Verstellkraft Heckrotor

Einklappen
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge
  • RV
    RV
    Mikado-Heli.de
    VStabi-Support
    • 02.06.2001
    • 7766
    • Rainer
    • Modellsportgruppe Bachgau- Schaafheim

    #1

    Verstellkraft Heckrotor

    So, nun habe ich ja mein Heck feinstgewuchtet, dann wollte ich es noch mit Propellermomentgewichten optimieren.


    Ergebnis:

    Die Verstellkräfte sind bei laufendem Heckrotor (Hauptrotordrehzahl ca. 2100 1/min) bestialisch hoch.

    Mit 2 Fingern kann man das Gestänge bei ausgehängtem Servo kaum bewegen.

    Ohne laufenden Rotor ist alles schön leichtgängig.

    Auch mit Propellermomentgewichten keine nennenswerte Verbesserung.



    Bitte:

    Könnt Ihr mal euer Heckservo aushängen, und (ohne Hauptblätter) versuchen bei Systemdrehzahl das Heck manuell zu betätigen?



    Vermutung:

    Durch die enorm hohen Verstellkräfte verschleißt das Heckservo natürlich sehr schnell.

    Dadurch wird das Heck um die Mittellage etwas unpräzise, da kleine Steuerbewegungen nicht mehr am Blatt ankommen.



    Abhilfe:

    Reduzierung der Kräfte (aber wie?)

    Stärkeres Servo (ev. ein DS, gibts da was in 6 gramm?)
    VStabi Support: http://www.vstabi.de
    Kontakt bitte per Email, keine PN.
  • Klaus G.
    Klaus G.

    #2
    Verstellkraft Heckrotor

    Könnte sein das durch die Fliehkraft ( wie schreibt man denn das ) die Verstellung der Heckblätter behindert wird. Hast du Drucklager drin. In der größe eher weniger denke ich. Vieleicht sind die Lager hin in den Blatthaltern.

    Kommentar

    • Daniel Jetschin
      Senior Member
      • 01.07.2002
      • 3019
      • Daniel
      • Sinsheim

      #3
      Verstellkraft Heckrotor

      um welchen heli geht es denn?ich vermute mal hornet.da gibt es keine lager,da ist das gewinde mit der blatthalteschraube das drehgelenk.evtl leichtere blätter nehmen.oder zieh mal an den blättern und drehe gleichzeitig,denn siehst du obs schwerer geht
      Bazinga

      Kommentar

      • neogeo
        neogeo

        #4
        Verstellkraft Heckrotor

        Da im Forum ja schon öfter darüber berichtet wurde,

        und ein Kollege mir erzählte, das wäre gar nicht so wild mit der Verstellkraft,

        musste ich´s natürlich auch mal probiern.

        Ergebnis:

        Bei Drehzahlen zwischen ca 800-1300 1/min

        sehr leichtgängig wie im Stand.

        Bei höheren Drehzahlen ab 1500-1700 1/min

        geht da irgendwann gar nix mehr.

        Außerdem merkt man, das bei höheren Drehzahlen

        der Heckrotor praktisch gar keinen Anstellwinkel mehr braucht,

        um den Heli zu halten bzw zudrehn.


        Am Caliber hab ich keine Probleme bis jetzt

        (Mach eh nur kleine Rundflüge)

        Aber für den Rappi hab ich vorsorglich mal ein stärkeres Digiservo

        eingebaut,(7,9kg) und hoffe das hält.

        Kommentar

        • RV
          RV
          Mikado-Heli.de
          VStabi-Support
          • 02.06.2001
          • 7766
          • Rainer
          • Modellsportgruppe Bachgau- Schaafheim

          #5
          Verstellkraft Heckrotor

          Ja, es ist die Hornet. Es gibt übrigens eh keinen anderen MICROHELI mit Heckwelle!

          Druck- oder Kugellager sind keine drin, das geht über eine Madenschraube.

          Diese habe ich schon mit ausreichend Teflonfett behandelt.

          Zur Reduzierung der Fliehkräfte habe ich jetzt noch die Heckblattschrauben gegen 2 Drahtstifte (eingeklebt) getauscht.

          Ebebso habe ich die als Nonplusultra angepriesene Anlenkung des Hecks von RC-City wieder rausgeschmissen. Grund: Der Hebelarm ist noch weiter von der Welle weg, daher verkantet sich der Slider noch mehr als mit der Standardanlenkung.

          Ebenso habe ich mit verscheidenen Heckwellen experimentiert.

          Am "rauhesten" und damit am schlechtesten schnitt die Titanwelle ab.

          Am zweitschlechtesten die Kohlewelle

          Am besten ist eine Stahlwelle (Silberstahl, Conrad), da diese schön glatt an der Oberfläche ist. Da kann der Slider weniger verkanten.

