3. und 4. Lager (Messing) im Heckrohr

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  • tiepel
    Senior Member
    • 30.07.2011
    • 2260
    • Reimumd

    #1

    [130X] 3. und 4. Lager (Messing) im Heckrohr

    Hallo zusammen,
    seit der Messe in Dortmund bin ich auch Besitzer eines 130X.
    Als ich ihn kaufte war mir klar, dass er nicht nur fliegerisch eine Herausforderung ist. Es gibt ja genügend (negative) Erfahrungen dazu.
    Die ersten Flüge verliefen relativ unauffällig und zufriedenstellend, aber das Rappeln, das eindeutig vom Heckrohr kam, ...
    Ich habe dann das Heck zerlegt. Au Mann. Ein 1,5mm Stahldraht, fast 200mm lang in einer 2,0mm Bohrung. Und nur an den Enden gelagert. Das kann es nicht sein.
    Hier meine Lösung:
    Ausgangsbasis ist ein Messingrohr vom großen C mit 1,4mm Innendurchmesser und 2,0mm Aussendurchmesser.
    Der Aussendurchmesser muß auf ca. 1,95mm heruntergeschliffen werden. Dies geht, wie auf Bild-01 zu sehen ist, sehr gut, wenn es in einer Standbohrmaschine eingespannt ist. Ich habe dazu eine kleine Feile verwendet und gleichzeitig mit dem Finger auf der gegenüberliegenden Seite gegengehalten. Schmiergelpapier geht sicherlich auch.
    Eine Standbohrmaschine ist kein Muß. Ein Akkuschrauber, der eingespannt ist, geht sicherlich auch.
    Wenn man den Aussendurchmesser scheift, am besten immer wieder mal messen und mit dem Heckrohr prüfen.
    Zusätzlich muß das Röhrchen innen auf 1,5mm aufgebohrt und auf ca. 10mm abgelängt werden (Bild-02). Benötigt werden zwei dieser Röhrchen. (Auch das geht vorsichtig mit einem Akkuschrauber, Röhren in den Akkuschrauber, und Bohrer in einen Schraubstock spannen. Wichtig: Gefühl walten lassen!!)
    Jetzt mal kurz auf Bild-05 schauen.
    Der Bohrungsdurchmesser war noch etwas zu klein, sodass die Heckwelle nicht leichtgängig in den Röhrchen zu drehen war. Der obere Draht ist ein normaler Federstahldraht, der Durchmesser ist ca. 0,04mm größer als der der Heckwelle.
    Durch den Anschliff (auf der linken Seite) habe ich mir eine ganz einfache Reibahle hergestellt, mit der ich den Innendurchmesser der Röhrchen entsprechend weiten konnte.
    Diese Röhrchen werden später in den Heckausleger geschoben. Wenn sie den richtigen Aussendurchmesser besitzen, geht das mit ganz sanfter Gewalt.
    Um sie zu fixieren habe ich an den entsprechenden Stellen das Heckrohr auf ca. 3mm Länge angeritzt. Dazu habe ich mir ein Cutter-Messer, wie in Bild-03 dargestellt angeschliffen. Dann das Messer vorsichtig, hin- und herschiebend, in den Heckausleger gedrückt. Dadurch entsteht ein minimaler Spalt, durch den man später das Messingröhrchen sehen kann.
    Die entsprechenden Positionen am Heckrohr seht ihr in Bild-04, markiert mit weißem Isolierband.
    Die Röhrchen werden an die passende Position geschoben und von aussen mit dünnflüssigem Sekundenkleber verklebt.
    Vielleicht wäre es auch möglich, auch nur ein Messingröhrchen zu verwenden. Bisher funktioniert dies Variante aber so gut, dass ich es erst mal nicht testen werde.
    Wichtig ist aber: Ein einziges Lager darf nicht exakt mittig positioniert werden.
    Leider lief bei mir die Heckwelle dann doch nicht leichtgängig. Scheinbar war die Achse der beiden Lagerröhrchen nicht 100% fluchtend.
    Deshalb habe ich mir eine weitere "Reibahle" (wenn man es so nennen darf)hergestellt.
    Da diese "Ahle" eigentlich nur mit dem Grad schneidet, habe ich einige Anschliffe, die ich mit dem Dremel gemacht habe, ausprobiert. Das kann man ansatzweise unten auf Bild-05 erkenn. Nach unzähligen "Schleiforgien" mit dem Dremel konnte ich die Heckwelle mit zwei Fingern ganz leicht in Drehung versetzten.
    Da mir das ganze zu umständlich erscheint, habe ich mir für weitere Tests 1,55er Bohrer bestellt.
    Evtl. hat man dann zwar ein, zwei Hundertstel mehr Spiel, ich denke aber, dass dies nichts ausmacht, die Herstellung aber um einiges vereinfacht.
    Ich habe jetzt 25 Akku mit dieser Modifikation durch. Ein "Rappeln" kann man absolut nicht mehr ausmachen, Vibrationen vom Heckrohr gibt es bisher nicht.
    Ich bin davon überzeugt, dass die meisten Probleme durch diesen Mod ausgeschlossen werden können. Ich habe allerdings noch mein Heckservo "unter Beobachtung". Das hatte anfangs arge Probleme. Beim Pitchen 270° Auslenkung mit anschließender Rückdrehung waren kein Problem. Seit ich die Heckwelle gelagert habe, ist das Problem deutlich weniger geworden. Aber das Heckservo hat viel Spiel und der Anlenkhebel kippt immer mal wieder mit einem leichten Knacken.
    Diese Lösung von freakystylesz:
    [130X] Konstruktion für ein drittes Lager im Heck - RC-Heli Community
    ist auch sehr schick. Keine Frage. Allerdings nicht mit normalen Hilfsmitteln zu machen.
    Gruss Reimund
    Angehängte Dateien
    Zuletzt geändert von tiepel; 29.04.2013, 22:44.
  • freakystylez
    Senior Member
    • 09.08.2011
    • 9332
    • Stefan
    • Mal hier,... mal da... :)

