Verbrauchte LiPo Kapazität messen

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  • Schuster
    Schuster

    #1

    Verbrauchte LiPo Kapazität messen

    Hallo,

    ich benutze einen Schulze isl936 Lader mit Orbit-Balancern für den Henseleit 10s5p-Pack. Ich habe den Akku jetzt schon drei Male aufgeladen, jedes Mal mit den Balancern.

    Folgendes Problem: Die Orbit-Balancer können bis zum einem Strom von 550 mA regeln. Mir fällt auf, dass bei angeschlossenen Balancern das Ladegerät Ewigkeiten in der schulze-Abschaltstufe "b" (die Voll-Erkennung geschieht in 4 Stufen - a/b/c/d, bei d wird abgeschaltet) verbringen kann. Sobald der Strom vom Ladegerät unter die 550 mA sinkt, läuft meiner Meinung nach der komplette Strom über die Balancer und die Kapazitätsanzeige auf dem Ladegerät läuft endlos weiter. Es blinken auch alle Balancer wunderschön gleichmäßig.

    Ich denke also, dass man so unmöglich klar sagen kann, wieviel jetzt tatsächlich nachgeladen wurde. Das abziehen der Balancer hat auch tatsächlich einen großen Einfluß auf das Regelverhalten des Ladegerätes. Bei nicht angeschlossenen Balancern läuft die Kapazitätsanzeige auch tatsächlich asymptotisch gegen irgendeinen Wert. Wie kann man sich so vernünftig an die Grenzen der Akku-Kapazität herantasten?

    Wie ladet Ihr Eure Akkus auf? Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit den schulze-Ladern? Oder bin ich hier zu vorsichtig?

    Ich wäre dankbar für etwas Hilfe.

    Günter
  • racerat
    racerat

    #2
    Verbrauchte LiPo Kapazität messen

    Hallo Günter,

    mit angeschlossenen Balancern wird ein Teil der Ladeenergie in Wärme umgesetzt sobald die ersten Zellen die 4.2 V erreichen. Es macht also keinen Sinn von der eingeladenen Energiemenge beim balancen auf die Kapazität des Akkus zu schliessen.
    Ein zweites Problem ist das die Schulzelader gern etwas ueber 4.2 V einladen möchten, was bedingt durch die Balancer NICHT möglich ist, daher wird der Ladevorgang nie beendet werden.

    Gruss

    Ralf.

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    • Teutsch Peter
      Teutsch Peter

      #3
      Verbrauchte LiPo Kapazität messen

      Hallo Günter

      Ich lade mit demselben Equipment.

      Du hast recht, man müsste die verbrauchte Lademenge der Balancer kennen.

      Du ladest deine Akkus korrekt. Lies mal das Dokument zum Laden der Lipos auf der Homepage von Schulze. Die beschreiben dort eine weitere Möglichkeit zum Laden.

      Ca. alle 10 Flüge verwende ich die Lademethode von Schulze.
      Ansonsten mit Balancern.

      Sinkt der Ladestrom mit den Balancern unter ca. 250 mAh, klemme ich den Akku ab.

      Durch einen Vergleich der Lademengen beider Ladetechniken kannst du dann die eingeladenen Menge auch mit Balancern gut abschätzen.

      Randbemerkung:

      Einmal leuchtete einer meiner Balancer bereits bei ca. 4,1V pro Zellenpack. Was war geschehen? Dieser Pack wurde frühzeitig voll! Habe den Akku geöffnet und von einer Zelle war ein Ableiter abgebrochen.

      Glück gehabt! Noch einige Flüge und die restlichen Zellen hätten sich kaputtgeflogen. Die defekte Zelle wurde ausgetauscht, der Pack formiert und alles war in bester Ordnung.

      Grüsse, Peter

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      • Teutsch Peter
        Teutsch Peter

        #4
        Verbrauchte LiPo Kapazität messen

        Habe ich noch vergessen.

