Ich kopiere mal den Text, welchen ich auf meiner HP zusammengestöpselt habe hier rein, und werde ihn dann nach Euren Verbesserungsvorschlagen abändern. Ich denke, so werden wir für die Neueinsteiger das Motorleben erleichtern:
[CUT]
Wie lasse ich den Motor richtig einlaufen?
Eine Frage die in jedem Forum hunderte male gestellt wird. Eine Frage bei der es immer wieder Diskussionen und unterschiedliche Meinungen gibt.
Prinzipiell muss mal mit einem großen Irrtum aufgeräumt werden. Es geht um die beiden Nadeln, die die Treibstoffzufuhr, bzw. das Mischungsverhältnis mit der Luft bestimmen. Die bekannte Leerlaufnadel und die Volllastnadel. Hier ist auch schon der große Haken an der Sache, welcher immer für Verwirrung sorgt.
Die sogenannte Leerlaufnadel ist in wirklichkeit die Teillastnadel und kümmert sich um die Mischung im unteren Lastbereich bzw. Teillastbereich (laut versch. Angaben sogar bis 75% der Vergaseröffnung). Die Hauptnadel wird nur für große Belastungen, bzw. für stark geöffnete Vergaserpositionen benötigt.
Leider passieren hier etliche Fehler bei den Einstellungen. Meist wird eine zu magere Teillastnadel mit dem öffnen der Volllastnadel kaschiert.
Der Leerlauf des Motors wird über den Sender justiert. Bei der MC22 wird dieser mit dem Trimmhebel des dazugehörigen Throttle-Schiebereglers eingestellt. Der Motor sollte nun so Fett eingestellt werden, daß soviel Standgas nötig ist, das die Kupplung gerade nicht greif, oder nur leicht, der Motor aber gerade nicht wegen ßberfettung abstirbt. Kurz: Der Motor darf gerade nicht absterben, soll aber schon leicht an der Kupplung zupfen. Es kann sein, daß die Gastrimmung nicht mehr ausreicht und mittels Gasvorwahl bereits etwas mehr Gas gegeben werden muss.
Die erste Tankladung sollte im Standgas den Motor durchlaufen. Wichtig ist, daß die Maschine nie zu heiß wird. Die Abgase sollen schön zu sehen sein, und der Motor soll im Standgas wie ein Viertakter klingen.
Die zweite Tankladung wird dann mit leichtem Schwebeflug kombiniert. Fünf Minuten schwebe, fünf Minuten im Standgas stehen lassen, ..... u.s.w. Immer einen Blick auf den Motor werfen. Vor allem auf die Verschraubungen. Gerade die Verbindung zum Auspuff lockert sich gerne. Dies sollte aber nicht geschehen, da sich sonst das Gewinde ausschlägt. Es kann somit passieren, daß er sich nie wieder ordentlich festschrauben lässt. Immer schön nachziehen!
Die nächsten Tankfüllungen können mit leichtem Rundflug durchgeführt werden. Immer wieder die Verschraubung des Auspuffes checken.
Die Volllastnadel wird nun ins Spiel kommen. Wenn der Motor schon 3-4 Tankfüllungen durch hat, wird versucht den Motor im schweben kurzzeitig auf Volllast zu bringen. Hier ist darauf zu achten, dass der Motor ebenfalls genug Sprit bekommt. Auch hier muss die Nadel weit genug offen sein (am Anfang mal 3 Umdrehungen öffnen), dass der Motor nicht Absäuft, jedoch auch genug Sprit erhält. Einfach schön langsam ran tasten.
Ein plötzliches Abwürgen deutet meist auf eine zu weit geöffnete Teillastnadel hin. Bei längerer Vollbelastung, 2-3 Sekunden, soll der Motor schön weiterlaufen. Wird er laut, schreiend, hat er zuwenig Sprit - Volllastnadel aufdrehen. Wenn der Heli bei kurzer Vollbelastung keine Leistung bringt, aber auch nicht schreit, hat er meist zuviel Sprit.
Es ist schwer dies hier alles genau erklären zu wollen, da viele visuelle und akkustische Reize mitspielen.
Die größte Gefahr steckt in der Teillastnadel. Ist dieser Bereich mal richtig eingestellt, klappt das mit der Volllastnadel meist recht einfach und nach paar Versuchen. Ich habe auch festgestellt, daß die Motortemperatur hauptsächlich von der Teillastnadel abhängt. Habe vor Kürze einen Test durchgeführt und die Teillast noch fetter gedreht (jetzt sieht der Motor im Leerlauf schon etwas stärker an der Kupplung) und dafür die Volllast zurück genommen. Das Resultat beim heftigeren 3D Flug war, daß die Leistung spürbar anstieg, die Motortemperatur jedoch gesunken ist.
Als besondere Hilfe kann ich ein Thermometer empfehlen welches die Werte auch speichert. Das grüne Micro-Log merkt sich die Maximal- und Minimaltemperatur. Ich achte darauf, dass die ersten 20 Tankfüllungen nicht mehr als 120°C erreicht werden. Danach kann bei 3D Flügen schon mal 120-150°C als Maximalwert gespeichert sein.
Mein Motor hat jetzt, nach ca 70 Tankfüllungen, richtig "aufgemacht". Also lasst der Maschine Zeit - sie wird es Euch danken.
[CUT]
Nachtrag:
Als Kerzen haben sich OS8 und Enya 4 gut bewährt.
Verbesserungsvorschläge / Ergänzungen / ßnderungen einfach hier rein posten!


und das Teil geht wie ne Rakete. Volllastschraube bei
, das versteh ich net
!
Kommentar