Ladegerat oder Balancer

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  • bronski
    bronski

    #1

    Ladegerat oder Balancer

    Hallo,
    Ich hab da ein Problem, ich verstehe den Unterschied zwischen einen ladegerat und einem Balancer nicht. Ich hab einen walkera heli mit 11,1 V Akku 1200 mAH sowie einen mCP X mit 3,7V 300mAH Akkus. Ich wurde gerne alle Akkus mit einem ladegerat an 12v oder 230v Laden. Da ich mich mit Volt Ohm Usw garnicht auskenne frage ich mal hier was ihr mir empfehlen könnt. Sollte nach Möglichkeit nicht mehr als 100€ kosten.
  • Schimanski
    Schimanski

    #2
    AW: Ladegerat oder Balancer

    Hi,
    alle modernen Ladegeräte haben einen sogenannten Balancer mit eingebaut.
    (Früher gab es das mal in getrennten Ausführungen, da hing der Balancer als eigene
    Elektronik hinter dem Ladegerät)
    D.h. dass die einzelnen Zellen aus einem Pack aneinander angeglichen werden und
    die Spannung nicht auseinanderdriftet und mittelfristig die LiPos keinen Schaden nehmen.

    Solange Du nur diese kleinen LiPos hast reicht ein 50W Ladegerät wie z.B. der iMax B6 absolut aus. Kostet auch nur so ca. 30-40 Euro.
    Es macht aber auch durchaus Sinn in einen etwas leistungsfähigeren Lader zu investieren, wenn auch mal größere Helis geplant sind.
    O.g. iMax B6 (bzw. dessen Derivate) gibts auch als 4-fach Lader.
    Ist auch eine ßberlegung wert.

    Für genauere Empfehlungen bräuchte es noch etwas mehr Input was Deine Planungen betrifft.
    Soll es jetzt ein 12V Lader sein, oder einer mit eingebautem Netzteil?
    Zuletzt geändert von Gast; 07.11.2011, 11:04.

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    • hangeln1963
      Member
      • 29.03.2009
      • 68
      • Thomas
      • auf der Wiese

      #3
      AW: Ladegerat oder Balancer

      Hallo,
      Lipos sind empfindliche Dinger, wenn man sie nicht pfleglich behandelt.
      Die Ladeendspannung einer einzelnen Lipozelle beträgt 4,20V. Bei einem 3-zelligem Lipo sind es also 12,6V. Der Balancer sorgt dafür, daß alle Zellen eine möglichst gleichmäßige Spannungslage während des Ladens haben und keine Zelle überladen wird. Ohne Balancer könnte das ßberladen einzelner Zellen passieren. Z.B.: Ladeendspannung 12,6V= 4,10+4,10+ 4,40V => die dritte Zelle wäre überladen und damit evtl. zerstört.

      Ich benutze folgenden Lader mit eingebautem Balancer und Netzteil:

      Der reicht bis zur Größe eines T-REX 450 völlig aus, hat das Netzteil eingebaut und hat keinen Lüfter (keine Geräuschentwicklung). Ich lade selbst Lipos für meinen T-REX 500 (6S/2650mAh) in ca. 1Std. wieder voll.

      Grüße
      Thomas
      Zuletzt geändert von hangeln1963; 07.11.2011, 11:27.
      Blade mSR, mCP X, HK 250GT, T-Rex 450 S, T-Rex 500 CF mit Starrantrieb

      Spektrum DX7

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      • Kalessin
        Kalessin

        #4
        AW: Ladegerat oder Balancer

        Hi,

        wie schon andere schrieben, sorgt der Balancer dafür, daß die Zellen im Akku möglichst gleichmäßig geladen werden, er "balanciert" also die einzelnen Spannungen aus. Das ist bei NiMH- oder NiCd-Akkus nicht so wichtig, da diese bei hinreichend schwachem Ladestrom nicht so leicht überladen werden: sie werden etwas warm (was die Lebensdauer reduziert, wenn man es zu oft/lange macht), aber sonst passiert nichts. Bei LiPos allerdings... ist Vorsicht geboten.

        Hintergrund: eine LiPo-Zelle hat eine Nennspannung von 3.7 Volt. Bei (spätestens) 3.0 Volt ist sie vollständig entladen, bei 4.2 Volt ist sie voll. Beim Laden wird üblicherweise das sogenannte I-V-Verfahren angewendet: zu Anfang lädt man mit konstantem Strom von 1C (also bei deinem Akku mit 1.2A), und sobald 4.2V pro Zelle erreicht sind, wird nicht mehr der Ladestrom, sondern die Spannung konstant gehalten. Wenn eine LiPo-Zelle auch nur um 50mV überladen wird, kann sie deutlichen Schaden nehmen, daher muß die Obergrenze von 4.2V sehr genau eingehalten werden. Das geht ohne Balancer schlicht nicht.

        Das zweite Problem ohne Balancierung tritt beim Entladen auf. Wurden die Zellen nicht gleichmäßig geladen, würde zB. bei Entladeschluß eine Zelle 3.0, die andere 3.2 und die dritte 2.5 Volt Spannung zeigen, und ab 2.5V besteht langsam ernsthafte Gefahr für den Akku: von starkem Kapazitätsverlust bis hin sogar zu "feurigen" Reaktionen. Daher ist ein Balancer bei mehr als einer Zelle nicht nur nützlich, er ist unbedingt erforderlich.

        Es ist übrigens möglich, einfach über den Balancer-Anschluß zu laden, sofern der Ladestrom 1A nicht wesentlich überschreitet. Das findet man gelegentlich bei billigeren RTF-Sets. Bei großen Kapazitäten wird über den Hauptanschluß des Akkus geladen und nur die auftretenden Differenzen über den Balancer ausgeglichen.

        Es gibt mehrere gute Ladegeräte am Markt, einige wurden schon genannt. Für den Anfang reicht ein einzelnes Gerät, das 4 oder besser 6 Zellen laden kann, locker aus und macht auch das eine oder andere "Upgrade" der Ausrüstung mit. Ein Modell, das mir grad noch einfällt, ist das Power Peak B6 EQ-BID von Robbe, das kommt im Alu-Köfferchen komplett mit Netzteil und einem ganzen Rudel Balancer-Adapter. Mit solchen Geräten kann man sowohl zuhause als auch unterwegs laden, was auch nützlich sein kann.
        Zuletzt geändert von Gast; 07.11.2011, 15:34.

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        • bronski
          bronski

          #5
          AW: Ladegerat oder Balancer

          Wow danke für die super Infos, ihr ward wirklich Super detailliert, großes Lob an euch ich danke euch.
          Ich hab evtl. Noch vor einen weiteren heli zu holen, hab Spaß am Blade 450.

          Ich Schau mal welches der oben genannten ich mir zulege.
          MfG
          Chris

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