NT, statische Aufladung, CFK-Speichen-Riemenrad ?

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  • turnblue
    Member
    • 25.10.2006
    • 608
    • Jörg
    • Bremer Umland

    #1

    NT, statische Aufladung, CFK-Speichen-Riemenrad ?

    Hallo,

    nahezu etwas unerwartet bin ich nun Dank eines rc-heli Mitglieds an eine gute gebrauchte Ente gelangt.
    Mittels Suchfunktion konnte ich schon allerhand Fragen zum Heli und Motor ( OS-FX) beantwortet finden.

    Einige beschäftigen mich aber weiterhin:
    Mein NT hat das Ur-Delrinriemenrad und etliche Maßnahmen zur Verhinderung statischer Aufladung:Alle CFK-Chassisteile sind mit Potenzialausgleichskabeln untereinander verbunden. Das Heckrohr ist auf ganzer Länge mit einem Kupferflachband versehen.
    Ist das nicht etwas übertrieben? Könnte evtl. ein Potenzialausgleich nach Vorbild Logo-10 bis Logo 600 (Heckgetriebe mit Heckrohr, Heckrohr zum Chassis) ausreichen?

    Worin liegt der technische Vorteil des CFK-Speichen-Riemenrades der letzten NT-Version ?
    Sollte ich das zwanghaft nachrüsten ?

    Würde mich über Antworten (eines) aktiver(n) NT-Piloten sehr freuen.

    Viele Grüße, Jörg
    akopalüze nau
  • siXtreme
    Senior Member
    • 05.06.2001
    • 3923
    • Robert

    #2
    AW: NT, statische Aufladung, CFK-Speichen-Riemenrad ?

    Fliegst du 35 oder 2400M Mhz?

    Wenn 2,4 Ghz, brauchst du dir eigentlich keine Sorgen machen wegen statischer Aufladung.

    Gruß Robert
    Luftakrobat.

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    • arnie
      Member
      • 18.10.2002
      • 564
      • Ingo

      #3
      AW: NT, statische Aufladung, CFK-Speichen-Riemenrad ?

      Alle CFK-Chassisteile sind mit Potenzialausgleichskabeln untereinander verbunden.
      Hört sich so an, als ob da jemand nach dem Grundsatz vorgegangen ist: Viel hilft viel
      - ohne letztlich genau zu wissen, was er da macht.

      Das Heckrohr ist auf ganzer Länge mit einem Kupferflachband versehen.
      mMn ziemlicher Unfug, da das CFK - Rohr ansich schon leitet.

      Miss einfach, ob Du vom Heckgehäuse zum Motorgehäuse einwandfreien Durchgang hast (ohne diese ganzen zusätzlichen elektrischen Verbinderlis) - das reicht völlig.
      Falls das nicht der Fall ist, an den ßbergängen CFK/Alu das CFK leicht anschleifen. Das sollte Abhilfe schaffen.
      Der NT hat zusätzlich für den Heckriemen noch die Grafitandruckrollen und bei eventuellem Einsatz von 2,4 GHz, wie Robert schon schrieb, hätte ich ohnehin keine Bedenken. (Obwohl man bei den ganzen Logos, die diese zusätzlichen Potenzialausgleiche eingebaut bekommen, auch davon ausgehen kann, daß die überwiegende Mehrheit nicht mehr mit 35 MHz betrieben werden).

      Worin liegt der technische Vorteil des CFK-Speichen-Riemenrades der letzten NT-Version ?
      Durch die Flanken dieses Rades wurde verhindert, dass der Riemen unter Last vom Rad wandert. Bei meinem NT hat sich der Riemen nach kurzer Laufzeit immer Richtung RC - Brücke aufgemacht, um dort unter Aufopferung einiges Gummis eine feine Nut zu fräsen.
      Wenn das bei Deinem NT nicht der Fall ist, mußt Du nicht zwanghaft tauschen.
      Das verzahnte Delrinrad bietet ansich nämlich besseren Kraftschluß ohne den Riemen sehr stramm spannen zu müssen wie beim CFK/Alu - Rad ohne diese Verzahnung.

