ich war letzten Freitag fliegen und mir ist folgende mit meinem Trainings-Heli -dem 500 3D- passiert:
Vor dem Erstflug natürlich die typischen Tests gemacht (Richtungen der Taumscheibe, Servos, Wirkrichtung Gyro, Riemenspannung usw).
Der erste Flug war völlig normal, beim zweiten Flug passierte es dann.
Gott sei Dank schon kurz nach dem Abheben und noch so gut wie im Schweben hat sich der Heli sehr schnell um die Hochachse gedreht. Durch ziehen von Throttle-Hold und wahrscheinlich viel Glück habe ich den drehenden Heli ohne größeren Schaden in die Wiese gesetzt.
Ich war so überrascht und "geschockt", dass ich es nicht mit Sicherheit weiß, aber ich denke das Heck hat sich nach rechts weggedreht wie wenn der Heckrotor nicht mehr wäre oder Wirkung hätte. Aber wie geschrieben; das könnte auch anders gewesen sein.
Das offensichtliche Schadensbild ist überschaubar. Nur Heckrotorblätter, Heckfinne und Schiebehülse. Die Heckrotorblätter hat es aber ordentlich zerfetzt. Die Schiebehülse hat Rattermarken an den seitlichen Flanken der Nut, dort wo die Pins der Anlenkung läuft. Natürlich ist alles genauer zu untersuchen.
Nun zu meinen Fragen:
1. Die Heckrotorwelle und das Heckrotorzentralstück würde ich ebenso auf Verdacht ersetzen. Oder habt Ihr eine einfache Methode die zu überprüfen? Ich würde mit Glasplatte oder Messtisch in der Arbeit schauen, ob die noch gerade sind. Aber ob das so 100%-ig hinhaut?
2. Der Riemen hat augenscheinlich keine Beschädigungen (was mich wundert). Ich würde ihn natürlich aus Vorsicht wechseln, aber eigentlich könnte man ihn ohne Beschädigungen weiterverwenden?
3. Was mir aber wesentlich wichtiger ist: Ich habe den Grund des Absturzes nicht gefunden. Was könnte das gewesen sein?
Hierzu noch paar Infos:
- Riemenspannung war vor dem Flug OK. Nach dem Flug war die Spannung sehr sehr locker. Aber ich konnte von Hand nicht den Heckrotor drehen, wenn ich den Hauptrotor festhalte. Kann sich der Riemen durch den Absturz so viel dehnen ohne merkliche Beschädigungen zu haben? Der Riemen lag richtig "labbrig" auf.
- Die Schrauben an der Heckrohraufnahme sowie der Halterung des Heckservos sind fest. Mit Hand und leichter "Gewalt" lässt sich hier nicht bewegen. Also scheint sich der Riemen gedehnt zu haben. Ich habe keine Anzeichen, dass sich das Rohr bewegt hätte.
- Kabel der Elektronik weisen keine Scheuerspuren auf. Die Stecker verklebe ich immer mit nem Elastan-Kleber, so dass sie sich nicht lockern können.
- Heckservo scheint ruckelfrei zu laufen. Auch die Wirkung des Kreisels scheint OK, wenn man das Heck von Hand bewegt.
Vielen Dank, wenn Ihr bis hierher gelesen habt ;-)
Liebe Grüße,
Andi

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