-Trainer-Heli mit Elektroantrieb-, so präsentierte sich im Spätsommer 1996 der neue
Moskito Sonic von Robbe. Elektroantrieb als saubere, leise und dennoch leistungsstarke Antriebsvariante bietet gerade dem Einsteiger, viele Vorteile.
Das Laden der Akkus mit einem modernen Ladegerät ist unkompliziert und die Leistung moderner Elektromotoren entspricht durchaus der Verbrennervariante. Ganz nebenbei entstehen im Betrieb keinerlei ßl- oder Verbrennungsrückstände und das Fluggeräusch eines Elektrohelis ist bei weitem geringer als das eines mit Verbrennungsmotor.
Robbe-Moskito Sonic ist durch ein aus speziell leichtem Material gespritztem Chassis und dem vergrößerten Rotordurchmesser an die Erfordernisse des Elektroantriebs angepasst. Er erlaubt neben einem sehr stabilen Rund- und Schwebeflug auch einfachen Kunstflug.
Dies waren die Silben des Robbe Neuheiten Kataloges aus dem Jahre 1996.
Seither ist viel Zeit vergangen. So viel Zeit, dass man sich kaum noch an diesen erstmals echten Elektroheli erinnern möchte.
Mit einem Rotordurchmesser von 1470 mm und einem Abfluggewicht von 4500 Gramm war dieser Elektroheli nicht nur seiner Zeit voraus, sondern eigentlich der Vorreiter aller richtigen E-Helis ab
Size 500 aufwärts.
24 gebündelte Sub C Zellen (Sanyo 1700 SCR) lieferten 28,8 Volt Strom in einen 24 Volt Bürstenmotor mit Kobaltmagneten Namens Sports 650/8 oder PRO 536/7.
Der Leistungsstarke mikroprozessorgesteuerte 60A Regler RSC860 sorgte für verlustarme Durchleitung des Stromes an die Kollektoren des Motors.
Halten wir ein wenig inne und vergegenwärtigen uns den technischen Stand erster Elektrohelis. Tja, wann war eigentlich erstmals ein E-Heli zu bekommen?
Versuche mir dieser Antriebsvariante gehen zurück in die Mitte der 80er Jahre. Damals erprobte Graupner und Simprop einen drahtgebundenen E-Heli, gespeist von einer herkömmlichen 12V Autobatterie. Diese Idee war zwar recht praktisch im Bezug auf das Leistungsgewicht, jedoch eher unpraktisch im Aktionsradius.
Mit einem beiliegendem 10 Meter Stromkabel waren lediglich ca.7m Aktionsradius bei einer Flughöhe von nur 2,5 Meter möglich. Kam einem der Heli aus, musste sogleich auch die Autorotation herhalten.
Später so um 1992 überschwemmte Kyosho erstmals mit seinem Concept SE den Markt. Zumal der Heli ein Leichtathlet war (1500 Gramm) und am besten bei Windstille geflogen werden konnte.
Dann ging alles recht schnell, es folgten noch Unarten wie etwa der Hyperfly. Sie erinnern sich noch?
1996 war es aber dann soweit, der Moskito wurde elektrifiziert. Mein erster Schwebeflug mit diesem Heli veranlasste mich dem Kerl einen Spitznamen zu geben. Was wäre passender als die -Flüstergelse-?
Mit einer Kopfdrehzahl von nur 900-1100 U/min. ist man direkt erschrocken wie leise ein ausgewachsener Heli in Futuraklasse sein kann.



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