Uni-Mechanik 2000: Lagerplatte/ZF-Spiel

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  • hakimo
    hakimo

    #1

    Uni-Mechanik 2000: Lagerplatte/ZF-Spiel

    Hallo.
    Bin gerade dabei meine neue Uni2000 Mechanik zusammenzubauen. Hierbei habe ich mir gleich die als Tuning-Teil erhältliche, einteilige Metalllagerplatte dazugekauft. Diese ersetzt die beiden unteren Einzellager für Vorlegewelle und Hauptrotorwelle. So weit, so gut.
    Allerdings habe ich nun nach Aufschieben des Freilaufhauptzahnrads auf die Rotorwelle ein viel zu strenges ineinandergreifen der Zähne mit dem Ritzel der Vorlegewelle (von Zahnflankenspiel kann keine Rede sein, man kann es gerade so durchdrehen), und keinerlei für mich ersichtliche Möglichkeit dies zu beheben, da ja entgegen der sonst getrennten Lager (welche man ja leicht repositionieren kann oder eben bei bedarf drehen) hier nur eine Platte mit definiertem Achsabstand vorgegeben ist.
    Was nun? Irgendwelche Tipps? Alle Teile sind neu, auch die Zahnräder. Einfach so lassen und auf entsprechendes Einschleifen hoffen? Dabei habe ich irgendwie ein ungutes Gefühl. Vielen Dank für Eure Hilfe,

    Harry
  • awhelisi
    GESPERRT
    wegen Betrugsverdacht
    • 18.09.2001
    • 3830
    • Arne

    #2
    Uni-Mechanik 2000: Lagerplatte/ZF-Spiel

    Dann ist die Lagerplatte außerhalb der Fertigungstoleranzen und Du solltest es umtauschen.

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    • Dieter F. Heinlin
      Dieter F. Heinlin

      #3
      Uni-Mechanik 2000: Lagerplatte/ZF-Spiel

      Hallo Harry,
      hast Du schon mal die "oberen" 2 Lagerböcke gelockert, eventuell bringt ein "umdrehen" um 180° etwas, falls die 2 Wellen nicht parallel sind, könnte das hiermit eventuell beseitigt sein, dein Problem.

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      • hakimo
        hakimo

        #4
        Uni-Mechanik 2000: Lagerplatte/ZF-Spiel

        Danke für Eure Antworten. Ja, die obere Lagerplatte der Vorlegewelle habe ich testweise bereits gedreht, hat nichts verändert. Die obere Lagerplatte der Hauptrotorwelle kann man ja nicht drehen wg. der Taumelscheibenführung. Ich denke auch es ist ein Toleranzproblem. Habe das Teil jetzt nochmal bestellt, gebe dann je nach Resultat eine (oder beide ;-) zurück und werde meine Erfahrung dann in diesem Thread posten.

        Harry

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        • hakimo
          hakimo

          #5
          Uni-Mechanik 2000: Lagerplatte/ZF-Spiel

          Hallo.

          Habe nun endlich die Zeit gefunden das neue Teil zu probieren. Fazit: Eine Verkettung unglücklicher Umstände!

          Wie bereits bei der ersten Lagerplatte hatte ich das Problem, die Kugellager überhaupt in die gefrästen ßffnungen zu bekommen. Die Passung ist derart knapp, daß es wohl nur mit einem Vorschlaghammer gegangen wäre. Also habe ich mit einer kleinen rotierenden Fräse die ßffnungen (bei der ersten Platter gleichmäßig, sprich nach allen Seiten) minimal erweitert (ca. 1/10tel mm ringsum), sodaß ich die Lager überhaupt eindrücken konnte. Dann hatte ich das genannte Problem mit dem Klemmen der Zahnräder.

          Bei der zweiten Platte habe ich nun ebenfalls die ßffnungen erweitert, allerdings immer nur in der jeweils äußeren Hälfte der gefrästen ßffnung, dafür aber halt doppelt so viel. Somit gehen die Kugellager jetzt rein, und ich gewinne ca. 2 mal 1/10 mm Wellenabstand. Jetzt läuft die zweite Getriebestufe ordentlich durch, ein weiters 1/10tel könnte allerdings auch nix schaden, aber ich will die ßffnungen nicht zusätzlich erweitern, da dann die Lager in der Lagerplatte wohl nicht mehr ausreichend fest sitzen würden.

          Insgesamt bleibt zu sagen: Das justieren des Zahnflankenspiels durch erweitern von gefrästen ßffnungen in einem 20€ Teil kann wohl nicht der Weisheit letzter Schluß sein. Allerdings: Das Einstellen der ersten Getriebestufe (Kupplungsritzel auch Vorlegewelle) ist auch nicht wirklich viel besser gelöst (ich mußte z.B. die Motorträger um ca. 2/10tel abschleifen um mit dem Ritzel überhaupt nahe genug an die Vorlegewelle zu kommen :-(

          Leider habe ich nun die erste Platte in unbrauchbarem Zustand: Sowas nennt man wohl Lehrgeld... ;-)

          Harry

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          • Steff
            Steff

            #6
            Uni-Mechanik 2000: Lagerplatte/ZF-Spiel

            Original von awhelisi
            Dann ist die Lagerplatte außerhalb der Fertigungstoleranzen und Du solltest es umtauschen.
            Hi Arne!
            Bei einer CNC-Maschine auf der die Lagerplatte gefräst wird sollte es keine Toleranzen geben! :]

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            • Steff
              Steff

              #7
              Uni-Mechanik 2000: Lagerplatte/ZF-Spiel

              Original von hakimo
              Hallo.

