Heli im harten 3D FLug zerstörbar?

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  • stern-fan
    Senior Member
    • 27.06.2012
    • 3294
    • Rolf
    • Remseck (Kreis Ludwigsburg)

    #1

    Heli im harten 3D FLug zerstörbar?

    Hallo zusammen,

    in der kalten Jahrszeit übe ich viel am Simulator. Dabei fallen mir alle möglichen und vor allem unmöglichen Manöver ein, von denen ich nicht abschätzen kann, ob diese in der Realität das Modell an seine Belastungsgrenzen bringen könnte. (es sei mal dahingestellt, ob ich diese jemals in der Realität hinbekommen könnte).

    Meine Frage an Euch Flieger der "harten Gangart":
    Habt ihr es schon einmal geschaft, Euren Heli bei einem besonders harten Manöver in der Luft zu zerstören?
    Getriebezahnräder lassen wir mal außen vor, ungeplante Bodenberührungen natürlich ebenso.

    Also zum Beispiel:
    - Es wird aus richtig hoher Geschwindigkeit bei Idle2 eine sehr harte "Wall" geflogen
    - extremes Auftouren nach einem Overspeed-Manöver
    - heftig abgefangener Nose- oder Tailslide
    - plötzliche Voll-Pitchwechsel

    Ausfälle wären z.B. abgerissenen Rotorköpfe, davonfliegende Blatthalter, brechende Servogestänge, Schäden an den Blättern usw.

    Hattet ihr sowas schonmal oder halten moderne 3D-Helis das alles bedenkenlos aus?

    Grüße
    Rolf
    [FONT="Impact"][FONT="Arial Black"]Was bist Du? Macher oder Kritiker?[/FONT][/FONT]
  • Johnny
    OMPHOBBY
    • 27.11.2010
    • 5671
    • Jonas

    #2
    AW: Heli im harten 3D FLug zerstörbar?

    Ich bezweifle dass es heutzutage noch wirklich "zerstörbare" Hubschrauber gibt. Solange man seine Flugparameter im Rahmen hält natürlich..
    Jonas
    OMPHOBBY M7, M6, M5, M4 MAX, M4, M2 V3 PRO & M1 EVO

    Kommentar

    • ThomasC
      Senior Member
      • 10.02.2012
      • 3963
      • Thomas
      • Giessen

      #3
      AW: Heli im harten 3D FLug zerstörbar?

      Boom Strike dürfte so die bekannteste aller Selbstzerstörungen sein. Wobei ich die nur von Videos kenne. Meine gekonnten 3D-Flüge finden nur in meiner Phantasie statt

      Gruß

      ThomasC
      Es könnt' alles so einfach sein - isses aber nicht

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      • danielgonzalez
        Helischule & Handel
        • 24.07.2008
        • 3691
        • Daniel
        • München

        #4
        AW: Heli im harten 3D FLug zerstörbar?

        Hi Rolf,

        ich hatte bei dem Goblin der ersten Stunde mal das Problem, dass das Heckrohr weniger als 145 mm zur Rotorebene hatte. Dadurch habe ich es mal geschafft ein Loch ins Heckrohr zu machen und habe 5 mm von der Blattspitze verloren.

        Ist mir aber erst aufgefallen, nachdem ich den Akku für den nächsten Flug reingeschoben habe

        Dies hatte ich auch ein zweites Mal. Einmal war es die schlechte Toleranz bei der Herstellung, das zweite Mal, weil sich der Alublock für die Heckrohraufnahme vom Heckrohr im Flug gelöst hatte und die Verbindung nicht mehr verwindungsfest war. Nachdem ich diesen mit Endfest 300 wieder eingeklebt hatte und auf Minimum 150 mm gegangen bin war Ruhe, egal wie crazy ich geflogen bin.

        Man sollte an der Stelle auch sagen, dass ich härtere Stopps geflogen bin (vor allem Walls), als es Bert Kammerer gemacht hat und Enrico immer zu mir mit einem Lachen meinte "oh my god, what are you doing with my helicopter" und ich scherzhaft entgegnete, dass er Schuld sei, weil er so ein unzerstörbares Teil entworfen hätte ^^

        SAB hat sich dem ersten Problem sofort angenommen und ein Video mit Bert rausgebracht, dass alle Besitzer überprüfen sollen, dass sie mindestens 145 mm haben und sie ab dem Zeitpunkt eine gesonderte Toleranzkontrolle für die Heckrohre eingeführt haben.
        Das zweite Problem (lösender Alublock des Heckrohrs) wurde durch die konsequente Weiterentwicklung gelöst.