    #2
    AW: 3. und 4. Lager (Messing) im Heckrohr

    ich habe das auch mal probiert mit dem Messingrohr (auch vom Conrad). Ich hatte rießige Probleme den Innendurchmesser passend zu vergrößern, da die Wandstärke des Messingrohrs ja immer dünner wird.

    Bei meiner Konstruktion bin ich auch noch am testen. Will da noch ein wenig verbessern. Aber viell kann ich dann mal so 10Stk machen lassen und zum Selbstkostenpreis mal raushauen (vorausgesetzt mein Kontakt mit dem 3D Printer stimmt dem zu!!!)
    Banshee 850 #05 / Voodoo 700 / KDS Chase 380 / DX18 / IISI

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    • tiepel
      Senior Member
      • 30.07.2011
      • 2260
      • Reimumd

      #3
      AW: 3. und 4. Lager (Messing) im Heckrohr

      Hallo zusammen,
      in der Zwischenzeit sind die 1,55mm- Bohrer angekommen und ich habe ein paar neue Röhren hergestellt.
      Jetzt beschränkt sich das Herstellen der Röhren auf das Reduzieren des Aussendurchmessers auf 1,95mm und Bohren des inneren Durchmessers in zwei Schritten (1,5mm/1,55mm). Wenn es gut klappt, sind zwei Röhrchen in 10 Minuten fertig.
      Auf Wunsch eines Users habe ich das Einkleben der Röhrchen nochmals mit ein paar Photos dokumentiert:

      Bild-01:
      Die Positionen für die Röhrchen sind mit Klebeband markiert, die Messingröhrchen liegen daneben.

