Motor konservieren bei Oldies

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  • klauss
    Member
    • 14.07.2003
    • 632
    • Klaus
    • MCB-Bregenz

    #1

    Motor konservieren bei Oldies

    Hallo!

    Ich weiss, wie man am besten Motoren konserviert ist im Forum ja schon zur genüge abgehandelt worden.
    Mich würde interessieren wie ihr das in der Praxis macht, wenn ihr mehrere Oldies habt und diese VIELLEICHT jeweils 1-2 mal im Jahr fliegt. Da ich beim Wiederaufbau die Motoren schön gereinigt und gelagert habe, möchte ich natürlich dass es so bleibt. Andererseits will ich sie auch nicht nach jedem Flug wieder zerlegen, auch wenn ich nicht weiss wann sie wieder in die Lüfte müssen.

    Danke für eure Tips!
    Gruss
    Klaus
  • Peter Sperber
    Senior Member
    • 05.01.2010
    • 1127
    • Peter

    #2
    AW: Motor konservieren bei Oldies

    Hallo Klaus,

    finde das Wichtigste ist, daß die Motoren an einer trockenen Stelle aufbewahrt werden.
    Ich persönlich fliege mit 0% Nitromethan Anteil. Da habe ich nicht das Problem
    den Nitro unbedingt nach dem Fliegen aus dem Motor zu bringen, damit keine Laufflächen usw. angegriffen werden.
    Auch das Problem mit dem Ritzinus und dem Verharzen gibt es nicht mehr.
    Ich stelle die Motoren einfach nur ab. Bei Modellen, die länger (über Jahre)
    nicht mehr benutzt werden, träufle ich ein paar Tropfen Feinmechaniker ßl in den Brennraum, drehe den Motor kurz durch und gut ist.

    Bisher hatte ich noch keine bleibenden, sichtbaren Schäden an meinen Motoren.
    LG Peter

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    • klauss
      Member
      • 14.07.2003
      • 632
      • Klaus
      • MCB-Bregenz

      #3
      AW: Motor konservieren bei Oldies

      Hallo Peter!

      Danke für die Tips. Ich fliege zwar die Oldies noch mit 12% Nitro ( weil ich den noch habe ), werde aber in diesem Falle auf weniger Nitro umstellen.
      Das mit dem ßl einträufel dachte ich nützt nicht viel, weil nur die Laufflächen benetzt werden aber nicht die Kurbelwelle und die Lager ( welche ja meist Rost ansetzen ).
      Werde es jedoch in diesem Falle auch mal so machen wie du sagst.
      Ist halt so eine Sache wenn man meist mit Trainern fliegt, und die Oldies nur selten zum Zuge kommen :-( .

      Gruss
      Klaus

      Kommentar

      • Peter Sperber
        Senior Member
        • 05.01.2010
        • 1127
        • Peter

        #4
        AW: Motor konservieren bei Oldies

        Zitat von klauss Beitrag anzeigen
        Das mit dem ßl einträufel dachte ich nützt nicht viel, weil nur die Laufflächen benetzt werden aber nicht die Kurbelwelle und die Lager ( welche ja meist Rost ansetzen ).

        Die Kurbelwelle und die Lager sollten eigentlich genug ßl vom Sprit darauf haben.
        Falls Du hier noch mehr drauf haben möchtest, kannst Du den Motor ja mit dem Starter durchdrehen und Caramba oder WD40, ähnlich wie mit Startpilot durch den Vergaser aufnehmen. Das sollte aber dann wirklich reichen
        LG Peter

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        • Martin Greiner
          Senior Member
          • 08.06.2001
          • 5091
          • Martin

          #5
          AW: Motor konservieren bei Oldies

          Hi Peter,

          das mit dem Caramba oder WD40 sollte man lassen.
          Der Grund - es handelt sich dabei um Rostlöser, die gänzlich ungeeignet sind etwas zu konservieren.

          Nach meiner Meinung ist das eines der schlimmsten Dinge die man tun könnte...
          Ich selbst bevorzuge Ballistol, das ich einfach in den abgezogenen Pendelschlauch Sprühe und dazwischen mal kurz den Starter drehen lasse.
          GruÃ? Martin

          Kommentar

          • Peter Sperber
            Senior Member
            • 05.01.2010
            • 1127
            • Peter

            #6
            AW: Motor konservieren bei Oldies

            Zitat von Martin Greiner Beitrag anzeigen
            Hi Peter,

            das mit dem Caramba oder WD40 sollte man lassen.
            Der Grund - es handelt sich dabei um Rostlöser, die gänzlich ungeeignet sind etwas zu konservieren.