        Alle Heckrohre von allen Modellen bestehen seit dem Goblin 500 und der Competitionserie aus einem zu einem laminierten Stück aus CFK, inkl. der Heckaufnahme (380er kein CFK, aber auch aus einem Stück).

        Damit ist nun ausgeschlossen, dass sie irgendetwas lösen kann und die Toleranzprobleme sind seit Ende 2012 ebenfalls Geschichte.

        Zudem sind die Rotorkopfanlenkungen massiv überdimensioniert, wie ich es bei keinem anderen Heli bisher gesehen habe.


        Also aus meiner Erfahrung die ich gemacht habe, kann man wenn man 2300 RPM als Betriebsdrehzahl nicht überschreitet, diese nicht in der Luft kleinbekommen.
        Wobei ich auch keine bescheuerten Highspeed-Delphinebewegungen fliege.

        Aber Du kannst meiner Meinung nach so hart Stoppen wie Du möchtest.

        Was ich Dir aber nicht empfehlen würde wäre, mit niedrigen Drehzahlen ähnliches zu fliegen. Man sollte für harte Manöver schon mindestens 2000 RPM am Kopf haben.


        LG,
        Daniel
        Angehängte Dateien
        [FONT="Arial Black"]Helischule Gonzalez[/FONT]

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        • donaldsneffe
          Senior Member
          • 01.04.2011
          • 3878
          • Walter
          • Wien - Donauinsel

          #5
          AW: Heli im harten 3D FLug zerstörbar?

          Zitat von ThomasC Beitrag anzeigen
          Boom Strike dürfte so die bekannteste aller Selbstzerstörungen sein. Wobei ich die nur von Videos kenne.
          Hi,
          aber ich kenn das
          Aus eigener Erfahrung... oft...
          Nine Eagles Solo Pro (260A) fixed Pitch Heli, in meinen Anfangszeiten von vor ca. 5 Jahren


          SCNR, ist aber auch wahr, nur halt kein 3d...


          Gruß,

          Walter

          Kommentar

          • stern-fan
            Senior Member
            • 27.06.2012
            • 3294
            • Rolf
            • Remseck (Kreis Ludwigsburg)

            #6
            AW: Heli im harten 3D FLug zerstörbar?

            Hallo Daniel,

            Danke für Deine Einschätzung und Erfahrung! Ich denke, dass die Goblins dahingehend sicher sehr vieles klaglos wegstecken, dafür sind sie einfach gemacht.
            Auf alle Fälle ist es gut zu wissen, dass selbst DU deine Modelle nicht kleinkriegst :-)

            Der "dünnen" 10mm Hauptrotorwelle von anderen 700er Modellen traue ich da irgendwie weniger zu, meinen Goblin 630 halte ich jedoch auch für ziemlich unzerstörbar (in der Luft zumindest...).


            Viele Grüße
            Rolf
            Zuletzt geändert von stern-fan; 24.02.2015, 19:37.
            [FONT="Impact"][FONT="Arial Black"]Was bist Du? Macher oder Kritiker?[/FONT][/FONT]

            Kommentar

            • scheich
              Senior Member
              • 03.07.2007
              • 3957
              • Ugur
              • Aschaffenburg

              #7
              AW: Heli im harten 3D FLug zerstörbar?

              Muss ich Daniel recht geben,der Goblin ist in dieser Hinsicht doch enorm robust.

              Ich hatte mal einen Boomstrike,aus erstmal unerklärlichen Gründen,Synergy E9,2100 am Kopf,geliehene Rotortech Scott Gray Edition Blätter :-)

              Ich konzentrierte mich sofort auf die Blätter,das war das einzige was ich geädert hatte.
              später stellte sich heraus dass bei mehreren recht heftigen Tailslides sich die Anlenkung der Blatthalter verbogen hatte,immer ein bisschen mehr und mehr...nach dem biegen folgt der Knick,-12Grad Pitch sind plötzlich -20Grad!!!!
              Beim letzten Flug,mit den sündhaft teuren Blättern eines Freundes dann der Knall.....Boomstrike!!!

              So ein Vorfall schmeißt das Vertrauen in die Mechanik,egal welche,um einiges zurück....

              Dieses schlechte Gefühl beim Tailslide wird vermutlich für immer bleiben,auch wenn ich mir sicher bin,dass der Goblin das ohne Probleme überlebt....

