gute Frage ! Heute habe ich zum ersten Mal richtig warme Akkus und Motor gehabt. Noch nicht heiß, aber eben richtig warm. Schätze jeweils 40° bis 50° nach "flottem" Flugstil. Werde mir wohl bald ein Infrarot-Thermometer holen, das ist wohl das richtige Instrument, um nicht nur die Oberflächentemperatur der Kandidaten zu messen - oder ?
Sa Rollenkreise, Rückwärtsrollen, Rückwärtsloops usw. geflogen, ca. 11 Minuten bei 1800 U/min. Zwischendurch ab und zu weniger Drehzahl zum "Abkühlen des Motors und Piloten".
Temperatur Motor (Plettenberg Setup): heiß, aber noch im grünen Bereich (ca. 60-70°)
Akku: 50°, so dass ich den Lüfter zum Laden rausgeholt habe.
Im Vergleich mit dem Joker (Actro 24-4, TP Gen 1) ist das Setup merklich kühler (Motor: 80°, Akku 60°). Joker hat gefühlsmäßig aber mehr Steigleistung. Dafür ist MP schneller und präziser.
Habe kein Thermometer, alle Temperaturen sind daher nur geschätzt.
Werde mir wohl bald ein Infrarot-Thermometer holen, das ist wohl das richtige Instrument, um nicht nur die Oberflächentemperatur der Kandidaten zu messen - oder ?
Hallo Klaus,
mit den Infrarot-Thermometern ist das so ne Sache. Leider ist bei den günstigeren Geräten (zb. Conrad) der Emissionsgrad nicht einstellbar. Dieser ist jedoch sehr wichtig, wenn man von der abgestrahlten Leistung auf die eigentliche Temperatur des Körpers schließen will. Der Emissionsgrad hängt vom Material und dessen Oberfläche ab. Du wirst zb. bei der Messung an polierten Alu (sehr niedriger Emissionsgrad) und sehr rauhem Alu (hoher Emissionsgrad) zwei unterschiedliche Ergebnisse ablesen können, obwohl beide Körper die gleiche Temperatur haben können. Bei einem Gerät von Conrad ist der Emissionsgrad zb. mit 0,98 fix vorgegeben. Poliertes Alu hat jedoch Werte von teilweise unter 0,1. Man sollte daher nicht alles glauben, was einen solche Meßgeräte anzeigen. Nur so zum Nachdenken...
Lass dich nicht verwirren. Die Infrarotmessung ist praktikabel und sehr genau. Man ermittelt damit schnell beliebig viele Werte am Messkörper und kann dann eine zuverlässige Spitzen-u. Mittelwert-Temperatur mitteln.
Das Problem mit spiegelnden Metalloberflächen ist normalerweise schon in der Anleitung erwähnt. Wer unbedingt poliertes Alu messen möchte, muß eben einen Messpunkt aufpinseln oder aufkleben, möglichst in schwarz. Das ist aber immer noch weniger Arbeit, als einen gewöhlichen Temperatursensor anzubringen. Wer damit mit der Genaugkeit eines Infrarotthermometers konkurrieren möchte, muß sich dabei Mühe geben. Der Sensor misst nur dann genau, wen er eine feste Verbindung mit dem Objekt hat, die die Wärme gut in den Sensor einleitet.
ßbliche Kontaktsensoren bieten aber den Vorteil, dass man damit die Innentemperatur von z.B. dem Akku ermitteln kann. Das macht man eben einmal und relativiert das zur Oberflächentemperatur und kann künftig zuverlässig von der Oberflächen- auf die Kerntemperatur schließen.
Jedenfalls ist die Infrarotmessung allemal genau genug für unsere Zwecke. Wer daran zweifelt, kann ja mal eine bekannte Temperatur messen. Die Hauttemperatur sollte eigentlich immer zum "Eichen" zur Verfügung stehen und wird erstaunlich genau angezeigt, egal ob man nun Mallorca-braun oder käsweis ist.
niemand versucht zu verwirren und niemand stellt die Genauigkeit in Frage! Wer sich jedoch solcher Meßgeräte bedient, sollte über die Thematik des Emissionsgrades bescheid wissen. Auf das wollte ich mit meinem Beitrag hinweisen. Viele benutzen diese Geräte und verwenden es für alles was ihnen unter die Finger kommt. Daß man da schon mal zu falschen Ergebnissen kommt sollte jetzt klar sein. Wie schon richtig erwähnt, kann man durch aufkleben oder lackieren Abhilfe schaffen. Wer dies jedoch nicht weiß, der mißt eventuell Mist. ßbrigens entspricht der Emissionsgrad von 0,98 genau der menschlichen Haut. Daher wird diese auch erstaunlich genau angezeigt.
du läßt dich anscheinend wirklich sehr leicht verwirren. Was ist an der Wahrheit so erschreckend? Viele benutzen diese Geräte und glauben dann, was im Display steht. Nach meinen Beiträgen wissen sie jetzt zumindest, daß es Fehlerquellen geben kann, die zu Abweichungen führen. Aber jetzt zur Beruhigung: in der Regel liegt der Emissionsgrad über 0,9. Es gibt jedoch Fälle, wo dies eben nicht der Fall ist. Und da finde ich es gut, darauf hinzuweisen. Und wenn solch ein Hinweis in der Bedienungsanleitung eines Gerätes steht, bist du dann auch verwirrt und gibst es zurück?
