Präzises Schweben wie aussteuern

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  • Finnchen
    Member
    • 05.04.2011
    • 47
    • Christian

    #1

    Präzises Schweben wie aussteuern

    Hallo,

    mein Name ist Christian und beschäftige mich seit 3 Jahren mit RC-Helis, bisher nur
    in der 450er-Klasse, baue aber gerade meinen ersten 500er (Gaui 425) auf.
    Aktuell fliege ich den Mini Titan E325. Mit der Flugpraxis sieht es eher schwierig
    aus (zeitliche Gründe wg junger Familie, letztes Jahr z.B. nur einmal geflogen),
    ich besitze aber einen Simulator, wobei ich für mich gemerkt habe, ohne das
    reale Fliegen halten sich die Fortschritte in Grenzen.
    Sicheres Schweben in allen Lagen (Kufen nach unten ) und Achten, Kreise, Turn
    klappen in echt aber schon ganz gut, mehr habe ich mich bisher nicht getraut.

    So viel kurz zu mir und jetzt zu meiner Frage, die mich schon sehr lange beschäftigt:
    Wie steuert (speziell die F3C-Piloten unter euch) man beim Schweben richtig aus?
    Ich war mir nie sicher, ob die Frage nicht zu "dumm" ist weil die keinen
    zu beschäftigen scheint (im Internet), aber jetzt muss die mal raus

    Es heißt oft: "Schaut man einem F3C Piloten beim Schweben auf die Finger, so bewegt
    er die nicht oder nur minimal." Oder Anfängern wird empfohlen: "Nur kurze Impulse,
    damit er sich nicht aufschaukelt." Oder über Curtis Youngblood wird geschrieben:
    "Er hat eine sehr agil eingestellte Mechanik und steuert sehr schnell alles aus."
    (Stand da im Bezug auf F3C)

    Mein Problem derzeit:
    Ich persönlich komme IMMER an einen Punkt, wo der Heli dann langsam abdriftet.
    Und das endet immer in einem (wenn auch leichten) hin und her "schwimmen" des Helis bis ich ihn
    wieder relativ fest an einem Punkt halten kann und dann geht irgendwann das
    Wandern wieder los...

    Mir ist klar, dass man einen Mini Titan nicht mit einem F3C-Heli vergleichen kann,
    aber am Sim geht es mir mit größeren Helis ähnlich.

    Also:

    1. Steuert ihr permanent den Heli mit kleinen kurzen Impulsen oder
    2. wartet ihr bis sich der Heli neigt und steuert sehr schnell mit kurzen Impuls
    dagegen und erkennt das einfach schnell genug (in der Zeit dazwischen fliegt
    der Heli so eigenstabil, dass keine Korrektur nötig ist)

    (Variante 1 klappte gar nicht so schlecht, nach dem Motto: Ich beweg der Heli,
    bevor der sich bewegt , aber ob das so der Sinn ist?)

    Gibt es da ausser zu üben überhaupt Tipps, die man geben kann?
    Oder wird das mit viel viel ßbung von alleine immer präziser?

    Ich hoffe mit dieser Frage haltet ihr mich nicht für

    Vielen Dank schon mal!!

    Schönen Abend noch,

    Christian
  • HeliCarsten
    Senior Member
    • 06.03.2010
    • 3229
    • Carsten
    • Hamm (MFC-Immelmann)

    #2
    AW: Präzises Schweben wie aussteuern

    Ich steuer den Heli permanent aus, d.h. wenn ich merke, dass er wegdriftet steuer ich ihn soweit wie es nötig ist um die Position zu halten. Das erfordert kurze Steuerimpulse und viel ßbung um zu wissen, wie weit man stuern muss. Komplett still steht mein Heli eigentlich nie, aber das ist sowieso (ohne aussteuern) nicht möglich
    GruÃ? Carsten
    Meine Modelle

    Kommentar

    • quadedi
      quadedi

      #3
      AW: Präzises Schweben wie aussteuern

      Die "Kunst"- gerade bei kleinen Helis - besteht darin zu wissen, wo er gleich hin will. Wenn man erst korrigiert, wenn man sieht, dass er die Position ändert, sieht es immer "eckig" aus.

