Au�ergewöhnlicher Crash mit einem T-Rex 450 Pro

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    Heli2Fly

    #1

    Au�ergewöhnlicher Crash mit einem T-Rex 450 Pro

    Hallo zusammen,

    ich möchte euch von meinem ersten Crash mit dem 450 PRO berichten.
    Die Ursache war recht simpel, aber das Verhalten des Helis war im ersten Moment schwer zu erklären. Aber eins nach dem andern.

    Mittlerweile übe ich einfachen Kunstflug, d. h. Turns und Loopings. Mit dem PRO habe ich ca. 30 Akkuladungen verflogen und war an diesem Tag dabei, die Gaskurve für Loopings zu optimieren. 2 Akkus hatte ich schon geleert und eine kleine ßnderung der Gaskurve in Richtung mehr Gas vorgenommen. Diese wollte ich beim 3. Flug überprüfen.
    Zunächst flog ich 2 Turns zum Eingewöhnen und dann, beim dritten, passierte es: in der Senkrechten kurz vor dem oberen Totpunkt wollte ich das Heck um 180° drehen, aber der Heli reagierte nicht auf mein Heckkommando. Er kam zum Stillstand und fiel mit dem Heck voran aus ca. 40 m Höhe senkrecht nach unten. "STßRUNG" dachte ich und versuchte durch Pitchvollausschlag und Nick nach vorn den Heli zu retten. Doch er fiel und fiel und fiel.
    "Das war´s dann wohl!" ging es mir durch den Kopf und ich wollte mich schon ins Unvermeidliche fügen. Doch dann hörte ich starke Schlaggeräusche von den Rotorblättern und der Heli fing sich in ca. 10 m Höhe ab. Ehe ich das wirklich kapierte schwebte er in ca. 20 m Entfernung und in 1 m Höhe über dem Boden - aber OH SCHRECK - in Rückenlage.

    Rückenflug habe ich noch nie praktiziert - Was nun? HIIIILFEEEE!!!

    Ich beschloss in Sekundenbruchteilen den Heli auf dem Rücken zu landen, indem ich den Motor abschaltete, um den Schaden zu minimieren.
    Das gelang nicht ganz, da ich vor lauter Hektik den Schalter für "Motor Aus" nicht erwischte, bevor der PRO Bodenkontakt bekam.
    Ich stellte mich auf einen großen Schaden ein, doch bei näherer Betrachtung hielt sich dieser in Grenzen: Rotorblätter, Blattlagerwelle, Hauptrotorwelle und -lager waren defekt - SONST NICHTS - UNGLAUBLICH!!!

    Was war die Ursache?

    Meine erste Vermutung, dass mein Graupner iFS-Empfänger aufgrund eines Versorgungsspannungseinbruchs in Failsafe gegangen war und nach einigen Zehntelsekunden sich wieder rebootet hatte, passte nicht zur Abfangfigur und zum Schweben in Rückenlage: Das habe ich niemals gesteuert!.

    Also Heli zerlegen und nachschauen, was kaputt ist: Interessant, die
    Splintschraube, die das Hauptzahnrad mit der Rotorwelle verbindet war komplett abgeschert.
    Das muss kurz vor dem Turn passiert sein und erklärt, warum das Heck nicht mehr reagierte.
    Doch wie kam es zum Rückenflug? Dazu benötigt man negative Pitch und Antriebsleistung.
    Folgende Erlärung fiel mir dazu ein: Die abgescherte Schraube führt zum Verlust des axialen Anschlags der Hauptrotorwelle. Diese kann sich in Richtung Rotorkopf verschieben. Genau das muss passiert sein, als ich voll Pitch steuerte. Nach ca. 5 bis 7 mm axialer Verschiebung verklemmte sich das Zahnrad mit den Bruchstücken der Schraube und ermöglichte wieder eine Kraftübertragung, denn ich stellte beim Zerlegen fest, dass sich das Zahnrad nur mit sanfter Gewalt von der Welle trennen ließ und auch noch Drehmoment übertragen konnte.
    Wie kam es zur negativen Pitcheinstellung? Ganz einfach: beim PRO bedeutet eine Verschiebung der Taumelscheibe nach oben pos. Pitch und nach unten neg. Pitch. Wenn sich die Rotorwelle mit dem Kopf bei festgehaltener TS nach oben schiebt, ist dies gleichbedeutend mit neg. Pitch.
    Das erklärt das (Selbst-) Abfangen des Helis in Rückenflugpostion. Als dieser dann auf dem Kopf landete, wurde die HR-Welle wieder eingeschoben und die Drehmomentübertragung löste sich etwas. Dies erklärt, dass das Getriebe beim Blockieren des Rotorkopfes nicht beschädigt wurde.

    Schlussendlich bin ich froh, das 1. keine Störung der Empfangsanlage vorlag und 2. sich der Heli selbst abgefangen hat.
    Ein ungebremster Einschlag mit dem Heck voran aus dieser Höhe hätte mit Sicherheit einen deutlich größeren Schaden verursacht.

    Glück im Unglück gehabt

    Vlt. ist meine Erklärung aber nicht schlüssig und ihr habt eine bessere bzw. wahrscheinlichere Theorie.
    Eure Meinung würde mich sehr interessieren.

    Gruß

    Bernd
  • Hexahydrat
    Senior Member
    • 17.02.2011
    • 1008
    • Fritz
    • Lanzendorf bei Wien

    #2
    AW: Außergewöhnlicher Crash mit einem T-Rex 450 Pro

    Hmmm

    Schraube, hätte ich nicht vermuten.

    Hatte schon einige ähnliche Abstürze.

    1.Original Regler hat einfach abgeschaltet.
    2.Beast in alter Hartware Version 1.1,hat bei zu geringer Akku Spannung Restet.
    3.Kabel hat sich am Akku gelöst.

    Schraube die Freilaufhülse mit Heckrotorantr.Zahnrad und Hauptrotorwelle verbindet und mit Mutter gesichert ist, muss eigentlich nicht stark angezogen werden da man sonst nur die Freilaufhülse verzieht.

    Wie denkst du ist sie gebrochen ?
    Bei mir ist sie nach den Absturz auch schon mal verbogen, aber vor dem Absturz

    mfg Fritz
    Goblin700,650,630,500,380,https://www.facebook.com/fritz.schuller

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    • Heli2Fly
      Heli2Fly

      #3
      AW: Außergewöhnlicher Crash mit einem T-Rex 450 Pro

      Hallo Fritz,

      ich gehe davon aus, dass ein Dauerbruch die Schraube dahingerafft hat.
      Durch die Kerbwirkung des Gewindes haben sich am ßbergang zwischen Hülse und Rotorwelle (2 Stellen), also dort, wo das Drehmoment übertragen wird, zunächst kleine Risse Risse gebildet, die dann immer weiter gewandert sind bis die Schraube schließlich abscherte.

      Gruß

      Bernd

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