          Nachdem ich dann auch gesehen habe, daß hier gar nicht der volle Verstellweg des Servos nötig sein wird, habe ich das Gestänge am inneren Hebelloch (war am 2. von innen) eingehängt.

          Nun gehts zwar immer noch schwer bei 2100 1/min am Kopf, das scheint aber so i.o. zu sein. Zumindest packts das Servo.

          Werde ev. gelegentlich mal ein 9 g DS testen, obs präziser ist. Dann aber mit nem HH Gyro.
          VStabi Support: http://www.vstabi.de
          Kontakt bitte per Email, keine PN.

          Kommentar

          • dbr
            dbr

            #6
            Verstellkraft Heckrotor

            Hallo Rainer,

            etwas spät meine Antwort, aber ich bin durch meine eigenen aktuellen Probleme mit Heckvibrationen
            bei meinem Hornet erst jetzt darauf gestoßen.

            Du hast da zur Auswuchtung eine Metallkugel am Verstellstift des einen Blatthalters angebracht. An dieser
            Stelle bringt man, allerdings an beiden Blatthaltern, Gewichte an, um die Verstellkräfte zu optimieren.

            Das Prinzip ist, dass mit der Fliehkraft das Gewicht nach aussen drängt. Im Fall des Hornet also eine Kraft
            entsteht die die Blätter auf 0 Grad zurückstellt. Wenn die Heckblätter selber ein Drehmoment erzeugen
            würden , das immer in Richtung +- mehr Anstellwinkel gehen würde, wäre hier ein bestimmtes Gewicht ideal.
            Vermutlich, nein bestimmt ich hab's ausprobiert, erzeugen die Blätter aber selber ein Moment das
            neutralisierend wirkt, bzw. das Gewicht der Anlenkstifte trägt dazu bei. In dem Fall wäre ein kleines Gewicht
            auf gerade der anderen Seite besser. Man sieht hier auch, das die Anlenkung nicht unbedingt spielfrei sein
            muß, weil sich die Kräfte immer gegen das Spiel anlehnen. Nur leichtgängig muß es schon sein.

            Du hast jetzt zwar die Unwucht beseitigt, aber auf dem einen Blatt eine übermäßig starke neutralisierende
            (rückstellende) Kraft erzeugt. Zudem drückt die Unsymmetrie auf das Blattlager(gewinde) bei dem
            beschwerten Blatthalter und zusätzlich kantet durch die einseitig größere Verstellkraft die Schiebehülse.

            Dein Gewicht wäre besser an der Nabe aufgehoben.

            Gruß
            Dieter

            Kommentar

            • RV
              RV
              Mikado-Heli.de
              VStabi-Support
              • 02.06.2001
              • 7766
              • Rainer
              • Modellsportgruppe Bachgau- Schaafheim

              #7
              Verstellkraft Heckrotor

              Ja, das war nur ne Notlösung.

              Und deshalb basteln wir ev. im Winter an einer speziellen Nabe mit Auswuchtmöglichhkeit 90° zur Blattachse.

              Ist aber schon verdammt klein herzustellen ...
              VStabi Support: http://www.vstabi.de
              Kontakt bitte per Email, keine PN.

              Kommentar

              • SphinX
                SphinX

                #8
                Verstellkraft Heckrotor

                Geklaut beim Heliclub-Hamburg ...
                Find ich echt gut !


                Warum gehen Heckrotorservos kaputt?

                Wenn man einmal den normalen Verschleiss ausser Acht läßt fällt auf das gerade die Heckservos schneller den Geist aufgeben als die anderen Servos im Heli. Warum ist das so? Sieht man einmal auf einige Internetseiten gibt es die verschiedenen Tipps was der Grund für das vorzeitige Sterben sein soll, auch Allheilmittel werden genannt. Doch die Ursache wird nie genannt. Der Grund weshalb die Servos vorzeitig ihren Dienst aufgeben ist das sie von der Kombination Heckblatt/Heckrotorkonstruktion schlichtweg überfordert sind. Kaum einer macht sich Gedanken über den tatsächlichen Kraftaufwand den das Servo leisten muss. Und der ist in fast allen Fällen so hoch das das Servo nicht mal in der Lage ist den eingestellten Weg im Flug auch abzufahren. Ganz besonders kritisch wird es in Kombination eines sehr schnellem, aber auch nicht gerade kräftigem Servo (zB.Futaba 9253) in Verbindung mit einem "schwerem" Heckrotor. Wir meinen damit nicht die leichtgängige Ansteuerung, das ist obligatorisch. Die Last die der Heckrotor bei hoher Drehzahl entwickelt ist das Problem. Doch wie kann ich die messen?

                Ganz einfach, hier gibt es zwei Möglichkeiten.

                1) Demontiere den Hauptrotorkopf Deines Hubis.

