[SIZE="3"]Bauen[/SIZE]
Aufbau des Modells
Die deutsche Anleitung hat ßbersetzungsfehler. Bei Differenzen zwischen deutscher und englischer ist im Zweifelsfall die englische richtig.
Alle ThunderTiger Anleitungen können in englischer Sprache von hier downloaded werden: http://www.acehobby.com/ace/manual.htm.
- Schläuche im Tank durch bessere Qualität ersetzen (z.B. Graupner Silikonschlauch Dxd 3,5x2 mm, Best-Nr. 3370)
- Original Tankpendel eventuell durch Sinterpendel ersetzen (filtert und verhindert Schäumen)
- Kugellager auf Ritzel mit Loctite sichern - bekanntes Problem, dass sich das Lager sonst mit Innenring am Rizel durchdreht
- Freilauflager gut abschmieren
- Stift des Piko-Y-Armes gegen rausrutschen sichern (z.B. mit CA-Kleber)
- Starteradapter-Madenschrauben fest anziehen und mit Loctite sichern
- Tank mit Gummi gegen Durchscheuern schützen
- Die Schraube, mit der das Antriebszahnrad auf der Hauprotorwelle fixiert wird nicht zu fest anziehen da sonst der Freilauf klemmt
- Beilagscheibe auf Kurbelwelle unter dem Lüfterrad weglassen, sonst schleift die Kupplung
- Das Distanzblech welches zwischen Lüfterradnabe und Fliehgewicht der Kupplung montiert wird so platzieren, dass wenn man von oben drauf schaut sich die zwei dünnen Spalten vom Fliehgewicht nicht durch das Blech behindert werden. Ansonsten können sich die Fliehgewicht-Backen nicht ausdehnen
- Mutter des Vergaserhebels mit Loctite sichern
- Kurbelwellenmutter auf Lüfterrad unbedingt gut mit Loctite sichern und fest anziehen – gegenhalten z.B. mit Griff einer alten Zahnbürste durch Vergaseröffnung
- Den Motor nicht verspannt einbauen. Das Hauptzahnrad muss sich noch leicht drehen lassen ohne, dass man eine Klemmung verspürt
- Bei Schalldämpfer entweder Sprengringe verwenden oder längere Schrauben und mit Mutter sichern
- Auf den Schalldämpferauslass einen Verlängerungs- Silikonschlauch schieben da sonst die heißen Abgase das Plastik vom Landegestell verbrennen
- Blattlagerwelle/Dämpfergummis fetten
- Drucklager gut mit Drucklagerfett einfetten, kleine ßffnung muss innen sein! Kann durch Aufscheiben auf die Welle festgestellt werden: kleine ßffnung hat kein Spiel
- Beim Sichern der Schrauben am Kopf sparsam mit Loctite umgehen, damit die Schraubensicherung nicht in die Lager gelangt
- Längen der Anlenkungen genau nach Anleitung. Beschriftete Seite der Kugelpfanne hat kleiner ßffnung, muss daher aussen sein
- Heckriemenrad (2-teilig) richtigrum zusammenbauen, sonst hat Heckrotorwelle axiales Spiel
- Madenschraube in der Heckrotorwelle mit Loctite sichern, ansonsten löst sich im Betrieb der radiale Befestigungsstift des Riemenrades
- Um die Flanke des Heckriemenrades – über die ßffnungen vom Stift – kann man mit einem Schrupfschlauch den Stifft zusätzlich sichern
- Die Madenschrauben, die die Nabe auf der Heckwelle halten, ordentlich mit Loctite blau versehen und nur bis Anschlag drehen und nen Tick weiter, mehr nicht. Dann die Lagersitze dünn mit etwas Loctite blau versehen und Lager aufstecken, dann die Stoppmutter mit etwas Loc. Nur vorsichtig auf Anschlag drehen, mehr nicht
- Führungen für Heckansteuerung unbedingt mit Sekundenkleber am Heckrohr fixieren
- Heckriemen um 90° so drehen, dass sich das obere Blatt vom Heckrotor nach hinten bewegt, wenn der Hauptrotor richtig gedreht wird
- Heckriemenspannung einstellen: 4 Schrauben am Chassis lösen, sodass das Heckrohr sich leicht bewegen lässt, dann Heli am Heckrohr nach unten hängen lassen und 4 Schrauben festziehen
- Möglichst runde "Arme" auf die Servos - unbedingt darauf achten, dass diese nicht am Gestänge scheuern
- Falls bei Pitch nicht Push-Pull verwendet wird, Pitchservo mit Welle nach vorne einbauen - bringt geradlinige Anlenkung
- Servokabeln mit einem Stück Klebeband an den Servos festkleben, damit sie nicht vibrieren
- Blattaufnahme der Original-Holzblätter vorsichtig von der Folie befreien und die Kunststoffverstärkungen sorgfältig mit 2-Komponenten-Epoxy verkleben. Drehzahlen NICHT über 1700 u/min bei Holzblättern
- Akku kann unterschiedlich montiert werden. Eine Methode ist ihn unter dem Servoträger mit Klettband befestigen und zusätzlich mit Kabelbinfer sichern
- Empfängerantenne vom Empfänger zum Kunststoffrohr in den Kufenbügeln durch einen Spritschlauch führen. Antennenausgang in Fahrtrichtung links, dann durch das Loch in der Lasche am Chassis nach rechts führen. Dadurch bildet die Antenne ein „S“ und schaut hinten nur noch ein kurzes Stück hinten aus dem Rohr
Einstellungen allgemein
- Immer sicher stellen, dass keines der Servos mechanisch anläuft, d.h. dass bei vollem Knüppelausschlag der Servoweg endet
- Servoarme sollten jeweils in Neutralposition möglichst rechtwinkelig zur Anlenkung stehen. Die Servoarme haben meist eine Verzahnung mit ungerader Anzahl von Zähnen. Wenn es also nicht passt, Servoarm um 180° drehen
- Blattspurlauf einstellen (d.h. beide Rotorblätter haben den gleichen Anstellwinkel). Das wird durch Verlängern oder Verkürzen der Kurzen Anlenkung am Blatthalter gemacht, bis beide Rotorblätter in einer Ebene laufen
[SIZE="3"]Betrieb[/SIZE]
Crash-Kit
Von Thunder Tiger, aber auch von OEM-Herstellern gibt es Crash-Kits, die zumeist alles enthalten, was man nach einer Erdung benötigt, um den Heli wieder aufzubauen. Die Kits sind weit günstiger, als wenn man die Teile einzeln kaufen würde.
