Motordimensionierung Quickie EP 10 / REBELL

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  • Christian Samuelis
    Senior Member
    • 01.06.2001
    • 2619
    • Christian
    • Mühlingen

    #16
    Motordimensionierung Quickie EP 10 / REBELL

    Moin,

    also, sagen wirs nochmal so:
    würde die sonstige Peripherie für Außen- wie Innenläufer gleichermaßen funktionieren, dann könnte man, wenn man wirklich nur bei gleichmäßiger Last fliegt (schweben oder weichen Rundflug) beide so abstimmen, dass man in etwa den gleichen Wirkungsgrad hat.

    Beim realen leistungsbetonten Helifliegen, wird man aber schnell herausfinden, wo die Pferdefüße liegen!

    Ich sehe es so: Mit meinen Verbrennern konnte ich ohne Probleme 10 Minuten Piroflips, Tic Tocs oder Rollenkreise fliegen. Das geht natürlich auch mit einem Elektro, sogar noch viel besser, da man sehr einfach sehr viel Peakleistung haben kann und einen viel besseren Drehmomentverlauf hat als in einem Verbrenner. Mit einem Innenläufersetup wird man meiner Erfahrung nach aber immer thermisch an der Kante sein! Im Gegensatz zum Innenläufer gehts mit einem Außenläufer aber, durch einen 250g Motor im Mittel 500-700W zu jagen, 1,7-2 kW im Peak und dann nach 10 Minuten dennoch unter 50 °C am Motorgehäuse zu haben. Das ganze dann auch dreimal kurz hintereinander ohne Abkühlpause. Wenn jetzt einer behauptet, dass geht auch mit einem Innenläufer, dann würde ich sagen, dass wir uns einfach mal wo treffen und er es mir vormachen darf... würde mich echt interessieren, da ich bis dato immer gescheitert bin. Wenn nicht der Motor dicke Backen gemacht hat, dann zumindest der Regler oder die Akkus...

    Viele Grüße

    Christian
    P.S.: Das geht tiefer! Ooops, so tief doch nicht... Unbelehrbar!

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    • Piper
      Piper

      #17
      Motordimensionierung Quickie EP 10 / REBELL

      Die Temperatur beim Aussenläufer ist aber doch nicht mit der Temperatur beim Innenläufer vergleichbar. Ist konstruktionsbedingt.

      Gibt man mehr Pitch braucht man natürlich mehr Leistung (s.Tabelle 480W).
      Aus meiner Tabelle kann man erkennen, dass Sie nicht drehzahlsteif sind.
      Größere Motoren können einfach höhere Leistungen ohne abzurauchen, das ist klar.
      Je nach Modellgröße ist auch der richtige auszuwählen.

      Bei meiner Tabelle gehe ich von einen Quickie aus, der mit 12Zellen oder 4s4p betrieben wird.
      Also mit einer ganz normalen Konfiguration.
      Was sollen da 1,7-2KW (bei 12 V->166A sehr realistisch) * Da packt das der 55 A-Regler (z.B.Jazz) schon lange nicht mehr.

      Oder schiesst Ihr mit Kanonen auf Spatzen*

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      • Christian Samuelis
        Senior Member
        • 01.06.2001
        • 2619
        • Christian
        • Mühlingen

        #18
        Motordimensionierung Quickie EP 10 / REBELL

        Der 250g Motor wird mit 8s betrieben und liegt im Peak bei 75A im Mittel bei 30A, so kommen die Aufnahmeleistungen zusammen! Das ist einfach ein Beispiel für die thermische Stabilität von so einem Orbit...

        Ich denke wir haben einfach eine etwas unterschiedliche Auffassung vom Helifliegen und reden daher in der Tat anneinander vorbei. Du wirst Dir sicherlich Gedanken bei Deiner Auslegung gemacht haben und dann will ich dich da nicht beeinflussen...

        Viele Grüße

        Christian
        P.S.: Das geht tiefer! Ooops, so tief doch nicht... Unbelehrbar!

