Aufbau Graupner Bell 222 Paddellos. Hilfe bitte!

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  • Bruteforce
    Member
    • 23.03.2013
    • 455
    • Marco

    #1

    Aufbau Graupner Bell 222 Paddellos. Hilfe bitte!

    Nach der Graupner Bell 212 habe ich auch ne Graupner Bell 222 elektrisch aufgebaut. Da Albertino kein Zeit hat es Flugfertig zu machen, habe ich diese schöne Sache ubernommen.

    ABER. Diese Paddellose Kopf ist mir völlig Fremd und dafür bitte ich Ihnen um einige Einstellhilfe. Wie fliegt er richtig? Er braucht warscheinlich sehr viel Expo auf der Taumelscheibe? Hat jemand so einen Kopf mit Stabi-elektronik versucht zu Fliegen?

    Erstmals ziege ich ihnen der Aufbau mit moderne Savöx Servos.



    Der Taumelscheibe hat deutlich mechanische Phasing. Warum?





    Die Blätter mit hellorange Tipps sind Schwerpunt korrigiert, also in ordnung.



    Danke im Voraus!
    Zuletzt geändert von Bruteforce; 06.02.2015, 22:30.
    Hubschrauber zeit 1985, von Oldies bis Vario Turbine.
  • WGS
    WGS
    Member
    • 15.09.2010
    • 675
    • Wolfgang

    #2
    AW: Aufbau Graupner Bell 222 Paddellos. Hilfe bitte!

    Hallo,

    in dieser ersten Version wies die Kompakt-Mechanik (Best.-Nr. 79) leider einige gravierende konstruktive Mängel auf, die das Modell auch für die seinerzeit besten Helipiloten in manchen Flugsituationen kaum beherrschbar machten: Letztlich führte das zur Umkonstruktion des Rotorkopfes auf Bell/Hiller-Mischsteuerung (Mechanik Best.-Nr. 73 bzw 73A).
    Neben dem im Kopf eingebauten negativen Konuswinkel (schlichtweg Unsinn) war vor allem der Gedanke falsch, dass die Wirkung des Hiller-Rotors durch eine Erhöhung der Kreiselkräfte des Hauptrotors in Form von Bleigewichten ersetzt werden könnte.
    Ohne jetzt hier auf die genauen technischen Zusammenhänge einzugehen, liegt das Problem einfach dargestellt darin, dass hier ein relativ schmales Rotorblatt mit einem relativ hohem Zusatzgewicht ausgerüstet wurde. Dadurch wurde ein ziemlich krasses Ungleichgewicht geschaffen zwischen den aerodynamischen Kräften des Rotorblattes und den Kreiselkräften. Da ein Kreisel im Raum nicht nur das (erwünschte) Beharrungsvermögen besitzt, sondern auch die (hier unerwünschte) Präzession, führen nicht ausreichende aerodynamische Kräfte des Blattes zu unerwarteten, unangenehmen Reaktionen auf Böen, höhere Fluggeschwindigkeit und große Steuerausschläge. Der negative Konuswinkel im Rotorkopf verstärkt noch dieses Eigenleben des Rotors, da die Blätter natürlich keinen negativen Konuswinkel einnehmen und, weil die Blattwellen einen merklichen Winkel zu den Blattachsen bilden, bei jedem Steuerausschlag vor- und zurückschwenken.
    Dieses "Fehlverhalten" des Rotor erforderte auch das Verdrehen der Taumelscheibe, was immer ein Anzeichen dafür ist, dass ein Rotor "nicht richtig läuft".

    Damals habe ich das Modell zwar in der "Flybarless"-Ausführung geflogen, sogar ohne Gyro, aber man musste im Vorwärtsflug und schon bei stärkerem Wind sehr vorsichtig sein, um nicht die Kontrolle zu verlieren - wirklich Freude machte das nicht.

    Die heutigen Flybarless-Systeme erscheinen mir auch nicht als Lösung, weil es die konstruktiven Fehler im Rotorsystem nicht kompensieren kann. Die Probleme tauchen sporadisch und abhängig von der individuellen Flugsituation auf, und so etwas unregelmäßiges läßt sich erfahrungsgemäß elektronisch kaum kompensieren.

    Ich würde in jedem Fall das Modell zunächst ohne elektronische Stabilisierung in Betrieb nehmen, denn ein einwandfreies Verhalten des Rotors (ohne "ßberraschungen") ist die Voraussetzung für einen sinnvollen Einsatz des Flybarless-Systems.

    Die schmalen Original-Rotorblätter (Best.-Nr.99) werden voraussichtlich keinen Erfolg bringen; später gab es auch die breiteren Blätter mit Bleieinlagen (Best.-Nr.74/1), die ich aber nicht selbst ausprobiert habe, sie sind heute kaum noch aufzutreiben.

    Wenn man sich nicht auf vorsichtige Schwebeflüge mit dem Modell beschränken will, würde ich heutige, aktuelle, für Flybarless-Betrieb geeignete Gfk- oder Cfk-Rotorblätter probieren und dabei vor allem die Taumelscheibendrehung herausnehmen (Mitnehmer genau in der Längsachse). Wenn letzteres funktioniert, die zyklische Steuerung also in den richtigen Achsen erfolgt, ist das ein Hinweis darauf, dass man auf dem richtigen Weg ist.
    Grüsse
    Wolfgang

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    • Bruteforce
      Member
      • 23.03.2013
      • 455
      • Marco

      #3
      AW: Aufbau Graupner Bell 222 Paddellos. Hilfe bitte!

      Vielen dank WGS!
      Inzwischen hat auch Joop van Lent sich gemeldet. Er hat damals auch so ein Paddeloses Gerät geflogen und sagte mir absolut kein Expo zu nutzen. Auch sagte er dass Steuerreaktionen sehr Träge durchkommen.

      Nachdem ich die Schwerpunt korrigierte Blätter montiert hatte, war das Moment dar für den Erstflug.
      Bestimmt ein grosse Verbesserung gegen die alte Blätter ohne Blei!

      [youtube]Vm4FkG_VzwA[/youtube]

      Albertino sagte mir das Fliegen war ihm 200% mitgefallen. Aber heute bei wenig Wind, Rundflug wird doch etwas Schwieriger sein vermute ich....





      Grusse, Marco.
      Hubschrauber zeit 1985, von Oldies bis Vario Turbine.

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      • Bruteforce
        Member
        • 23.03.2013
        • 455
        • Marco

        #4
        AW: Aufbau Graupner Bell 222 Paddellos. Hilfe bitte!







        Video mit "Kleid" wird folgen!
        Hubschrauber zeit 1985, von Oldies bis Vario Turbine.

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        • rainbowforest
          Member
          • 02.03.2011
          • 161
          • Werner
          • Wien, Markgrafneusiedl

          #5
          AW: Aufbau Graupner Bell 222 Paddellos. Hilfe bitte!

          Toll sieht er aus, wie er so dasteht !
          Freue mich, ein Video vom Flug zu sehen ..

          lg
          Werner
          Genius CP, Walkera 4#3B, T-Rex 450SE V2, Logo 600SE, Mini Boy, Cobra, DS22, Gazelle

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