Gaui X2 - ein keiner Baubericht

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  • Steinberg
    Senior Member
    • 30.01.2011
    • 1156
    • Hans

    #1

    Gaui X2 - ein keiner Baubericht

    Hallo,
    für alle Interessierten ein kleiner Nachlese-Baubericht meines Gaui X2.
    Ich habe dabei erwähnt, was ich für wichtig oder nennenswert hielt. Einige Schritte fehlen daher, oder wurden unbeabsichtigt übersehen. Also nagelt mich da bitte nicht fest. Fragen beantworte ich jedoch gern - wenn ich kann.

    Da ich nicht alle Standard-Komponenten aus dem Baukasten verwendet habe, gab es doch die eine oder andere Hürte.

    Zum Einsatz kommen:
    *Gaui X2 Baukasten mit original Motor,
    *3 Stück Graupner Servos DES 488 BB MG für die TS,
    *1 Graupner Servo DES 477 BB an das Heck,
    * als FBL-System MSH BRAIN mit DSMX-SPEKTRUM-Satellit,
    *Kontronik-Jazz40-Regler (auf dem Foto nicht ersichtlich),
    * LiPo-Akkus SLS XTRON 850 mAh 30/60C




    Im Baukasten selbst geht es sehr aufgeräumt zu. Alle Teile sind verschweißt und die anfängliche Befürchtung, es würde die eine oder andere Schraube fehlen löste sich in Wohlgefallen auf. Der Grund: nicht alle Schrauben bzw. Kleinteile sind den Baugruppen logisch zugeordnet. So fanden sich aber zum Schluß alle notwendigen Teile.

    (ehemals) T-Rex600 DFC - HC3-SX, Gaui X2 - BRAIN, DX7s Details
  • Steinberg
    Senior Member
    • 30.01.2011
    • 1156
    • Hans

    #2
    AW: Gaui X2 - ein keiner Baubericht

    Wenn man sich erst einmal mit der Größe (wohl besser Kleine) der Schrauben arrangiert hat, ist Dank der beigefügten Aufbauanleitung die Montage eigentlich gut zu bewältigen - ordentliches Werkzeug vorausgesetzt.

    Los geht es mit dem Einbau der beiden Roll- Servos. Die original GAUI- Servos dürften hier perfekt passen. Leider weichen meine Graupner- Servos minimal von den Gehäusemaßen ab, so daß ich besser etwas von den Alu-Streben abschleife. Anderenfalls müßte ich die Carbon- Seitenteile unter Spannung montieren. Das ist sicher nicht gut.







    Das Nick- Servo paßt saugend und wird nur mit Treibschrauben in das Carbon- Seitenteil geschraubt, was eigentlich auch hält. Alternativ läßt sich jedoch eine M2- Schraube verwenden (das Seitenteil muß dann vorher aufgebohrt werden). Zufälligerweise liegen auch 2 zusätzliche, selbstsichernde M2-Muttern bei...








    Die Verbindung der beiden oberen Chassishälften habe ich vorerst ohne Schraubensicherung zusammengefügt. Das erleichtert zum Einen die Montage an das untere Teilchassis (wie auf dem unteren Bild zum "klappen")








    ... zum Anderen sollte man spätestens jetzt an die Montage der (Roll-) Servohörner denken. Später bedeutet das sonst eine ziemliche "Friemelei", d.h. falls man dann überhaupt noch herankommt (siehe Bild).








