es findet sich ja einiges um richtiges Laden von LIPOs
und das man einen Balancer braucht um sie korrekt zu laden,
aber irgendwie finde ich nirgends etwas dazu, ab wann es für die Akkus
kritisch wird, also wieviel Spannungsunterschied darf sein, während des Ladens,
während des Fluges und solange man sie lagert.
Welche Werte haben sich da bewährt?
allgemein wird die Grenze bei etwa 50 mV Spannungsdifferenz zwischen höchster und niedrigster Zelle gezogen (egal was der Akku gerade tut bzw. mit ihm getan wird). Weniger ist natürlich besser und i.d.R. ist es auch weniger.
Grüße, Hagen
Der Modellflug ist der Amboss, auf dem die Speerspitze der Evolution geschmiedet wird
Beim Lagern brauchst Du Dir keine Gedanken zu machen, zwischen 3,75V und 3,9V besteht da kaum ein Unterschied. Viel wichtiger ist aus meiner Sicht, daß die Akkus beim Leerwerden gleich voll bzw. gleich leer sind - ab 3,7V abwärts wird die Spannungskurve plötzlich deutlich steiler, sodaß die Zelldriftt, ausgedrückt in Volt, sichtbar steigt. Wenn eine der Zellen dann zu tief entladen wird während die anderen noch Saft liefern, verschlimmert sich das Problem nach und nach. Leider können die meisten Ladegeräte in dem Bereich nicht balancen. Beim Aufladen darf die Zellspannung keinesfalls über 4,23 Volt liegen, weder während des Ladens noch danach. Bei einem Ladegerät, welches bis 4,20 Volt auflädt, hast Du also 0,03V Spiel nach oben. Ich würde aus dem Grunde die Grenze zum Balancen bei 0,03 Volt anlegen. Bei Packs, die ständige Drift verursachen oder stark unterschiedliche Kapazitäten haben, rate ich zum Austausch der defekten Zelle oder besser des gesamten Packs. Ein Lipobrand ist das letzte was Du haben willst, fast egal wo er auftritt
Gruß
ThomasC
Es könnt' alles so einfach sein - isses aber nicht
Leider können die meisten Ladegeräte in dem Bereich nicht balancen.
Also die Geräte, die ich kenne, balanzieren fast alle auch bei 3,7 Volt.
Das ist aber eh ein Intelligenzmangel des Geräts, denn balanzieren sollte man ja erst gegen Ladeschluss, nicht schon zu Beginn des Ladens.
@Taumel: die, die ich kenne (Imax B6 und Clone), balancieren bei Ladung und bei Storage, aber nicht bei Entladung. Ich kenne aber auch nicht viele Ladegeräte. Ich würde mir eins wünschen, dem ich sagen kann "jetzt lade oder entlade mir die Zellen auf genau DEN Spannungswert und balanciere dabei". Meins hat 3,3V, 3,7V und 3,8V im Angebot, aber z.B. nicht die von mir gewünschten 3,6V. Bei Storage balancen ist kontraproduktiv, da die Spannungskurve im Storagebereich IMHO zu flach zum effektiven Balancen ist. Das geht IMHO nur bei Akku voll oder Akku leer richtig gut. Und wenn die Zellkapazitäten sich auch nur leicht voneinander unterscheiden, macht es einen spürbaren Unterschied, ob ich bei VOLL oder bei LEER balance...
Es könnt' alles so einfach sein - isses aber nicht
Beim Lagern brauchst Du Dir keine Gedanken zu machen, zwischen 3,75V und 3,9V besteht da kaum ein Unterschied. Viel wichtiger ist aus meiner Sicht, daß die Akkus beim Leerwerden gleich voll bzw. gleich leer sind - ab 3,7V abwärts wird die Spannungskurve plötzlich deutlich steiler, sodaß die Zelldriftt, ausgedrückt in Volt, sichtbar steigt. Wenn eine der Zellen dann zu tief entladen wird während die anderen noch Saft liefern, verschlimmert sich das Problem nach und nach. Leider können die meisten Ladegeräte in dem Bereich nicht balancen. Beim Aufladen darf die Zellspannung keinesfalls über 4,23 Volt liegen, weder während des Ladens noch danach. Bei einem Ladegerät, welches bis 4,20 Volt auflädt, hast Du also 0,03V Spiel nach oben. Ich würde aus dem Grunde die Grenze zum Balancen bei 0,03 Volt anlegen. Bei Packs, die ständige Drift verursachen oder stark unterschiedliche Kapazitäten haben, rate ich zum Austausch der defekten Zelle oder besser des gesamten Packs. Ein Lipobrand ist das letzte was Du haben willst, fast egal wo er auftritt
Gruß
ThomasC
Lipobrand nein das will keiner ,nur wie kommt soetwas*?=
Lipobrand *? wie kann man vorbeugen und wie erkennt man es ?
