Bei ner Bastelanleitung für die Umrüstung auf Scale (Bo105?) meinte der Verfasser, mit TESA-Klebeband könne man die Blätter etwas verbreitern, für mehr Auftrieb. Grund wäre, dass das Gewicht durch den Scale-Rumpf nicht unerheblich zunimmt. Klang zumindest plausibel.
Da ich für demnächst auch einige Umbauten in Planung habe, wärs schon interessant, die technischen Möglichkeiten auszuloten. Diesen TESA-Mod stufe ich mal als suboptimal ein, sowohl optisch (!) als auch technisch (Unwucht durch Ungenauigkeit).
Habe mal spasshalber Xtreme Tuningblätter für den mCX versucht, passen super, sind aber schlanker und steifer. Flugtechnisch waren die Dinger nicht so toll. Eigentlich wollte ich in Richtung breitere Blätter experimentieren, bin dann aber nicht weiter fündig geworden...
nutze einfach die Suchfunktion
Entweder habe mich zu dämlich angestellt oder die falschen Suchbegriffe benutzt. Kannst Du Deinen Tipp bitte verfeinern?
-==[Schubsi]==-
-==[Schubsi]==-[CENTER]...der mit dem mSR tanzt!
mSR â?¢ mSRX â?¢ 120SR â?¢ nanoCPX â?¢ DX6i â?¢ Helix 4.1[/CENTER]
Google doch einfach mal herum, Dir als "alter Hase" fallen sicher div. Suchbegriffe ein.
Zudem denkt jeder anders, daher ist bei jedem das Ergebnis anders.
Einen genauen Begriff kann ich Dir im Moment leider nicht nennen.
Ich hatte vor laaanger Zeit (in der letzten Steinzeit) mal gegoogelt und einige entspr. Seiten gefunden. Leider weiss ich im Moment die genauen Seiten nicht mehr.
Alzheimer läßt grüßen!
Hab nun mal ein wenig experimentiert, genauere Infos kommen demnächst, wenn ich unter dem ganzen Bastelkram meine Tastatur wieder gefunden habe
Eines vorweg, die Tuningblätter für die Walkera (+3°) sind unfliegbar.
Was eingermaßen geht, sind die Tuningblätter unten für den mCX, habe aber ne deutliche Verschlechterung der ansonsten guten Flugeigenschaften des mSR festgestellt, also eigentlich auch Blödsinn... (Quelle: EFlite Blade MCX - Helibude)
Hier nun kurz der Zwischenstand meiner Testergebnisse:
Um eine gute Basis zu haben, wurde mein "Prototyp" (Test-mSR) insofern vorbereitet, dass er gut funktioniert. Die Rotoreinheit setzt sich aus Standardteilen zusammen, um Verfälschungen durch Alu-Tuning zu vermeiden, also
- Standard-Kopf mit Standard-Blatthaltern
- Standard-PS und Standard-ARC
- neue Rotorkopfanlenkungen, EFLH3015
Bei meinen früheren Tests fand ich schon heraus, dass massivere Rotorblätter ein stärkere Eigendynamik haben, daher entschloss ich mich, eine Tuning-TS einzusetzen. Hier kam erstmals die Extreme-TS zum Einsatz, die eigentlich für den mCX hergestellt wurde. Die TS-Arme sind noch mal nen ganz kleinen Tick kürzer als die mSR-TS von Extreme. Sie ist etwas höher, die Servostangen mussten also gekürzt werden, weil sie tiefer sitzt. Bei dieser Gelegenheit verbog ich die Anlenkungen, um eine möglichst maximalen Ausschlag im Bereich Nick zu haben. Der Fixierungsring unter der TS wurde im oberen Bereich um die Fixierungsschraube abgefeilt, um eine mögliche Kollision mit der TS zu vermeiden. Der Steuerweg des Rollservo musste in der DX6i auf ca. 65% begrenzt werden, weil bei voll Nick und max Roll links das untere Kugellager der TS an der Rotorwelle anschlägt und diese abbremst (kenne ich schon von der eXtreme MSR-TS). Dieses Paket musste erst noch "eingeflogen" werden, Ergebnis: Ein wunderbar maximal aggressives Verhalten bei der Steuerung.
Da der mSR bei mehr Widerstand im Rotor zu Dauerpirouetten neigt, musste ein kräftigerer Heckrotor her. Hierzu nahm ich einen HeRo des SR120, der lässt sich aber nicht aufklemmen, weil die Bohrung in der Nabe zu groß ist. Der Durchmesser war eh zu groß, also wurde an den Enden etwas abgeschnitten. Hierbei hobelte ich einen dünnen Span ab und steckte diesen zusammen mit Superkleber (CA) in die Bohrung. Ist nur provisorisch (unrund, nicht gewuchtet), aber fürs Testen reichts. Erwiesenermaßen erzeugt der HeRo nun mehr Druck.
