Driften beim NT

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  • guek
    Member
    • 23.01.2003
    • 87
    • Guenter

    #1

    Driften beim NT

    Hi zusammen,

    habe Fragen wegen leichtem wegdriften beim NT.

    Mein NT (Henseleit-Empfehlung Konfiguration, Linksdreher) driftet bei
    Loopings nach links weg (Roll), d.h. ohne Aussteuern wirds eher eine
    Schraube. Könnte das an unterschiedlich schnell laufenden Servos
    liegen? (Bei ßberschlagen das selbe Phänomen).

    Beim Schweben driftet das Heck langsam nach links (trotz Heading-Hold).
    Das wurde glaub ich schon mal im Forum diskutiert, kanns aber nicht finden.

    Beides kann man aussteuern - aber ist es normal? (Beim Rappi tritts nicht
    merkbar auf...)

    Günter
  • Klaus G.
    Klaus G.

    #2
    Driften beim NT

    Hallo Gunter,
    Mein NT zeigt das selbe Verhalten, ausser das wegdriften auf dem Heck, ich benutze einen GY601er. Das wegrollen ist beim Heli normal, warum kann ich dir auch nicht genau sagen, doch habe mal darüber was gelesen im Rotor !!!

    Kommentar

    • Boris Neuhuber
      Gelöscht
      • 18.07.2001
      • 58
      • Boris
      • Oberbayern

      #3
      Driften beim NT

      Hallo Jungs,
      ich habe bei meinem Kreisel einfach von Heading Lock auf normal umgestellt, und dazu auf eine saubere Steuerung von Roll geachtet.
      Da hats dann auch mit sauberen Loopings geklappt....
      CU
      Boris

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      • renso
        renso

        #4
        Driften beim NT

        hi,

        hab zwar keinen nt, aber das ist in dem fall egal.
        die paddel richtig einstellen beide genau 0° und dann auch auf umschlag...
        stefan segerer hat da mal nenn beitrag geschrieben.
        seit ich das gemacht habe, fliegt er bei allem genial.

        Kommentar

        • muemmel
          Member
          • 31.03.2003
          • 274
          • steffen

          #5
          Driften beim NT

          Hi,

          könnte das eventuell an der Montage des Kreisels liegen? Meist ist der Kreisel genau senkrecht im Heli montiert. Aber im Flug ist der Heli ja nie senkrecht, sonden (fast) immer etwas zur Seite geneigt, so daß der Kreisel beim Looping doch so was wie eine Drehung um die Hochachse vorgegaukelt bekommt. ßhnlich ist es bei einer Rolle, wo der Heli auch nicht gerade hängt, sondern beim Anflug meist leicht nach vorne geneigt ist. Vielleicht kann man das ein wenig durch gezieltes Schiefsetzen ausgleichen. Oder vielleicht für höchste Ansprüche wie F3C-Meisterschaften den Kreisel sogar flugphasenabhängig über Servos kippen.

          Gruß Mümmel das Mümmel
          \ /[br](°°)_).[br][br][br]Mümmel ante portas

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          • holger
            Member
            • 02.07.2002
            • 778
            • Holger

            #6
            Driften beim NT

            Hallo,
            Meist ist der Kreisel genau senkrecht im Heli montiert. Aber im Flug ist der Heli ja nie senkrecht, sonden (fast) immer etwas zur Seite geneigt
            ich glaube, in der Theorie ist ein Denkfehler drin. Du hast drei mögliche (Rotations-)Achsen im Heli. Eine davon lässt sich ausschließlich durch den Einsatz des Heckrotors dämpfen (NM) bzw. regeln (HH). Die (absolute) Lage im Raum sowie eine Bewegung (nicht Rotation, sondern Translation) ist dem Gyro-Sensor dabei egal bzw. sollte im Rauschen untergehen. Solange Du also im Flug das Heckrohr nicht verbiegst, sollte der Kreisel seinen Job korrekt erfüllen.

