Erster Heli-Speedtest mit MeÃ?anlage nach FAI Richtlinien

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  • nexus665
    nexus665

    #1

    Erster Heli-Speedtest mit MeÃ?anlage nach FAI Richtlinien

    Hi,

    vergangenes Wochenende, am 21./22.8. wurden einige Testflüge auf einer Speed-Meßstrecke nach FAI-Richtlinien durchgeführt.

    Ein Bericht mit schönen Bildern davon findet sich im Nachbaruniversum - warum paßt dieser Thread mMn nun hier in's Henseleit-Forum?

    Ganz einfach - Jan Henseleit ist auch gekommen, und hat uns paar Motorverrückte als ßberraschungsgast besucht - und natürlich gleich wieder den schnellsten Flug durch die Strecke hingelegt

    Außerdem flogen durch die Meßstrecke auch nur TDRs - und gar nicht langsam!

    Es war ein toller und erlebenswerter Tag, auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt (siehe Bericht). Denke, alle die dort waren haben viel Positives mit nach Hause genommen, die Stimmung war super. Es wurden Mengen an Infos und Ideen ausgetauscht, und dabei hatten wir noch Unmengen an Spaß

    Ebenso ist diese Art der Speed-Messung mit deutlich weniger Risiko für Piloten, Zuschauer und Material verbunden - und sie ist mMn deutlich fairer und nachvollziehbarer als mit Radarpistole. Noch dazu ist das Ganze wie man merkte auch schnell auf- und abgebaut, und die Helis benötigen keine zusätzlichen Sender.

    Wenn man - im Gegensatz zu uns - auch noch offizielle Funktionäre dabei hat, dann werden dort geflogene Geschwindigkeiten auch offiziell gültige FAI Rekorde!

    Abschließend sei gesagt, daß meinen Informationen nach alle, die durch die Meßstrecke flogen, den bisherigen FAI Speed-Rekord für E-Helis übertroffen haben, tlw. beträchtlich (der schnellste Schnitt über 200m hin und 200m zurück mit/gegen den Wind lag über 200 km/h).

    lG,
    Simon.
  • drei d
    drei d

    #2
    AW: Erster Heli-Speedtest mit Meßanlage nach FAI Richtlinien

    in welcher höhe darf man maximal durch die strecke fliegen?

    und mit welchen kopfdrehzahlen waren die schnellsten unterwegs?

    Kommentar

    • Sebalexx
      Senior Member
      • 27.11.2003
      • 3045
      • Sebastian

      #3
      AW: Erster Heli-Speedtest mit Meßanlage nach FAI Richtlinien

      Zitat von drei d Beitrag anzeigen
      in welcher höhe darf man maximal durch die strecke fliegen?

      und mit welchen kopfdrehzahlen waren die schnellsten unterwegs?
      Tach,

      wenn in den letzten Wochen nichts mehr an den Sensoren verändert wurde, ist die max. Flughöhe stark begrenzt, da die Durchflüge sonst nicht erkannt werden - schwer zu schätzen und kommt denke ich auch etwas auf die Kontraststärke der Haube zum Himmel an (Farbe, Wetter). Wirklich hoch durchfliegen geht aber nicht...
      Mein Logo mit weißer Haube wurde bis zu einer geschätzten Flughöhe von max. 10m manchmal erkannt - niedriger = besser, Wetter war bewölkt, Rigid von Deuterius mit gelber Haube und Shark von AndiAS mit orangener Logo-Haube ähnlich.
      Hatten vor kurzem mal mit Mario einen Sensor auf den Flugplatz gestellt um zu sehen, ob er überhaupt auslöst.

      bis denn
      Sebastian

      PS: War die mögliche Flughöhe bei besserem Wetter größer?

      Kommentar

      • nexus665
        nexus665

        #4
        AW: Erster Heli-Speedtest mit Meßanlage nach FAI Richtlinien

        Hi,

        das Höhenfenster war von 3m-30m, so wurde uns das jedenfalls gesagt - das Wetter war wirklich spektakulär gut.

        Die Strecke war 20m breit und durch 5m hohe Pfosten an beiden Seiten markiert, sie war 200m lang.

        Es war gar nicht so schwierig, das Höhenfenster zu erfüllen - schwieriger war da, bei zeitweise kräftigem Seitenwind nicht aus der Strecke geblasen zu werden, bzw. in der Tiefe die ganzen 200m auf einem Strich durchzufliegen. Dazu legt man den Heli einfach minimal mit Roll gegen den Wind - eigentlich logisch, aber trotzdem erst ein Erfahrungswert, den man machen muß

        Ebenso war es recht deutlich zu sehen, daß der einmal aufgebaute Speed auch die ganze Strecke durch gehalten werden konnte, so man denn mit minimalen oder ganz ohne Korrekturen auskam.