Ich habe alle Blätter mit einer Mini-Blattwaage geprüft, ganz speziell die selbst geschnittenen und mit einer Präzisionswaage (0,05g Genauigkeit) gewogen.
Trotz dieser Maßnahme, war es mir nur sehr schwerlich möglich (egal mit welchen Testblättern), den mSR so auszutrimmen, dass er bei DZ-Erhöhung (Anstieg) keine Pirouetten dreht. Dies halte ich für das Hauptproblem bei Einsatz alternativer Rotorblätter. Der Pilot muss nicht nur mit der schwindenden Eigenstabilität kämpfen, sondern die Aufgabe des Gyro mit übernehmen.
Nun zu den einzelnen Ergebnissen:
Die käuflich erwerbbaren eXtreme-Blätter für die Walkeras, bezeichnet mit +1° und +3° sind einen erheblichen Tick länger als die des mSR, fast doppelt so schwer, sind sehr steif und sind an der Montageseite abgerundet, sie klappen bei Stillstand seitlich weg. Beide entwickeln erheblichen Auftrieb, man merkt es an den niedrigeren Drehzahlen. Da mehr Kraft aufgewendet werden muss, ist dies kein Vorteil, die Flugzeiten verlängern sich nicht. Je nach verwendetem Akku (Baytec 150 und Nano 160) ist das nervige Dauerpirouetten-Problem schwächer oder stärker. Die Drehzahl des Hero scheint statisch von der 5in1 dazugemischt zu werden, je nach dem, wieviel Pitch gegeben wird.
Schafft man es, den mSR mit viel Daumenarbeit in die Luft zu bekommen und schweben zu lassen, muss man feststellen, dass die Paddelstange nur geringen Einfluss auf die Rotorblätter nehmen kann. Trotz meiner Tuningmaßnahme mit der mCX-TS sind die Auswirkungen auf Steuerbefehle nur gering. Für den Praxiseinsatz also untauglich, wenn man nicht drauf steht eine Holzplatte zu fliegen, unter der der Rest des mSR hilflos herumzappelt.
Die eXtreme-Blätter für den mCX unten sind recht geschmeidig, haben allerdings keinen Vorteil gegenüber den orig. mSR-Blättern, eher den Nachteil, dass sie lediglich destabilisierend wirken. Sie sind also fliegbar, fordern vom Piloten aber mehr Knüppelarbeit ab. Form und Länge sind fast identisch.
Dann hatte ich in einem früheren Post die B-Blätter des 5#5 erwähnt. Diese lassen sich prima zuschneiden, sodass man hier etwas experimentieren kann. Ich habe einige Blattformen mal ausprobiert, musste aber feststellen, dass die Blätter dicker sind und selbst dann, wenn sie auf die selbe Form wie die orig. Blätter geschnitten sind, um einen erheblichen Teil schwerer sind als die orig. Blätter. Hier schwindet dann der gewünschte gewünschte Effekt (mehr Auftrieb) und die größere rotierende Masse wehrt sich genauso gegen Steuereingaben wie die Walkera-Blätter. Eigenstabilität ade...
Ich habe inzwischen eine "Familienpackung" 5#5 Blätter nachgeordert und werde noch einige Tests durchführen. Der Grund hierfür ist immer noch mein Plan, einen meiner mSR auf Scale umzubauen, was ein nicht unerhebliches Mehrgewicht mit sich bringt, daher bleibe ich noch ein Weilchen an diesem Thema dran.
Grundsätzlich kann ich feststellen, dass es keinen Sinn macht, das von Horizon ausgetüftelte Gleichgewicht zwischen HaRo, HeRo und Elektronik durch Einsatz alternativer Blätter zu stören, die Flugeigenschaften werden schlicht schlechter.
Sehr intensiv sind mir die Unterschiede der verwendeten Lipos aufgefallen. Wer seinem mSR einen Tick mehr Dampf verpassen möchte, sollte anstatt zu anderen Blättern lieber zu den 160er Nano-Lipos von Turnigy greifen. Speziell bei meinen Tests ist mir der max. abrufbare Strom sehr deutlich aufgefallen. Längere Flugzeiten waren nicht unbedingt festzustellen, aber beim "Pitch-Pumping" (wenn ich das hier mal so bezeichnen darf) innerhalb der ersten 2 Minuten ist doch merklich aufgefallen, dass da mehr "Druck" rüber kommt.
Falls ich neue Erkenntniss habe, werde ich sie hier zum Besten geben...
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