            Viele Grüße,
            Holger

            Kommentar

            • muemmel
              Member
              • 31.03.2003
              • 274
              • steffen

              #7
              Driften beim NT

              Hi,

              ne da hab ich mich wohl zu ungenau ausgedrückt. Der Heckrotor ist für die senkrechte Hochachse zuständig, die durch den Schwerpunkt des Helis geht. Die ist aber nicht mit der Rotorwelle identisch. Bei einer Pirouette dreht sich der Heli nicht um die Rotorwelle (das macht er höchstens bei mir ;-) ) sodern um die senkrechte Hochachse. Und wenn man ihn nicken läßt, dann auch nicht um die schräg liegende Querachse, sondern im allgemeinen genau senkrecht nach vorne. Durch die am Chassis orientierte Montage bekommt der Kreisel jedoch eine ßberlagerung aus zwei verschiedenen Drehungen vermittelt. Genauer vorstellbar wird es, wenn Du den Heli in Gedanken weiter drehst. spätestens bei 90° auf der Seite liegend würde aus dem Reinen Nicken (in Bezug auf den Erdboden) ein Gieren (in Bezug auf den Heli).
              Reinrassige Zustände gibts da nur bei völlig senkrecht hängenden Helis mit pendelnd aufgehängter Nabe und Hero genau auf Höhe des Hauptrotors, oder aber bei Koachs-Helis wie der Hirobo XRB-Lama...

              Gruß Mümmel das Mümmel
              \ /[br](°°)_).[br][br][br]Mümmel ante portas

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              • holger
                Member
                • 02.07.2002
                • 778
                • Holger

                #8
                Driften beim NT

                Hallo,

                Der Heckrotor ist für die senkrechte Hochachse zuständig, die durch den Schwerpunkt des Helis geht. Die ist aber nicht mit der Rotorwelle identisch.
                Ich glaube, hier liegt das Problem. Der Heckrotor hat ja in erster Linie den Zweck, das Gegendrehmoment, was beim Antrieb des Hauptrotors entsteht, zu kompensieren. Dieses liegt aber zumindest im Durchschnitt exakt in der Hauptrotorwelle (mal anschaulich gesprochen), ganz egal, wie der Heli im Raum liegt. Weiterhin kann der Kreisel dafür sorgen, das es unter- oder überkompensiert wird. Aber immer ausschließlich um die Rotorwelle.

                Ein bischen anders könnte es nur aussehen, wenn der Heckrotor deutlich über oder unter dem vertikalen Schwerpunkt liegen würde und somit ein voller HeRo-Ausschlag irgendwie eine Taumelbewegung des Helis verursachen würde. Aber ich glaube nicht, dass das bei irgend einem Heli der Fall ist. Zumindest hab ich gerade mal beim NT und beim MegaStar nachgeschaut, da ist der HeRo ziemlich genau auf Höhe des SWPs.

                Das Du für eine saubere Pirouette auch Nick/Roll/Pitch steuern musst, ist klar. Nur kann Dir dabei der Kreisel nicht helfen, da er ja hier keine Eingriffsmöglichkeiten hat.

                Viele Grüße,
                Holger

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                • muemmel
                  Member
                  • 31.03.2003
                  • 274
                  • steffen