    Es ist wichtig dazu die Mittenposition der Servos zu ermitteln. Am simpelsten ist das mit einem günstigen Servotester gemacht. Als Servohornlänge habe ich 9 mm gewählt.
    (ehemals) T-Rex600 DFC - HC3-SX, Gaui X2 - BRAIN, DX7s Details

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    • Steinberg
      Senior Member
      • 30.01.2011
      • 1156
      • Hans

      #3
      AW: Gaui X2 - ein keiner Baubericht

      Am Nickservo erwartete mich die nächste ßberraschung. Da hier der Kugelkopf nach innen, also Richtung Servo plaziert wird, kollidierte dieser mit dem Servogehäuse. Evtl. ist dieses auch wieder ein wenig anders als das original Gaui-Servo. Teilweise habe ich auch schon von 10 mm Servohebeln gelesen (dann erübrigt sich gegebenenfalls das Thema). Ich finde es aber bei FBL-Systemen sinvoll, die Anlenkung möglichst weit innen einzuhängen.
      Als "Antikollisionsmaßnahme" habe ich schließlich etwas vom Servogehäuse weggefeilt. Somit hatte der KK genügend Platz. Zwei Fotos hiervon , leider nicht die Besten...





      Der untere Chassisteil nimmt u.a. die Trägerplatte für den Motor auf, welchen ich laut Anleitung in der hinteren Position verbaut habe. Die Trägerpaltte ist variabel gestaltet, um den Motor gegebenenfalls vor dem Hauptzahnrad motieren zu können.
      Besonderes Augenmerk sollte hier dem Ritzel gelten. Es darf keinesfalls über dem HZR stehen - bei festgezogenen Motor! Anderenfalls riskiert man, den Heckantriebsriemen zu rasieren.
      Das Ritzel ging scheinbar extrem schwer auf die Motorwelle. Das lag allerdings nur an dem minimalen Grat von der Herstellung. Viel schwerwiegender war der Umstand, daß der Schaft des Ritzels zu lang war. Vollständig aufgeschoben, schaute es noch immer etwas über das HZR heraus. So war auch hier Handarbei von Nöten. Der Schaft wurde also gekürzt und mit Wellenkleber auf der Motorwelle paßgenau fixiert.

      Der Rotorkopf ist bereits vormontiert und die Verschraubungen waren ordnungsgemäß mit Schraubensicherung versehen. Die Plastikpfannen des Taumelscheibenmitnehmens saßen allerdings sehr, oder besser zu straff auf den Kugelköpfen. Abhilfe schaffte der Austausch der betreffenden Kugelköpfe aus dem Ersatzteil-Set: "X2 Kugelköpfe für CNC Taumelscheibe 212112". Nebenbei bemerkt: die Taumelscheibenführung aus Metall ist schon wieder das erste Tuning-Teil. Das Original aus Plastik tut seinen Zweck aber auch.








      die Heckanlenkung sollte sehr leichtgängig sein. Bedauerlicherweise auch hier nicht 100%ig zufriedenstellend. In wieweit ich hier noch Hand anlegen muß, wird sich herausstellen.

      (ehemals) T-Rex600 DFC - HC3-SX, Gaui X2 - BRAIN, DX7s Details

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      • Steinberg
        Senior Member
        • 30.01.2011
        • 1156
        • Hans

        #4
        AW: Gaui X2 - ein keiner Baubericht

        Das die original Gaui X2-Heckstreben "unter aller Kanone" sind, ist ja inzwischen bekannt. Häufig gehen sie schon bei der Montage entzwei.
        Ich habe mich von vornherein für etwas Robusteres entschieden: Bei CNCHelicopter: "3DX 300 CNC Belt drive blade CP tail boom support" - u.a. für den Blade CP gedacht. Für unter 4 Dollar...
        Doch außer der Wartezeit (Lieferung aus den USA) noch ein weiteres Manko: die Alu-Endstücke waren schon verklebt (entgegen dem Produktfoto) und die Streben unterschiedlich lang! Glück im Unglück - es wurde ebenso schlecht geklebt. Somit konnte ich die Endhülsen mit der Zange entfernen, die Streben auf "Gaui- Länge" bringen und wieder passend einkleben - in der Längsachse um 90° versetzt, versteht sich.