Und wenn ich noch keinen Acrobat SE hätte, hätte ich mir nach den diversen Beiträgen von dir sicher auch keinen gekauft. Verwirrende Info eben...
kritisch ist der Akku. Je nach Hersteller werden Maximaltemperaturen von 60-70°C zugelassen.
Wenn der Akku nach dem Flug deutlich über 60°C hat, geht das auf die Lebensdauer. Im Sommer daher lieber etwas kürzer fliegen um den Akku zu schonen.
Motor und Regler sind bei 60°C im absolut "grünen" Bereich.
Für den Motor empfiehlt Kontronik max. 100 Grad am Gehäuse, die Wicklungen sollen 150 Grad abkönnen. Problematisch sollen nach Hörensagen aber auch die Magnete sein, sollen unter hohen Temperaturen (> 100 Grad) Kraft verlieren.
Ich kenne keine offiziellen Temperaturen für den Regler, aber der bleibt sowieso am kühlsten.
Der Akku ist auch meiner Meinung nach das schwächste Glied. Die momentan gehandelten 60-70 Grad sind im Sommer schneller erreicht, man sollte seinen Flugstil darauf abstellen.
was Akkus angeht, gibts aber inzwischen welche, die noch etwas belastbarer als die APL sind. Die Kokams 3200h sind sicherlich für alle die Extrem unterweg sein wollen super, sind aber halt recht schwer, wie schon des öfteren diskutiert wurde. Dafür habe ich inzwischen welche mit 75 Zyklen, die noch nicht merklich an Druck verlohren haben, lediglich die Kapazität nimmt langsam ab (bisher ca. 15%). Dabei habe ich die Akkus aber auch wirklich nicht geschont. Für Leute die aber lieber etwas länger Spass haben und dennoch ganz gut dampf haben wollen sollten TP Pro LItes in 10s3p auch brauchbar sein. Da hätte man dann 6Ah, da kann man dann auch bei etwas heftigerem 3D so um die 10 Minuten fliegen. Ich habe die Pro Lites in 2p. Da gehen sie bei ca. 30°C Akkutemperatur nur geringfügig schlechter als die Kokams, in 3p dürften sie dann ähnlich sein! In 2p hat man aber den Vorteil, dass man bei 10s2p bei 820g Akkugewicht liegt. Das bei recht respekatablem Druck. Bei 3p wäre man entsprechend irgendwo bei 1200g... Vom BAlancing sind die Pro Lites bisher super, nach bisher 18 Zyklen, liegt die Spannungsdifferenz im geladenen Zustand ohne Nachbalancen bei allen 2p Packs bei unter 0.003V, was sehr gut ist....
Viele Grüße
Christian
P.S.: Das geht tiefer! Ooops, so tief doch nicht... Unbelehrbar!
ich habe gestern auch Temperaturen gemessen, da es "schön warm" (26°C) war.
Flugzeit: je 8-9 Minuten
Flugstil: ca. 3 Minten "ballern" bei max. Drehzahl. Danach immer noch sehr flottes fliegen bei ca. 1700RPM
Motortemperatur (Tango 45-7): ~60°C
Regler: nicht gemessen
Akku 10S5P (8 Minuten, ca. 100 Zyklen, Vorserie, gelötet): ~60°C
Akku 10S5P (9 Minuten, ca. 10 Zyklen, letzte Akkuserie, geschraubt, dickere Zellen): ~50°C
Die Akkus sind hinten etwas (~5°K) kälter als vorne.
Alles mit IR-Termometer gemessen.
Viele Grüße,
Mark
Hallo Mark,
danke für die Messwerte, heute hatte ich bei 30°C Aussentemperatur auch knapp über 60°C am Akku und 67° am Motor. Muß wohl daran liegen, daß eine Zuschauerin mich zwischendurch mit Sekt versorgt hat - Schande über mich...
Hab dafür ihren Sohn mal im Schülerbetrieb meine Sukhoi fliegen lassen - war sehr lustig. Da ich das www.poeting1.de-Käppi von Bernd aufhatte, wollten sich zwei Leute gleich in "meiner" Flugschule anmelden.
Die 5K Unterschied zwischen Akku vorne und hinten habe ich auch immer - hast du eine Idee, wie man mehr Kühlluft an den Akku bringen kann ?
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