@niko: Lipobrand kann bei jeder Art von Mißhandlung auftreten: Zelle mechanisch beschädigt, Zelle tiefentladen, Zelle überladen, Ladestrom zu hoch, Ladegerät defekt (führt meist zur ßberladung). Wenn Du die Lipos nicht beaufsichtigst beim Laden und nicht feuersicher unterbringst, kann Dir Fieses blühen. Die Utahflyers haben das absichtlich mit alten Lipos durchexerziert und für unsereins auf Video gebannt: Understanding Lipo Fires - sieht so aus, als sei ein Hohlblockstein mit drübergelegtem Sandsack die beste Lösung. Ich persönlich bleib immer dabei wenn ich Lipos lade. Dafür kriegen sie auch gut Strom damit das nicht zu lange dauert
Gruß
ThomasC
Es könnt' alles so einfach sein - isses aber nicht
Ich würde mir eins wünschen, dem ich sagen kann "jetzt lade oder entlade mir die Zellen auf genau DEN Spannungswert und balanciere dabei".
Ach so hast du das gemeint, beim Entladen!
Naja, das macht ja niemand, dass er einen LiPo am Lader ganz entlädt! Höchstens bis Storage, und da braucht man ja nicht balanzieren, wie du richtig schreibst.
Für eine Qualifizierung eines Lipos ist nicht die Spannung der einzelnen Zellen relevant, sonder einzig deren Innenwiderstände. Du bist gut beraten, wenn du einen Lader nutzt, der die Innenwiderstände der einzelnen Zellen ermittelt.
Die sich ergebenden Spannungen beim Laden und Entladen sind das direkte Ergebnis der Innenwiderstände.
Ein "schlechter" Akku wird aufgrund unterschiedlicher Innenwiderstände eine lange Ladezeit benötigen, da die Zeit zum ausbalancieren entsprechend hoch ist. Beim entladen, also beim fliegen, machen sich unerschiedliche Innenwiderstände dadurch bemerkbar, dass die einzelnen Zellen nach einem Flug stark unterschiedliche Spannungen aufweisen.
Hier mal ein paar "Richtwerte" aus der Praxis, ohne Anspruch auf wissenschaftliche Erkenntnisse:
Ri pro Zelle größer 10 mOhm: bedenklich.
Ladezeit, bei leerem Akku, incl. balancieren mit 1/2C größer 2:30 h: bedenklich.
Spannungsdifferenz nach dem Fliegen zwischen "höchster und niedrigster" Zelle größer 250 mV: bedenklich.
Aber: Nicht gleich in Panik verfallen! Wenn ein Akku auffällig ist, erst mal die Balancerkabel tauschen, und/oder anderen Lader verwenden. Man sollte sich darüber bewußt sein, dass wir hier über Meßwerte reden, die im einstelligen Prozentbereich oder sogar im Promillebereich der eingesetzten Meßtechnik liegen. Jeder ßbergangswiderstand an einer Steckverbindung oder an einer Lötstelle kann hier "fatale" Folgen haben.
Grüße, Klaus
Zuletzt geändert von heli_jupp; 19.01.2013, 23:29.
"Nichts gibt so sehr das Gefühl der Unendlichkeit, als wie die Dummheit"
�dön von Horváth
Wir verarbeiten personenbezogene Daten über Nutzer unserer Website mithilfe von Cookies und anderen Technologien, um unsere Dienste bereitzustellen, Werbung zu personalisieren und Websiteaktivitäten zu analysieren. Wir können bestimmte Informationen über unsere Nutzer mit unseren Werbe- und Analysepartnern teilen. Weitere Einzelheiten finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie.
Wenn Sie unten auf "Einverstanden" klicken, stimmen Sie unserer Datenschutzrichtlinie und unseren Datenverarbeitungs- und Cookie-Praktiken wie dort beschrieben zu. Sie erkennen außerdem an, dass dieses Forum möglicherweise außerhalb Ihres Landes gehostet wird und Sie der Erhebung, Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten in dem Land, in dem dieses Forum gehostet wird, zustimmen.
Kommentar