Erfahrungen mit Autobatterien als "Saftspender"

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  • Balsapilot
    Balsapilot

    #1

    Erfahrungen mit Autobatterien als "Saftspender"

    Hallo,

    vor einiger Zeit hatte ich dooferweise eine falsche Autobatterie für mein Auto gekauft. Als Modellbauer gibt man so etwas nicht zurück, man hat ja Verwendung für eine Batterie!

    Jetzt ist es aber so, dass diese Saftspender nicht ganz ohne sind. In der Industrie gibt es strenge Vorschriften für Batterieräume.

    Bei mir steht die Batterie im Hobbyraum, fest verbaut in einer Holzkiste und am Wochenende stelle ich die Kiste samt Ladegerät in Kofferraum.

    Macht Ihr das auch so?

    Bin ich womöglich zu leichtsinnig im Umgang mit der Säuerebatterie?

    Ich bin auf Euere Erfahrungen gespannt!

    Viele Grüße

    Markus
  • fireball
    Senior Member
    • 07.04.2009
    • 2554
    • Marcus
    • wohnen: Viernheim fliegen: MFC Gernsheim

    #2
    AW: Erfahrungen mit Autobatterien als "Saftspender"

    Nö, kannste machen. Nur sind Autobatterien als Stromquelle für Ladegeräte nicht wirklich geeignet - zumindest wenn man mehr laden will, als Akkus für die RC-Anlage und die Empfänger/Servostromversorgung. Informationen dazu (Zyklenfestigkeit, Energiegehalt) gibts ja zu genüge im Forum.
    Greets,
    Marcus

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    • McKarri
      McKarri

      #3
      AW: Erfahrungen mit Autobatterien als "Saftspender"

      ...ich hab´ne Bleigelbatterie für ´nen Krankenfahrstuhl, die haut als Energiespender einigermaßen hin.

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      • piotre22
        Senior Member
        • 27.04.2009
        • 3984
        • Peter

        #4
        AW: Erfahrungen mit Autobatterien als "Saftspender"

        Also im Vergleich zu Lipos sollte eine Bleibatterie harmlos sein. Klar es ist Schwefelsäure drin und beim ßberladen bildet sich Knallgas, aber im normal Fall passiert da nix!

        Wie fireball schon sagte: Als Stromversorgung sind Autobatterien ziemlich ungeeignet. Aber wenn du die rumstehen hast und eh nicht benutzt wird nutze sie einfach bis sie kaputt ist und fertig.
        Eine Pizza mit dem Radius z und der Dicke a hat das Volumen Pi*z*z*a

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        • DJBlue
          Senior Member
          • 12.08.2010
          • 3330
          • Thilo
          • Kempten und Umgebung

          #5
          Guckst Du hier:
          Welche Autobatterie zum Lipos laden am Flugplatz? - RC-Heli Community

          Also normale BleiSäureBatterien sind nicht geeignet, da sie nicht zyklenfest sind und für kurze starke Ströme ausgelegt sind.
          Außerdem mögen sie keine tiefere Entladung als ca. 70%.
          AGM Gelbatterien sind da robuster. Darum werden sie oft auch für Rollstühle und ähnliches verwendet.
          Zuletzt geändert von DJBlue; 23.06.2012, 12:40.
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          • sailor377
            sailor377

            #6
            AW: Erfahrungen mit Autobatterien als "Saftspender"

            Womit lädt ihr die Dinger? PB Programm im Multilader?

            Jep, wie DJBlue schon sagt, nach 70% ist Ende. Wenn aber eh eine hatt...

            Mir schweifen halt 2 Gedanken durch die Rübe: Eine Batterie kaufen (Vielleich gebraucht vom Schrottplatz) oder im Auto ein Kabel legen (Sehr fummelig, das letzte Mal im Opel Astra Bj. 93 gemacht).

            V.G.

            Alex
            Zuletzt geändert von Gast; 23.06.2012, 12:52.