        Meine Lipos sind nicht wie die Lipos von Jahn konfektioniert. Ein Ableiter ist durch mein eigenes Verschulden (mech. Belastung) abgebrochen.

        Grüsse, Peter

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        • Schuster
          Schuster

          #5
          Verbrauchte LiPo Kapazität messen

          Hallo Peter,

          danke für den Hinweis. Habe mir das gerade ausgedruckt und durchgelesen. Die beschriebene Lademethode ist sicher ok und mit dem Henseleit-Servicestecker auch problemlos zu machen.

          Bzgl. der Balancer beschreibt schulze hier, was ich mir schon gedacht habe. Ich finde es nur etwas risikofreudig, darauf zu verzichten, gerade eben, weil die schulze-Lader an die obere Spannungsgrenze gehen. Die beschriebene Abhilfe funktioniert aber bei den Orbit-Balancern nicht, weil die bei einem fertig geladenen Pack keine Spannungsänderungen mehr registrieren, vielleicht dreimal kurz blinken und sich dann abschalten.

          Im Grunde heißt das jetzt, dass ich es so machen werde wie Du. Den Pack beobachten und aufpassen, ob und wann alle Balancer gleichzeitig in den Regelmodus kommen und wenn der Strom unter 500 mA (ich denke 250 mA ist schon zu wenig) gesunken ist, den Akku einfach abklemmen.

          Schade, ich hatte mir die schöne neue LiPo-Welt etwas durchdachter vorgestellt. Man ist eben immer noch etwas der Pionier und Wegbereiter. In der nächsten Generation wird dann vielleicht alles besser funktionieren.

          Euch allen einen guten Rutsch und viele erfolgreiche Flugtage in 2005!

          Günter

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          • siXtreme
            Senior Member
            • 05.06.2001
            • 3923
            • Robert

            #6
            Verbrauchte LiPo Kapazität messen

            Tja, nicht alles ist Gold was glänzt....
            Ich stelle fest daß ein Modellhubschrauber mit Turbine wesentlich ungefählicher ist in der Handhabung ist als ein LIPO-Heli.
            Den Turbinenheli stellt man nach dem fliegen zurück und braucht kein schlechtes Gewissen zu haben wenn er nicht anspringt.
            Bei LIPO-Akkus ist das genau nicht der Fall, wenn da was nicht stimmt... 8o
            Außerdem, sollten die beiden Abstürzen ist die Brandgefahr wohl gleich groß

            Gruß Robert
            Luftakrobat.

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            • Teutsch Peter
              Teutsch Peter

              #7
              Verbrauchte LiPo Kapazität messen

              Hallo Günther

              Bisher habe ich für MICH die folgenden Schlussfolgerungen getroffen:

              N-serielle LiPo Packs werden bis zu ihrer (summierten) Ladeschlusspanung geladen.

              Alle unsere konventionellen Lader berechnen die Ladeschlusspannung NUR für den Gesamtpack. Das war bisher bei allen NiCd/NiMh`s auch so und hat auch bestens funktioniert.

              NiCd/NiMh`s haben jedoch eine Ladereserve. Diese Akkus dürfen bis zu einem gewissem Grad schadlos überladen werden. Somit balancen sich alle Zellen bei korrekter Behandlung selbst!

              Bleibt ein Lader einige Prozente unter der Ladeschlussspannung, so werden Akkus geschohnt und niemals voll. Die nicht verwendete Restkapazität ist sicherlich sehr klein.

              Auch Balancer diverser Hersteller bleiben oft etwas unter der Herstellerspezifischen Ladeschlussspannung der Akkus.

              Lösungen für die Zukunft?

              1.) LiPos erhalten eine Ladereserve *, ODER
              2.) neue Ladegeräte laden jeden einzelpack immer getrennt (Teuer).

              Ich fliege sehr gerne Elektro, da ich mich auch gerne mit den Akkus und der Ladetechnik interessiere.

              Derzeit gibt schon sehr robuste LiPos.

              Grüsse, Peter

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