Heckwelle im Rumpfheli

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    #1

    Heckwelle im Rumpfheli

    Hallo
    Ich habe in meiner Lockheed 286h mit uni expert Mechanik momentan den 2mm Stahldraht bis zum 40 Grad Umlenkgetriebe im Einsatz.

    Hat es Sinn hier auf einen Starrantrieb zu wechseln ,und wenn ja ,was für Teile wären da empfehlenswert ??

    gruß Josef
  • WGS
    WGS
    Member
    • 15.09.2010
    • 675
    • Wolfgang

    #2
    AW: Heckwelle im Rumpfheli

    Hallo,

    Zitat von *Wolle* Beitrag anzeigen
    Hat es Sinn hier auf einen Starrantrieb zu wechseln ...??
    nein, das funktioniert so einwandfrei, ein Starrantrieb bringt u.U. Probleme, aber keine irgendwie geartete Verbesserung.
    Grüsse
    Wolfgang

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    • yazzman18
      Member
      • 18.05.2008
      • 362
      • Hans

      #3
      AW: Heckwelle im Rumpfheli

      Kann mich WGS nur anschliessen - der 2mm Stahldraht funktioniert einwandfrei und hat mir in der Graupner BO105 (mit Elektro Skalar Mechanik) noch nie Probleme bereitet.

      Was der Stahldraht nicht so gerne mag, ist der Kreisel-Heading-Lock(Hold)-Modus. Wenn der Gyro hart regeln muss, kann die Welle schon mal anfangen zu jaulen (macht der echte Heli übrigens auch, wenn die Welle zu stark belastet wird) Daher fliege ich meist im Normal-Mode mit ein bisschen Delay gegen zu starke Stops auf dem Heck.

      Gruss Yazz

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      • WGS
        WGS
        Member
        • 15.09.2010
        • 675
        • Wolfgang

        #4
        AW: Heckwelle im Rumpfheli

        Hallo,

        Zitat von yazzman18 Beitrag anzeigen
        Was der Stahldraht nicht so gerne mag, ist der Kreisel-Heading-Lock(Hold)-Modus. Wenn der Gyro hart regeln muss, kann die Welle schon mal anfangen zu jaulen
        das ist so nicht ganz richtig:

        1.) Was da "jault", ist nicht die Welle, sondern das Kegelradgetriebe des Heckrotors.
        Da die Kegelräder axial nur durch die Rillenkugellager fixiert sind, werden sie, wenn die Heckrotorsteuerung in Schwingung gerät,
        periodisch gegen einander gepresst, was das Geräusch verursacht.
        Die 2mm Stahldrahtwelle macht dieses Geräusch nur deutlicher hörbar (wie eine "singende Säge"), weil sie fest in die Getriebewelle
        eingespannt und damit akustisch "hart" gekoppelt ist.

        2.) Im "Normal"-Modus des Gyrosystems hängt der Grad der Stabilisierung davon ab, dass jede erkannte Bewegung so schnell wie
        möglich, schon im Ansatz gestoppt wird. Daher wird das Gyrosystem hier möglichst nahe am Schwingungseinsatz betrieben, teilweise
        sogar in permanenter Schwingung einer so hohen Frequenz, dass sie aufgrund der Massenträgheit des Modells nicht umgesetzt wird
        und damit das Vibrieren des Heckauslegers kaum sichtbar bleibt (ein für das Servo sehr ungesunder Betrieb).
        Im "Heading Lock"-Modus ist diese hohe Regelgschwindigkeit nicht unbedingt erforderlich, da, anders als im "Normal"-Modus, auch eine
        bereits erfolgte Bewegung (Drehung) wieder zurückgeführt wird. Daher ist es nicht erforderlich, das System nahe der Eigenschwingung
        zu betreiben, man kann sogar für den Heckrotor langsamere Servos verwenden, als im Normalmodus.

