Heck-sadezimalsystem

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  • Cheerio
    Member
    • 07.09.2011
    • 194
    • Uwe
    • Rosenheim

    #1

    Heck-sadezimalsystem

    Es ist die Geschichte eines Anfängers und jeder -Mann bist du bescheuert- Kommentar ist ebenso gerechtfertigt wie unnötig. Anderen Anfängern zur Lektüre.

    Mein schöner neuer T-Rex ist mir ja neulich vom Himmel gefallen wie hier zu lesen.
    Also bin ich Ersatzteile kaufen gegangen und habe Blattlagerwelle erneuert, Rotorwelle erneuert, Lager erneuert und die Bodenplatte erneuert. Außerdem hatte das Getriebe vom Heckrotor was abbekommen also musste auch da ein Neues ran. Das musste aber bestellt werden.

    Alles prima, der Rotorkopf aber ging sauschwer rein und drehte sich neuerdings auch so eirig. Mal schwer, dann wieder ein wenig leichter - wieder schwer, wieder leichter. Naja.

    Heute war dann das bestellte Getriebe da und wenn ich eh schon beim Händler meines Vertrauens vorbeischaue, da nehm ich den Hubschrauber doch einfach gleich mit - da kann man doch mal schaun. Auch er fand die Schwergängigkeit sehr eigenartig und weil grad noch ein anderer Kunde und (Hub-)schrauberkollege rumstand, haben wir den Rotor rausgenommen. Fazit: Das untere Lager hat einen Hau. Vielleicht Kleber reingelaufen. Außerdem ist der Riemen viel zu straff. Und wo wir grad dabei sind, die ganzen Gelenke im Rotorkopf selbst gehen auch alle viel zu schwer.

    Also mit meinem neuen Getriebe und jeder Menge Hausaufgaben in den Keller und erst mal den Heckservo aufgemacht, mit der Lupe im Auge diese winzigen Zahnrädchen reingefummelt und wieder zugemacht. (Naja okay - ausprobiert und nochmal aufgemacht, die Zähnchen richtig reingepfriemelt und nochmal zugemacht). Aber dann war gut.

    Den unteren Lagerbock rausgeholt, was gar nicht so einfach ist wenn der obere noch drin ist, und das Lager rausgeklopft. Ging erstaunlich einfach. Das neue Lager rein, Lagerbock wieder eingesetzt - prima. Ich bin ein Held.
    Der Rotorkopf gleitet jetzt sanft und einfach bis ins Zahnrad, alles dreht sich und die Welt ist schön.

    Alle Gestänge im Rotor rausgemacht, mit der Reibahle bearbeitet, wieder zugemacht. Smooooth! Großartig.

    Das Heck ausgebaut, nachgesehen ob der Riemen doppelt verdreht war (das hatten wir vermutet - war aber nicht der Fall) und wieder eingesetzt. ßber die Welle gehoben und alles dreht sich! Leicht und einfach! Wunderbar!
    Raus in den Garten und ausprobieren. Gas - schwurbsel� Heli dreht sich im Kreis. Nachgestellt, Heckservo hin- und her geruckelt, Gestänge angesehen, eingestellt� schwurbsel. (derweil war meine Schwiegermutter da und hat sich erstaunt angesehen, wie ich immer irgendwelche Schräubchen auf- und zudrehe um jedes mal denselben Effekt habe). Aber nutzt nix, Heli will nicht gerade. Und wie ich da so stehe und gedankenverloren den Rotor drehe: Der Heckrotor läuft ja falsch rum!

    Asche auf dem Haupt und den Heli in der Hand tragend, wieder in den Keller. Mann bin ich bescheuert. Aber egal, alles darf einmal passieren. Einmal. Also Heck wieder rausgenommen (Leitwerk, Heckservo pipapo das ganze Programm) zugesehen dass der Riemen diesmal richtig liegt, Rotor gedreht: Blumenwiese. Alles tofte. Dreht sich richtig rum und sieht auch richtig gut aus.
    Kurz ans Telefon und nach dem netten Gespräch rasch wieder in den Garten. (Muss schnell gehen, die Kinder wollen bald was zu essen und lang ists ja auch nicht mehr hell�) Heli an, hebt ab, fliegt! Hurra! Ich bin ein Held! ßh� Moment.. Heli dreht sich� wild im Kreis� als gäbe es kein Morgen, bzw. als gäbe es kein Heck�

    Abgesetzt, in den Keller getragenâ?¦ Ich hatte schlichtweg vergessen, das Heck wieder fest zu machen! Das steckte nur mal so eben von Hand im Chassis und hatte irgendwie nu so gar keinen Bock auf Riemenspannung oder sonstigen mechanischen Aufwand. Bock #2 und das innerhalb einer Stunde.

    Zu meiner Ehrenrettung muss ich hinzufügen, dass ich hernach noch das -Heckservo schlägt 10% nach rechts und 90% nach links aus Problem mit Google, Gyro-Bedienungsanleitung und Lupe im Auge (Wer kann denn diese winzigen Lamperl erkennen) gelöst habe also bin ich mit der Welt und mir wieder versöhnt.
    Theoretisch müsste er jetzt wieder fliegen. Aber wie wir alle wissen: Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Theorie geringer als in der Praxis.
  • Cheerio
    Member
    • 07.09.2011
    • 194
    • Uwe
    • Rosenheim

    #2
    AW: Heck-sadezimalsystem

    Es fliegt!

    Und weil der Teufel ein Eichhörnchen ist, ist gleich eine Kugelkopfschraube an der Taumelscheibe abgegangen. Nix passiert, als es anfing zu rattern war ich nicht hoch uns konnte gleich aufsetzen. Aber wieder was gelernt: Alle Schrauben raus, Lack dran und wieder ein. Nächster Versuch.

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    • martin_p
      martin_p

      #3
      AW: Heck-sadezimalsystem

      Hi!

      Irgendwie kenne ich das, wenn ich das so lese.

      Man hat ein Problem am Heli (wieder mal), will es lösen und begrenzte Zeit zum Bastlen/Probieren (habe auch Kinder). Dabei zipft einen das schon alles gewaltig an und man will weiterkommen...da schleichen Sich Fehler ein..das ist mir auch schon zu oft passiert...

      Meine Erkenntnis daraus: Ich tue so etwas nie mehr wieder, wenn ich nicht min. zwei Stunden Ruhe für so etwas habe, dann lasse ich es lieber....das wird viel zu schnell zu teuer...

      Viel Glück, das wird sicher wieder!!

      LG
      Martin

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