      Und falls Du schon nachrüstest: Es gab mal jemanden, der hat solche CFK/Alu - Räder hergestellt, die eine Verzahnung haben (Ist vielleicht über die SUFU hier noch aufzutreiben). Wenn mich meine Erinnerung nicht im Stich läßt, hat derjenige auch noch Chassisversteifungsteile für den recht weichen NT - Rahmen angefertigt. Vielleicht auch nicht uninteressant, wenn man den NT länger behalten möchte.

      Grüße

      Ingo

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      • turnblue
        Member
        • 25.10.2006
        • 608
        • Jörg
        • Bremer Umland

        #4
        AW: NT, statische Aufladung, CFK-Speichen-Riemenrad ?

        Hallo Robert und Ingo,

        vielen Dank für die beruhigende und die ausführliche Antwort.
        Ich fliege zwar beide Bänder, aber in den großen Helis nur noch 2,4 GHz.
        Werde dann die Ente vom bisherigen Kabelsalat befreien und den Potenzialausgleich vom Heckrotor- zum Motorgehäuse etwas dezenter gestalten.

        Gut, daß Du das mit dem Riemenrad erwähnt hast. Da ich meinte, das orig. Henseleit sei ohne Nuten, aber irgendwo auch schon ein Foto mit Verzahnung gesehen habe, dachte ich schon es gäbe seitens Jan 3 Varianten...So hat sich das auch geklärt.
        Da das Chassis bisweilen keinerlei Schleifspuren aufweist, werde ich vorerst einfach das Delrinrad ausprobieren. Davon mal ab, finde ich, es ist ein sehr schön gefertigtes Bauteil.



        Mit sicherlangentenfliegenden Grüßen, Jörg
        akopalüze nau

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        • Jan Kollmorgen
          Senior Member
          • 08.08.2007
          • 3004
          • Jan
          • FSC-Siegburg Vereinsgelände

          #5
          AW: NT, statische Aufladung, CFK-Speichen-Riemenrad ?

          Hallo Jörg, den ganzen Kabelsalat kannst du beruhigt entfernen und auch die Kupferschicht auf dem Heckrohr kann weg, wenn du sie noch abbekommst. Ich hatte das seinerzeit auch vor nachdem ich den NT übernommen hatte, bin aber nie dazu gekommen.

          Das stammt alles noch aus 35MHz Zeiten, und ganz entgegen Ingos Aussage hatte sich der Vorbesitzer sehr wohl recht viel dabei gedacht

          Viele Grüße, Jan

          Kommentar

          • Chris Lange
            Senior Member
            • 13.05.2005
            • 5371
            • Christian

            #6
            AW: NT, statische Aufladung, CFK-Speichen-Riemenrad ?

            [QUOTE=turnblue;1273035]Hallo,
            nahezu etwas unerwartet bin ich nun Dank eines rc-heli Mitglieds an eine gute gebrauchte Ente gelangt.
            Mittels Suchfunktion konnte ich schon allerhand Fragen zum Heli und Motor ( OS-FX) beantwortet finden.
            Sehr guter Heli, du wirst bei korrektem Umgang mit dem Motor viel Spaß haben.


            Einige beschäftigen mich aber weiterhin:
            Mein NT hat das Ur-Delrinriemenrad und etliche Maßnahmen zur Verhinderung statischer Aufladung:Alle CFK-Chassisteile sind mit Potenzialausgleichskabeln untereinander verbunden. Das Heckrohr ist auf ganzer Länge mit einem Kupferflachband versehen.
            Ist das nicht etwas übertrieben? Könnte evtl. ein Potenzialausgleich nach Vorbild Logo-10 bis Logo 600 (Heckgetriebe mit Heckrohr, Heckrohr zum Chassis) ausreichen?
            Jan hat bevor er die Graphitrollen zum Einsatz brachte eine kleine Kugel mit Feder in einen der Aufahmeböcke des Heckrohr's integriert. Normalerweise reicht es an der Druckstelle der Kugel das Heckrohr leicht anzuschleifen. Diese Version empfand ich sogar als die bessere, da sie keinem Verschleiss unterliegt. Bei den Graphitrollen hat man halt noch den Vorteil, dass sie den Riemen etwas beruhigen.