        Damit ist der "Heading Lock"-Modus geradezu ideal verwendbar für große Scale-Helis und ein ruhiges, vorbildähnliches Fliegen, und
        nicht nur für den bekannten Einsatz beim 3D-Fliegen.
        Seit mit den aktuellen SMM-Gyrosystemen die Driftprobleme der Piezo-Gyros der Vergangenheit angehören gibt es keinen Grund mehr,
        bei einem "Heading Lock"-Gyro in den "Normal"-Modus umzuschalten.
        Grüsse
        Wolfgang

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        • yazzman18
          Member
          • 18.05.2008
          • 362
          • Hans

          #5
          AW: Heckwelle im Rumpfheli

          Und ich dachte immer, das Jaulen kommt davon, dass der Stahldraht tordiert wird und dann der ganze Hecktrieb schubweise beschleunigt/gebremst wird (obwohl das strenggenommen ja auch eine Schwingung ist). Aber man lernt ja nie aus...

          Ich habe übrigens nicht geschrieben, dass man keinen Heading-Lock-Modus verwenden soll - ich habe meine Erfahrungen und meine Steuervorlieben erläutert. Im übrigen haben die meisten "älteren" Realhelis auch keinen Heading-Lock-Kreisel und insofern kann ich mit dem Normalmodus schön vorbildähnlich fliegen (und ja...ein bisschen Schwingen um die Hochachse beim Schweben gehört nunmal auch dazu). Das Heck zieht sich beim Kurvenflug auch schön mit rum und mit modernen SMM-Kreiseln hab ich auch im Normal-Mode noch kein Temperaturdrift bemerkt.

          Yazz

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          • WGS
            WGS
            Member
            • 15.09.2010
            • 675
            • Wolfgang

            #6
            AW: Heckwelle im Rumpfheli

            Hallo Yazz,

            ist schon klar, ich wollte Dir auch nicht zu nahe treten.

            Das mit der Temperaturdrift war anders gemeint:
            Natürlich tritt so etwas bei den SMM-Gyros weder im Normal- noch im HL-Mode auf. Bei den Piezo-Gyros führte die Temperaturdrift aber dazu, dass der HL-Modus instabiler wurde, als der Normalmodus, weil die Drift dazu führte, dass nachhaltig eine eingesteuerte Drehung erfolgte, die man durch häufiges Nachtrimmen ausgleichen musste. Da diese Drift sich auf den Normalmodus weit weniger lästig auswirkte, verzichtete man beim vorbildähnlichen Fliegen lieber auf den HL-Modus und schaltete ihn nur dann ein, wenn man ihn wirklich brauchte. Da gebe ich Dir völlig Recht, dass man sich mit dem Normalmodus das Leben leichter und das Fliegen angenehmer gestalten kann.
            Bei den SMM-Gyros fällt aber - mangels Drift - diese praktische ßberlegung weg, und je nach Flugstil und persönlicher Vorlieben kann man sich jetzt im HL-Modus die Heckrotorsteuerung sehr exakt und reproduzierbar einstellen: Da man im HL-Modus mit der Heckrotorsteuerung direkt eine bestimmte Drehgeschwindigkeit vorgibt, die das System dann (im Rahmen seiner Möglichkeiten) selbständig gegen alle äußeren Einflüsse erreicht, statt, wie im Normalmodus, gegen den Gyro anzusteuern, kann man eine beliebig harmonische Steuerabstimmung erreichen. Ich selbst lasse z.B. das Heck in der Kurve nicht mitziehen, weil mir das vom Flugbild her nicht gefällt, sondern steuere das Heck eher noch vor, aber das sind Dinge des persönlichen Geschmacks.

            Eigentlich ging es mir nur darum klarzustellen, dass der HL-Modus nichts damit zu tun hat, welche Art von Antriebswelle eingebaut ist.
            In diesem Sinne wünsche ich Dir und allen "Mitlesern" hier eine frohes Weihnachtsfest und ein entspanntes Hinüberhovern ins neue Jahr.
            Grüsse
            Wolfgang

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            • yazzman18
              Member
              • 18.05.2008
              • 362
              • Hans

              #7
              AW: Heckwelle im Rumpfheli

              Keine Sorge - hatte ich nicht falsch verstanden. Ich freue mich wirklich, wenn ich noch etwas lernen kann. Gerade bei unserem schönen Hobby ist der Erfahrungsaustausch doch wichtig und ein breites Wissen sehr vorteilhaft.