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        • Piper
          Piper

          #19
          Motordimensionierung Quickie EP 10 / REBELL


          Hallo,

          warum müsst ihr im Forum denn immer so abschweifen. Ich spreche hier von eim Quickie, der in der 2kg-Klasse zu Hause ist und nicht von einem Hubschrauber in der >5kg-Klasse.
          Ich glaube nicht, dass du einen 2kg-Heli mit 8s ausstattest, außer du willst ihn bei einer Kopfdrehzahl weit jehnseits der 2000 U/min betreiben.
          Meine Berechnungstabelle kannst du natürlich auch so umbiegen, dass man nicht von 12V sonder von 30V ausgeht. Man braucht nur die entsprechenden Werte der Hersteller in das Excel-File eintragen, wenn man bei solchen Spannungen überhaupt noch Herstellerangeben bekommt. Ich hab da z.B. keine gefunden. Deine gewünschte Kopfdrehzahl kann man auch eingeben und es wird dir ein Ritzel ausspucken, welches bei deinen Vorgaben ideal ist. Wenn du das für verschiedene Lastfälle (z.B. Schweben: 300W; Rundfliegen: 400W; 3D: 600W) berechnest, kommst du eigentlich auch auf verschieden große Ritzel, da du diese aber nicht im Flug wechseln kannst, musst du dich leider für eines entscheiden. Da kann man bei meinem Beispiel sicher noch optimieren.
          Die ganze Rechnung habe ich eigentlich nur gemacht, um mich einmal selber davon zu überzeugen, ob die Außenläufer wirklich so viel besser sind und welcher Motor überhaupt der "Beste" für meinen Heli ist. Ich wollte mich da nicht auf irgendwelche Empfehlungen von irgendwelchen Leuten verlassen, die nur ausprobieren un sagen: "Nimm den, der passt dann schon."
          Außerdem kann jeder das Excel-File für seine eigenen Helis heranziehen. Einfach neu ausfüllen. Dann kann auch ein Leihe einen Motor auslegen, der nicht ganz so viel von Motoren versteht und nicht die EURONEN hat um einen nach dem anderen ausprobieren kann, nur weil jemand wieder gesagt hat....

          CU Felix

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          • Christian Samuelis
            Senior Member
            • 01.06.2001
            • 2619
            • Christian
            • Mühlingen

            #20
            Motordimensionierung Quickie EP 10 / REBELL

            Hallo Felix,

            also ich fliege den Orbit, den ich angeführt habe in einem Logo 14, da steht auch eine 2 vor dem Komma

            Wie gesagt, wir haben da wohl etwas unterschiedliche Vorstellungen vom Helifliegen, mit 600W Leistung wäre ich halt nicht zufrieden.

            Der Punkt, auf den ich hinaus möchte ist aber ein anderer, Du sprichst ihn selber schon an: Innenläufer (ich meinen hier hochdrehende Zweipoler, bei Tangos oder oder größeren Pletti 6-Polern siehts da etwas anders aus) haben in der Regel einen deutlich schmaleren Drehzahlbereich und Drehmomentbereich, in dem sie ihren Spitzenwirkungsgrad bringen. Bei einem Orbit-Außenläufer liegt man da in der Regel besser. Das Setup, dass ich im Acrobat fliege ist z.B. so flexibel, dass ich zum einen 11 Minuten Soft 3D bei 1750 und +-11° Pitch fliegen kann, aber genauso den Akku in 7,5 Minuten bei 2050 leeren kann. Dabei wird lediglich die Gaskurve angepasst. In beiden Modi bleiben Motor und Regler unter 50°C. Die Motortemperatur ist übrigens die Wicklungstemperatur, die kann man ganz gut mit einem Infrarotthermometer mit kleinem Akzeptanzwinkel messen. Wenn ich mir mühe gebe und keinen nervösen Daumen habe, kann ich auch bei 1650 Umdrehungen 14 Minuten fliegen (alles mit ca. 4000 mAh). Das geht jeweils immer mit der gleichen Untersetzung!


            Meine Erfahrung mit Innenläufern sah da deutlich schlechter aus. Einen Fun 600 habe ich z.B. zusammen mit einem Beat damals getestet. Der Regler wurde fürchterlich heiß (> 70°C)! Mit dem Orbit 15-14, der irgendwann später kam hatte ich deutlich mehr Leistung zur Verfügung und dennoch einen kühlen Regler.
            Dabei habe ich den Regler jeweils fast durchgeschaltet betrieben. Wenn man solch einen Zweipoler im Teilast betreibt, dann werden bei allen mit bekannten Reglern die Thermischen Probleme eher größer!