        Ein weiterer Punkt sind die Carbonteile des Landegestells. Für einen erfahrenen Piloten stellt das sicher kein Problem dar. Da ich allerdings meine Flug- und Landekünste kenne, habe ich mich nach etwas Stabilerem umgesehen. In der Hoffnung, ein flexibleres Landegestell könnte meine etwas "zügigen Landemanöver" besser abfangen, ohne gleich zu zerbrechen, bestellte ich das Xtreme Landegestell für den T-Rex250.
        Das paßte hervorragend und sagte mir auch optisch zu. Jedoch war es so flexibel, daß es das Gewicht des Gauis nicht halten konnte. ßber Nacht bog sich das Landegestell derart, daß die Heckfinne aufsaß und dabei waren weder Blätter, FBL, Regler oder Akku installiert. Fazit: völlig ungeeignet.







        Eine zufriedenstellende Alternative fand ich dann im original Landegestell für den T-Rex 250. Um das Gewicht des Hecks besser abzufangen, habe ich die Kufenbügel nach hinten gerichtet. Damit es gut paßt, habe ich die Aussparungen der Seitenteile an den rot markierten Stellen um ca. 1mm mit dem Dremel vergrößert. Da ich zu faul war, den Gaui wieder zu demontieren, packte ich ihn ordentlich ein und klebte alles staubdicht ab. Carbonspäne machen eine ziemliche Sauerei.






        Die M 1,4 Standard-Schrauben habe ich durch die Größe M2 ersetzt. Dafür wurden die entsprechenden Gewinde in die unteren Aluverbinder des Chassis ebenfalls auf M2-Gewinde gebracht. So paßt dann auch alles - einschließlich der Befestigung der Heckstreben. Diese habe ich auch wieder zwischen Bodenplatte und Kufenbügel befestigt. So kommt das Heck noch ein wenig höher.



        Die M 1,4 Standard-Schrauben habe ich durch die Größe M2 ersetzt. Dafür habe ich die entsprechenden Gewinde in den unteren Aluverbindern des chassis ebenfall auf M2-Gewinde gebracht. So passt dann auch alles, einschließlich der Befestigung der Heckstreben. Diese habe ich auch wieder zwischen Bodenplatte und Kufenbügel befestigt. So kommt das Heck noch ein wenig höher.
        (ehemals) T-Rex600 DFC - HC3-SX, Gaui X2 - BRAIN, DX7s Details

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        • Steinberg
          Senior Member
          • 30.01.2011
          • 1156
          • Hans

          #5
          AW: Gaui X2 - ein keiner Baubericht

          Als eine der letzten baulichen Maßnahmen, war die Bestückung des Gaui mit den elektronischen Komponenten. Das Brain als FBL-System paßt hervorragend auf die Bodenplatte, ohne irgendwo anzuliegen. Die Servoanschlüsse sind nach hinten gerichtet, der USB-Port von vorn zugänglich. Der Spektrum-Satellit fand auf dem "Rücken", hinter der TS- Führung Platz.


          Etwas kniffliger gestaltete sich da, den zugegeben reichlich überdimensionierten Jazz 40-Regler von Kontronik unterzukriegen. Warum gerade Den? Weil ich ihn sehr günstig gekauft habe, da Auslaufmodell; er sicher nicht warm wird, selbst wenn er "kühlungsunünstig" plaziert wird; er einen hervorragenden Sanftanlauf und ein 2,5A-Dauerstrom-BEC hat.
          Der einzig sinnvolle Platz für den Jazz ist die Unterseite der Bodeplatte. Für genügend Abstand erwies sich ein doppelseitiges, selbstklebendes Plastik-Klettband, die den Jazz ausreichen befestigen. Der im Bild ersichtliche Kabelbinder dient lediglich der der Kabelfixierung, sitzt locker und schnürt nichts ein (ein schmales Klettband wäre schon zu breit gewesen und hätte an die Servostecker des BRAINs gedrückt - das wollte ich vermeiden).