            Nach meiner Meinung ist das eines der schlimmsten Dinge die man tun könnte...
            Ich selbst bevorzuge Ballistol, das ich einfach in den abgezogenen Pendelschlauch Sprühe und dazwischen mal kurz den Starter drehen lasse.
            Hallo Martin,

            sorry, daß ich Dir hier ein wenig widersprechen muß.

            In beiden Fällen handelt es sich um ein sog. Multifunktionsöl (Rostlöser, Konservierungsmittel und Reiniger in Einem) und wird auch im Bereich Korrosionsschutz verwendet. Ich habe bis dato nur gute Erfahrungen damit gemacht.

            Ballistol ist natürlich der Mercedes unter den ßlen (ebenso teuer )
            Und was für die Waffe gut ist, sollte natürlich am Hubi nicht fehlen.
            Zuletzt geändert von Peter Sperber; 15.08.2011, 08:41.
            LG Peter

            Kommentar

            • Peter Sperber
              Senior Member
              • 05.01.2010
              • 1127
              • Peter

              #7
              AW: Motor konservieren bei Oldies

              .........für die echte Lanzeitkonservierung ist auf alle Fälle Ballistol die bessere Wahl
              LG Peter

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              • klauss
                Member
                • 14.07.2003
                • 632
                • Klaus
                • MCB-Bregenz

                #8
                AW: Motor konservieren bei Oldies

                Hallo!

                Ballistol habe ich auch hier und auch ein spezielles AfterRun-ßl.
                Habe gerade gestern wieder einen Heli bewegt der lange gestanden ist ( leider auch noch mit Vollverkleidung ) . Werde in diesem Falle, wenn ich es richtig verstanden habe, mal das ßl über die Spritleitung in den Motor spritzen und mit dem Starter verteilen.

                Danke , Gruss
                Klaus

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                • Martin Greiner
                  Senior Member
                  • 08.06.2001
                  • 5091
                  • Martin

                  #9
                  AW: Motor konservieren bei Oldies

                  Hi Peter,

                  Du hast ganz sicher Recht - das steht da drauf!
                  Es taugt aber real nur zum gangbar machen (kurzfristig).
                  Mittlerweile hat man das Zeug bei uns aus der Produktion verbannt wegen Schäden an Produktionsvorrichtungen, ausgelöst durch dieses "Schmiermittel".
                  Im TD (technischer Dienst) ist das Zeugs schon noch, die wissen auch wann man das nimmt und wann besser nicht. (übrigens auch sehr schlecht für Gummiteile wie den Dichtring unter einem Webra Vergaser)

                  Ganz sicher hat es seine Berechtigung um etwas Gangbar zu machen, keine Frage. Schmieren tut es kurzzeitig auch, aber alleine wenn man sich anschaut was da drin ist wird schnell klar dass das Zeugs nur "1.Hilfe" sein kann.

                  wie sagten wir als das Zeugs noch im Einsatz war? "Iste es fest und du willst es lose - nimm Caramba..." oder auch "ist es beweglich und du willst dass es fest geht - nimm auch caramba..."

                  Werde in diesem Falle, wenn ich es richtig verstanden habe, mal das ßl über die Spritleitung in den Motor spritzen und mit dem Starter verteilen.
                  nur in die Leitung ist etwas mühsam, auch wenn ich das so gemacht habe...würde jetzt eher eine 5 oder 10 ml Spritze des Schiebers berauben, auf den Vergaserschlauch stecken und dort etwas Ballistol reingeben, danach mit dem Starter einsaugen. (geht einfacher)

                  Aber mit Sicherheit gibt es da so viele Meinungen und Methoden wie Piloten...

