Nach dem letzten Crash ging bei mir mit Stahlwelle und manuellem richten nix mehr.
auch ein komplett neu aufgebautes Heck hatte nix gebracht.
Daher gestehe ich:
Ja, ich habe keinen Aufwand gescheut um mein Heck zu wuchten.
Ich habe ein Gerät zur Schwingungsanalyse und Zuordnung bei einem Bekannten nutzen dürfen (der macht sowas Beruflich).
Dabei habe ich auf die Heckwelle einen Reflexstreifen geklebt, ein Optosensor am HeRo Gehäuse dazu angebracht (ist dann die Bezugszuordnung) sowie am Heckrohr einen Piezosensor zus Schwingungsanalyse montiert.
Das Gerät kann nun - ähnl. wie ein 2-Kanal Oszi - beide Kurven darstellen. Also Phase (Zuordnung in der Umdrehung) und Amplitude (Vibrationsstärke).
Durch eintragen der Grundwucht und einer Referenz(un)wucht mit einem kleinen Gewicht (z.B. Tesa am Blatt) in ein Meßblatt kann man hier ziemlich schnell die Wuchtrichtung und -Größe ermitteln.
Das Problem ist, daß die Unwucht 90° zur Hecknabe (ach ja, habe ich auch noch selbst präzisionsgedreht, die originalen sind etwas unwinklig in den Bohrungen) auftritt.
Also haben wir provisorischerweise die Stifte für die Blatthalter durch längere ersetzt, um daran kleine Plastikgewichte anzubringen. Mit Erfolg.
Dann wurde natürlich auch in die andere Richtung (Tesa am Blatt) gearbeitet, um das Ergebnis zu optimieren.
Im Endeffekt sind wir zu folgendem Ergebnis gekommen:
Die Bauteile des Hörnchens sind vermutlich geringfügig unpräzise gefertigt. Bei den anstehenden Drehzahlen, und den ohnehin nicht so schweren Teilen macht 1/100 gramm bereits was aus. Es war sehr deutlich zu erkennen, daß bereits ein Tesa von 5x10 mm Welten bedeuten kann.
Mit dem Einbau von Titan / Stahlwellen / Anziehen + manuellen Ausrichten der Blätter kann man (in Grenzen) die Unwucht kaschieren, aber nicht beseitigen.
MS Composit MUSS sich hier etwas einfallen lassen.
Nicht jeder hat solch ein Meßgerät (ca 5-10.000 Euro Wert) mal zur Verfügung.
Wenn man eine Spezielle Nabe machen würde, welche eine 2. Wuchtebene 90° zur Blattlagerwelle hätte wäre das Wuchten mittels Try and Error für den Bastler mit etwas Geschick ohne Meßaufwand machbar.
Hier ein Foto:
Heckrotor

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