          Da die Kabel des Reglers entsprechend dicker ausfallen, war ich gezwungen auch hier den Dremel anzusetzen. So vergrößerte ich den kreisrunden Ausschnitt in der Bodenplatte. Das erledigte ich "in einem Aufwasch" mit den Fräsarbeiten für das Landegestell. So hatte ich genügend Platz, die Anschlußkabel für den Akku, samt T- Dean- Stecker in das Innere des Helis zu führen.








          Es sollte noch erwähnt werden, den Heckriemen nicht zu locker zu spannen. Ein Drehen des Hauptrotors von Hand, bei festgehaltenen Heckrotor sollte kein "überschnappen" des Zahnriemens zulassen - natürlich mit mäßiger Kraft!!! Erstaunlich, wie straff der Riemen doch sein sollte...

          Die mechanischen Einstellarbeiten, erweisen sich als unspektakulär. Letztlich folgen noch FBL-spezifische Justierungen, welche aber nicht Thema meines kleinen Berichtes sein sollen.



          An dieser Stelle: vielen Dank "aurian" für Deine Unterstützung!

          Vielen Dank für Euer Interesse.
          Ciao Mischa
          (ehemals) T-Rex600 DFC - HC3-SX, Gaui X2 - BRAIN, DX7s Details

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          • goemichel
            Senior Member
            • 11.01.2012
            • 4180
            • Michael
            • FMSC-Steinfurt / Münster und anderswo

            #6
            AW: Gaui X2 - ein keiner Baubericht

            Schöner Bericht.
            Und gut vorbereitet...
            GruÃ? Michael
            [FONT="Comic Sans MS"]Valar morghulis[/FONT]

            Bedienungsanleitungen werden nicht nur kostenlos, sondern meistens auch völlig umsonst beigelegt!

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            • Steinberg
              Senior Member
              • 30.01.2011
              • 1156
              • Hans

              #7
              AW: Gaui X2 - ein keiner Baubericht

              Ja. Danke.
              ... die Fotos sind leider nicht der Kracher.


              Gruß Mischa
              (ehemals) T-Rex600 DFC - HC3-SX, Gaui X2 - BRAIN, DX7s Details

              Kommentar

              • Steinberg
                Senior Member
                • 30.01.2011
                • 1156
                • Hans

                #8
                Fortsetzung

                Hallo,

                nachdem ich nun einen kleinen Erstflug absolviert habe, bei dem ein Heckpendeln zu verzeichnen war, ein Ergebnis der Fehlersuche

                An der Heckfinne, gewissermaßen als Indikator, habe ich Vibrationen festgestellt.
                Als erstes ist mir wieder das Hauptzahnrad mit seinem Höhenschlag eingefallen.

                [youtube]N-jM17-UVUM[/youtube]



                Noch viel gravierender jedoch, ist schlagende Taumelscheibe. Also vermutete ich eine verbogene Hauptrotorwelle.

                [youtube]FpwjURWIQtY[/youtube]




                Auf dem letzten Video ist jedoch zu erkennen, das hier wohl eher die Taumelscheibe nicht in Ordnung ist. Einmal mit loser TS gefilmt, einmal führte ich die TS mit Hilfsdrätchen mit.

                [youtube]zboiFYlFJI4[/youtube]




                Fazit. So sehr ich auch vom Gaui X2 angetan war - es sind doch einige Unzulänglichkeiten, auf die ich gerne verzichtet hätte.

                Gruß Mischa
                (ehemals) T-Rex600 DFC - HC3-SX, Gaui X2 - BRAIN, DX7s Details

                Kommentar

                • aurian
                  Member
                  • 22.05.2012
                  • 231
                  • Marcel

                  #9
                  AW: Gaui X2 - ein keiner Baubericht

                  Sali Mischa

                  Sehr schöner Bericht! Und ja: Gern geschehen! Rest wieder per pn.

                  Gruss

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