            Der Ansatz, den Du, soweit ich überflogen habe auch richtig, verfolgst, anhand von Motorkennlienien der Hersteller Motoren zu vergleichen ist meiner Meinung nach nicht in der Lage, ein wirklich gutes Setup auf dem Papier herauszufinden. Die Testaufbauten der Hersteller sind zu unterschiedlich, man weiß auch nicht wie sie jeweils den Motor betreiben. Die spezifische Drehzahl schwankt z.b. anscheinend mit dem Regler den man benutzt, mit dem Schulze kommt man höher als mit einem Jazz. Man weiß nicht wie die Induktivitäten und Innenwiederstände der Motoren liegen, kann daher nicht abschätzen, wie welcher Regler mit ihnen zurechtkommen wird... Daher bin ich der Meinung, dass man die Realität immer erst auf dem Platz sieht. Der Ansatz ist aber durchaus geeignet, eine erste Abschätzung für ßbersetzung zu machen, so kann man dann auf jeden Fall verhindern, dass man dann mit der 1:6er Untersetzung und nem Zweipoler auf den Platz rausfährt !

            Viele Grüße

            Christian
            P.S.: Das geht tiefer! Ooops, so tief doch nicht... Unbelehrbar!

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            • lawww
              lawww

              #21
              Motordimensionierung Quickie EP 10 / REBELL

              Bitte nimm' mir meine Kritik an Deinem Ansatz nicht übel. Ich möchte doch auch nur konstruktiv auf die Details hinweisen, die Du evtl. übersehen oder aber auch beabsichtigt vernachlässigt hast.

              Ob Du mit einem 300 PS Porsche oder einem 60 PS 1er Golf auf der Autobahn mit 100 fährst, bei gleichgroßen Reifen ist die Drehzahl der Reifen, die Leistung auf der Achse und das anliegende Drehmoment immer gleich. Entsprechend bei 120 km/h. (Vom Luft- und Rollwiderstand sehen wir mal ab, okay?&#33

              Der Unterschied zwischen den Motoren liegt in ihrem Verhalten unter Last. Wie verhalten sich die beiden Wagen beim Beschleunigen von 100 auf 120, bzw. für uns relevanter: was passiert, wenn sich die Last ändert, beispielsweise bei einer Steigung. Können hier beide Motoren die Drehzahl gleichermaßen halten? Welchen Motor bewege ich am Limit und laufe Gefahr, dass sich dies negativ auf die Lebenszeit auswirkt?

              Du betrachtest in Deiner Vergleichstabelle Momentaufnahmen, die Zeit spielt doch aber im Flug eine gehörige Rolle. Welche Beschleunigungen können geleistet werden. Höhere Last beim Pitchwechsel stellt ja eine negative Beschleunigung dar, der der Motor durch Drehmoment entgegenwirken muss. Kann er das nicht, da er bereits am Limit ist, bricht die Drehzahl und damit auch die Leistung ein. Daher stellt sich mir die Frage, was zwischen Deinen beiden Tabellen passiert, wenn Du von einem in den anderen Zustand wechselst - das passiert im Flug ja fast ständig.

              Insgesamt stimme ich Dir aber zu. Ich finde es auch besser, sich Gedanken zu machen und die Grundlagen erstmal auf dem Papier durchzugehen, als einfach mal zu kaufen und dann zu sehen - wobei man sicherlich einen Kompromiss eingehen muss, ganz ohne probieren wird man auch nicht das Optimum finden, da zuviele Unbekannte bleiben.

              Viele Grüße

              Lars

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              • schwaabbel
                schwaabbel

                #22
                Motordimensionierung Quickie EP 10 / REBELL

                Hier ist deutlich zu sehen, das du die Motoren :
                1) unterforderst
                2) das Drehmoment mit steigender Leistung auch steigt!
                http://www.plettenberg-motoren.com/Daten/P.../Orbit15-14.pdf
                Der Bereich , wo die Drehmomentkurve erst wieder sinkt, ist bei einem E-Motor der Bereich, wo er schon fast Blockierstrom aufnimmt.
                Und lass uns doch mal ehrlich bleiben 500Watt im 2 Kilo Heli ist nicht so der Hit!
                Selbst der Fun 600-17 ist eigentlich ein 14 Zellen Motor, der in seinen Peaks deutlich mehr deine 42 A verträgt.

                Die meisten Drehzahleinbrüche an E-Helis kommem übrigens durch Unterforderung (zu kleine Ritzel) statt durch ßberforderung. Diesen Bereich erreichen die wenigsten.
                Gruß Frank

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