              Im übrigen habe ich festgestellt, dass der Effekt "Jaulen" bei meiner Elektro-Agusta im Heading-Lock-Modus sehr viel stärker ausgeprägt ist, als bei der BO105. Könnte evtl. daran liegen, dass die Bo105 ein hoch gelegtes Heck hat und durch Heckverwindung etwas besser die "harten" Stopps des Hecks aufnehmen kann.

              Ich wünsche Dir ebenfalls frohe Feiertage und guten Flug ins(im) Neuen Jahr

              Yazz

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              • WGS
                WGS
                Member
                • 15.09.2010
                • 675
                • Wolfgang

                #8
                AW: Heckwelle im Rumpfheli

                Hallo,

                Zitat von yazzman18 Beitrag anzeigen
                Im übrigen habe ich festgestellt, dass der Effekt "Jaulen" bei meiner Elektro-Agusta im Heading-Lock-Modus sehr viel stärker ausgeprägt ist, als bei der BO105.
                der Grund ist einfach: Das Umlenkgetriebe der Bo 105 hat Kunststoff-Zahnräder und die sind auch nur 40° gegen einander gekippt. Dieses Getriebe erzeugt auch bei Lastwechseln nicht das Geräusch wie das Heckrotorgetriebe, und da die lange Welle von vorn in dieses Getriebe eingespannt ist, hört man auch nichts. Lediglich die kurze Welle nach oben ist ins Heckrotorgetriebe eingespannt, aber weil sie kurz ist, hört man auch weniger. Das ist auch bei der Lockheed und beim Slimline 60 der Fall, da sie das gleiche Umlenkgetriebe verwenden.
                Grüsse
                Wolfgang

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                • *Wolle*
                  *Wolle*

                  #9
                  AW: Heckwelle im Rumpfheli

                  Hallo
                  Habe jetzt noch einiges eingestellt
                  Beim Schwebeflug und beim leichten drehen mit dem Heck klingt alles ganz normal
                  Nur wenn die Heckausschläge am Knüppel stärker sind dann kommt dieses zwitschernde jaulen oder zirpen im 1/4 Sekunden Takt
                  Das dauert dann ca 3 sec und hat sich dann wieder gefangen
                  Ich tippe doch sehr auf die 2 mm Antriebswelle von der Mechanik zum 40 grad Umlenkgetriebe
                  gruß josef

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                  • Eddi E. aus G.
                    Gast
                    • 12.12.2003
                    • 6399
                    • Edward

                    #10
                    AW: Heckwelle im Rumpfheli

                    Hi Josef,

                    das ist der typische Sound der 2-mm-Welle. In meiner Hughes war er fast nicht wahrnehmbar, weil die Welle im Teflonrohr im Ausleger eingeschäumt war.

                    In meiner Lockheed hatte ich gleich 6-mm-Edelstahl-Rohr verbaut, mit den roten Klauenkupplungen von VARIO. Ich hatte im Rumpf nicht abgestützt (Spanten, Lager), sondern einen Stummel Heckrohr (etwas mehr als ein Drittel des normalen Heckrohrs) mit Lager am Ende stehen lassen - das ging einwandfrei.

                    Ich mag halt ein Heck, das in allen Lagen funktioniert, mit Heading-Hold (VStabi-Heck). Und wenn's 'komisch' klingt, habe ich ein komisches Gefühl ...

                    Grüßle

                    Eddi

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                    • Eddi E. aus G.
                      Gast
                      • 12.12.2003
                      • 6399
                      • Edward

                      #11
                      AW: Heckwelle im Rumpfheli

                      Hier noch'n Bild, wo man's erahnen kann ... im Ausleger sieht man das Lager im abgesägten Heckrohr als hellen Ring.

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                        #12
                        AW: Heckwelle im Rumpfheli

                        Hallo Eddi

                        Ich hab momemtan in meinen Rumpf schon ein Alurohr mit ca 10mm Ausendurchmesser.
                        In diesem Rohr ist irgend ein rotes Zwischenmaterial und dann kommt ein Alurohr
                        mit ca 5mm und in diesem Alurohr ist das Teflonrohr in dem der 2 mm Stahldraht läuft. Da hab ich eben diese Geräusche.Das ganze war schon so eingebaut als ich es gekauft habe.