                Entferne die Heckblätter und hänge das Heckgestänge am Servo aus. Du kannst jetzt sozusagen mit der Hand den Heckrotor steuern. Wirf den Motor an. Befestige den Heli in irgendeiner Weise am Erdboden, hier eignen sich zB. Heringe aus dem Campingbedarf. Wenn Du jetzt Gas gibst wird natürlich der Heckrotor angetrieben. Da der Rotorkopf fehlt kannst Du gefahrlos am Gestänge prüfen wie hoch die Last ist um den Heckrotor zu verstellen. Du must dabei natürlich soviel Drehzahl erreichen wie im Flug. Wahrscheinlich wirst Du überrascht sein mit welcher Kraft Du den Heckrotor bewegen musst. Mindern kannst Du diese Kraft durch Propellermomentgewichte. Statt der original Schraube zur Befestigung des Heckblattes nimmst Du eine längere und reihst pro Seite einige kleine Unterlegscheiben auf. Auf beiden Seiten des Blatthalters die gleiche Gewichtseinheit herstellen. Nun wieder hochdrehen lassen und wieder prüfen wie die Kraft ist. Im Regelfall jetzt schon deutlich geringer. Du kannst das System sogar lastfrei einstellen, doch dazu später mehr.

                Wenn Du es geschafft hast das die Kraft zum Ansteuern des Heckrotors deutlich geringer ist als vorher montierst Du die Blätter. Jetzt machst Du den Versuch erneut mit Heckblätter. Doch Vorsicht dabei, jetzt gibt es richtig Druck auf dem Rotor!

                Besser ist jetzt ein Helfer der den Heli auf der Heckrotor abgewandten Seite hält. Im Idealfall hast Du gute Blätter die Deinem System kaum Last beim Steuern bieten. Dann lass Deine Gewichte so wie sie sind. Wenn nicht justiere mit einigen Scheiben mehr oder weniger das sich eine Ansteuerung ergibt die in der Größenordnung von 300gr. bis 500gr. liegt. Dadurch eliminierst Du jegliches Spiel in der Anlenkung. Fertig!

                Jetzt kannst Du sicher sein das Dein Heckrotor mit der Last angesteuert wird die Du ausgemessen und eingestellt hast. Und das Servo nun so arbeiten kann wie es vorgesehen wurde. Du wirst feststellen das sich die Drehgeschwindigkeit wesentlich erhöht, das kommt daher, daß das Servo nun in der Lage ist auch in die vorgewählten Anschläge zu fahren. Vorher schaffte es das nicht weil die Kraft die zur Ansteuerung nötig war zu groß war.

                Auch kannst Du nun die Empfindlichkeit Deines Gyro aufdrehen. Das gesamte Hecksystem arbeitet leichter und effektiver.

                2.) Möglichkeit

                Ersetze den Rotorkopf durch eine elektrische Bohrmaschine und treibe damit Dein Heli an. Natürlich muss die Maschine die gewünschte Drehzahl erreichen, um die 2000 Umin sollten es schon sein. Verfahrensweise wie unter 1.) erklärt.

                Hat den Vorteil das man auch zu Hause im Keller ausprobieren kann wie sich der Heckrotor verhält.

                DOCH ACHTUNG BITTE!!!!

                Diese Arbeit ist mit großer Sorgfallt und Vorsicht durchzuführen. Nicht mit losen Hemdsärmeln in der Nähe des drehenden Systems kommen. Wenn die Heckblätter montiert sind und hoch drehen entwickelt der Rotor einen beachtlichen Schub der dazu führen kann das der Hubi richtig festgehalten werden muss. Bei zuviel Gewicht auf der Schraube entsteht genau das Gegenteil von dem was wir wollen, der Heckrotor versucht von alleine die mechanischen Anschläge anzufahren und belastet das Servo erneut. Unter Umständen ist kein Steuern mehr möglich bei zuviel Gewicht. Es muss in jedem Fall die Drehzahl erreicht werden beim Messen mit der nachher auch geflogen wird.

                Deshalb ist auch dringend davon abzuraten hier einfach zu schätzen wieviel Gewicht montiert wird. Es muss in jedem Fall ausgemessen werden. Nach Beendigung der Arbeit lohnt es sich eine lange Schaftschraube entsprechend zu kürzen und als Blatthalteschraube einzusetzen. Als Mutter für diese Schraube immer eine frische, ungenutze Stoppmutter wählen. Das höhere Gewicht dieser Mutter durch Entfernen einiger Scheiben ausgleichen damit Rechts wie Links wieder das gleiche Gewicht entsteht. Wir weisen ausdrücklich darauf hin das diese Arbeit in eigenverantworlichem Handeln durchgeführt werden muss und wir nicht verantworlich sind für Schäden die durch unsachgemäße Ausführung entstehen. Bei Unkenntniss des genauen Vorgehens wendet Euch bitte an einen erfahrenen Vereinskollegen der hier weiter helfen kann.

                Cya SphinX

                Kommentar

                Lädt...
                X