      Bei größeren Helis (z.B. 600er) hat man mehr Zeit. Bei Korrekturen sieht man erst die Neigung und dann ändert er die Position. Bei kleinen Helis ändert er bei Korrekturen sofort die Position. Wenn diese Korrekturen dann auch nur etwas zu groß oder klein sind, sieht es "eckig" aus.

      Ich fliege übrigens selbst einen auf flybarless umgebauten Mini Titan und einen mCP X mit brushless Umbau, hatte aber schon einen T-Rex 600 ESP flybarless. Daher kann ich das ganz gut vergleichen.

      Lange Rede, kurzer Sinn: üben, üben, üben.

      Nur so gewöhnt man sich an die Eigenarten des Helis und kann korrigieren, bevor man optisch eine Abweichung vom gewollten Verhalten feststellt.

      Beispiel:
      Wenn ich ahne, das der Heli gleich leicht nach hinten driften wird (weil er es in der Situation immer tut), gebe ich schon mal ganz kleine und kurze Impuls nach vorne. Wie klein, oft und in welchem Abstand, ist auch wieder ßbungssache. Wenn man den Drift erst sieht und dann korrigiert, sind stärkere Korrekturen notwendig und es sieht wieder eckig aus.
      Analoges gilt auch bei dynamischen Figuren, wie z.B. Tic Tocs. Wenn ich weiß, dass er dabei z.B. etwas nach links driftet, muss ich leicht korrigieren, bevor das zu sehen ist.

      Ich hoffe, ich konnte mich einigermaßen verständlich ausdrücken.

      Viele Grüße
      Matthias

      Kommentar

      • Stocky
        Stocky

        #4
        AW: Präzises Schweben wie aussteuern

        Und das endet immer in einem (wenn auch leichten) hin und her "schwimmen" des Helis
        Wenn er das macht, hast du einen Tacken zuviel ausgesteuert. Vieleicht etwas mehr Expo auf Roll und Nick? Wenn ja, diesen wert dann auch fest beibehalten und damit weiter üben. Irgendwann kannst dus im Schlaf.

        Und wie Matthias schon sagt 450er sind zappel Buden, die stehen nie 100% still.

        Kommentar

        • Tekknik
          Tekknik

          #5
          Ich habe gerade im Rotor gelesen, dass vor allem perfekt eingestellte Helis von enormer Wichtigkeit sind

          Kommentar

          • Mr-Ferret
            Mr-Ferret

            #6
            AW: Präzises Schweben wie aussteuern

            So viel kurz zu mir und jetzt zu meiner Frage, die mich schon sehr lange beschäftigt:
            Wie steuert (speziell die F3C-Piloten unter euch) man beim Schweben richtig aus?
            Ich war mir nie sicher, ob die Frage nicht zu "dumm" ist weil die keinen
            zu beschäftigen scheint (im Internet), aber jetzt muss die mal raus
            Hallo Christian,

            ich denke diese Frage beschäftigt nicht nur dich, sondern viele Anfänger.
            Auch mich hat diese Frage schon lange beschäftigt und ich denke diese wurde noch nicht gestellt weil die meisten, mich eingeschlossen, sich wohl nicht trauen so eine "banale" Frage zu stellen.
            Somit
            Danke

            Gruss
            Manfred
            PS: Ich hab mal von meinen Chef gelernt, es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten.

            Kommentar

            • -Factory-
              Senior Member
              • 17.02.2011
              • 1362
              • Sven
              • Bochum

              #7
              Also hab 2 450ger und steuer sobald der Heli wohin will aus aber zum gößten teil mach ichs von selbst ohne daran zu denken.
              Wenn er mal gut steht dauerts paar sekunden ( ca. 3 bis 15sek. ) bis der heli wandert bzw. Sich wohin bewegen will.