            Die Erste Version des NT's hatte keine Kugel und keine Graphitrollen. Dort wurde einfach etwas Alu Folie bei den Klemmbock für das Heckrohr gespannt und somit eine leitende Verbindung geschaffen vom Heckrotor bis zum Motor.

            Eine Verkabelung wie du sie beschreibst ist für meine Erfahrungen beim NT unfug.

            Worin liegt der technische Vorteil des CFK-Speichen-Riemenrades der letzten NT-Version ?
            Sollte ich das zwanghaft nachrüsten ?
            Nachrüsten ist nicht wirklich notwendig. Das größte Problem des Riemens war nicht dass wandern auf der Scheibe sondern die Spannung. Aufgrund der höheren Wärmeausdehnung beim Delrin Rad kam es zu verspannten Riemen die an den Kanten kaputt gingen und deren Stahlseile dann den Tank kaputt scheuerten. Wer regelmäßig und gerade bei unterschiedlicher Aussentemperatur seine Riemenspannung kontrolliert und sie tendenziel eher locker einstellt wird wenig Probleme mit dem Delrin Rad bekommen. Das CFK Reibrad kostet übrigens dank der hohen Spannung die es auf dem Riemen benötigt Leistung. Im CFK Reibrad wurde von Jan kleine Löcher in jedem Viertel des Aussenring's vorgesehen für Passstifte. Diese haben bei mir den Betrieb mit lockeren Riemen und CFK Reib/Stahlstiftrad gewährleistet. Bei dem Betrieb mit den Stahlstiften sollte man aber den Rotor nicht mit der Hand Rückwärts drehen da der Riemen sonst auf die Stifte auflaufen könnte.

            Würde mich über Antworten (eines) aktiver(n) NT-Piloten sehr freuen.
            Auch über die Antworten eines NT-Rentners?
            Moin

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            • arnie
              Member
              • 18.10.2002
              • 564
              • Ingo

              #7
              AW: NT, statische Aufladung, CFK-Speichen-Riemenrad ?

              @chris: entschuldige bitte, wenn ich das nochmal aufgreife, aber was soll sich denn am Zahnriemen verspannen, dass es die Kanten zerstört ?

              Den Riemen hat es an den Kanten immer dann gehimmelt, wenn er durch's Runterlaufen vom Rad am Chassis geschliffen hat. Das hat dann meist auch noch die ersten Stahlinlets gekappt.
              So weit mir bekannt hatte die allererste Serie ebenfalls ein Delinrad, welches diese Probleme nicht machte (warum auch immer, andere Zahnteilung etc. ?)

              Aber am Tank hat das dadurch nicht schleifen können. Das war vielmehr das Ergebnis des sich aufblähenden Tanks im Betrieb. Wenn's dann blöd gelaufen ist, hat dan das Riemenrad selbst den Tank geschlitzt. Gab's auch ein paar Ansätze mit simplen konstruktiven Eingriffen um dies zu verhindern.

              Kommentar

              • Chris Lange
                Senior Member
                • 13.05.2005
                • 5371
                • Christian

                #8
                AW: NT, statische Aufladung, CFK-Speichen-Riemenrad ?

                Servus Arne,

                Naja soweit ich weiß kamen die zerstörten Flanken des Riemens durch ein sich ausdehnendes CFK Rad und somit zuviel Spannung auf dem Riemen wodurch dieser an den Kanten kaputt ging. Ob die Kanten aus diesem Grund jetzt bis zum CFK liefen kann ich von meinen Mechaniken die ich geflogen habe nicht nachvollziehen. Die gerissenen Stahlseile die an den Riemenkanten dann rausschauten haben die Tankecken vorne oben aufgeschlitzt.
                Moin

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