        Da aber einer der Sensoren zwischendurch ausfiel, sind wir zu Handstoppung übergegangen - auch das war problemlos möglich (und es war ja eine Spaßveranstaltung)

        Generell war es aber auf jeden Fall so, daß die Erkennung umso besser war, je knapper man an ca. 3m Höhe durch die Tore war. Niedriger bringt deswegen nichts, weil die Sensorik da nicht auswertet (ganz zu schweigen davon, daß das ein wenig riskant wäre). Ebenso war es wichtig, nicht zu knapp an der Seite mit dem Sensor zu fliegen - da sonst der Winkel nach oben zu steil wird und die Erkennung wieder leidet.

        lG,
        Simon.

        Kommentar

        • drei d
          drei d

          #5
          AW: Erster Heli-Speedtest mit Meßanlage nach FAI Richtlinien

          ich denke alles unter 10m ist nicht mehr so einfach.
          unter 5m stelle ich es mir sehr schwer vor.
          zumindest wenn es um eine strecke von 200m geht.

          was ist denn, wenn man nicht die ganzen 200m erfasst wird?
          ist der versuch dann ungültig?

          und könnte man für helis nicht eine etwas grössere messstrecke aufbauen?
          so 25m breit und zuverlässige erfassung bis 15m höhe?

          Kommentar

          • nexus665
            nexus665

            #6
            AW: Erster Heli-Speedtest mit Meßanlage nach FAI Richtlinien

            Es gab 2 Gates Marius...an diesen stand jeweils ein Sensor. Die Zeit zwischen den Gates wird gestoppt, die Distanz ist bekannt - und schon weiß man, wie schnell das Ding war - Du weißt schon, das Ding mit Metern pro Sekunde...

            Wenn das Höhenfenster stimmt und die Anlage auslöst - gilt der Versuch. Das Ding 200m lang zu messen macht doch wirklich überhaupt keinen Sinn - es geht ja um Durchschnittsgeschwindigkeit und nicht um kurzfristige Spitzen.

            ...es ist nicht wirklich schwierig, unter 5m zu kommen bei Highspeed - braucht nur bißchen Nerven und ßbung. Ein großes Risiko ist es deswegen nicht, weil man in solchen Situationen sowieso nur seeeeeeeeehr sanft mit dem Knüppel umgeht und weiß was man tut - sonst sollte man das lieber lassen, da geb' ich Dir recht.

            Wenn der Heli mit Vmax auf Strecke ist und Du den Abfangbogen sauber getroffen hast, dann rührst Du die Sticks gar nicht an, die bleiben auf Position den ganzen Run durch (Vollpitch, sonst alles neutral, bei ca. 15-20° negativem Anstellwinkel des Helis zum Boden). Ob das nun bei 30, 10, 5 oder 3 Metern ist - vollkommen egal, solange das Setup paßt. Das Stabi hält den schon auf Spur, man muß es nur lassen.

            Jede auch noch so kleine Steuerbewegung ist da abträglich, dann wird's eher kritisch als wenn Du ihn einfach laufen läßt

            lG,
            Simon.

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            • drei d
              drei d

              #7
              AW: Erster Heli-Speedtest mit Meßanlage nach FAI Richtlinien

              2 sensoren, auslösen, stoppen.
              alles klar.

              Wenn der Heli mit Vmax auf Strecke ist und Du den Abfangbogen...
              ich fliege etwas anders.
              und meinen heli muss ich immer etwas ziehen, sonst geht der runter mit der nase.
              (jaja ich weiß, das sollte nicht)

              naja, bis ich mal zu einem wettbewerb komme kann es noch etwas dauern.

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              • Bergbauer
                Member
                • 29.01.2009
                • 423
                • Marc
                • NRW

                #8
                AW: Erster Heli-Speedtest mit Meßanlage nach FAI Richtlinien

                Zitat von nexus665 Beitrag anzeigen
                Hi,
                (...)
                Es war gar nicht so schwierig, das Höhenfenster zu erfüllen - schwieriger war da, bei zeitweise kräftigem Seitenwind nicht aus der Strecke geblasen zu werden, bzw. in der Tiefe die ganzen 200m auf einem Strich durchzufliegen.

                lG,
                Simon.
                Moin Simon,

                da stimme ich Dir voll und ganz zu. Und wenn man dann bei diesem Seitenwind den Heli auch noch so exakt steuern kann, daß man (natürlich ganz gezielt) eine der Schranken-Stangen kürzt, ohne dabei den Heli großartig zu zerlegen, dann ist das schon respektabel finde ich

                War auf jeden Fall eine spaßige Sache, danke für Deinen Bericht an dieser Stelle.

                Grüße,
                Marc
                Angehängte Dateien

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                • nexus665
                  nexus665

                  #9
                  AW: Erster Heli-Speedtest mit Meßanlage nach FAI Richtlinien

                  Hi Marc,

                  dafür nochmals meinen vollsten Respekt - hätt' ich selbst nicht besser hingekriegt, die böse Stange zu kürzen

                  Klang selbst einige Meter entfernt (ich saß zu diesem Zeitpunkt am entgegengesetzten Gate) noch recht durchdringend Was war ich erstaunt und froh, als nach diesem Hit Dein TDR ohne Mucken weiterflog!

                  lG,
                  Simon.