              Wie schon oben vor mir geschrieben muss der heli sehr gut eingestellt sein.

              MfG Sven
              T-Rex 450 Sport V2 (DFC mit Beast X 3.0.12) + DX7S (1.0.3)

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              • garfield2412
                Senior Member
                • 04.02.2011
                • 1815
                • Kay

                #8
                AW: Präzises Schweben wie aussteuern

                Zitat von Stocky Beitrag anzeigen
                Und wie Matthias schon sagt 450er sind zappel Buden, die stehen nie 100% still.
                mein 450er schwebt dank beastx wie n großer!
                bis zu 15sekunden hands-off sind kein problem...
                alles eine frage der einstellung

                ansonsten gilt: üben üben üben, dann kannst du das wegdriften deines helis bereits im vorraus erahnen und steuerst instinktiv die richtige richtung dagegen.
                hab ich schon geschrieben das üben üben üben den richtigen instinkt zum aussteuern bringt?
                Velos 880, Black Nitro 700, T-Rex 800e, Suzi Laos 800, Goblin 380, Protos 380

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                • Almigurt
                  Senior Member
                  • 21.06.2010
                  • 2919
                  • Benjamin

                  #9
                  AW: Präzises Schweben wie aussteuern

                  Und trotzdem will der perfekt eingestellte Heli eine Hand die ihn führt.
                  Vor allem paddelhelis reagieren zickig wenn man sie nicht steuert.

                  Es hilft nur üben üben üben.

                  Du solltest agieren und der Heli reagieren, nicht andersrum.
                  Leider nicht immer möglich. Z.B wenn da eine Windböe könnt.

                  wenn du etwas aussteuerst, und der Heli in der Ausgleichsbewegung "überschiesst" , wirst du eventuell mehr Freude haben, wenn du etwas Expo programmierst.

                  Nicht vergessen, die Fluglage nach dem steuerimpuls wieder zu korrigieren.


                  Wenn ich so überlege, steuer' ich den Heli eigentlich permanent. Es gibt nur kurze Zeitfenster wo der Heli ohne "Führung" fliegt.


                  Viele grüße


                  Benjamin
                  Zuletzt geändert von Almigurt; 18.07.2012, 23:16.

                  Kommentar

                  • kater68
                    kater68

                    #10
                    AW: Präzises Schweben wie aussteuern

                    Zitat von Almigurt Beitrag anzeigen
                    Wenn ich so überlege, steuer' ich den Heli eigentlich permanent. Es gibt nur kurze Zeitfenster wo der Heli ohne "Führung" fliegt.


                    Viele grüße


                    Benjamin
                    Genauso sehe ich es auch,

                    den Heli ständig führen mit sehr kleinen Steuerimpulsen und ihn nie "laufen" lassen. ALlerdings sollte man vielleicht auch nicht zu verkrampft mit dem Schweben sein, ein 450er ist kein 700er und eines noch am Rande: ein FBL-Umbau mit beast oder ähnlichem bringt sehr viel Ruhe in einen 450er rein, wie ich selber bei zwei Helis erfahren kann.


                    Grüsse Manfred

                    Kommentar

                    • seijoscha
                      seijoscha

                      #11
                      AW: Präzises Schweben wie aussteuern

                      Zitat von Finnchen Beitrag anzeigen
                      Mir ist klar, dass man einen Mini Titan nicht mit einem F3C-Heli vergleichen kann,
                      aber am Sim geht es mir mit größeren Helis ähnlich.
                      Dumme Frage gibt es wirklich nicht ,nur dumme Antworten !

                      Ein kleinerer Heli ist immer schiriger im Schwebeflug zu halten als ein großer .
                      Du kannst das in etwa so vergleichen ein 450er ist gegenüber eines 700er wie ein (Fiat 500
                      gegen einen Schulbus) .Der 450er ist nur ein Furz im Wind und der 700er liegt richtig satt in der
                      Luft.

