650W/12V
Die Lastwechsel des Pulsar passen etwa mit den 10A im Pulsbetrieb.
Dann wären das
10A * 1sek / 12V = 0,833F
Dann setzte ich mal 1F an.
Ich werde einfach mal einige Elkos mit 1F an den Ausgang hängen und im Geschäft am Oszi die Schwankungen sehen.
Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten oder nachfragen!
Der Dunning-Krueger-Effekt ist immer und überall!
Ich werde einfach mal einige Elkos mit 1F an den Ausgang hängen und im Geschäft am Oszi die Schwankungen sehen.
evtl. könnte passieren das mit so einer recht hohen Kapazität das Netzteil beim einschalten sofort wieder abschaltet.
ein leerer Kondensator wirkt da wie ein Kurzschluß.
AW: Zusätzliche Elkos an einem Netzteil: Welche Kapazität?
Ich würde erst mal das Einschaltverhalten deines NTs mit dem leeren Elkos testen. In der Regel verhalten sich viele ServerNTs unkritisch mit einer höheren Ausgangskapazität.
Sollte das Nt mit dem zusätzlichen Elko nicht hochfahren, würde ich einen flotten und hoch belastbaren AntiBlitzstecker verwenden. Also Elko in das Stromversorgungskabel vom Lader einschleifen, und einen Antiblitzstecker an das STromverorgungskabel. So das der Elko beim Verbinden mit dem eingeschalteten NT nicht schlagartig geladen wird.
Bei dem großen 50V/3KW-NT wird der Elko aber kaum einen Unterschied beim Lastwechselverhalten machen.
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