Bedienungsanleitung für den O.S.-Spezialvergaser 7 H
Dieser Vergaser ermöglicht eine getrennte Gemischeinstellung für den unteren, den mittleren und den oberen Drossel- bzw. Drehzahlbereich. Dadurch ergibt sich ein optimales Drosselverhalten bei extremer Zuverlässigkeit im gesamten Motorleerlaufbereich.
Das Einstellen des Vergasers wird dadurch erleichtert, daß jeder Einstellbereich unabhängig von den anderen wirkt und den darüber- bzw. darunterliegenden Bereich nicht beeinflußt.
Der Hubschraubervergaser 7 H verfügt darüber hinaus über ein kugelgelagertes Drosselküken, eine Leerlauf-Rückholfeder, sowie einen langen Stellarm.
Idle Mixture Control Screw = Leerlaufgemisch-Einstellschraube
Stop Screw (Don´t remove except when disassembling the carburettor) = Befestigungsschraube (nur bei Demontage herausdrehen)
Medium Speed Range Mixture = Gemischregelschraube für mittleren Drehzahlbreich
Needle Valve (High speed mixture control) = Düsennadel; Gemischregelschraube für Vollgas
Throttle Lever = Stellhebel
Throttle Stop Screw = Anschlagschraube
Plug Screw (Don´t remove except when cleaning the carburettor) = Verschlußschraube (nur zum Reinigen des Vergasers herausdrehen)
Fuel Inlet = Kraftstoffzuleitung
Der Vergaser weist vier Einstellmöglichkeiten auf. Trotzdem ist die Einstellung einfach:
A Düsennadel: Zur Gemischregulierung bei voll geöffneter Drossel
B Mittelbereich-Regelschraube: Zur Gemischregelung im mittleren Drehzahlbereich. Bei Hubschraubern ist dies der wichtigste Bereich.
C Leerlauf-Regelschraube: Zur Gemischregelung im Leerlaufbereich bzw. Bereich zwischen Leerlauf und etwa 1,4mm geöffnetem Drosselküken.
D Anschlagschraube: Hiermit kann die Leerlauf-Drehzahl festgelegt werden (soweit dies nicht durch Einstellung am entsprechenden Trimmhebel der Fernlenkanlage vorgenommen wird).
Vorläufige (ungefähre Einstellung)
Vor dem Starten des Motors ist die Einstellung der zuvor erwähnten Regelschrauben zu prüfen, sie sollten wie folgt eingestellt sein:
A Düsennadel ganz eindrehen. Dann drei volle Umdrehungen aufdrehen (bei Verwendung eines Drucktanks ca. 1 ½ - 2 Umdrehungen).
B Die Mittelbereich-Regelschraube ist werkseitig auf nahezu optimale Stellung gebracht worden. Wurde dies verändert, wird die Schraube im Uhrzeigersinn bis zum Anschlag eingedreht und dann wieder 2 volle Umdrehungen gegen den Uhrzeigersinn geöffnet.
C Die Leerlauf-Regelschraube weist einen exzentrischen Kopf auf und läßt sich insgesamt etwa ½ Umdrehung zwischen ganz fetter und ganz magerer Einstellung verdrehen. Sie wird in Mittelstellung gebracht.
1. Motor anwerfen und wenigsten 5 Sekunden im Leerlauf bei fast geschlossener Drossel drehen lassen. Dann Drossel öffnen. Falls der Motor jetzt nur zögernd auf höhere Drehzahl kommt, ist wahrscheinlich das Leerlauf-Gemisch zu fett. Prüfen, indem man die Drossel wieder schließt und den Motor etwas länger im Leerlauf drehen läßt.
Drossel wieder öffnen. Kommt nun viel Rauch aus dem Auspuff und zögert der Motor wieder seine Drehzahl zu erhöhen oder bleibt er gar stehen, so sind dies Anzeichen von zu fettem Gemisch . Dann die Leerlauf-Regelschraube in kleinen Schritten im Uhrzeigersinn drehen.
Ist das Leerlauf-Gemisch nicht zu fett, sondern zu mager eingestellt, kann der Motor beim Schließen der Drossel stehenbleiben oder er wird im Leerlauf langsamer und bleibt dann plötzlich stehen, wenn die Drossel wieder geöffnet wird (ohne Rauchentwicklung). In diesem Fall die Leerlauf-Regelschraube etwas gegen den Uhrzeigersinn drehen.