                      Aber das wichtigste ist immer ein perfekt eingestellter Heli .
                      Um so perfekter die Mechanik ,Rotorkopf ,Spurlauf,Schwerpunkt ect. abgestimmt sind um so besser fliegt der Heli.
                      Auch deine Senderwerte müssen gut passen Expo ect. !
                      Ein Heli der permanennt getrimmt werden muss ist schlecht eingestellt.
                      Jeder Heli hat die Angewohnheit zu driften also muss man permanännt aussteuern .
                      Das schaut natürlich am besten aus wenn der Heli sich quasi nicht bewegen würde .
                      Das erreicht man aber nur wenn man weiß wie sein Heli reagiert und man schon im voraus weiß
                      was er macht und man das dann quasi in voraus entgegenwirkt.

                      Das ist aber alles ßbung und da hielft nur sehr viel üben und Flugpraxis sammeln.

                      Kommentar

                      • Finnchen
                        Member
                        • 05.04.2011
                        • 47
                        • Christian

                        #12
                        AW: Präzises Schweben wie aussteuern

                        Vielen Dank erstmal für alle eure Antworten!

                        Also, wenn ich das mal so für mich zusammenfasse, dann ergibt sich folgendes:

                        - ein Heli muss zum präzisen Schweben auch präzise eingestellt sein (werd ich
                        noch mal genau überprüfen)

                        - ein 450er ist deutlich agiler als zB ein 600er, er setzt ein Kippen der Rotorfläche
                        sofort auch in eine seitliche Bewegung um, ebenso werden Korrekturen schneller
                        in Bewegungen umgesetzt, als bei einem 600er (den Aspekt hatte ich so noch gar
                        nicht bedacht!)

                        - Expo/Dual Rate so einstellen, dass man selber damit sauber schweben kann

                        - wenn der Heli wegdriftet, habe ich im Grunde schon zu spät reagiert, man muss
                        im Grunde erahnen, wo er hin will

                        - dadurch ergibt sich ein permanentes Aussteuern mit kurzen kleinen Impulsen
                        -> präzises Schweben

                        - zu große bzw zu kleine Impulse führen wieder zu einem Abdriften, welches wieder
                        korriert werden muss
                        -> kein präszises Schweben möglich

                        - bei einem kleinen Heli hilft FBL ihn zu beruhigen

                        - hatte ich vergessen: ßBEN, ßBEN, ßBEN, ßBEN, ...

                        Wenn ich mir das jetzt so recht überlege, ist es doch dann so, dass ich den Heli
                        immer mit kleinen Impulsen um seine perfekte "Schwebe-Lage" herumschubse??
                        Vielleicht steht er auch kurz alleine stabil, aber meistens pendel ich ihn ganz fein
                        um den stabilen Punkt?

                        Ich habe vorhin durch Zufall entdeckt, dass das Thema 2004 schon mal
                        so ähnlich diskutiert wurde: "wie kann ich besser schweben üben ?"

                        Den Thread habe ich bisher nie entdeckt, vielleicht zu alt

                        Kommentar

                        • Peter Grod
                          Senior Member
                          • 21.10.2007
                          • 3088
                          • Peter
                          • Heigenbrücken/Habichsthal

                          #13
                          AW: Präzises Schweben wie aussteuern

                          Hallo Finnchen

                          kurz und knapp: In der Heliklasse, in der du dich momentan bewegst ist ein F3C-mäßiges Schweben eher illusorisch den realistisch, so hart wie es klingt.

                          Angefangen von der relativ großen Auswirkung von schon kleinem Spiel in der Mechanik bis hin zur Rückstellgenauigkeit/Auflösung der Servos, mMn wird das erst ab 600er Klasse aufwärts was.

                          Natürlich lassen sich bei einem kleineren Heli auch gute resultat erzielen, wenn du etwas Expo/Dual Rate auf die Knüppel mischst, aber vorsicht, zu viel ist da auch nix.

                          Am besten ist, wenn du mal auf nen Wettbewerb oder ein Treffen gehst, (z.B. rc-heli.de treffen, siehe Startseite ) und auf die Piloten mit entsprechendem Flugstil einfach zugehst, dort kannst du viel mitnehmen.