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            • DJBlue
              Senior Member
              • 12.08.2010
              • 3330
              • Thilo
              • Kempten und Umgebung

              #7
              Kann dir nur eines Empfehlen:
              Ersetz die Bleisäurebatterie in deinem Wagen gegen eine AGM Batterie. Dazu verlegst noch ein 10qmm Kabel bis in den Kofferraum und machst dir Ladebuchsen ran. Sicherung im Motorraum nicht vergessen!
              Nur so wird ein Schuh daraus.
              Vorteile:
              Laden während der Fahrt möglich,
              Kein lästiges öffnen der Motorhaube mehr
              Man kann dann sogar die AGM Batterien übern Kofferraum laden

              Als Ladegerät für alle Arten von Autobatterien kann ich nur CTEK empfehlen.


              Wenn Bilder von meinem 'Umbau' sehen möchtest, dann meld dich.
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              • Sisko
                Sisko

                #8
                AW: Erfahrungen mit Autobatterien als "Saftspender"

                Die Akkus kannst du mit dem herkömmlichen pb-Programm laden, kein Problem, was soll ein CTEK-Lader anders machen, außer dem Pulsen?

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                • DJBlue
                  Senior Member
                  • 12.08.2010
                  • 3330
                  • Thilo
                  • Kempten und Umgebung

                  #9
                  Das CTEK hat eine besondere Ladekennlinie, glaub UIOU oder so.
                  Herkömmliche Modellbauladegeräte können/haben das nicht.
                  Auf Nachfrage bei Schulze wurde mir mitgeteilt dass die Schulzelader einer der einzigen sein sollen die das können.
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                  • Sisko
                    Sisko

                    #10
                    AW: Erfahrungen mit Autobatterien als "Saftspender"

                    Sofern mans mit der Ampere-Zahl nicht übertreibt, stellt das überhaupt kein Problem dar, Bleiakkus mit dem regulären pb-Ladeprogramm zu betreiben.
                    Autobatterien mögen sogar "Hochstrom" im Sinne von 20A, da diese bei dem langsamen Entladen, was unser Lader ja macht (weniger als 1C in der Regel) überhaupt nicht mögen.
                    Autoakkus mögen getreten werden, hab selbst 2 Autoakkus wieder fit gemacht auf diese Art und Weise. Bis ca. 13,8/14V mit Vollgas laden und danach runterregeln, das ist für Bleisäureakkus das Beste.

                    Und beim Entladen auch möglichst viel Gas geben und sofort wieder laden, was ja nunmal in der Regel nicht möglich ist.

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                    • Dachlatte
                      Senior Member
                      • 19.05.2011
                      • 9259
                      • Maik
                      • Braunschweig und Umgebung

                      #11
                      AW: Erfahrungen mit Autobatterien als "Saftspender"

                      Zitat von Sisko Beitrag anzeigen
                      Autobatterien mögen sogar "Hochstrom" im Sinne von 20A, da diese bei dem langsamen Entladen, was unser Lader ja macht (weniger als 1C in der Regel) überhaupt nicht mögen.
                      Weniger als 1C ? Wer lädt denn so ? Ich lade 1,5-2C. Damit bin ich noch harmlos, einige laden mit 5C.
                      Was die Belastung angeht, lade ich 12s mit 5A macht das 20A Strom an 13,8V. An einer Autobatterie mit 11-12V steigt der Strom dann über 20A.
                      Banshee 850

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                      • DJBlue
                        Senior Member
                        • 12.08.2010
                        • 3330
                        • Thilo
                        • Kempten und Umgebung

                        #12
                        AW: Erfahrungen mit Autobatterien als "Saftspender"

                        Warum sollten Autobatterien niedrige Ladeströme nicht mögen?
                        Langsam laden mit niedrigen Strömen macht jede Batterie fröhlich.

                        Das Problem bei den versch. Autobatterietypen ist die Ladeschlussspannung. Bleisäure haben 13,8V und AGM bis 14,4V. Das sollte das Ladegerät schon erkennen können.

