Parkmite - ein Erfahrungsbericht

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  • Thorsten Gleisberg
    Member
    • 12.04.2001
    • 358
    • Thorsten

    #1

    Parkmite - ein Erfahrungsbericht

    Moinmoin,

    nachdem es um den Parkmite so viele Gerüchte gab und man im Forum außer anfänglichen, durchaus gespaltenen Vermutungen und Meinungen auch nix näheres zu dem edlen Teilchen erfahren hat, möchte ich mal meine Erfahrungen posten und evtl. andere Parkmite-Besitzer zum Erfahrungsaustausch animieren.

    Zunächst war der Bau ein Vergnügen, wie ich es das letzte mal beim Schrauben an Genesis und NT hatte. Alle Teile aufwendig und sauber verarbeitet, klasse im Finish und ohne Nacharbeit montierbar. Einzig einige der wenigen Spritzgussteile waren vom Grat zu befreien. Die Mechanik ist nach dem Zusammenbau sehr spielarm.

    Auffällig ist lediglich die Paddelwippe. Diese hat in Achse ihrer Verschraubung mit dem Zentralstück 6/10mm Spiel. Dies lässt sich aber durch leichtes kürzen der Lagerbuchsen abstellen. Diese ßnderung hatte allerdings auf das Flugverhalten für mich keinen spürbaren Einfluß.

    Als elektronische Komponenten verwende ich entgegen der Empfehlung:

    Empfänger: Robbe rx600
    Kreisel: Futaba GY401
    Servos: 4 x Futaba S3107
    Regler: CastleCreations Phoenix 25
    Motor: justgofly 400DH (4000U/V)
    Akku: Thunderpower 1320mAh LiPo

    Rotorblätter: SAB 255mm

    Beim Einbau der Elektronik habe ich mich von der Bauanleitung gelöst und bin eigene Wege gegangen.
    So habe ich eine 2mm dicke CfK-Platte fräsen lassen, welche die Breite und Länge des Chassis hat. Diese Platte habe ich dann zwischen Chassis und Landegestellaufnahme verschraubt. Unterhalb der Platte habe ich hinten den GY401 und den Empfänger mit Doppeltape befestigt. Der Motor sitzt vorne unterhalb der Platte in seiner Position. Der Akku steht vorne senkrecht vor dem Chassis (ähnlich Hornet X3D) und verschwindet nahezu unter der Haube. Regler und Servos sind nach Bauanleitung montiert.

    In der Konfiguration passt der Schwerpunkt auf Anhieb und der Heli erhält optisch ein geschlossenes Erscheinungsbild. In Originalkonfiguration sieht er doch eher aus wie ein fliegender Motorenprüfstand.

    Zudem steift die CfK-Platte das Chassis im biegeweichen Bereich des Nickservohebels zusätzlich aus und erhöht so die Crashresistenz dieses doch sehr kostbaren Teils, dessen Preis aufgrund des Fräsaufwands aber durchaus gerechtfertigt erscheint.

    Die Senderprogrammierung war schnell gemacht.
    Aus dem Internet war bekannt, dass der 400DH Aussenläufer nicht im Reglermodus betrieben werden kann. Die Erfahrung habe ich trotz etlicher Versuche auch gemacht. Naja, nun fliegt er eben auf einer Gaskurve. Der max. Wert der Gaskurve liegt bei 2500/min am Kopf und gut 12° Pitch nur bei ca. 75% (Graupner). Der Motor hat mit dem 12er Ritzel noch gut Reserven.

    Beim Einfliegen gab es keine ßberraschungen, der Heli liegt für so ein Leichtgewicht recht stabil und reagiert erstaunlich folgsam auf Steuereingaben. Das war aber aufgrund der anfänglichen Spielarmut auch zu vermuten.

    Lediglich beim ersten Hochdrehen hatte der Schrauber Vibrationen. Diese kamen aus einem Schlagen im Zentralstück. Das Zentralstück hat auf der Rotorwelle nur eine relativ kurze Führung. Nach relativ festem Anziehen der Zentralstückverschraubung (M1,6) war es dann aber OK mit den Vibrationen.