      Bild-02:
      Die erste Stelle, an der das Röhrchen in das Heckrohr eingeklebt werden soll ist geschlitzt, sodas später mit Sekundenkleber das Röhrchen von aussen fixiert werden kann.
      Das Werkzeug zum Schlitzen liegt daneben.

      Bild-03:
      Ein (Hilfs-) Draht ist mit Klebeband von der Länge her so markiert, dass nach dem Einschieben das Röhrchen mittig unter dem Schlitz liegt.

      Bild-04:
      Die Aufnahme ist etwas unscharf. Das Messingröhrchen ist aber im Schlitz zu sehen.
      Wenn man das Röhrchen nicht sehen kann, sollte man es nochmals entfernen und den Schlitz im Heckrohr mit dem angeschliffenen Messers erweitern.

      Auf diese Weise positioniert man beide Röhrchen und fixiert sie mit einem Tropfen dünnflüssigem Sekundenkleber.
      Wichtig: Bitte eine ganze Nacht warten, bis der Sekundenkleber getrocknet ist. Beim ersten Versuch war der Sekundenkleber nach 2 Stunden innen noch nicht hart.

      Ich habe mit dem nun vereinfacht hergestellten Röhrchen bisher keine Testflüge gemacht, aber gefühlt dreht sich die Welle genau so wie in der ersten Variante, mit der ich fast 80 Akkus problemlos durch habe. Verschleiß konnte ich noch nicht feststellen.

      Gruss Reimund
      Angehängte Dateien
      Zuletzt geändert von tiepel; 20.05.2013, 20:18.

      Kommentar

      • tiepel
        Senior Member
        • 30.07.2011
        • 2260
        • Reimumd

        #4
        AW: 3. und 4. Lager (Messing) im Heckrohr

        Hallo zusammen,
        Ich habe letzte Woche nochmal ein neues Heckrohr gefertigt.
        Da ein Lager- Röhrchen relativ stramm ging, habe ich dieses ca. 1cm außermittig in das Heckrohr geschoben, ohne es zu verkleben.
        Nach ca. 20 Akkus hält es problemlos und ein zusätzliches Lager ist definitiv genug.
        Gruß Reimund

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        • .daniel
          Senior Member
          • 23.08.2011
          • 1241
          • Daniel
          • Oberursel, FFM

          #5
          AW: 3. und 4. Lager (Messing) im Heckrohr

          Reimund war so nett, und hat mir auch so ein Röhrchen gemacht. Danke nochmal!!!

          Hab es kurz hinter die streben gesetzt und gestern erstflug gemacht. Mein komisches krächzendes Geräusch ist nun verschwunden. Top
          GruÃ? Daniel
          Futaba T8FG, Blade 130X , Logo 600 3D, Raptor E700

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          • °Michael R°
            Member
            • 21.03.2009
            • 751
            • Michael
            • Ostwestfalen Lippe

            #6
            AW: 3. und 4. Lager (Messing) im Heckrohr

            Mein komisches krächzendes Geräusch ist nun verschwunden
            So hab ich das Mal gemacht

            RC-Heli Community - Einzelnen Beitrag anzeigen - [130X] Erfahrungen mit dem 130X

            Mit einer 2. oder 3. Lagerung (Messingrohr) wurde ich nicht wirklich glücklich,
            Eine Lagerung reicht wenn die Welle gerade ist ! und in der Bohrmaschine/Dremel beim runterschleifen der Federstahlwelle sich nicht verbiegt/schlägt.

            Ich empfehle die Welle von Lynx, mir ist mittlerweile der Aufwand und die Ausschussquote zu hoch und kauf mir die Welle

            Als Heckrohr geht auch ein 3mm CFK Stab, hab das mit einer Messinghülse mittig und Federstahlwelle seit langen im Einsatz. (Leichtbau)
            FLOTTE: Mini Protos, Shape S8, Shape S2, TDR, TDR-II, TDSF.
            GruÃ?
            Michael

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