              Habe nun endlich die Zeit gefunden das neue Teil zu probieren. Fazit: Eine Verkettung unglücklicher Umstände!

              Wie bereits bei der ersten Lagerplatte hatte ich das Problem, die Kugellager überhaupt in die gefrästen ßffnungen zu bekommen. Die Passung ist derart knapp, daß es wohl nur mit einem Vorschlaghammer gegangen wäre. Also habe ich mit einer kleinen rotierenden Fräse die ßffnungen (bei der ersten Platter gleichmäßig, sprich nach allen Seiten) minimal erweitert (ca. 1/10tel mm ringsum), sodaß ich die Lager überhaupt eindrücken konnte. Dann hatte ich das genannte Problem mit dem Klemmen der Zahnräder.

              Bei der zweiten Platte habe ich nun ebenfalls die ßffnungen erweitert, allerdings immer nur in der jeweils äußeren Hälfte der gefrästen ßffnung, dafür aber halt doppelt so viel. Somit gehen die Kugellager jetzt rein, und ich gewinne ca. 2 mal 1/10 mm Wellenabstand. Jetzt läuft die zweite Getriebestufe ordentlich durch, ein weiters 1/10tel könnte allerdings auch nix schaden, aber ich will die ßffnungen nicht zusätzlich erweitern, da dann die Lager in der Lagerplatte wohl nicht mehr ausreichend fest sitzen würden.

              Insgesamt bleibt zu sagen: Das justieren des Zahnflankenspiels durch erweitern von gefrästen ßffnungen in einem 20€ Teil kann wohl nicht der Weisheit letzter Schluß sein. Allerdings: Das Einstellen der ersten Getriebestufe (Kupplungsritzel auch Vorlegewelle) ist auch nicht wirklich viel besser gelöst (ich mußte z.B. die Motorträger um ca. 2/10tel abschleifen um mit dem Ritzel überhaupt nahe genug an die Vorlegewelle zu kommen :-(

              Leider habe ich nun die erste Platte in unbrauchbarem Zustand: Sowas nennt man wohl Lehrgeld... ;-)

              Harry
              Hi Harry!
              Möchte dir mal ein paar Tipps geben aus dem Bereich Maschinenbau. Lagerplatte auf den Herd legen, Kugellager ins Gefrierfach. 1-2 Minunten warten. UND! Plopp. Lager sitzt sauber in der Lagerplatte. Da es sich bei der Platte um ein CNC Präzisionsteil handelt ist Ausschleifen nicht gerade sehr professionell. P.S. Metall erweitert sich unter Hitzeeinfluß, zieht sich zusammen unter Kälteeinwirkung. Noch Fragen?
              Immer Luft ablassen
              Steff

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              • Blackhawk
                Blackhawk

                #8
                Uni-Mechanik 2000: Lagerplatte/ZF-Spiel

                Original von Steff
                Lagerplatte auf den Herd legen, Kugellager ins Gefrierfach. 1-2 Minunten warten. UND! Plopp. Lager sitzt sauber in der Lagerplatte. Da es sich bei der Platte um ein CNC Präzisionsteil handelt ist Ausschleifen nicht gerade sehr professionell. P.S. Metall erweitert sich unter Hitzeeinfluß, zieht sich zusammen unter Kälteeinwirkung.
                Hallo Steff!

                Das gleiche Problem hatte ich auch bei der einteiligen Lagerplatte.

                Lager ging aber trotz der bekannten und angewandten Methode kalt/warm nicht rein. Mußte das Lager einpressen (ca.1,0 to) So was hat man halt in der Firma

                Die Fertigungstolleranz bei Graupner dürfte halt nicht die allerbeste sein. Ich werden aber das Delrinrad einlaufen lassen.

                @ Hakimo Die 0,8mm Beilagscheiben für den Motorabstand sind zu dick. Hab die 0,5mm Abstandplätchen von Robbe genommen. Da passt dann alles.

                LG
                Günter

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                • Rene D.
                  Rene D.

                  #9
                  Uni-Mechanik 2000: Lagerplatte/ZF-Spiel

                  Hi!
                  @Steff:

                  *
                  Möchte dir mal ein paar Tipps geben aus dem Bereich Maschinenbau.
                  *

                  Fakt ist: Ein Lager in der Baugröße von 16mm wird mit maximal 1.5/100 bis 2/100 in einen Lagersitz eingepresst.
                  Dann ist eine einwandfreie Funktion gewährleistet und eine Verspannung ausgeschlossen.

                  Die Zahnräder der Uni-Mechanik sind ausnahmsos zu groß gefertigt. Wenn du eine Uni-Mechanik besitzt dann nimm Dir mal ein Zahnrad, ein Meßschieber und eine Formelsammlung in die Hand. Rechne mal nach und dann messe das Original "Tuning-Teil".............und dann rechne mal den Achsabstand der Hauptrotorwelle und der Zwischenwelle nach...
                  Noch Fragen?!?!?!?!

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