WIK Star Trainer

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  • Martin Greiner
    Senior Member
    • 08.06.2001
    • 5091
    • Martin

    #16
    AW: WIK Star Trainer

    Hallo Wolfgang,

    so wie ich das sehe sind alleine die unterschiedlichen Trainer die auf Heim basierten schon interessant.
    Es gab ja davon viele Verschiedene und hin und wieder sieht man ein Teil in Börsen das man nicht wirklich zuordnen kann.

    War das beim Startrainer ein Kunststoffkasten oder schon GFK für den Mechanikträger?
    Star Trainer II und Wikinger haben ja einen Holzaufbau.
    GruÃ? Martin

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    • WGS
      WGS
      Member
      • 15.09.2010
      • 675
      • Wolfgang

      #17
      AW: WIK Star Trainer

      Hallo Martin,

      der abgebildete Star Trainer (oder, wie er bei und genannt wurde, der "Geisterbahn-Bus") ist tatsächlich der Urvater aller derartigen Modelle,
      wie üblich bald abgekupfert und in verschiedene Richtungen weiterentwickelt von "Japan-Ulli".

      Das Chassis bestand ursprünglich aus je einer GfK- Ober- und -Untersschale, die vom Kunden verklebt werden mußten nach Einbau einiger Beschläge.

      Als die HEIM-Mechanik auch über Robbe vertrieben wurde, entstand dort aus dem Star Trainer die "Avantgarde", bei der statt des GfK-Chassis
      die Ober- und Unterschale aus Polyamid gepritzt wurde. (Neulich habe ich noch solche Fragmente aus der Bucht gezogen)
      Leider war die Größe der Form begrenzt, so dass das "Avantgarde"-Chassis vorn sehr eng geraten ist.

      Die gelbe Farbe der neu gestalteten Haube gab der "Avantgarde" in Verbindung mit ihrer Neigung zu Bodenresonanzen den Spitznamen "Step-Ente"
      (zum Verständnis hilft es auch, wenn man den damals kursierenden Witz von der Step-Ente kennt).

      Bei WIK hatte man versucht, die von Ewald gelieferte Mechanik zusammen mit den Servos und dem Schalldämpfer mit einem eigenen Schnellwechsel-System
      zu versehen ("Mechanik-System-Befestigung"), so daß sie einfacher von einem Rumpf in einen anderen umzubauen war
      (das taten damals tatsächlich einige Leute aus Kostengründen).

      Dem entsprechend war der "Wikinger" gestaltet zur Aufnahme dieser "System-Befestigung", ebenso, wie die bekannten Rümpfe Bo105, BK117 und Alouette III;
      der von Ewald selbst für WIK überarbeitete "Star Trainer II" hat aber wohl wieder auf die "System-Befestigung" verzichtet.
      Grüsse
      Wolfgang

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      • Martin Greiner
        Senior Member
        • 08.06.2001
        • 5091
        • Martin

        #18
        AW: WIK Star Trainer

        HAllo Wolfgang,

        völlig richtig, der StartrainerII war das übliche (Mechanik raus, Servos bleiben drin)
        Wikinger hatte den Wechselrahmen bei dem alles incl. Servos und Anlenkungen übernommen wurden.
        Für das einfache hin/her bauen sicher de beste Lösung damals.

        Hast Du auch was zu den Holzaufbauten (Trainerhaube, darunter Holzkasten) von anderen Herstellern? Wie man immer mal wieder in den Börsen sieht?
        GruÃ? Martin

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        • WGS
          WGS
          Member
          • 15.09.2010
          • 675
          • Wolfgang

          #19
          AW: WIK Star Trainer

          Hallo Martin,

          Zitat von Martin Greiner Beitrag anzeigen
          Hast Du auch was zu den Holzaufbauten (Trainerhaube, darunter Holzkasten) von anderen Herstellern? Wie man immer mal wieder in den Börsen sieht?
          leider nicht. Derartige Trainer waren damals nicht so "mein Ding", nachdem ich vom Schlüter System 80 zum HEIM-System gewechselt bin mit dem Star-Ranger.

          Ich hatte mal ein Erprobungsmodell der Robbe Avantgarde und habe die anderen Modelle bei Kollegen gesehen bzw. "miterlebt".

          Soweit ich mich erinnere, waren Trainermodelle mit Holzchassis nur bei WIK im Programm, kaum irgendwo anzutreffen und geschäftlich sicher ein Flop:

          Wer einen Trainer haben wollte, ohne Anspruch auf vorbildähnliches Aussehen (im weitesten Sinne), der war auch nicht bereit, etwas
          aus Holz aufzubauen, das er noch verschleifen, imprägnieren und lackieren mußte, wenn es nicht nach "Spanhaufen" aussehen sollte.
          Selbst die wirklich einfachen Holzvorbauten bei Schlüter sind zu der Zeit durch Kunststoffteile ersetzt worden, und dalle Mitbewerber
          von Wikinger und Konsorten bestanden ausschließlich aus Kunststoffen.

          Holzchassis, wenn sie mal auftauchten, waren meist Eigenbauten für einen bestimmten Zweck:
          So habe ich einmal eine Herde Kamerahubschrauber (für 16 und 35mm (Chemie-) Film für eine Werbefilm-Produktion gebaut, die auf einem
          Sperrholzchassis basierten und vorn eine riesige Styropor-Kamerakugel trugen.

          Andere haben aus Kostengründen selbst solche Mechanik-Kisten mit Stiel gebaut für die HEIM-Mechanik, um den wertvolleren GfK-Rumpf
          zu schonen und die Mechanik schon einmal gefahrlos "einfliegen" zu können; wegen der Unterdruck-Kühlung ging es ja nicht ohne Luftführung.

          Die meisten derartigen Trainermodelle jener Zeit stammten aber sicherlich von Vario, also Starlight und alle Abkömmlinge.
          Grüsse
          Wolfgang

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