                  Setzt eigentlich jemand Silikonöl ein? (Pro/Kontra)?
                  GruÃ? Martin

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                  • WGS
                    WGS
                    Member
                    • 15.09.2010
                    • 675
                    • Wolfgang

                    #10
                    AW: Motor konservieren bei Oldies

                    Hallo,

                    da ich einige Helis über Jahre einsatzbereit halte, werden manche Motoren nur alle paar Jahre betrieben, und die ältesten, immer noch funktionsfähigen Motoren stammen aus den frühen 70ern.
                    Meine Erfahrungen bezgl. Langzeitkonservierung:

                    Die Motoren benötigen überhaupt keine besondere Konservierung, solange man keinen Kraftstoff mit Pflanzenöl(anteil) verwendet, also kein Rizinusöl und kein Sojabohnenöl (wie in Klotz-ßl), sondern ausschließlich ein gutes, nicht verharzendes Synthetiköl; vor allem sollte man es mit dessen Anteil im Sprit nicht übertreiben.
                    Wenn man den ßlanteil im Kraftstoff niedrig hält, kommt man auch mit wenig Nitromethan aus, und der Motor läuft "weicher" und kälter, weil man das Gemisch fetter einstellen kann, ohne dass es zu Zündaussetzern kommt.

                    Seit über 20 Jahren verwende ich ausschließlich Kraftstoff mit 8% reinem Synthetiköl und 8% Nitromethan in allen meinen Motoren, und seitdem stelle ich die Modelle einfach mit leerem Tank ab. Wenn ich das Modell wieder fliegen will, wird getankt und gestartet, und der Motor verhält sich selbst nach ein oder zwei Jahren so, als wäre er noch am Vortag gelaufen.

                    Was den teilweise beobachteten "Rost" im Motor, an der Kurbelwelle betrifft, sollte man Verschiedenes bedenken: Wenn die Kurbelwelle nicht entsprechend oberflächenbehandelt ist, rostet sie früher oder später tatsächlich, was aber sehr selten ist.
                    Der oft beobachtete braune Dreck im hinteren Lager und an der Kurbelwelle ist meist gar kein Rost; vielmehr sind das die Reste von ungeeigneten Konservierungsölen auf Mineralölbasis, die sich bekanntlich nicht in Methanol lösen, sondern derartige Klumpen und Beläge bilden.
                    Das ist aber auch nicht weiter schlimm: Den nicht-alkohollöslichen Dreck kann man mit Bremsenreiniger entfernen, alkohollösliche Verharzungen entfernt man durch Einlegen des gesamten Motors (möglichst mit abgenommenem Gehäusedeckel) in Methanol oder Spiritus. Abschließend wird dann alles sorgfältig mit alkohollöslichem Synthetiköl geölt. Ich verwende dazu das selbe ßl, das auch in meinem Sprit enthalten ist.

                    Es gibt normalerweise keine Veranlassung, ein "verdrecktes" Kurbelwellenlager zu wechseln; es reicht völlig, es wie beschrieben zu reinigen. Der einzige Grund für einen Lagerwechsel (und evtl. Kurbelwellenwechsel) ist ein beschädigtes Lager, das z.B. in die Kurbelwelle eingelaufen ist bzw. auf der Kurbelwelle rutscht, so dass es blau anläuft. Das aber sieht man normalerweise nicht, wenn man nur den hinteren Gehäusedeckel abnimmt, dazu muß man die Kurbelwelle ausbauen.
                    Wenn man tatsächlich einmal das hintere Kurbelwellenlager wechselt, muss man darauf achten, dass es gerade noch auf die Kurbelwelle aufgedrückt werden kann und dann fest sitzt; idealerweise ist die Passung so eng, dass man die Kurbelwelle zuvor in den Gefrierschrank legen muß und das Lager mit einem Föhn erwärmen. Ggf. muss man mehrere Lager/Wellenkombinationen probieren, um die passende Paarung zu finden - man sieht also, dass dieser Lagerwechsel gut überlegt und vorbereitet sein muss, will man sich nicht unnötigerweise ein Problem schaffen.
                    Grüsse
                    Wolfgang

                    Kommentar

                    • klauss
                      Member
                      • 14.07.2003
                      • 632
                      • Klaus
                      • MCB-Bregenz

                      #11
                      AW: Motor konservieren bei Oldies

                      Hallo Wolfgang!

                      Danke für deine Ausführungen! In wie weit geht in die ganze Oxidations(Rost)-Geschichte mit ein?
                      Habe noch einen Raptor 90 mit WebraAAR, war 2 Jahre nicht in Betrieb. Motor lief damals mit CoolPower 25 / 30% , also synthetisches ßl.
                      Als ich ihn zerlegt hatte war das Kugellager verrostet, Kolbenring verrostet ( brauchte 2 Tage um ihn aus dem Kolben zu bekommen!!).
                      Das hatte mich ein wenig erschreckt wie schnell es doch ging.