Bau-Check (nach der ersten Flugstunde)
- Folgende Schrauben überprüfen und eventuell nachziehen: alle am Motor, Motorträger, Kurbelwellenmutter, Schalldämpfer, Chassis, Kufen, Kopf, Heck
- Verklebung der Führungen der Heckanlenkung überprüfen
- Servokabel und Spritschlauch auf Scheuerstellen prüfen
- Falls sich die Hauptrotorwelle axial bewegen lässt, Klemmring unter der Domplatte nachziehen
- Sitzen die Kugelgelenke noch fest? Sobald Spiel auftritt, müssen sie ausgewechselt werden
- Haben sich die Mischhebel der Blatthalter und die Arme des Pitchkompensators gelockert?
- Sind alle elektronischen Steckverbindungen in Ordnung?
- Alle Anlenkungen auf Spiel hin überprüfen
- Folgende Teile ölen: Heckrotorwelle im Schiebebereich der Steckhülse, Gelenkkugel der Taumelscheibe, Rotorwelle im Schiebebereich der Taumelscheibe (tut nicht jeder Pilot, es gibt 2 Fraktionen, die Schmierer und die Nichtschmierer)
Standardwartung (etwa alle 30 Flugstunden)
- Alle Wartungsarbeiten und Prüfungen aus dem Bau-Check
- Spritschläuche innen in den Tanks auswechseln
- Bei Bedarf Fliehkraft-Kupplung zwischen Handballen etwas zusammendrücken
- Drucklager in den Blatthaltern überprüfen: Gestänge aushängen, am Blatthalter ziehen und drehen. Lager dürfen unter Zug nicht haken
- Glühkerze überprüfen: sieht der Glühkerzenwendel matt oder zerfressen aus? Wenn ja, unbedingt Glühkerze wechseln
- Falls vorhanden, Kraftstofffilter reinigen
[SIZE="3"]Tuning[/SIZE]
Der Raptor 50 ist ein bewährtes Heli-Modell, das vom Anfänger bis zu 3D geflogen werden kann. Tuning bringt daher nur in ganz wenigen Bereichen merkliche Verbesserung, zumeist ist es eine Frage der Optik und Haltbarkeit, oder von speziellen Eigenschaften.
- Die Motor-Kühlung ist die einzige echte Schwachstelle des Raptors. Die Tuning-Massnahmen hier sind einerseits mehr Kühlluft und andereseits bessere Anströmung des Kopfes. Tuningteile sind daher Gebläseräder – ev. aus Alu – mit mehr Schaufeln, oder spezielle Kühlschächte, die sicherstellen, dass der Luftstrom am Kopf entlang strömt. Bei Gebläserad ggf. darauf achten, dass Ausnehmungen für Magneten des Drehzahlreglers vorgesehen sind.
- Paddeln: je leichter die Paddeln, desto agiler der Heli. Die originalen schwarzen Paddeln können durch rote, weisse und grüne ersetzt werden, wobei letztere jeweils leichter sind. Für noch grössere Wendigkeit kann auch eine längere Paddelstange eingebaut werden.
- Rotorkopf und Heck: von Kasama über Quick zu HT (Hobby Taiwan) gibt es Anbieter in allen Qualitäts- und Preisklassen. Es können auch nur einzelne Teile verbaut werden, z.B. das Zentralstück.
- Heckrohr aus CFK: stabiler als Metall, ist von Vorteil bei Crashs
- CFK-Chassis: stabiler als der Original-Kunststoff, auch von Vorteil bei Crashs
- CFK-Heckanlenkung (ohne Führungen): leichtgängiger als Original, aber Gewindestange für Kugelpfanne muss sehr sorgfältig und fest verklebt werden.
- Landekufen: bei härteren Landungen können die selbstschneidenden Gewinde ausreissen. Dann Loch im Chassis aufbohren und M3x22 Gewindeschrauben und selbstsichernde Mutter verwenden. Diese passt in die Ausnehmung am Chassis.

Kommentar