    Nach erfolgreichem Reichweitentest ließ ich den Heli dann auch mal weiträumig laufen und siehe da, er lief�und wie�

    Merkwürdig wurde das Steuerverhalten dann bei kraftzehrenden Figuren. Irgendwie wurde er schwammig, fing sich aber. Der Motor stellt genug Leistung bereit um den Heli in den Himmel zu schiessen. Beim Abfangen aus einem Looping dann die Ernüchterung. Es fehlte auf einmal 1m, der Heli sackte durch und schlug ein. Grund war ein durchrutschendes Motorritzel.
    JR legt zwar Motorritzel bei, diese muß man aber selbst auf Durchmesser 2,3mm Bohren. Dabei ist mir die Bohrung wohl einige 1/100mm zu groß geworden. Schade�
    Jetzt fliege ich die Kunststoffritzel vom Hornet. Die haben den selben Modul und die gibt-s wenigstens mit der passenden Bohrung ab Werk.

    Der Heli fiel in eine Wiese mit hohem Gras. Es war augenscheinlich nichts kaputt. Nur beim Hochdrehen wieder Vibrationen. Aufgrund der kurzen Führungslänge auf der Hauptrotorwelle hatte sich das Zentralstück verzogen, bzw. aufgeweitet. Weiterhin liefen die Blatthalterlager rauh.

    Nun habe ich ein neues Zentralstück und auch gleich neue Rotorwellen (eigene Herstellung), die oberhalb der Querbohrung einige mm länger sind und dem Zentralstück eine bessere Führung bieten.

    Bei einem 2. Crash (ein kurzes Zucken auf Nick in einer sehr niedrig geflogenen Kurve, zum Glück über einem Kornfeld) hat sich die Konstruktion schon bewährt. Das Zentralstück blieb unversehrt.

    Verursacht wurde das Zucken durch ein defektes Hauptrotorwellenlager (Knackimpuls). Ein Vorschaden aus dem 1. Crash.

    Schaden: die Hauptrotorwelle. Da ich diese aber aus Silberstahl selbst herstelle ist das nicht so kritisch. Weiterhin die Hauptrotorwellenlager, die Blatthalterlager und das Motorritzel hat seine Zähne verloren. Gut so, denn das schützt das Hauptzahnrad.

    Es Empfiehlt sich also sporadisch nach einem Einschlag die Lager der Hauptrotorwelle und der Blatthalter zu tauschen. Die Lager bekommt man übrigens in recht guter Qualität für ca. 1,-EU pro Stück bei www.shmodelltechnik.de. Dort beziehe ich auch meine sonstigen Ersatzteile für den Parkmite zu, wie ich finde, recht guten Konditionen.

    Der Reparaturaufwand hält sich dank guter Zugänglichkeit und Einfachheit der Baugruppen in Grenzen.

    Inzwischen hat mein Parkmite ca. 30 Akkuladungen durch und es taten sich noch folgende Schwachstellen auf:

    Ständiges Heckpendeln. Habe dies zwar mit dem Delay des GY fast im Griff, werde aber wohl den ziemlich biegeweichen Kunststoffanlenkhebel am Heck gegen einen Aluhebel vom Hornet (Tuningteil) tauschen.
    Oder gibts da andere Lösungen? Leichtgängig ist die gesamte Anlenkung.

    Die Paddelstange ist sehr weich und verbiegt leicht. Hat aber im Nachhinein betrachtet den Vorteil, dass sie im Crashfall gut Energie aufnimmt und andere Bauteile schützt. Der Ersatzteilpreis ist hier auch akzeptabel.

    Die Taumelscheibe hat im Lager inzwischen ein nicht mehr akzeptables Spiel bekommen. Die Anstellung der Paddel kann ohne Servoausschlag um ca. 20° ohne Kraftaufwand verstellt werden. Dies war anfänglich nicht der Fall.
    Hier würde mich interessieren ob ich einen Ausreisser erwischt habe, oder ob das so Standart ist.

