Erfahrungsbericht Heli - Tuning Lama V4

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    Erfahrungsbericht Heli - Tuning Lama V4

    Nach einer Flugzeit von 2 Monaten mit meinem Lama V4 Upgrade möchte ich hier mal meine Erfahrungen mit Tuning - Komponenten mitteilen:
    Angefangen hat der Virus mit einer Vorführung des Lama V4 in einem kleinen RC - Fachgeschäft. Der Verkäufer führte mir den Hubi auf Wunsch trotz schwachem Akku vor. Ein Fehler, wie sich für mich innerhalb von Sekunden herausstellte. Denn da stand fest, der oder keiner. Keiner war keine wirkliche Alternative und so ging es mit dem Hubi im Karton nach Hause. Auspacken, staunen, laden und versuchen. Ach ja, ich habe das Schwitzen vergessen, als das Adrenalin meinen Körper beim ersten Abheben überflutete und selbst äußerste Konzentration nicht auszureichen schien, um das einfache Schweben gefahrlos zu überstehen. Ein paar Akkuladungen später wurde das neue Hobby geschmeidig in der Ausübung und Infos über die Homepage der Helibande wurden gesaugt. Licht - Tuning, Alu - Tuning, Leistungs - Tuning, alles was es so gab. Technische und physikalische Gesetzmäßigkeiten wurden verinnerlicht und nach dem häßlichen Geräusch aneinander schlagender Rotorblätter war der Drang nach Veränderung geweckt. Bedingte Außenflugtauglichkeit und Agilität im Mikrokosmos (40m2 Wohnzimmer mit 4m Deckenhöhe) waren ab sofort gefragt. Als erstes stand der Raptor - Umbau mit Umrüstung der Rotorblätter auf Extreme auf dem Plan. Der Hubi sah danach erst mal gut aus aber die Performance hatte wegen des zusätzlichen Gewichts doch spürbar gelitten. Also mussten AFC - Tuning Motoren (natürlich mit Silberbürsten), der Extreme LiPo - Akku und eine längere innere Rotorwelle und das obere Rotorwellenlager von Extreme rein. Das Ergebnis war ernüchternd. Der Hubi flog unruhig und war auf einmal schlecht zu beherrschen. Allen Problemen Voran eine ungefähr 1m große Kreisbahn, auf der der Hubi um eine imaginäre Mitte taumelte. Ein Rückbau auf die originale Innere Welle brachte dann wieder Ruhe in den Flug. Gut, man hatte ja Geld für die Teile bezahlt und deshalb folgten ein paar Versuche. Längere innere Welle rein und den oberen Rotor mit zwei Anlenkstangen versehen. Ferner zwei Distanzscheiben (für 4 Teuros!!!!!!!!) zwischen oberen Rotorblatthalter und Rotorkopf zur Verringerung des Spiels eingebaut (warum ist da eigentlich Spiel, wenn die Originalen Plastikteile gut zueinander passen*??). Das brachte zwar etwas Ruhe, aber der Hubi war trotzdem nervös und nicht souverän zu steuern. Eine genauere Betrachtung der längeren Inneren Rotorwelle brachte das Ergebnis: Die originale Paddelstange sitzt zu locker im Kopf und hat zuviel seitliches Spiel. Das führt dazu, dass die Paddelstange beim Standflug langsam wie ein Kreisel schräg um die eigene Achse im Kreis taumelte und offensichtlich den Hubi mitzog. Ein weiterer unangenehmer Nebeneffekt war, dass der Hubi beim Vorwärtsflug nicht kontinuierlich nach vorne flog sondern zwischendurch die Fahrt deutlich verlangsamte. Eine Begutachtung des Rotorkopfes zeigte keine sinnvolle Möglichkeit einer technischen ßnderung. Also wieder ausgebaut und die alte Welle rein mit dem Ergebnis, dass der Hubi wie eine Eins in der Luft stand. Was hat das Tuning also gebracht? Der Umbau auf das Raptor - Gestell von Extreme brachte mehr Gewicht, aber auch eine tolle Optik. Das muss zwingend von Tuning - Motoren und den Tuning - Rotorblättern von Extreme abgefangen werden. In Verbindung mit dem LiPo und den harten Rotorblättern von Extreme waren so 11 bis 12 Minuten Flugzeit in bester Steuerbarkeit möglich. Die innere Welle von Extreme und die teuersten Unterlegscheiben der Welt wurden mangels Tauglichkeit ausgemustert. Als optisches Highligt wurden noch vorne unter den Rumpf zwei Nichia - LED's in weiß, am hinteren Rumpf eine LED grün blitzend und am Hecke eine LED rot blitzend angebracht. Ein Austausch der Servohörner (Nick jetzt Loch 3 und Roll Loch 2) brachte nochmal eine deutliche Verbesserung in Punkto Geschwindigkeit ohne die Steuerbarkeit zu beeinträchtigen.
    Fazit: Der Hubi sieht jetzt mit dem Raptor - Umbau und den LED's ganz klar besser aus (vor allem im Dunkeln ) . Mit den AFC - Motoren in Verbindung mit dem neuen LiPo (20C Entladung gegenüber 10C des Originalakkus) und den Rotorblättern von Extreme hat man genug Kraft und Ausdauer um den Hubi agil in die Höhe zu bringen und auch im Außenflug bei Windstille fliegen zu können. Die Steuerbarkeit liegt offensichtlich mit den originalen Plastikteilen bereits auf hohem Niveau. Sicherlich gibt es noch Tuning - Lösungen wie z.B. von Skytec, die meiner Meinung nach aufgrund der technisch hochwertigen Verarbeitung ihr Geld wert sein mögen. Ich habe jedoch für mich beschlossen, das Tuning mit Blick auf Kosten - Nutzen auf dem jetzigen Niveau einzufrieren. Das gesparte Geld wird in einen Blade 400 SR gehen.........
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