                          Gruß Peter
                          www.helilab.de www.jrpropo.co.jp

                          Kommentar

                          • LordBernhard
                            Member
                            • 21.11.2010
                            • 600
                            • Bernhard
                            • Ã?50 Heiligenwald, Aero-Club Funkboys e.V. Schiffweiler- seit 1957

                            #14
                            AW: Präzises Schweben wie aussteuern

                            Hallo Finnchen,

                            Komme gerade vom Fliegen mit dem 450er Paddel.
                            Habe hier in Schiffweiler heftigen Wind von
                            33 km/h / 50 km/h
                            ( - Wettervorhersage für Schiffweiler - wetter.de bei Wetter.de: Wettervorhersage | Wetter Online | Wetterbericht | Klima | Unwetter - wetter.de)

                            Zuerst wollte ich nicht Starten. Da habe ich zwei große Raubvögel zugeschaut; und gedacht, das kann ich auch.
                            Nach ein paar Kreisen setzten immer wieder Starke Böhen ein. So machte ich es den Vögeln nach und schwebte gegen den Heli im Wind.
                            Da ich ja die Standschwebe beherrsche, macht e es mir keine Probleme auch in zehn Metern höhe den Heli in jeder Lage ruhig zu halten.
                            Ich meine damit auch ganz langsames im Wind drehen auf der Stelle mit höchster Abweichung von ca.10cm.

                            Zu Deiner Frage wie das geht, kann ich Dir einen kurzen Ausschnitt meiner Ausarbeitung posten:

                            Egal in welcher Lage sich der Heli befindet- die Steuerbewegungen der Fernbedienung: Nase hoch oder runter usw. sind immer gleich. Auch beim Nasenschweben ist Roll rechts oder links gleich. Selbst auf dem Rücken sind es die gleiche Steuerbewegungen. Nicht die Steuerbewegungen sind verdreht, sondern der Heli ist verdreht! Die Schwierigkeit besteht halt nur, immer genau zu erkennen wo gerade welche Seite vom Heli ist.

                            Erkennst Du bei einer dir zugewendeten Person welcher der linke Arm ist?
                            Ja? - Dann ist der Anfang schon geschafft.
                            Hast Du dir schon einmal überlegt, ob Du im Heli sitzt, oder ihn vor dir fliegst? Spätestens beim ersten Looping würde dir übel. Beim 3D Fliegen ist es dann nur noch entscheidend zu wissen, welche Reaktionen der Heli im Flugraum macht, wenn Du die Knüppel bewegst, bzw. sich die letzte Aktion zu merken und demnach zu handeln.

                            Merke:

                            Sage dir deshalb beim Fliegen ständig: -Heli rollt nach rechts; Heli rollt nach links; Nase runter (*zum Landegestell); Nase hoch (*zum Rotor); Nase nach links; Nase nach rechts; Heli steigen (*zum Rotor); Heli sinken (* zur Nase, Landegestell) Heck herum (drehen).- (*Rückenflug).

                            -Glaube fest daran, dass dein Heli genau das macht, was Du möchtest.-

                            Ein rechtsdrehender Heli bleibt beim Standschweben (Heckschweben) nur auf der Stelle, wenn er leicht nach hinten und rechts geneigt ist.

                            So auch beim Nasen- und Seitenschweben ist der Heli leicht geneigt um auf der Stelle zu bleiben. Die Knüppelbewegung sind die gleichen wie beim Heckschweben. Lediglich der Heli wird aus einer anderen Perspektive gesehen.
                            Beim ersten Seitenschweben hilft schon dich mitzudrehen oder sich gedanklich hinter den Heli zu stellen. So als ob Du Heckschweben übst.