              Was auf jeden Fall auch sehr gefährlich für die Mechanik ist:

              Speed,und dann enge Kurven,Loopings.....
              Zuletzt geändert von scheich; 24.02.2015, 19:43.
              Forza 700...Goblin 500...Chase 360
              MZ 24 Hott

              Kommentar

              • Thomas L.
                Senior Member
                • 14.02.2013
                • 2890
                • Thomas

                #8
                AW: Heli im harten 3D FLug zerstörbar?

                Hallo,

                ich hab auch geglaubt, dass das nicht möglich ist, wurde aber im vergangen Herbst eines bessern belehrt. Bei meinem Goblin 500 sind nach 312 Flügen mit teilweise derben Flugfiguren, im Flug die Kunststoffschrauben der Heckbefestigung gebrochen. Totalschaden! Bei meinem neuen G500 verschraube ich deshalb das Heck mit den Chassis Seitenteilen wie es bei den größeren Goblins auch ist.

                Grüßle Thomas

                Kommentar

                • Michael S.
                  Michael S.

                  #9
                  AW: Heli im harten 3D FLug zerstörbar?

                  Zitat von danielgonzalez Beitrag anzeigen
                  ...Man sollte an der Stelle auch sagen, dass ich härtere Stopps geflogen bin (vor allem Walls), als es Bert Kammerer gemacht hat...

                  Kommentar

                  • danielgonzalez
                    Helischule & Handel
                    • 24.07.2008
                    • 3691
                    • Daniel
                    • München

                    #10
                    AW: Heli im harten 3D FLug zerstörbar?

                    Nicht nur von der Hauptrotorwelle, es sind auch die Heckwellen und die Blattlagerwellen sowie deren Schrauben die einfach richtig krass überdimensioniert wurden.

                    Aber keine so dicke Schraube und Welle nutzt etwas, wenn die Anlenkungen nicht entsprechend konstruiert und überdimensioniert sind.

                    Dazu gehört aber auch, dass man alle wichtigen Teile nach einem leichten Absturz wo scheinbar alles in Ordnung ist austauscht.

                    Wenn ich nur leichten Kontakt mit den Blattspitzen hatte bin ich gnadenlos. Da werden die Spitzen der Heck- und Hauptrotorblätter einfach mit Epoxy zugespachtelt, verschliefen und dann mit Tesa gegebenenfalls nachgewuchtet.

                    Aber bei jedem Crash tausche ich alle Servoarme und Kugelpfannen aus. Dies war zugegeben nicht immer so, aber ich habe meine Lektion gelernt und als Teampilot sowie noch viel mehr als hauptberuflicher Fluglehrer muss da einfach immer alles zu 100% passen, was man selbst in der Hand hat.

                    Eigentlich sollte und müsste das jeder Pilot machen, aber wenn wir ehrlich sind, lassen das die meisten wegen dem Geldbeutel bleiben oder weil es nervt, nach dem Austausch wieder alles einstellen zu müssen.

                    So viele haben auch den berühmten Crash, nach einem Crash. Habe den Luxus inzwischen genügend Maschinen zu haben und daher tut es mir nicht weh, mir bei jeder Reparatur auch die Zeit zu gönnen. Mache auch gerne mal eine Nacht durch, aber ich habe es mir abgewöhnt gleich nachdem der Heli fertig ist testzufliegen. Immer nur nach einer Pause und gebenenfalls ausgeschlafen sowie nach drei Vorflugkontrollen mit besonderem Hauptaugenmerk auf alle sicherheitsrelevanten Dinge.

                    Dazu kommt ein besonders intensive Nachfluguntersuchung nach einem Neuaufbau oder einer Reparatur.

                    Und wenn ein komisches Geräusch kommt oder der Spurlauf nicht zu 100% passt, dann wird auch sofort gelandet. Da war ich auch früher schmerzfrei.

                    Dies sollte man aber auch alles als nicht 3D Pilot beherzigen.

                    Grüße,
                    Daniel
                    [FONT="Arial Black"]Helischule Gonzalez[/FONT]

                    Kommentar

                    • Lunar
                      Member
                      • 29.11.2013
                      • 618
                      • Dominik
                      • Augsburg

                      #11
                      AW: Heli im harten 3D FLug zerstörbar?

                      Zitat von danielgonzalez Beitrag anzeigen
                      Hi Rolf,

                      ich hatte bei dem Goblin der ersten Stunde mal das Problem, dass das Heckrohr weniger als 145 mm zur Rotorebene hatte. Dadurch habe ich es mal geschafft ein Loch ins Heckrohr zu machen und habe 5 mm von der Blattspitze verloren.

