Hallo Gerd,
also was das Alterungsverhalten von Akkus angeht, muß ich noch was loswerden:
Ich sehe keinen Grund, warum in einem kleinen Heli die Lebensdauer kleiner als in einem großen sein sollte. Im kleinen ist der Energieverbrauch pro kg Modellgewicht relativ limitiert, da der Drehimpuls den ich bei Zyklik herumdrehen muß doch recht begrenzt ist. Frag da mal den Uli Röhr mit seinem 1.80er E-Power zu, ich glaube, es gibt derzeit keinen anderen Eheli, mit dem man derart viel Energie umsetzen kann. Ich selber kann keine Lebensdauerunterschiede zwischen Logo 14 und Acrobat feststellen. Generell sind alle meine Akkus bisher schleichend (oder mechanisch, was aber nicht zählt) gestorben, egal ob sie in Benutzung waren oder nicht.
Meine Beobachtung ist, Akkus die riechen halten nicht so lange wie solche die das nicht tun. Elektrolyt diffundiert einfach durchs Säckchen durch (das richt) und die Kapazität ist futsch, der Innenwiderstand steigt. Beschleunigt wird der Alterungsprozeß wenn der Akku bedingt durch einen hohen Innenwiderstand beim Entladen recht heiß wird, da hierbei dann der Diffusionsprozeß beschleunigt wird.
Das Altern ist also ein Prozeß, der sich eskaliert wenn bedingt durch den immer größer werdenden Innenwiderstand der akku im Flug immer wärmer wird , bis irgendwann die der Kleber an den Ableitern den geist aufgibt und die Zelle schlagartig undicht wird.
Generell lassen die Akkus auch nach, wenn sie nur einfach liegen, aber auch hier umso doller umso mehr sie richen.
Die Kokams sind hier bisher eine Ausnahme, sie scheinen eine deutlich längere Haltbarkeit zu haben, ich habe meinen ältesten schon viereinhalb Monate und die Spannungslage unter last ist nur marginal schlechter. Bisher habe ich nur ca. 15% weniger Kapazität bei Hochstromanwendung. Die Zellentemperatur nach dem Flug nimmt aber nicht zu. Ein anderes Kriterium an dem man eine Aussage über den Innewiderstand und damit den Zustand des Akkus ableiten kann, ist die Ladekurve bei Konstantstrom. Bei guten Akkus steigt die die Spannung während des Ladens sehr langsam und der Lader (bei mir Orbit´s) lädt bis kurz vor schluss mir normalem Strom, der Zeitbereich vom ersten Abregeln bis zum abschalten ist kurz. So kann ich derzeit z.b. einen 5s1p Kokam Pack mit 3.5A Ladestrom in 65 Minuten volladen. Meine Vorgängerakkus (APL 850 HDHE in 5s5p) haben Anfang etwa 95 Minuten gebraucht nach funf Monaten aber schon 150 Minuten. Diese Verlängerung der Ladezeit beobachte ich bei den Kokams nicht. Wenn ich die Kokams mit 5.5 Ampere Lade (was ich derzeit mit einem Pack immer mache) komme ich sogar auf 45 Minuten Ladezeit bis Abschaltung, ohne dass ich bisher einen Unterschied bei diesem Pack beobachte. Ich denke, dass man die Aussage vertreten kann, dass ein Akku der sich bei hoher Belastung bewärt in der Regel auch bei niederer nicht übermäßig schnell abbaut.
Was die Reparatur von TP angeht, hast Du recht, gerade durch die Unmengen an Strapping Tape, das da verbaut ist, ists nicht einfach da noch was zu retten. Macht aber eh keinen großen Sinn, der Witz an den TP ist ja das Aging der Zellen und dann die Paarung nach Zellen mit ähnlicher Selbstentladerate. Wenn man da einen p-Zweig
austauscht, dann hat man in der Regel einen Akku der immer in der Spannung weglaufen wird. Meine Aussagen von oben bitte daher nicht falsch verstehen, ich habe bis dato erst einen ersten Eindruck der Zellen, bis ich endgültig was zur Haltbarkeit sagen kann, dauerts noch. Einige Indizien sprechen aber für eine recht hohe Lebenserwartung ...
Viele Grüße
Christian


Kommentar