                  Kommentar

                  • Sebalexx
                    Senior Member
                    • 27.11.2003
                    • 3045
                    • Sebastian

                    #10
                    AW: Erster Heli-Speedtest mit Meßanlage nach FAI Richtlinien

                    Tach,

                    Mario meinte bei dem ersten Versuch, dass eine Mindestflughöhe bei den Rekorden von 5m nicht unterschritten werden dürfte... Was bei bedecktem Himmel (und dadurch schlechterer Erkennung) das Höhenfenster doch recht knapp macht.

                    Solche Kapriolen mit kurz nach Messpunkt Aufbäumen und ähnlichem sind anders als beim Speedcup natürlich recht hinderlich für einen Rekord...

                    Ist inzwischen eigentlich klar, ob FBL-Systeme ein Problem für die Anerkennung eines offiziellen Rekordes sind?
                    Mario war vor einer Weile noch nicht sicher...

                    bis denn
                    Sebastian

                    PS: Bisheriger letzter Rekord, der eingereicht, aber noch nicht bei der FAI gelistet ist sollte dieser sein:
                    Deutlich einfacher, da die Flughöhe und die Durchflugbreite bei der Methode eher "egal" ist...

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                    • nexus665
                      nexus665

                      #11
                      AW: Erster Heli-Speedtest mit Meßanlage nach FAI Richtlinien

                      Hi Sebastian,

                      wir haben auch wegen FBL gefragt - scheint, als ob das ohne Weiteres erlaubt ist.

                      Er hatte uns auch was von 5m+ gesagt der Mario, aber an sich hat er uns das dann so erklärt, daß es auch da nur um den Winkel geht.

                      5-30m finde ich ein akzeptables Höhenfenster - wenn's nur 5-10m sind, ist's natürlich schon ein wenig knapper, aber geht auch noch - das kann man ja üben, auch ohne Meßanlage, wenn einem die Parameter bekannt sind.

                      Den Versuch von Ken kenne ich schon - daher dachte ich ja, daß der derzeit gültige FAI-Rekord auf dem Level liegt, tut er aber nicht - 125,5 mit E-Helis, lt. FAI...

                      lG,
                      Simon.

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                      • nexus665
                        nexus665

                        #12
                        AW: Erster Heli-Speedtest mit Meßanlage nach FAI Richtlinien

                        Hi,

                        noch was zu den 3 Metern - Flächen sieht man da ja von der Seite immer weniger, bzw. ist die Fläche selbst da immer kleiner von der für den Sensor sichtbaren Fläche, da die Flächenspitze ja schon fast auf den Sensor zeigt.

                        Bei Helis ist das weniger kritisch, deren sichtbare Fläche ändert sich da nicht so gravierend, die ist sowieso immer kleiner als bei den Flächenspeedern. Da der Sensor optisch arbeitet, ist das essentiell.

                        Dennoch dürfte halbwegs gutes Wetter von Vorteil sein, was die Erkennung angeht, bzw. den Kontrast vor allem.

                        lG,
                        Simon.

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                        • pfeiferl
                          Member
                          • 08.04.2008
                          • 677
                          • Georg
                          • Salzburg

                          #13
                          AW: Erster Heli-Speedtest mit Meßanlage nach FAI Richtlinien

                          Hallo Simon,

                          sehr interessant, daß hier richtig auf Strecke gemessen wird.

                          Ich kenn das Speedfliegen von F3B her und wollte schon mal durch die Anlage fliegen wenn bei uns der F3B-Wettbewerb ist, oder die Jung´s am trainieren sind.
                          Hier wird allerdings von Hand gestoppt. (3 Stoppen gleichzeitig und dürfen nicht mehr als 0,3 sec Differenz haben) Das Mittel der 3 zählt dann. Die Strecke ist allerdings nur 150m lang.

                          Zum Winkel hat sich beim F3B-Speeden gezeigt, daß es wenig Sinn macht, steile Winkel in der Strecke zu fliegen, da sich damit auch die geflogene Strecke verlängert.

                          Für die Helis paßt das ganz gut mit den 5-30m, was bedeutet, daß man ganz leicht fallen kann und sich die Strecke nicht dramatisch verlängert.

                          Ich schau mir mal am 25. 9. in der Schweiz an, wie die Leute so ihre Speedflüge anlegen und werd ein bisschen, allerdings noch mit Standartkomponenten, mitmischen.

                          Hoffe doch, daß von euch "Wicklern" der eine oder andere auch dabei ist.

                          Grüße, Georg
                          Zuletzt geändert von pfeiferl; 31.08.2010, 13:13.
                          Suzi Laos, AC 3X,
                          RJX 800, AC 3X
                          Robbe S4, AC 3X

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