Die Leerlauf-Regelschraube sollte nur in kleinen Schritten von höchstens 30° verstellt werden. Die beiden anderen Einstellschrauben dabei nicht verändern!
2. Nachdem eine zufriedenstellende Leerlaufeinstellung gefunden wurde wird die Drossel auf Mittelstellung gebracht, was beim Hubschrauber ungefähr der Schwebeflugeinstellung gleichkommt
Wie zuvor wird eine zu fette Einstellung durch zu
starke Rauchentwicklung angezeigt. Zur Abhilfe die
Regelschraube für Mittelbereich im Uhrzeigersinn in Schritten
von etwa 45° eindrehen. Achtung: Wird die Mittelbereich-
Schraube zu weit eingedreht, bekommt der Motor ein zu
mageres Gemisch wobei er zwar weiterläuft aber zu heiß wird.
Besonders beim Hubschrauber nach längerem Schwebeflug.
Aus Sicherheitsgründen wird deshalb diese Einstellschraube
werkseitig schon ein klein wenig in Richtung fettes Gemisch
gedreht.
3. Zum Schluß wird nun die Düsennadel bei geöffneter
Drossel, wie üblich, eingeregelt. Bei Hubschraubern ist es
ratsam die Vollgaseinstellung noch etwas fetter zu machen.
Beachten: Bei allen drei Einstellungsmöglichkeiten bewirkt eine
Drehung im Uhrzeigersinn ein mageres Gemisch das letztlich zu
heißem Motorleerlauf führt bzw. zum Stehenbleiben. Eine Drehung
gegen den Uhrzeigersinn macht das Gemisch fetter, wobei mehr
Rauch aus dem Auspuff kommt oder ein ungleichmäßiger
Motorleerlauf entsteht. Ist man sich über eine Einstellung einmal nicht
im Klaren, ob diese zu weit geändert wurde, sollte man einfach wieder
die Stellung wie unter "vorläufige" Einstellung" beschrieben,
herbeiführen und mit dem endgültigen Justieren neu beginnen.
Nachdem der Motor völlig eingelaufen ist, aber auch wenn ein anderer
Kraftstoff verwendet wird, kann es notwendig werden, die zuvor
gefundenen Einstellungen der Regelschrauben leicht zu verändern.
High = Vollgas
Low = Leerlauf
zum Servo
Gestänge und Stellhebel so einstellen, daß Vollgas und Leerlauf etwa
die gleiche Anlenkung aus der Mitte haben, bei der diese eine
rechtwinkelige Stellung zueinander haben.
High = Vollgas
Low = Leerlauf
Drosselanschlagschraube
Mit dieser kann die niedrigste Drehzahl mechanisch festgelegt
werden: Drehung gegen den Uhrzeigersinn verringert, Drehung mit
dem Uhrzeigersinn vergrößert die Leerlauf-Drehzahl. Die Einstellung
kann durch vorsichtiges Anziehen der Gegenmutter fixiert werden.
Leerlauf-Rückholfeder
Durch sie ergibt sich ein spielfreies, sauberes Arbeiten des
Drosselgestänges. Sollte das Gestänge irrtümlicherweise einmal
aushängen, so geht das Vergaserküken in Stellung "Leerlauf".
Düsennadel-Verlängerung
Die eingebaute Düsennadel ist so gestaltet, daß man eine
Verlängerung daran befestigen kann. Dies ist vorteilhaft, wenn der
Vergaser direkt nicht zugänglich ist, wie z.B. bei voll verkleideten
Hubschraubern; er kann dann von außen eingestellt werden: Ein L-
förmig gebogener Stahldraht von ca. 1,6mm ß und passender Länge
wird in die Bohrung im Rändel der Düsennadel eingesteckt und mit
der Madenschraube festgezogen.
ßnderungen, die dem technischen Fortschritt dienen, vorbehalten!
an Martin G: Danke, hatte ich schon bemerkt und gleich noch mal im Motoren Forum gepostet. Ich wollte den Thread hier erst wieder löschen, wusste aber nicht wie.
an Stefan H: Super, Danke.
Werde ich dann gleich mal versuchen, ob ich dann besser mit der Einstellerei zurecht komme. Falls sich noch weitere Probleme auftun, melde ich mich sofort wieder!
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