Tragschrauber Whopper - Hilfe

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  • Gerd Guzicki
    Minicopter
    Hersteller
    • 01.02.2003
    • 595
    • Gerd

    #16
    AW: Tragschrauber Whopper - Hilfe

    Zitat von aescher Beitrag anzeigen
    1) Welche Rotorblattlänge?
    720mm Clark-Y 55mm (Cobra-Blätter mit Bleikorrektur)
    Zitat von aescher Beitrag anzeigen
    2) Rotorkopfeinstellung: Pitch +2 Grad?, Taumelscheibe -3Grad nach vorne, Paddel auch -3 nach vorne. Ist das richtig so?
    Pitch +2 bis +2,5° und Taumelscheibe 3° nach vorne. Stell auf 3° und die Trimmung dabei so mittig, dass Du ausreichend korrigieren kannst. Die Paddel stehen wie beim normalen Heli bei senkrechter Welle auf 0°, wenn die TS gerade ist.

    Zitat von aescher Beitrag anzeigen
    3) Ich habe einen Webra 80, welche Luftschraube braucht der?
    Auf meinem ist ein Webra 80 und eine Robbe Dynamic 12x8, das bringt richtig viel Schub.
    Zuletzt geändert von Gerd Guzicki; 10.11.2016, 19:14.

    Kommentar

    • aescher
      Junior Member
      • 21.02.2007
      • 8
      • Alex
      • Selfkant

      #17
      AW: Tragschrauber Whopper - Hilfe

      Super!!! Vielen Dank, das war genau die Info die ich brauchte.

      Gruss,

      Alex

      Kommentar

      • Dieter
        Member
        • 03.10.2001
        • 832
        • Dieter
        • UMBC Litschau

        #18
        AW: Tragschrauber Whopper - Hilfe

        Hallo Leute!
        Ich möchte noch ein paar Sachen zum Whopper ergänzen, damit es Piloten, die mit dieser Maschine liebäugeln nicht das Lehrgeld zahlen, welches ich heuer berappen musste.

        Vor etwa 2 Jahren habe ich eine Art -Anleitung- verfasst, mit deren Hilfe der Whopper erfolgreich in die Luft gebracht werden kann. Sie hat nach wie vor Gültigkeit.

        Aber so wie das Leben manchmal spielt:
        Wenn man ein Modell längere Zeit nicht geflogen hat, vergisst man doch gerne ein paar wichtige Details - und schon schlägt der Tragschrauber nach ein paar Metern Rollstrecke einen Haken, sodass die Rotorblätter das Leitwerk zerstören und die schönen Radschuhe ebenfalls zersprungen sind.

        Was war die Ursache?
        Der Rotor muss auf eine gewisse Drehzahl gebracht werden, damit der Whopper starten kann. Ist sie zu gering, beginnt das Modell nach ein paar Metern zu schlingern und kippt unweigerlich um.
        ABER: Ist sie zu viel, so wird bereits am Stand der Tragschrauber unruhig und beginnt leicht zu springen. Wenn man das ignoriert, den Rotor auskuppelt und das Gas vielleicht auch noch zu schnell reinschiebt, dann bricht der Whopper nach ein paar Metern unweigerlich aus und dann â?¦ muss i.A. das Leitwerk mit Sekundenkleber geflickt und das Fahrwerk ausgebogen werden.

        Unser Flugplatz liegt leider so, dass der Wind immer so kommt, dass auf der leicht abschüssigen Piste bergab gestartet werden muss. Deshalb habe ich ein Stück Schnur am Sporn befestigt, auf die ich beim vorrotieren draufsteig, damit der Tragschrauber nicht gleich wegfährt.

        Ich starte jetzt immer folgendermaßen - vielleicht ist es auch eine Hilfe für euch:
        Der Whopper wird gegen den Wind ausgerichtet, die Schnur ausgelegt und mit meinem Körpergewicht beschwert. Danach wird ein bisschen Gas gegeben, der Rotor von Hand in Drehung versetzt (zahnrad- und kupplungschonend!) und sanft eingekuppelt.
        Man kann sich jetzt ein bisschen mit dem Gas spielen: So viel geben, dass sich die Blätter ausrichten können und das Modell dabei beobachten. Fängt es an, unruhig zu werden und leicht zu springen, dann ist die Drehzahl bereits zu viel!!! Gas etwas reduzieren, warten bis das System sich beruhigt, Rotor auskuppeln, Fuß weg von der Schnur und gefühlvoll Gas geben.
        Bereits nach ein paar Metern merkt man, ob -es geht-. Eventuell mit Seitenruder die Spur halten und manchmal auch mit Roll etwas gegenhalten - man siehts eh.

        Wenn es passiert, dass der Whopper nach 2-3m in eine Richtung abhauen möchte, sofort das Gas rausnehmen und hoffen, dass er keinen extremen Haken schlägt und nix passiert. In dieser Situation ist man so gut wie machtlos.

        Fährt der Whopper allerdings schön geradeaus und der Pilot kann die Richtung schön steuern, dann wird er fliegen.
        Es kann allerdings sein, dass man ordentlich ziehen muss. Plötzlich ist der Tragschrauber in der Luft und hängt -wie ein nasser Sack- etwa einen Meter über dem Boden. Keine Panik! Er stürzt nicht ab! Gas drinlassen, nachdrücken und das Modell Fahrt aufnehmen lassen.

        Das Expo auf der Taumelscheibe habe ich mitterweile ganz rausgenommen, da ich es sehr direkt mag. Am Spornrad habe ich auf etwa 20% reduziert.

        Ein zweites nicht ganz unwichtiges Detail, welches ich auch im Laufe der Zeit vergessen hab:
        Man kann den Tragschrauber nur für eine Geschwindigkeit austrimmen. Ich bevorzuge ein Drittel bis maximal Halbgas beim Fliegen. Gibt man während des Fluges dann mehr Gas, steigt das Ding unweigerlich weg. Das ist einfach so - man muss sich daran gewöhnen.

        Mein Tragschrauber fliegt mit einem Enya 60 Motor und 30%igem Nitrosprit. Bedingt durch diese Kombination brauche ich kein Triebwerk mit größerem Hubraum. Ich schreib das deswegen, weil ich im Frühjahr den Whopper mit 7%igem Sprit probiert habe. Natürlich wurde der Vergaser entsprechend eingestellt, aber es fehlte einfach der Punch beim Starten. Er kam schon in die Luft, musste aber sehr behutsam gesteuert werden, sodass dem einzigen Strauch neben der Piste nicht mehr ausgewichen werden konnte. Wenn man ein paar Beiträge raufscrollt, kann man das Resultat sehen.

        Ich hoffe, euch mit diesem Beitrag unterhalten zu haben, da auch erfahrenen Piloten immer wieder etwas passieren kann. Es soll aber auch eine sinnvolle Ergänzung zum Thema -Whopper- sein, da dieses Fluggerät trotz der vielen Rückschläge für mich faszinierend geblieben ist.

        Viele Grüße

        Dieter
        von Schlüter/Hegi Bell Huey Cobra bis TDSF ist vieles dabei...

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