    Ach ja, ein Großteil der guten Flugleistungen beruht auch auf den SAB-Blättern.
    Wir haben die SAB neulich mal auf einem nervösen Hornet X3D montiert und siehe da, der Hornet war wie ausgewechselt und flog um längen besser.

    Es macht richtig Laune, den kleinen durch Rollen, Loopings und Turns zu schicken Mir liegt mehr das weiträumige fliegen, deshalb fliege ich meistens Outdoor. Da macht dem Parkmite natürlich der Wind schon etwas zu schaffen.
    Aber auch Flips setzt der Parkmite bereitwillig um, wobei ich da wegen des Heckpendelns momentan noch vorsichtig zu Werke gehe. Der Heli macht Spaß, kann aber natürlich aufgrund der Kleinheit und der unmittelbar daran genüpften Flugphysik einen ausgewachsenen Heli nicht ersetzen.

    Lange hatte ich mit mir gerungen, ob ich den Parkmite zu diesem Preis kaufen sollte oder besser nicht. Ausschlaggebend zum Kauf war dann für mich der im ROTOR veröffentlichte Bericht von Jörg-Michael.
    Ich habe den Kauf, trotz zwischenzeitlicher Unzufriedenheit mit dem Projekt, nicht bereut.

    Der Parkmite ist zwar etwas teurer, aber das völlig gerechtfertigt. Ein mit Tuningteilen gespicktes Konkurrenzmodell ist auch nicht günstiger und fliegt wahrscheinlich auch nicht besser.

    Zur Empfehlung der elektronischen Komponenten bleibt zu sagen, dass man auch eigene Ideen umsetzen kann und damit durchaus glücklich wird.

    Bin gespannt auf Eure Erfahrungen und Meinungen.

    Viele Grüße
    Thorsten
    "The rotor is just a big fan on top of the helicopter used to keep the pilot cool. When it stops, you can actually watch the pilot start sweating."
  • Thorsten Gleisberg
    Member
    • 12.04.2001
    • 358
    • Thorsten

    #2
    Re: Parkmite - ein Erfahrungsbericht

    Moinmoin,

    nur der Vollständigkeit wegen:

    Das Heckpendeln resultierte tatsächlich aus dem zu biegeweichen Heckumlenkhebel.

    Diesen habe ich inzwischen mittels eines CfK-Plättchens versteift.

    Nun steht das Heck wie eine 1.

    Viele Grüße
    Thorsten
    "The rotor is just a big fan on top of the helicopter used to keep the pilot cool. When it stops, you can actually watch the pilot start sweating."

    Kommentar

    • Jörg-Michael
      Jörg-Michael

      #3
      Re: Parkmite - ein Erfahrungsbericht

      Moin Thorsten,
      freud mich das du so zufrieden bist mit dem Kleinen.
      Thema Ritzel:
      Es war gedacht das jeder Händler eine Reibahle von AKmod bekommen kann mit der die Ritzel entsprechend passend aufgeahlt werden können. So wäre sichergestellt das die Ritzel so saugend passen das nicht das passiert was du erlebt hast.
      Weiterhin viel Spaß wünscht
      Jörg-Michael

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      • Mad Mario
        Mad Mario

        #4
        Re: Parkmite - ein Erfahrungsbericht

        Kannst du mal ein parr bilder schicken gruss mario

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        • noch ein Stefan
          Senior Member
          • 07.08.2004
          • 7356
          • Stefan
          • Neuss

          #5
          Re: Parkmite - ein Erfahrungsbericht

          Hallo,

          die Ritzel vom SJM 400 passen und haben eine Klemmschraube.

          Gruß Stefan

          Kommentar

          • Mad Mario
            Mad Mario

            #6
            Re: Parkmite - ein Erfahrungsbericht

            Hallo

            Wie lange hebt eigentlich der akku meiner geht nach einer minute mit der leistung runter

            Kommentar

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