                        20A ist keine besondere Belastung für Autobatterien. Nur sind diese, wie schon erwähnt, nicht für kleine Lasten ausgelegt, sondern für hohe Lasten. Bsp. 200A beim Starten für 2 Sekunden. Danach übernimmt die Lichtmaschine die Spannungsversorgung im Auto.

                        AGM-Batterien sind da robuster, diese kann man zum Starten von Fahrzeugen verwenden und auch für niedrigere Lasten (Kühlschrank, Licht, Radio). Ausserdem sind Sie Zyklenfest.

                        Zitat von Helibeginner Beitrag anzeigen
                        Weniger als 1C ? Wer lädt denn so ? Ich lade 1,5-2C. Damit bin ich noch harmlos, einige laden mit 5C.
                        Was die Belastung angeht, lade ich 12s mit 5A macht das 20A Strom an 13,8V. An einer Autobatterie mit 11-12V steigt der Strom dann über 20A.
                        Zu dem Beispiel:
                        Wenn das an einer 80Ah-Batterie machst, ist diese Batterie nach ca. 1 Std. leer, d.h. sie hat nur noch ca. 70-80% Füllgrad. In einer Stunde, bzw. eine Autobatterieladung, bekommst Du max. 2 x 12s voll.
                        Wenn Du tiefer als 70% entladest, nimmt die Lebensdauer der Batterie 4x so schnell ab.
                        DJBlue´s Wix-Page

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                        • Dachlatte
                          Senior Member
                          • 19.05.2011
                          • 9259
                          • Maik
                          • Braunschweig und Umgebung

                          #13
                          AW: Erfahrungen mit Autobatterien als "Saftspender"

                          Zitat von DJBlue Beitrag anzeigen
                          Wenn das an einer 80Ah-Batterie machst, ist diese Batterie nach ca. 1 Std. leer, d.h. sie hat nur noch ca. 70-80% Füllgrad. In einer Stunde, bzw. eine Autobatterieladung, bekommst Du max. 2 x 12s voll.
                          Wenn Du tiefer als 70% entladest, nimmt die Lebensdauer der Batterie 4x so schnell ab.
                          Aha, dann habe ich eine Wunderautobatterie. Ich habe vier 12s 3000mAh Akkupacks geladen und das Auto sprang immer noch problemlos an. Die Autobatterie hatte 72Ah.
                          Banshee 850

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                          • DJBlue
                            Senior Member
                            • 12.08.2010
                            • 3330
                            • Thilo
                            • Kempten und Umgebung

                            #14
                            Mach das mal diesen Sommer durch und wir sprechen uns nächstes Jahr wieder.

                            Der Batteriegrösse nach würde ich auf ein Benziner tippen. Diese benötigen deutlich weniger Startstrom als ein Diesel.
                            Darum mag es sehr gut sein dass Du noch problemlos starten kannst. Außerdem schalten ja Modellbauladegeräte bei Unterspannung ab und meckern.
                            Ich sagte auch nicht dass man nicht mehr starten könne, sondern das es der Batterie nicht gut tut und sie schneller Austauschreif wird.
                            Die Lebensdauer sinkt beachtlich. Kann dir davon ein Lied singen. Hatte damals in meinem Diesel alle 2 Jahre eine neue Batterie benötigt. Selbst Qualitätsbatterien hielten nicht länger durch.

                            Es geht halt immer eine Weile gut, und man denkt sich nix dabei.


                            Hab dann damals mit einem Batterienhersteller gesprochen der mir dann AGM und CTEK empfohlen hat.
                            Und siehe da, seitdem keine Probleme mehr.
                            Möchte hier nur meine Erfahrung weitergeben, was jemand daraus macht ist jedem selbst überlassen.
                            DJBlue´s Wix-Page

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                            • nix3D
                              nix3D

                              #15
                              AW: Erfahrungen mit Autobatterien als "Saftspender"

                              Zitat von DJBlue Beitrag anzeigen
                              Dazu verlegst noch ein 10qmm Kabel bis in den Kofferraum und machst dir Ladebuchsen ran.

                              Wenn er aber einen BMW hat, braucht er das nicht zu machen, da ist die Batterie schon hinten!

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