in aller Kürze zur Vorgeschichte: Erste Flugerfahrung sammelte ich von Oktober bis Dezember 2011 mit einem Solo Pro V1/V2
Dann suchte ich neue Herausforderungen und entschied mich für den Genius CP, nicht zuletzt aufgrund Peters alias dingos informativen Bericht, hier nachzulesen:
Den Kleinen Indoor zu fliegen, ergab größere Probleme als erwartet, Als Problemzone kristallisierte sich zum einen der "Nutzungsgrad" der Akkuladung heraus, denn bereits nach Nutzung kaum der halben Kapazität bricht der Genius beim Schweben plötzlich unvermittelt aus, i.d.R. sind das gerade mal 2 Minuten Flugzeit, andere Besitzer scheinen aber auch längere Flugzeiten zu realisieren. Nun ja, es gibt sicher eine gewisse Produktstreuung, sowohl technisch als auch an den Knüppeln

Zweiter "Schwachpunkt" ist das Landegestell, bzw. der Umstand, dass das Landegestell untrennbar mit dem Chassis verbunden ist und nicht separat ausgetauscht werden kann (evt. dem Umstand geschuldet, dass Walkera möglichst schnell auf den Markt kommen wöllte/musste).
Zu den Originalakkus:
Die Originalakkus besitzen eine Kapazität von 200mAh. Ich stellte fest, dass nach dem Laden die Leerlaufspannung wieder auf ~4,1 Volt abfällt. Normalerweise sagt man dann, dass solche Akku reif für die Mülltonne seien. Aber nach dem ich mich in die Ladecharakteristik von LiPos eingelesen habe, im speziellen die Vorrgehensweise gegen Ende des Ladevorgangs (Abregeln des Ladestroms), habe ich testweise mehrere LiPos (z.Zt. 4x200mAh) parallel geladen. Vorteil ist, der Ladestrom kann bei 1C auf 0,8A erhöht werden und das Ladegerät kann nun viel besser den Ladestrom regulieren, soweit die Theorie. Und die Praxis bestätigte meine Vermutung, die LiPos haben nach Ladeschluss eine Leerlaufspannung zw. 4,17 und 4,18 Volt

Die Akkualternative:
Darüber hinaus bekam ich justament heute von Herrn Boris Müller-Kaatsch (MYLIPO) ein extra für mich gelötetes Serienmuster mit 250mAh 25C geliefert, an dieser Stelle einen ganz großes Dankeschön an Ihn für seinen tollen und empfehlenswerten Superservice
Dieser Lipo zeigt seine Qualität dadurch, dass er direkt nach dem Laden seine 4,17 Volt Leerlaufspannung auch hält. Und beim Fliegen hat der Genius endlich ausreichend Leistung für mindestens 5 Minuten stabilen Schwebeflugs.Trainerlandegestell:
Schwachpunkt des Landegestells sind die "angeflanschten" Streben der Landekufen. Wenn eine harte Außenlandung ansteht, treten naturgemäß relativ hohe Querkräfte auf und der auftretende Kraftvektor des Chassis muss über die schmale Seiten der Streben abgefangen werden. Diese Kaltverformung toleriert der Thermoplast nur einige wenige Male.
Tipp: Wenn es zur Verformung kam, vorsichtig mit Wärme die deformierte Strebe wieder gerade richten. Die Moleküle haben ein "Gedächtnis" und die Strebe richtet sich ganz von allein wieder aus.
Als Trainergestell fungiert bei mir ein Stückchen Pappe, welche zw. die Streben geklemmt wird. Das sieht nicht schön aus, gibt aber dem Landegestell des Hubi eine geradezu unglaubliche Stabilität. Darüber hinaus lässt es sich die hinzugewonnene Fläche für weitere Experimente nutzen. Dazu aber evt. später mehr.


Kommentar