                        Mein Gedanke ist jetzt das ich nur das Alurohr mit 10mm drinnen lasse im Rumpf und darin ein Edelstahlrohr mit 5 mm Ausendurchmesser schiebe.
                        Auf dem Edelstahlrohr sind dann 2 Lager mit 9x5mm die dann genau in das 10mm ursprüngliche 10mm Rohr passen.

                        Bei der Mechanik vorne will ich den ursprünglichen 2 mm Draht ca 3 cm noch belassen und dann einen übergang auf das 5 mm Edelstahlrohr schaffen und am anderen Ende vor dem Umlenkgetriebe geauso.
                        Die Lager klebe ich fest auf die 5mm Welle und in dem 10mm Rohr können die dann hin u her rutschen und vorne an der Mechanik hab ich ja auch noch 2mm luft wo die Rundung von dem 2mm Draht in den Schlitz der originalen Aufnahme eingreift.
                        Das einzige .. die Lager sitzen halt ohne Gummi in dem 10 mm Rohr .geht das ?
                        .
                        spricht was gegen diesen Gedankengang ??
                        gruß Josef

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                        • Eddi E. aus G.
                          Gast
                          • 12.12.2003
                          • 6399
                          • Edward

                          #13
                          AW: Heckwelle im Rumpfheli

                          Hi.

                          So, wie ich es verstehe, entspricht das einem Starrantrieb in einem Heckrohr, nur halt mit anderen Durchmessern als denen, die ich verwendet hatte.

                          Was mehr Sinn ergibt - Lager auf die Welle kleben oder Lager im Rohr fixieren - keine Ahnung. Bei mir waren Mittenlagerungen (VARIO 17/19) aus Kunststoff mit Gummiringen im Heckrohr verbaut. Dabei war das Lager im Heckrohr fixiert und die Welle war darin frei - zumindest theoretisch.

                          Wichtig ... etwas asymmetrisch aufbauen, also die Lagerungen etwas versetzt einbauen; so eine Alurohr-Welle ist nie exakt gerade, und so schwingt sich das ganze nicht unschön auf.

                          Der Länge nach sollten 1-2 mm Spiel möglich sein beim Starrantrieb, das übernehmen normalerweise die Klauen oder Kardangelenke. Wie Du oben im Bild siehst, kann man durchaus mit 2-mm-Stift in die Klaue gehen, dann den Starrantrieb ansetzen. Wobei ich das nur beim (originalen) Winkeltrieb so gemacht habe, da dort eben 2-mm-Stahlwelle vorgesehen war.

                          Grüßle

                          Eddi

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                          • *Wolle*
                            *Wolle*

                            #14
                            AW: Heckwelle im Rumpfheli

                            Hallo

                            So die 5mm Heckwelle von der Mechanik bis zum 40 grad Umlenkgetriebe is drinnen und der erste Probeflug ist gemacht.
                            Das ist kein Vergleich zu dem Gejaule das vorher war.

                            Die Arbeit wars wert.

                            Die Welle vom Umlenkgetriebe bis zum Heckrotor ist noch 2mm Stahldraht
                            Hat es einen Sinn diese auch auszuwechseln ??
                            oder könnte man über diese 2 mm Welle einfach ein cfk Rohr mit Uhu Plus Endfest drüberkleben.
                            zur versteifung ?
                            Gruß Josef
                            Zuletzt geändert von Gast; 30.12.2011, 15:34.

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                            • Eddi E. aus G.
                              Gast
                              • 12.12.2003
                              • 6399
                              • Edward

                              #15
                              AW: Heckwelle im Rumpfheli

                              Hi Josef,

                              viele lassen die letzten paar cm als 2 mm Stahldraht, auch aus Gewichtsgründen (Schwerpunkt).

                              Was drüberkleben wird nicht viel helfen bzw. nicht lange halten, denke ich, aber für Scale-Betrieb ist das m. E. auch nicht unbedingt nötig.

                              Grüßle

                              Eddi

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