                  #9
                  Driften beim NT

                  Hi,

                  die Höhe des Heckrotors ist nicht bezogen zum Schwerpunkt sondern zum Hauptrotor ausschlaggebend. Der Hauptrotor erzeugt ein Rückdrehmoment, das genau um die Rotorwelle drum rum führt.
                  Der Heckrotor kompensiert dieses mit einem seitlichen Schub. Dieser erzeugt auf Grund seines Abstandes zur Rotorwelle ein Drehmoment, aber eben auch einen Schub zur Seite. Damit der Heli aber nicht zur Seite wegrutscht, muß der Hauptrotor nun einen seitlichen Gegenschub zusätzlich zu dem dem Gewicht entgegengesetzten Schub nach unten aufbringen. Der Hauptrotor wird also ein wenig schräg angestellt, damit er sowohl nach unten als auch zur Seite schiebt. Dieser seitliche Schub des Hauptrotors wird aber genau in Höhe der Rotorblätter realisiert. Der Heckrotor liegt aber meist ca 5-10 cm tiefer und versucht den Rumpf des Helis in Heckrotorschubrichtung zur Seite wegzukippen. Das gelingt ihm genau so weit, bis das Gewicht des Helis durch die zunehmende Auslenkung den Ausgleich schafft. Ein still in der Luft hängender Heli ist also nicht symetrisch sondern von vornherein unsymetrisch. So schief wie der Rumpf des Helis hängt aber auch der Kreisel. Damit liegt die Hochaches des kreisels nicht mehr genau auf der Hochachse des Helis, sondern nimmt eine Lage zwischen Hoch- und Querachse ein und wird somit auch von Bewegungen um die Querachse (Nicken) mit beeinflust, und zwar jeweils für Rechts- und Linksdreher entgegengesetzt.
                  Um jetzt eine saubere Pirouette zu fliegen muß nicht nur der heli um seine Rotorachse gedreht werden, sondern die Schrägstellung des Rotors muß gegen den Widerstand der den ursprüngliechen Zustand aufrecht erhalten wollenden Kreiselkräfte mit der Drehung des Rumpfes mit rum genommen werden. Wären der Hubi sich scheinbar sauber um sich selbst dreht macht die Rotorscheibe dabei eine leichte Taumelbewegung wie ein angeschupster Kinderbraummkreisel mit.

                  Gruß Mümmel das Mümmel
                  \ /[br](°°)_).[br][br][br]Mümmel ante portas

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                  • walter.h
                    Member
                    • 06.07.2001
                    • 418
                    • Walter

                    #10
                    Driften beim NT

                    Hi zusammen,

                    habe Fragen wegen leichtem wegdriften beim NT.

                    Mein NT (Henseleit-Empfehlung Konfiguration, Linksdreher) driftet bei
                    Loopings nach links weg (Roll), d.h. ohne Aussteuern wirds eher eine
                    Schraube. Könnte das an unterschiedlich schnell laufenden Servos
                    liegen? (Bei ßberschlagen das selbe Phänomen).

                    Beim Schweben driftet das Heck langsam nach links (trotz Heading-Hold).
                    Das wurde glaub ich schon mal im Forum diskutiert, kanns aber nicht finden.

                    Beides kann man aussteuern - aber ist es normal? (Beim Rappi tritts nicht
                    merkbar auf...)

                    Günter
                    Hallo Günter,

                    das Wegdriften ist durchaus normal, was ich aber nicht nachvollziehen kann, ist dass Du schreibst, dass dein NT nach links wegdriftet.
                    Ein Linksdreher hat nämlich immer die Tendenz nach rechts wegzudriften, und zwar wegen dem auszugleichenden Drehmoment und dem daraus resultierenden seitlichen Heckrotorschub, wie es auch "Muemmel" geschrieben hat.

                    Je nachdem mit wieviel Pitch Du den Heli zum Looping hochziehst, ist das Phänomen stärker oder schwächer ausgeprägt. (Logisch oder, bei mehr Pitch mehr auszugleichendes Drehmoment, mehr seitlicher Schub, der beim Linksdreher den Heli aber immer nach rechts schiebt).

                    Ein Wegdriften nach rechts kommt nur zustande, wenn man sehr weiträumige Loopings fliegt, wo man eine beträchtliche Strecke in der Rückenfluglage fliegt, denn in Rückenfluglage dreht sich die Sache um.

                    Meine Loopings werden deutlich schöner, seit ich beim Einflug beim hochziehen leicht Roll links dagegen halte, am Scheitelpunkt dann Neutralstellung des Rollknüppels oder wie oben angesprochen ganz leichte Korrektur nach rechts.

                    Hört sich jetzt kompliziert an, aber nach einiger Zeit steuert man das automatisch.

                    Meiner Meinung nach ist beim NT diese "Wegrolltendenz" etwas stärker ausgeprägt ist als bei manch andererem Heli.

                    Gruß Walter



                    Kommentar

                    • Klaus G.
                      Klaus G.