                            Nasenschweben: Die Standschwebe ist ein absolut instabiler Zustand, weil hier keinerlei aerodynamisch stabilisierende Komponente (wie z.B. beim Flug mit Vorwärtsgeschwindigkeit) greifen. Deshalb beim Nasenschweben (ist auch fürs Geradeausfliegen sehr nützlich) den Heli permanent mit ganz minimalen Roll/ Nick und Heckausschlägen hin und her schaukeln. Nicht von dem veränderten Fluggeräusch verunsichern lassen. Versucht er auszubrechen, mit leichtem -Pitch- zucken- gelegentlich etwas Energie aus dem Rotor nehmen. Lasse dabei beide Knüppelausschläge immer kürzer werden, um nicht hektisch zu werden.

                            Der Grund ist, zu sehen, dass der Heli ständig das macht, was man vorgibt und den Bewegungen der Knüppel folgt. So behältst Du ein gutes Gefühl, wie der Heli reagiert, wenn Du ihn wieder drehst. Er hängt somit an den Knüppeln.
                            Ohne Aktivität, weiß man plötzlich nicht mehr genau, in welche Richtung steuern, falls der Heli ausreißt und die Steuereingabe notwendig wird. Ein allgemeines Problem sind Ausreißer, welche durch nervöse Finger des Piloten selbst verursacht werden.

                            Gewöhne dich daran, relativ zur Geschwindigkeit immer nur kleine kurze Knüppelausschläge zu geben. Um nicht zu übersteuern, nimmst Du sie, sobald der Heli die Richtung einschlägt, sofort wieder ein wenig zurück. Lasse öfter mal die Knüppel kurz (außer Pitch und bei schwierigen Passagen) in Mittelstellung zurückfedern um dich neu zu sortieren. Keine Angst, der Heli fällt so schnell nicht runter. Er folgt noch ein Stück der eingeschlagenen Flugbahn. Dadurch bleibt dir wunderbar Zeit den Flug weiter zu planen. Du steuerst lediglich einzelne gewollte Richtungswechsel. Jetzt merkst Du, dass man einen Heli auch mal bewusst kontrolliert fliegen lassen soll; und nicht grundlos andauernd gegensteuern braucht, damit er das macht was man will. Du wirst überrascht sein wie gut dein Heli fliegt. Genial�gelle!

                            Merke: -Zu jeder Roll- Nickbewegung gehört unmittelbar, ein angepasstes Pitch- Timing.-

                            Herzliche Grüße
                            Lord Bernhard
                            Beam E4 Advance/ Beam 600E Avantgarde
                            Natürliche Feind des Piloten>Mücke<und umgekehrt

                            Kommentar

                            • phiphi
                              Senior Member
                              • 01.12.2009
                              • 3974
                              • Philipp
                              • Beromünster ( LU ) CH

                              #15
                              AW: Präzises Schweben wie aussteuern

                              Hallo

                              Das mit der Grösse ist schon ein sehr wichtiger Punkt. Klar lassen sich ( auch wegen FBL ) die kleineren auch rel. ruhig schweben, beim F3C geht`s aber um den Piloten und nicht um die Elektronik.

                              Nicht zuletzt sei erwähnt, das es für diesen Stil Helis gibt, die man besser einstellen kann als man es sich z.B. von den Rexen gewohnt ist. Beispiele hierfür sind z.B. die Hirobos oder die JR- Maschinen.

                              Wenn man den Anteil der Einmischung der Paddel erhöht, steht so ein 600er wie angenagelt in der Luft, ist dann aber zyklisch nicht mehr so agil, das man damit 3d auf kleinem Raum fliegen könnte. Deshalb sind die Figuren im F3C immer grossräumig und mit viel Fahrt.

                              Aber richtig ruhiges Schweben will auch gelernt sein. Ich steuere immer mit kurzen Impulsen gegen, soblad man einen Ansatz von wegdriften erkennt. So kann man den Heli sauber auf der Stelle halten.

                              Ohne Werbung zu machen: schau dir mal den Rotorkopf eines Hirobo SDX an. Ich staune immer wieder wie dieser Kopf die Schwebestabilität und Agilität unter einen Hut bringt - für mich der optimale Heli.

                              Grx Phi

                              Ich wäre lieber am fliegen...

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