                      Gruss
                      Klaus

                      Kommentar

                      • Michael Vogler
                        RC-Heli TEAM
                        • 24.05.2006
                        • 4685
                        • Michael
                        • im Verein, Wild und viel in Kärnten ;-)

                        #12
                        AW: Motor konservieren bei Oldies

                        Hallo Klaus,

                        das Problem mit Coolpower und Rost hatte ich nach einer Woche Stillstand.

                        Anscheinend ist der Sprit so "Scharf" dass er das Material angreift, mit meinem jetzigen Sprit habe ich das Problem nicht.

                        Das ist ein ganz persönlicher Erfahrungswert von mir und soll keine Negativwerbung gegen Coolpower sein.

                        Kommentar

                        • klauss
                          Member
                          • 14.07.2003
                          • 632
                          • Klaus
                          • MCB-Bregenz

                          #13
                          AW: Motor konservieren bei Oldies

                          Danke Michael!

                          Da mein Lieferant auf Rappicon umgestiegen ist, verheize ich jetzt diesen Sprit. Weiss nicht ob dazu von euch Erfahrungswerte gibt. Diesen Sprit fliege ich nur bei den 3D-Trainern
                          Für meine Oldies habe ich noch keinen Sprit , hab lediglich noch einen 5l Kanister 12% Sprit den ich erstmal verbraucht hätte.
                          @Wolfgang:
                          Was verwendest du für einen Sprit, dass du keine Korrosionsprobleme hast?

                          Gruss
                          Klaus

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                          • Martin Greiner
                            Senior Member
                            • 08.06.2001
                            • 5091
                            • Martin

                            #14
                            AW: Motor konservieren bei Oldies

                            Hi Michael,

                            ob Rapicon oder CP ist egal, bei entsprechend Nitro (25 und mehr) rostet es bei beiden wie wild...

                            Den Heliboy fliege ich 13% Aerosave II ohne Nitro (ist unser Jugendsprit und mein Allerweltsmix) da rostet ein Motor nur noch wenn schlechtes Methanol mit zu viel Wasseranteil verwendet wurde.

                            Für Modelle mit mehr Nitro gehen einige meiner Kollegen dazu über den Motor nach dem Flugtag mit eben diesem Jugendsprit einige Minuten im Standgas laufen zu lassen - seither zwar nicht 0 Rost, aber sehr deutlich weniger!

                            Insider:tippen mit einer Hand ist doof...
                            GruÃ? Martin

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                            • WGS
                              WGS
                              Member
                              • 15.09.2010
                              • 675
                              • Wolfgang

                              #15
                              AW: Motor konservieren bei Oldies

                              Hallo Klaus,

                              Zitat von klauss Beitrag anzeigen
                              @Wolfgang:
                              Was verwendest du für einen Sprit, dass du keine Korrosionsprobleme hast?
                              bislang verwende ich das ßl von Fuchs, das bei Graupner unter der Bezeichnung "Aerosynth Competition" läuft. Meist habe ich den fertigen Sprit, in dem dieses ßl enthalten ist, entsprechend mit Methanol verdünnt: "Aerosynth Competition SX10" enthält 12% ßl und 10% Nitro; wenn man das 2:1 mit Methanol mischt, ergibt sich der von mir verwendete Sprit mit 8% ßl und ca. 7% Nitro.
                              (Gelegentlich wurde an die Wettbewerbspiloten auch Sprit mit 15% ßl und 15% Nitro abgegeben, den habe ich dann einfach 1:1 verdünnt).

                              Wie Martin schon geschrieben hat, ist die Methanolqualität von entscheidender Bedeutung, denn der größte Teil der Synthetiköle ist wasserlöslich, zerfällt also bei zu hohem Wasseranteil im Methanol. Nach entsprechend negativen Erfahrungen Ende der 80er Jahre habe ich seither darauf verzichtet, billiges Methanol zweifelhafter Herkunft zu verwenden und nur noch "fertig" gemischten Sprit mit Methanol aus der selben Quelle auf einen vernünftigen ßlanteil verdünnt.
                              Grüsse
                              Wolfgang

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