da ich mich immer mehr mit komplexeren Flugfiguren beschäftige und aufgrund der Problemlosigkeit mit dem Voodoo fast ausschließlich fliege, ist mir in letzter Zeit folgendes aufgefallen:
Beim Seitwärtslooping gegen dem Uhrzeigersinn dreht das Heck oben im Scheitelpunkt blitzartig heraus. Wenn der Looping mit dem Uhrzeigersinn geflogen wird tritt dieses Problem nicht auf.
Ich habe folgende Ausstattung: Pyro 600-12, Jive 100 LV, Untersetzung 12,85 : 1, Edge 603er auf dem Hauptrotor, 105er Edge auf dem Heck, AC3X, Futaba Summensignalempfänger, Pufferkondensotor mit drei Goldcaps ( die Empfängerstromversorgung läuft über das BEC des Jive), Futaba S 9252 auf der TS und S 9254 am Heck. Das Problem ist nicht Drehzahlabhänging und tritt sowohl bei 1500, 1700 und 1820 RPM auf. Die Kreiselempfindlichkeit steht auf 100 % und das Heck steht still. Grundeinstellung Heck in Mittelstellung. zu den Endanschlägen jeweils 6,3 mm Weg.
Auf Anraten von Christian Samuels steht der Propanteil auf 80 und Integral auf 55. Leider ließ sich das Problem damit nicht beheben. Da ich weis, dass z.B. Michael Greisinger, Stefan selbst und Christian sehr große Seitenloops und Achten mit viel Pitch und viel Fahrt, sowohl bei knapp unter 1700 und bei 1800 RPM fliegen und dies ohne Probleme funktioniert, habe ich mir die Sache mal genauer analysiert und folgendes dabei festgestellt;
Die Heckblätter sind von hinten angelenkt ( negatives Delta Drei ) ist aber in der Bauanleitung so vor gegeben. Bei allen anderen Hersteller, wo ich die Mechaniken aus der Praxis kenne sind die Blätter von vorn angelenkt ( Hirobo, X-Cell, Henseleit, Kasama Srimok, Aurora Avant, Benda Genisis, Vario Sky Fox, JR, Align ). Um es vorweg zu nehmen, diese Mechaniken habe ich geflogen bzw. fliege diese immer noch, es liegt also auch ein praktischer Vergleich vor und bei diesen tritt das Problem nicht auf.
Weiterhin habe ich festgestellt, das bei Mittelstellung am Heck, also Servoumlenkhebel zu Gestänge und Gestänge zu Heckrotorumlenkhebel genau 90 ° , Schiebehülse in Mittelstellung, an den Heckblättern 20 ° Anstellwinkel anliegen. Dieses rührt bei genauerem Hinsehen daher, dass die Heckblattanlenkhebel nicht auf der Drehachse liegen, sondern zum Heckgehäuse hin versetzt sind. Bei den Besagten anderen Helis ist dies entweder auf der Drehachse oder zur Hecknabe versetzt.
Nun habe ich folgenden Versuch mit vollen durchschlagenden Erfolg umgesetzt: Ich habe die Heckrotorblatthalter umgedreht ( also vorlaufend angelenkt ) und somit ergeben sich bei der besagten Grundeinstellung ca. 6° am Heck. Die Heckblattanlenkung ist jetzt zur Nabe versetzt. Der anschließende Flug brachte den vollen Erfolg zu Tage, also kein Wegdrehen mehr im Scheitelpunkt auch bei allen anderen Figuren mit starken Pitchwechseln ( z.B. Tick Tocs ) steht das Heck in der Mittellage spürbar ruhiger.
Hier eine Bitte an Christian Samuels und Stefan Plöchinger zu prüfen, ob das bei den Prototypen und der ersten Serie ebenso ist, oder ob vielleicht ein Fertigungsfehler vorliegt ( Anlenkungen der Heckblätter außermittig zum Herogehäuse versetzt ).
Vielleicht ist dies ein Ansatzpunkt für jene User, welche das gleiche Problem haben. Ausdrücklich weise ich aber darauf hin, dass dieser Umbau jeder auf eigene Verantwortung durchführt und ich noch auf ein Statement vom Hersteller warte und ich auf diesen Weg versuche, da Stefan imo sehr wenig Zeit hat, solche Sachen am Telefon zu klären.
MfG
Andreas


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