                      Ist mir aber erst aufgefallen, nachdem ich den Akku für den nächsten Flug reingeschoben habe

                      Dies hatte ich auch ein zweites Mal. Einmal war es die schlechte Toleranz bei der Herstellung, das zweite Mal, weil sich der Alublock für die Heckrohraufnahme vom Heckrohr im Flug gelöst hatte und die Verbindung nicht mehr verwindungsfest war. Nachdem ich diesen mit Endfest 300 wieder eingeklebt hatte und auf Minimum 150 mm gegangen bin war Ruhe, egal wie crazy ich geflogen bin.

                      Man sollte an der Stelle auch sagen, dass ich härtere Stopps geflogen bin (vor allem Walls), als es Bert Kammerer gemacht hat und Enrico immer zu mir mit einem Lachen meinte "oh my god, what are you doing with my helicopter" und ich scherzhaft entgegnete, dass er Schuld sei, weil er so ein unzerstörbares Teil entworfen hätte ^^

                      SAB hat sich dem ersten Problem sofort angenommen und ein Video mit Bert rausgebracht, dass alle Besitzer überprüfen sollen, dass sie mindestens 145 mm haben und sie ab dem Zeitpunkt eine gesonderte Toleranzkontrolle für die Heckrohre eingeführt haben.
                      Das zweite Problem (lösender Alublock des Heckrohrs) wurde durch die konsequente Weiterentwicklung gelöst.

                      Alle Heckrohre von allen Modellen bestehen seit dem Goblin 500 und der Competitionserie aus einem zu einem laminierten Stück aus CFK, inkl. der Heckaufnahme (380er kein CFK, aber auch aus einem Stück).

                      Damit ist nun ausgeschlossen, dass sie irgendetwas lösen kann und die Toleranzprobleme sind seit Ende 2012 ebenfalls Geschichte.

                      Zudem sind die Rotorkopfanlenkungen massiv überdimensioniert, wie ich es bei keinem anderen Heli bisher gesehen habe.


                      Also aus meiner Erfahrung die ich gemacht habe, kann man wenn man 2300 RPM als Betriebsdrehzahl nicht überschreitet, diese nicht in der Luft kleinbekommen.
                      Wobei ich auch keine bescheuerten Highspeed-Delphinebewegungen fliege.

                      Aber Du kannst meiner Meinung nach so hart Stoppen wie Du möchtest.

                      Was ich Dir aber nicht empfehlen würde wäre, mit niedrigen Drehzahlen ähnliches zu fliegen. Man sollte für harte Manöver schon mindestens 2000 RPM am Kopf haben.


                      LG,
                      Daniel
                      Wobei sich für mich die KugelKopf Verbindung als das schwächste Glied hier darstellt, und damit ist es egal wie stark die Anlenkung ist.

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                      • danielgonzalez
                        Helischule & Handel
                        • 24.07.2008
                        • 3691
                        • Daniel
                        • München

                        #12
                        AW: Heli im harten 3D FLug zerstörbar?

                        Zitat von Michael S. Beitrag anzeigen
                        Schon, nicht wahr? Hätte aber vielleicht schreiben sollen 2012 und 2013. Der Bert macht inzwischen auch echt heftige Walls ^^
                        [FONT="Arial Black"]Helischule Gonzalez[/FONT]

                        Kommentar

                        • LudwigX
                          Senior Member
                          • 12.06.2012
                          • 4635
                          • Thomas
                          • Siegen

                          #13
                          AW: Heli im harten 3D FLug zerstörbar?

                          Ich würde dir empfehlen einfach mal zu einem Speedevent zu gehen.
                          Wenn du Live miterlebst wie ein Heli bei Tempo 200+ aufbäumt und sich selbst im Bruchteil einer Sekunde auf fast 0 abbremst, ohne sich dabei zu zerstören, gibt es einen enormen Vertrauensschub in die Mechanik.

                          Kommentar

                          • jetranger
                            Gelöscht
                            • 30.06.2007
                            • 1192
                            • Stephan

                            #14
                            AW: Heli im harten 3D FLug zerstörbar?

                            Hallo,

                            Ich hatte mal einen alten Trex 450 Pro, den ich gezielt zu tode fliegen wollte.

                            Es gab nur 100% Regleröffnung, und harte Pitch Schläge ohne Ende.
                            Bin die ganze Sommersaison so rumgeballert, und hab dem Teil wirklich nichts geschenkt.

                            Tja, bis heute ist bis auf kaputte Lager das Ding nicht kaputt zu bekommen.

                            Hätt mir nicht gedacht das der so lange mitmacht.

                            Lg.

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