ich habe heute nach einem recht sanften Crash (Landung im Gras auf Rotor - ja - auch das gibst) meinen 600 EFL PRO gründlich zerlegt und dabei am Gehäuse des linken Rollservo Schleifspuren von der Motorglocke gefunden (siehe Foto1). Die Servos waren sauber in die Rahmen eingebaut und ich hatte aufgrund der Platznot der Servoarme und Kugelpfannen sogar die vorderen Schrauben der Servohalterung strammer angezogen als die hinteren. Der Abstand zwischen der Servo-Gehäusekante und der Motorglocke war im Ruhezustand mehr als 3 mm (siehe Foto2).
Trotzdem hat die Motorglocke anscheinend das Servogehäuse zumindest zeitweise berührt.
Einige Heli-Konstrukteure äußern seit Längerem die Befürchtung, dass der Trend zur Direktanlenkung der TS auf Kosten der Chassis-Steifigkeit geht. Diese These scheint von dem hier beschriebenen Phänomen gestützt zu werden. Das Chassis des 600EFL - und vermutlich auch das des neuen 700er sowie des 800 Trekker hat also vielleicht - oder vermutlich - um die Rotorwellenlagerböcke herum eine Schwachstelle. Die Servorahmen aus Kunststoff können diese Schwäche offensichtlich nicht ausmerzen. Habe mal ein kurzes Video aufgenommen, das zeigt, wie man mit wenig Kraft auf die Servorahmen das Chassis zusammendrücken kann. http://youtu.be/ydzipTy66Y0
Ich nehme einmal diese Beobachtung als Fakt. Jetzt die Frage: welche Konsequenzen kann das haben? Wie wird die Steuerpräzision des Heli davon beeinträchtigt? Rechtfertigt die Gewichts- und Komplexitätsreduktion (Wegfall der Hebelmechanik von den vorne verbauten TS-Servos) den Stabilitätsverlust?
Bin gespannt auf Eure Meinungen!
Viele Grüße
Peter

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