                      #11
                      Driften beim NT


                      Meiner Meinung nach ist beim NT diese "Wegrolltendenz" etwas stärker ausgeprägt ist als bei manch andererem Heli.

                      Gruß Walter
                      Stimmt, das habe ich auch beobachtet, mein Cuatro geht viel Neutraler durch den Looping.

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                      • guek
                        Member
                        • 23.01.2003
                        • 87
                        • Guenter

                        #12
                        Driften beim NT

                        Hallo Walter und mümmel,

                        das mit dem Heckrotorschub leuchtet mir ein.
                        Auch dass ein Linksdreher nach rechts driften sollte -
                        muss am Wochenende mal schauen in welche Richtung
                        es geht (manche haben wohl Problemem mit links und
                        rechts...).
                        Der Tip für die Loopings ist jedenfalls gut und werde ich mal
                        ausprobieren.

                        Jedenfalls hat es mich gewundert, dass der Effekt stärker
                        ausgeprägt ist als beim Rappi. Vielleicht liegts ja auch noch etwas
                        daran, dass der Rappi die normale Seitenflosse (nicht ausgeschnittene)
                        hat und deshalb der Windfahneneffekt noch etwas grösser ist...

                        Gruss,
                        Günter

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                        • Otto W. Eberbach
                          Otto W. Eberbach

                          #13
                          Driften beim NT

                          Hallo,
                          das Thema Heckrotorposition gibt es schon lange. Aus Just, Hubschrauber- und Vertikalstartflugzeuge 1963, stammen die Zeichnungen.
                          Je tiefer der Heckrotor liegt, umso mehr kippt der Rumpf zur Seite, wenn der Heli schwebt.
                          Praktische Beispiele: Die alte Cobra hatte eine biegsame Welle zum obenliegenden
                          Heckrotor, die Bell von Graupner hat ein Winkelgetriebe in der zweiteiligen
                          Antriebswelle, auch die Lockheed war so usw. Da war auch fast keine Kippung.

                          Ein Logo10 hängt deshalb auch immer schief mit der Hauptrotorebene nach rechts
                          (Rechtsdreher), weil der Heckrotor sehr tief liegt und während seiner Funktion des
                          Drehmomentausgleiches nicht nur zum Hauptrotor gegendreht, sondern letzteren
                          auch noch nach Rechts-Quer rollt.

                          Der Linksdreher NT zeigts nicht so, weil der flache Aufbau auch die Höhendifferenz des Heckrotors zum Hauptrotor verkleinert. Aber merklich ist es auch: Hauptrotorebene muss im Schweben leicht links hängen.

                          Deshalb fliegen Rechts-und Linksdreher doch unterschiedlich, nicht nur im
                          Schwebeflug, auch die Fahrtfiguren müssen anders geübt werden.

                          Andererseits gibt ein tiefer Heckrotor mehr Freiraum im Abfangen aus der Autorotation: Rotorblätter schlagen nicht so früh in den tiefen Leitwerksträger ein....

                          Damit bin ich schon bei der Lösung:
                          Geschickt, wie wir alle sein wollen, üben wir eben diese technischen Fehler so lange weg, bis die Figuren passen.
                          Irgendwo in diesem gigantischen RC-HELICOPTERFORUM hat ein Kollege
                          geschrieben, er wolle keinen so perfekten Heli, weil er da nichts mehr zum
                          verbessern hätte- ich finde, eine ganz tolle Einstellung, eine Herauforderung. Alle
                          Achtung!
                          Ich selbst habe immer noch genug zu tun, um im Fliegen diese Mängel wegzusteuern. Ich bin da schon froh, wenn mir die Technik hilft.
                          Nobody is perfect.

                          Grüsse
                          Otto





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                          • Dieter F. Heinlin
                            Dieter F. Heinlin

                            #14
                            Driften beim NT

                            Hallo,
                            Lösungsansätze gibt es da ja auch (heute) noch, zB. bei minicopter 45° Umlenkgetriebe für hochliegenden Heckrotor DBGM

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